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Ein herzliches Hallo!


Tauchen auf akademischem Niveau

Richard Stanulla ist Masterstudent der Geologie an der TU Bergakademie Freiberg und sitzt für seine Abschlussarbeit keinesfalls im stillen Kämmerlein.
Seit zwei Jahren schon nimmt er an den Exkursionen nach Panarea Teil. Sein Thema befasst sich mit der Erhaltung von extremen Ökosystemen. Dabei denkt er aber in geologischen Maßstäben im Bereich von einigen Millionen Jahren.
Was hat das alles mit Tauchen zu tun? Ganz einfach, sein zu untersuchendes Ökosystem liegt mehrere Meter unter Wasser. Es handelt sich dabei um Gasaustrittsstellen im Meeresboden, auch Fumarolen genannt. Unter Panarea befindet sich ein aktiver Vulkan, der das Wasser um die Fumarolen durch das austretende Gas aufheizt und mit Mineralien versetzt. Dadurch entsteht ein sehr spezielles Ökosystem, das von Geologen, Bio- und Ökologen untersucht wird. Auch Maschinenbauer tummeln sich da diesen Tauchplätzen, die die eigens angefertigten Untersuchungsgeräte an den Fumarolen anbringen.
Das Unterwasserplateau vor Panarea bietet sogar einen Flachwasser-Black-Smoker, einzigartig und als Scientific Diver leicht zu erreichen. Ansonsten kommen nur ferngesteuerte Tauchroboter in die Nähe von Tiefsee-Black-Smokern.
Die TU Freiberg bildet in zwei-semestrigen Modulen „Confirmed Scientific Divers“ nach CMAS aus, die zur Abschlussprüfung ihr wissenschaftlich-korrektes Tauchen in Panarea, vor Sizilien, ausüben. An der Ausbildung können Uni-interne, als auch -externe mit Gasthörerstatus teilnehmen, wichtig ist nur das wissenschaftliche Interesse und ein CMAS**.

Für mehr Informationen, folge dem Link


Bitte lächeln!

Spezialkurse der Visuellen Medien

Man stelle sich einen Tauchgang in einem glasklaren Korallenriff vor. Was ist schöner, als dem bunten Treiben zuzuschauen? Genau: es auf ein Bild zu bannen und andere daran teilhaben zu lassen! Oder noch besser: Damit ein bisschen Geld verdienen? Wie man damit an Geld kommt, kann man bei Vorträgen auf der Bühne „Underwater Pixel World“ (Halle 4) hören.
Aber wie man erst einmal die atemberaubenden Unterwasseraufnahmen macht, davon kann Rainer Richard von den Visuellen Medien des VDSTs erzählen.

Die Visuellen Medien bieten insgesamt vier Spezialkurse mit einem Sonderbrevet an.
Von der Fotografie im Trockenen, bis hin zur Motivwahl und Inszenierung für Profifotografen. In den Kursen setzt man sich nicht nur mit stillen Bildern auseinander, sondern lernt den Umgang mit Bildbearbeitungsprogrammen und wie man sein eigenes kleines Tauchvideo dreht.

Findet ein Verein genügend Interessenten, kommen die Ausbilder auch gerne persönlich für die Kurse vorbei!


Messeservice: Überprüfung und Optimierung der Bildqualität

Zusammen mit seinen Kollegen, bietet Rainer eine Korrektur des Fokusoffsets (Fokusfehler) an. Dieser Service kommt gut an und wurde bereits oft besucht. Mittlerweile konnten sie feststellen, dass bei vielen SLR-Kameras und deren Objektiven die Fokusebene nicht richtig aufeinander abgestimmt ist...

Wer seine Kamera checken lassen möchte, ist eingeladen sie hier am VDST-Stand vorbeizubringen!


Interview „Ein Jahr nach der Revolution - Tauchen in Ägypten“

"Für den Tauchsport bleibt alles beim Alten. Unsere Gäste können kommen –
und damit die neue Demokratie stützen!"

 

Heute vor einem Jahr - am 25. Januar 2011 - erreichten uns hier auf der boot die Nachrichten zu den Demonstrationen auf dem Tahir-Platz in Kairo, Ägypten – und die gesamte Taucherhalle 3 war geschockt. Nicht nur wegen der zukünftig wohl ungewissen politischen Lage für alle ägyptischen Einwohner, sondern auch wegen den Auswirkungen auf den Tourismus und so auch den Tauchsport.

Was danach geschah: Am 11. Februar 2011 trat der langjährige Staatspräsident Hosni Mubarak zurück. Bereits im März wurde durch den Obersten Militärrat eine neue Regierung eingesetzt.
Inzwischen hat das Land gewählt und vorgestern tagte nun zum ersten Mal das neue - und erstmals frei und demokratisch gewählte - Parlament.


Im vergangenen Jahr ist also vieles passiert und ins Rollen gekommen.
Hier auf der boot nehmen wir daher die Gelegenheit wahr und sprechen mit einigen einheimischen Tauchbasen aus Ägypten. Interviewpartner sind Constanze Conrad und Ayman Taher von unserem Dive Center und Meeresbiologie College Blue Heaven Holiday in Marsa Alam. Constanze lebt seit 14 Jahren mit ihrem in Ägypten geborenen und aufgewachsenen Mann, Ayman, in Marsa Alam am Roten Meer.

Sie berichten, dass das alte Regime unter Mubarak in den letzten Jahren immer reformfeindlicher und starrer geführt worden sei und sich vornehmlich auf Staatssicherheit und Polizei stützte.  Das öffentliche Leben unterlag in den fast 30 Jahren strikter staatlicher Kontrolle.
Die einzige starke politische Opposition war vor der Revolution die Bewegung der Muslimbrüderschaft. Diese nahmen sich sozialen Themen wie unter anderem Schulbildung, Gesundheitsversorgung, Waisenbetreuung oder Armenspeisung an, um die sich der Staat nicht kümmerte. „Das ist ähnlich wie das deutsche Diakoniewesen.“, erklärt Constanze, „die Bewohner wurden bei ihren regelmäßigen Besuchen in den Moscheen im ganzen Land zusätzlich sozial unterstützt – denn hier waren die Nöte der Einzelnen bekannt.“ Sie erläutert, dass weil die Muslimbrüderschaft dadurch bei der Bevölkerung sehr beliebt war, ihre politischen Aktivitäten jahrzehntelang unterdrückt und von der Justiz verfolgt wurden.

Um nach der Revolution an den bevorstehenden Wahlen teilnehmen und die Arbeit weiterführen zu können, gründete die Muslimbrüderschaft im März 2011 die "Freedom and Justice"-Partei, die nun auch mit deutlicher Mehrheit gewählte wurde.

„Was uns sehr erschüttert, ist die Berichterstattung hier in Deutschland. Dinge wie Bikini- oder Alkoholverbot wurden von ganz kleinen extremen Parteien gefordert und stehen hier in Deutschland im Mittelpunkt. Die gewählte Partei allerdings will etwas ganz anderes! Es müssen Arbeitsplätze geschaffen werden, um Hunger und Not in der Bevölkerung zu vermeiden. Dazu wird natürlich der Tourismus gebraucht, der hier immerhin 35% aller ägyptischen Einkommen trägt. Dafür will sich die Regierung in den nächsten Jahren einsetzen.“ erläutert sie weiter. „Es wurden sogar Delegationen gebildet und in andere moslemische Länder ausgesandt. Die Delegationen sind zwischen 6-9 Monaten in den Ländern geblieben, um zu sehen, wie Antidiskriminierung, wirtschaftlicher Aufschwung oder auch Tourismus am besten gefördert werden können.“, fügt Ayman Taher hinzu. Die Delegationsteilnehmer sollen anschließend in die Regierung einsteigen und ihr Wissen dort einbringen.

„Wichtig ist, dass nach den fast 30 Jahren Diktatur, die Leute Geduld haben. Geduld, weil sich natürlich nicht von heute auf morgen alles ändern lässt, was geändert werden müsste. Für den Tauchsport allerdings bleibt alles beim Alten. Unsere Gäste können kommen – und damit die neue Demokratie stützen!“


Rebreather-Schulung am VDST-Stand

Wer mitmacht, spart bares Geld: Am Stand des VDST fand heute eine Schulung für die Benutzung des Rebreathers Poseidon Discovery MK VI statt. Tauchlehrer, die an dem Training teilnehmen, erhalten 600 Euro Rabatt beim Kauf des Gerätes. Der MK VI ist ein geschlossener Rebreather für den Sporttauchbereich, der elektronisch gesteuert und recht einfach zu bedienen ist. Informiert wurden die Teilnehmer von dem RAB-Instructor-Trainer Klaus Ostheimer von Poseidon. Die Schulungen finden während der Messe bei verschiedenen Organisationen statt. Am Stand des VDST gibt es noch einmal am Freitag, den 27.1.12, um 15 Uhr die Gelegenheit zum Mitmachen.


Schnuppern macht Spass

Mutig wagt sich unser Gast, Raik Packeiser von der PR-Agentur insignis, ins Schnuppertauchenbecken – und wir begrüßen einen neuen Taucher in unseren Reihen...!