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28.06.17

Bericht zur Apnoe-TL-Theorie- und Praxisprüfung 2017

Teilnehmer und Prüfer der Apnoe-TL-Theorieprüfung / Foto: VDST

Teilnehmer und Prüfer der Apnoe-TL-Praxisprüfung / Foto: VDST

 

Theorieprüfung

Vom 21. bis 23.04. 2017 luden die APTL3’s Ralf Hildebrandt, Henrike Mölleken und Thomas deLede mit Unterstützung von Apnoe-TL3-Anwärtern Volkmar Körner und Sven Gers zur Apnoe-TL1-Theorieausbildung und -prüfung in die Jugendherberge Rothleimmühle in Nordhausen ein. Dabei waren sieben TL1-Anwärter, davon ein Apnoetauchlehrer anderer Verbände mit dem Wunsch des Crossovers zum VDST.

Der Freitag stand zur Anreise und zum geselligen Kennenlernen in der Gaststätte zur Verfügung. Schnell stellten wir Teilnehmer fest, dass wir uns zu einem sehr großen Teil schon vom Apnoe-Happening oder anderen Apnoe-Veranstaltungen kennen.

Samstag begann dann das eigentliche Seminar. Nach Klärung aller organisatorischen Angelegenheiten bekamen wir noch einmal einen Überblick über die verschiedenen Brevetierungsstufen im Apnoebereich des VDST. Daraufhin besprachen wir die beiden Apnoe-SKs und gingen noch einmal die Folien durch, die wir bald auch selbstständig lehren dürfen. Dabei sind wir insbesondere auch darauf eingegangen, wie wir Ausschreibungen und Abrechnungen erstellen sollten. Außerdem haben wir das aktuelle Angebot an SKs analysiert. Nun können wir uns auch sicher sein, bei der Kostenveranschlagung alle Posten zu berücksichtigen

In der Mittagspause gönnten wir uns ein reichhaltiges China-Buffet, bevor wir dann Themen zur Psychologie und Angst beim Apnoetauchen besprachen, damit wir unseren zukünftigen Schülern helfen können, diese zu überwinden. Weitere Themen betrafen die Medizin des Apnoesports, damit wir bei unserer Lehre auch die Grenzen der verschiedenen menschlichen Körper gut einschätzen und berücksichtigen können, sowie eine Präsentation zum Thema Gezeiten & Wellen, welche uns sehr helfen wird, die Tauchplätze bei unserer Ausbildung sicher und korrekt auszuwählen.

Zwischen den Vorträgen gab es auch Gelegenheiten für unsere Prüfungsreferate, die wir unter anderem über die Sicherung bei den verschiedenen Disziplinen sowie zum Druckausgleich hielten. Ausklingen ließen wir den Abend wiederum in der Gaststätte vom Vortag, wo wir uns noch lange über unseren Lieblingssport austauschten.

Am nächsten Morgen wurde es nach einer kurzen Diskussion über offene Fragen ernst: Die Theorieprüfung stand auf dem Plan! Insgesamt haben wir die Prüfung als fair empfunden, es war nur eine große Menge zum Schreiben.

Bevor die Ergebnisse verkündet wurden, stand noch ein weiterer Vortrag an. Es wurden alle Fragen zum Thema Versicherung und Recht geklärt, wofür extra der Rechtsspezialist Philipp Selentin anreiste. Weiterhin bekamen wir einen umfangreichen Einblick in aktuelle Entwicklungen im Apnoe-Bereich des VDST und diskutierten weitere Entfaltungsmöglichkeiten des VDST auf diesem Gebiet.

Nach unserer Diskussion wurden wir nicht länger auf die Folter gespannt, unsere Ergebnisse der Theorieprüfung wurden verkündet! Dies war für uns ein sehr erfreulicher Punkt, denn alle haben bestanden! Wuhuu! Derart motiviert planten wir nun noch unsere Reise nach Sv. Marina im Juni, wo wir uns der Praxisprüfung stellen möchten. Wir freuen uns sehr darauf und sind unserem Wunsch, Apnoe-Tauchlehrer zu werden, nun noch einen Schritt näher gekommen. (Fabian Friese)


Praxisprüfung in Labin, 11. - 17. Juni 2017
(ausführliche Tagesberichte gibt es hier)

Auch dieses Jahr fand eine sechstägige Apnoe TL Praxisprüfung beim VDST-Dive Center Sv. Marinain Labin (Kroatien) statt. Die Prüfung wurde von Ralf Hildebrand (LV Thüringen) und Henrike Mölleken (Nordrhein-Westfalen) mit tatkräftiger Unterstützung des APTL ***-Anwärters Volkmar Körner (Hessen) organisiert.

Die sieben APTL-Anwärter kamen aus ganz Deutschland: Fabian Friese (Niedersachsen), Gero Wedemann (Mecklenburg-Vorpommern), Ulf Spod (Hessen), Maik Heller (Bayern), Marcus Krieg (Thüringen), Katharina Hoefs (Nordrhein-Westfalen) und Klaus Handschuh (Hamburg). Parallel zur Ausbildungswoche betreute Ulrich Wulff unsere Spaßgruppe, die an einem von ihm organisierten Apnoe-Workshop teilnahm.

Nachdem alle APTL-Anwärter eingetroffen sind, gab es an der Tauchbasis das erste Briefing, was uns erwarten würde: 7:00 Uhr Yoga, Frühstück bis 9:00, erste Einheit bis 14:00/15:00 Uhr, Pause, zweite Einheit bis 18:00/19:00 Uhr, Talk of the Day.

Jeder musste mindestens einmal in die Rolle des TLvD und des Gruppenführer schlüpfen, eine Yoga- Session abhalten und ein Gruppenreferat erarbeiten und abhalten. Dieser Plan hatte Bestand. Inhalt der einzelnen Tage wurde situationsbedingt angepasst, mal wurde die Rettungskette vertieft, mal wurden Übungen und Abnahmen geschoben oder Gruppeneinteilungen über den Haufen geworfen. Ein Programm, das es in sich hatte.

Tag 1:
15 Meter Tieftauchen mit Rettung und 20 Meter Tieftauch-Intervall
Das Team findet sich - erste Aufgaben, wie Bojen vorbereiten, laufen noch nicht rund. Das soll sich aber bald ändern!

Tag 2:
3 Minuten Zeittauchen und 60 Meter Strecke
Aufbau des Streckenparcours der beiden Gruppen in einmal 5:45 Min. und einmal in mehr
als 21 Min,, was einem verheddertem Reel zu verdanken war. Optimierungspotential!

Tag 3:
25 Meter Tieftauchen mit Konzentrationsübung und freies Tauchen
Klaus schrieb in 25 Meter einen Roman auf die Schreibtafel - manche dachten, er hätte Kiemen.

Tag 4:
Rettungsübung mit krasser Strömung und Streckentauchen
Was passiert, wenn man z.B. wegen starker Strömung plötzlich improvisieren muss. Nach dem Tauchgang waren die Beine schwer - beste Voraussetzungen für's Streckentauchen?!

Tag 5:
Gebietserkundung und Tieftauchen an der Lina
Apnoe läuft - und Boje setzen erst mal! - Tauchplatz spitze, Team ist eingespielt. Jedem hat's riesig Spaß gemacht!

Tag 6:
Nachprüfung Streckentauchen


Obwohl Tag 6 zur freien Verfügung stand, entschieden wir uns spontan, "das übliche Programm" als ganze Gruppe durchzuziehen inkl. Yoga/Herz Chakra.Der bunt zusammengewürfelte Haufen hat sich schnell gefunden und am Ende hat sich eine tolle Gemeinschaft entwickelt. Das hat sich auch darin gezeigt, dass alle Teilnehmer voller Begeisterung ihren "freien" Samstag für den ungeliebten Bojenaufbau zwecks Streckentauchen opferten und mit ins Wasser gingen - und danach noch Reserve hatten für Tief- und Intervalltauchen auf 4* Niveau.

Am Abend durften alle  APTL*- und ***-Anwärter in feierlicher Runde unsere TL-Lizenz entgegennehmen. Was für ein Moment, den wir in dieser netten Runde zusammen mit den Workshop-Teilnehmern teilen durften!

Zum Schluss bleibt nur noch eins: Vielen Dank an unsere Ausbilder. Ihr habt uns gut auf unsere künftigen Aufgaben als APTLs vorbereitet. Jeder konnte von den Ausbildern und seinen Kollegen viel mitnehmen: Tipps, Ratschläge und konkrete Ansagen, nicht nur fürs Wasser, sondern auch an Land.

Euer Team 2017

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