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Leistungssport

Mai 2017: Silber in Budweis

Nach der weiten Reise ins bretonische St. Malo ging es für die deutsche Unterwasser-Hockey Frauennationalmannschaft am darauffolgenden Wochenende direkt weiter ins tschechische Budweis. Das dort ausgetragene Freundschaftsturnier „Bud Pig Cup“ ist vom Spiel-Niveau her nicht ganz so hoch anzusiedeln wie die Euro-Clubs. Dennoch ist das Turnier aufgrund der Gastfreundschaft der Tschechen und der Frauendivison eines der beliebtesten Turniere der deutschen Hockeys: Neben der Frauenmannschaft trat auch die inoffizielle deutsche Herrenmannschaft, die Vereinsmannschaft aus Hannover sowie ein deutsches Mixed-Team mit Spielern aus München, Heidelberg und Berlin an.

Mit knapp 35 Spielern stellten die Deutschen ihre bislang größte Delegation auf einem Freundschaftsturnier im Ausland. Die Frauenmannschaft holte mit souveränen Siegen gegen die Polinnen und Tschechinnen Silber unter fünf teilnehmenden Teams in der Frauendivision. Sie musste sich lediglich der Ungarischen Mannschaft mit 1:3 geschlagen geben. Die Herrenmannschaft schaffte nach der Gruppenphase problemlos den Einzug in die obere Tableauhälfte und beendete das Turnier erfolgreich auf Platz 5 von 15 teilnehmenden Teams in der Männerdivision.



April 2017: Vorbereitungsspiele auf den Euro-Clubs in St. Malo

Was im Fußball die UEFA-Championsleague oder „Königsklasse“ ist, das sind im Unterwasser-Hockey die Euro-Clubs. Jährlich finden sie an einem anderen Ort in Europa statt und antreten dürfen die zwei besten Vereine pro Nation. Gespielt wird nach Geschlechtern getrennt. „Kleinere Hockeynationen“, sowie Deutschland oder Belgien, können dabei anstelle zweier Vereinsmannschaften auch ihre Nationalmannschaften schicken.

Die VDST Frauennationalmannschaft nutzte die Chance sich in ihrer Europameisterschaftsvorbereitung auf Top-Niveau messen zu können. Nach dem ersten Spieltag wurden die 14 teilnehmenden Frauenmannschaften in die „Top Group“ (obere Tableauhälfte) und die „Sub Top Group“ (untere Tableauhälfte) aufgeteilt. Das Erreichen der „Top Group“ war für die deutsche Mannschaft außer Reichweite. In der „Sub Top“ konnte sie einen knappen 2:1 Sieg gegen die Schottinen erzielen und ein 3:3 Unentschieden gegen die Türkinnen erringen. Gegen Belgien musste das Team eine schmerzliche Niederlage hinnehmen. Obwohl das Spiel über weite Strecken vor dem belgischen Tor stattfand, konnten die Deutschen nur ein Tor erzielen und mussten drei starke Konter der Belgierinnen einstecken, sodass es letztlich 1:3 stand.

Im Laufe beider Tage steigerte sich das Team von Spiel zu Spiel und konnte im letzten Spiel gegen Afro-Hope, ein französisches Erst-Liga-Team, bei einem 2:4 laut Trainer Paul van den Brakel seine beste Leistung abrufen. Somit verabschiedeten sich die Deutschen mit einem 12. Platz. Die Reise in das wunderschöne bretonischen St. Malo mit Übernachtung in einem Mietshaus direkt am Strand wird nicht nur aus sportlicher Sicht in Erinnerung bleiben!



März 2017: Neu im Saarland – Unterwasser-Hockey beim TC Turtle Divers St. Ingbert

Als erster VDST-Verein im Saarland spielt der TC Turtle Divers St. Ingbert UW-Hockey. Nachdem in Schutzausrüstung und Spielgerät investiert ist und zwei Tore geordert sind, gilt es nun, das spielerische Know-How, das bisher „autodidaktisch“ erarbeitet wurde, zu steigern. Unterstützung haben Spieler unserer deutschen Nationalmannschaft angeboten.

Turtles-Jugendwart Werner Uwer hatte im Voraus ganze Arbeit geleistet: Zwanzig Jugendliche nebst einer Hand voll interessierter Erwachsener erwarteten am 28. März 2017 ein Spieler-Quartett des TCO Weinheim im eigens arrangierten, zweieinhalbstündigen UWH-Training; Flossenschwimmer und Gerätetaucher durften an diesem Tag pausieren … oder aber mitmachen.

Entsprechend lebhaft ging es angesichts der großen Teilnehmerzahl im Becken zu. Idealerweise bietet dies eine durchgängige Tiefe von etwa zwei Metern über drei Bahnen Breite; geradezu perfekte Voraussetzungen für ein UW-Hockey-Match. Hier wurden in kleinen Gruppen und unter Anleitung der Nationalspieler zunächst grundlegende Techniken wie schnelles Abtauchen, Flossenschwimmen und vor allem der richtige Umgang mit Schläger und Puck vermittelt. Zum Ende der Übungseinheit blieb noch eine halbe Stunde, um die neuen Erfahrungen im freien Spiel ausgiebig einzusetzen und auszuprobieren.

Vollauf begeistert zeigte sich am Ende neben den Teilnehmern auch Thomas Nieland, Erster Vorsitzender des TC Turtle Divers: „Das war eine super Veranstaltung, die zu recht einen solch hohen Zuspruch in unserem Verein gefunden hat. Wir bleiben am Puck!“. Und ebenso bleiben nach einem anstrengenden Trainingstag jede Menge Spaß und auch einige Impressionen in Bildern.


März 2017: Trainingslager der Nationalmannschaft

Es ist ruhig am Freitagmittag in der Sportschule -- die bekannte Ruhe vor dem Sturm. Die Wasseroberfläche im Schwimmbad ist noch glatt und ungekräuselt, die Betten sind gemacht, die Umkleiden leer. Aber nur solange, bis die Hockeyspieler in der Sportschule in Oberhaching ihr Wochenendquartier beziehen, voller Freude sich begrüßen, die VDST-Fahne aufhängen und das Schwimmbad zum Leben erwecken: Mit einem Handschuh und einem Schläger in der Hand, Flossen an den Füßen und dem Puck am Beckenboden kann es losgehen! Vom 17. bis zum 19. März trainierte die Frauennationalmannschaft im Unterwasser-Hockey zusammen mit den deutschen Herren unter der Leitung der Trainer Paul van den Brakel und Toby Scott.

Das Trainingslager markierte für die Nationalmannschaft den Beginn der letzten, intensiven Trainingsphase vor der Europameisterschaft, die im August im ungarischen Eger stattfinden wird. Und es ging um einiges an diesem Wochenende, denn Trainer Paul van den Brakel nominierte den finalen Kader. Dabei standen einige Fitnesstests, Testspiele mit und gegen die Herren, sowie Feinschliffe der Taktik, beispielsweise bei den Freistoßausführungen, auf dem Programm.

Ein besonderes Augenmerk lag an diesem Wochenende auf der Schwimmtechnik, da Antje Franke, Fachbereichsleiterin Leistungssport im VDST, die Unterwasser-Hockey-Spieler in Oberhaching besuchte. Unter ihrer Leitung galt es, die Effizienz im Wasser zu erhöhen, die Kraultechnik zu optimieren sowie das Abtauchen effektiver zu gestalten. Wir möchten uns an dieser Stelle nochmal ganz herzlich bei Antje für eine super Trainingseinheit bedanken!


Unterwasser-Hockey-Einführung in Bremen

Unterwasser-Hockey wird immer populärer. Die im flachen Wasser eines Schwimmbades spielbare Sportart wird von immer mehr Vereinen ausgeübt. Der Landestauchsport-Verband Bremen hat am Dienstag, den 28.02.2017 eine Einführung in das Unterwasser-Hockey durchgeführt, um seinen Vereinen einen Einblick zu geben. Dazu reiste extra Etienne Le Boulanger aus Hannover an, ein erfahrener Trainer vom „Unterwasserhockey Hannover“.

 

Er erklärte den mehr als 15 Interessierten die Grundzüge des Spiels und dann ging es gleich an die Praxis. Nach einer kurzen Eingewöhnung fand das erste Spiel statt. Alle Teilnehmer hatten sehr viel Spaß und wer weiß, vielleicht wird jetzt in Bremen das nächste Team entstehen.


Februar 2017: Beach&Boat- Unterwasser-Hockey stellt sich vor

Unterwasser-Hockey stellt sich vor - diesmal waren wir zu Gast bei der Beach&Boat-Messe in Leipzig! Auf Initiative des Landestauchsportverband Sachsen bekamen wir einen 15-minütigen Bühnenauftritt am großen Wassersportbecken. Während Nationalmannschaftsspielerin Lena Kuske aus Leipzig zusammen mit dem Messemoderator und den Präsidenten der mitteldeutschen Landesverbände auf der Bühne den Sport vorstellte, zeigten wir im Becken eine Drei-Gegen-Drei-Vorführung. Die Zuschauer waren begeistert!


Januar 2017: Tournoi Féminin in Rennes

Ein Mal mit dem Zug 9 Stunden quer durch Deutschland und Frankreich und man landet in Rennes in der Bretagne, wo jährlich im Januar das "Tournoi Féminin" ausgetragen wird -- Europa's größtes Freundschaftsturnier für Frauenmannschaften im Unterwasserhockey. Der vorläufige Kader der Nationalmannschaft nutzte die Chance als Test in der Vorbereitung auf die diesjährige Europameisterschaft und belegte einen fünften Platz von 16 teilnehmenden Teams.  

Das Turnier hat einen besonderen Charme, da am Samstag im "Potluck"-Modus gespielt wird: Die circa 160 angereisten Spielerinnen spielen dabei nicht mit ihrer Heimmannschaft, sondern werden bunt zu neuen Teams zusammengewürfelt. Jedes Team wird von einer international erfahrenen Spielerin gecoached. Die perfekte Gelegenheit, neue Taktiktips zu bekommen, Techniktricks zu lernen und herzliche Mitspielerinnen kennenzulernen!

Am Sonntag gilt dann normaler Turnierbetrieb, in dem die deutschen Damen gegen Spielerinnen aus Frankreich, Holland, Belgien, Spanien und der Schweiz antraten. Als Gruppenzweiter qualifizierte sich der Kader für die oberere Hälfte, den Play-Offs um die Plätze 1 bis 8. Gegen den späteren Zweitplatzierten des Turniers, Rennes I, verlor die deutsche Mannschaft knapp in der Nachspielzeit mit 2:3. Es folgten Siege gegen Lille, Marseille und die Belgische Nationalmannschaft, sodass am Ende ein fünfter Platz von 16 teilnehmenden Teams zu Buche stand.


November 2016: UW-Hockey-Kader trainiert in Oberhaching

Welcher Sportler kennt es nicht: Das Gefühl nach einem langen Trainingswochenende Sonntagabend ins Bett zu fallen, todmüde und völlig erschöpft, aber auch einfach glücklich und zufrieden mit sich und der Welt. Zahlreiche Wassereinheiten liegen hinter uns, sowie etliche Stunden im Seminarraum für Theorie und Taktik und Einheiten in der Turnhalle für Ausdauer, Kraft und Dehnen. Ein Wochenende in der Sportschule Oberhaching bietet ideale Trainingsbedingungen. Vom 11. bis zum 13. November trainierte dort der vorläufige Kader der VDST UWH Damennationalmannschaft unter Leitung ihres holländisches Coaches Paul van den Brakel zusammen mit dem Team des Untewasserhockey München e.V.

Der Fokus des Kaders auf seinem Weg zur Europameisterschaft 2017 lag an diesem Wochenende auf der Pucktechnik. Im Unterwasserhockey ist die Technik ein entscheidender Faktor um Zweikämpfe zu gewinnen, das Spiel zu kontrollieren und anschließend aufzubauen. Auch der "Flick", die Technik um einen Pass unter Wasser zu machen, ist maßgeblich für den Erfolg. In vielen Übungen versuchten die Spieler über Hindernisse zu flicken und so ihrem Pass mehr Höhe und Weite zu verleihen. Außerhalb des Wassers konzentrierte sich der Lehrgang auf die Theorie des Spielsystems "2-1-2-1", welches mit zwei Stürmern, einem Mittelfeldspieler, zwei Seitenverteidigern und einem 1 Mitelverteidiger arbeitet. In der Turnhalle stand individuelles Krafttraining zur Stabilisation der Rumpfmuskulatur sowie Faszientraining zur Regeneration mit Hilfe von Blackroles auf dem Programm.

Unter den 30 Teilnehmern befanden sich auch 6 Kinder und ihre Betreuer Ralph Cahn und Marion Brandl. Ausgestattet mit Kinderschlägern und einem Kinderpuck absolvierten sie ihr eigenes Programm, konnten sich aber gleichzeitig viel von den Erwachsenen abschauen. Auf die Frage, was ihr am Wochenende am besten gefallen hat, antwortet ein 12-jähriges Mädchen beim Mittagessen am Sonntag ohne zu zögern: "Als die Erwachsenen ein Spiel mit uns gespielt haben, das war toll. Das war am schönsten!" Und ihre blauen Augen strahlen.


April 2016: Junge Nationalmannschaft im Unterwasser-Hockey erreicht ersten Sieg bei einer WM

Die Deutsche VDST-Unterwasser-Hockey-Nationalmannschaft des Verbandes Deutscher Sporttaucher (VDST) nahm erstmals an einer Weltmeisterschaft im Unterwasser-Hockey teil und belegte den zehnten Platz auf der Weltmeisterschaftsbühne.

 

Vom 25. März bis 2. April 2016 fand im südafrikanischen Stellenbosch die Weltmeisterschaft im Unterwasser-Hockey (WM) statt. Erstmals entsandte der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) eine Nationalmannschaft in dieser Sportart, um sich im internationalen Vergleich zu messen. Die junge Mannschaft belegte den zehnten Platz von 13 teilnehmenden Teams.

 

Nach einer intensiven Vorbereitung mit monatlichen Trainings- und Turnierwochenende im In- und Ausland reisten 12 Spielerinnen der VDST-Damen-Nationalmannschaft unter Trainer Paul van den Brakel nach Stellenbosch. Im ersten Gruppenspiel trafen die Spielerinnen auf den aktuellen Asienmeister aus den Philippinen und erzielten einen 4:0 Sieg. Dies war ein Fortschritt im Vergleich zur letzten Weltmeisterschaft 2013 in Ungarn, bei der das Team noch gegen die Philippinen in der Nachspielzeit verloren hatte.  In Südafrika blieben die VDST-Damen ohne Gegentor und waren überlegen. Es war der erste Sieg einer deutschen Frauen-Nationalmannschaft bei einer Unterwasser-Hockey-Weltmeisterschaft.

Im weiteren Verlauf der Gruppenphase trat das Team gegen deutlich stärkere Mannschaften an, wie z.B. den amtierenden Vizeweltmeister Großbritannien, den späteren aktuellen Weltmeister Südafrika oder Spanien und die USA. Hier war das Team chancenlos, sammelte jedoch Erfahrung auf internationalem Niveau.

Nach der Gruppenphase wartete Singapur als Gegner in den Play-Offs. Nach umkämpften 25 Minuten ohne Tor auf beiden Seiten erzielte die deutsche Mannschaft die Führung und hielt das 1:0 die letzten fünf Minuten bis zum Ende. Mit einem zehnten Platz von 13 teilnehmenden Teams erzielt die Mannschaft das für sie beste Ergebnis. "Ich bin sehr stolz auf meine Spielerinnen", lobt Trainer Paul van der Brakel. "Sie blieben in den schwierigen Momenten der Niederlagen stark und brachten die erforderliche Leistung als sie die Chance hatten zu gewinnen." Mannschaftskapitänin Daniela Steidl vom Unterwasserhockey München e.V. fügt begeistert hinzu: "Das ist unglaublich! Die ganze Welt hat gesehen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir sind hungrig auf mehr!"

 

Unterwasser-Hockey ist in Deutschland noch nicht so verbreitet wie in den anderen an der Weltmeisterschaft teilnehmenden Ländern, in denen es teilweise wie in Neuseeland sogar Schulsport ist. Für die deutsche Mannschaft, die noch am Anfang ihrer Entwicklung steht, ist dies von daher ein positives Ergebnis.

 

 

Fotos: VDST / Bettina Kuske, Helmut Mathies, Yori Huynh