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14.07.17

Erfolgreiche Europameisterschaften im Finswimming

 

Die Europameisterschaften im Finswimming fanden in diesem Jahr vom 4. bis 7. Juli in Breslau (Polen) statt, wo auch die diesjährigen World Games ausgerichtet werden. Elf VDST-Sportler vertaten Deutschland, darunter Weltmeister und Weltrekordhalter Max Poschart, Vizeweltmeister Florian Kritzler und Malte Striegler und die Bronzemedaillengewinnerin der JWM 2016 Nele Rudolf. Die deutsche Mannschaft rechnete sich somit gute Medaillenchancen aus.

Und schon am ersten Tag konnte Max Poschart die erste Medaille einfahren. In einem spannenden Finale sicherte er sich den Europameistertitel über 100 Meter Finswimming und somit seit 25 Jahren den ersten EM-Titel für Deutschland über diese Distanz.

Auch der zweite Tag fing gut an. Mit deutschem Rekord von 3:19,09 Min. über 400FS zog die 15-jährige Johanna Schikora vom TC fez Berlin als Vorlaufschnellste in das abendliche Finale ein. Und dort machte sie die Sensation perfekt: neuer Jugendweltrekord. Nach 3:17,47 Minuten erreichte sie bei ihrer ersten EM den vierten Platz. Trotz der Holzmedaille war an Trauer nicht zu denken. Zu groß war die Freude über diesen Wahnsinnsrekord.

Auch zwei weitere Jugendliche präsentierten sich am zweiten Tag in Wahnsinnsform und konnten  neue Rekorde schwimmen bzw. tauchen. Michele Rütze setzte nach einem deutschen Jugendrekord im Vorlauf noch einmal eins drauf und tauchte im Finale in 39,67 Sekunden auf Platz 5. Mit neuem deutschen Rekord von 1:30,77 Min. über 200 FS erkämpfte sich Johanna Schikora zudem den 6. Rang.

Eine weitere Bronzemedaille für das deutsche Team konnte Max Poschart über 200 FS holen und er wurde hier nur knapp von zwei russischen Schwimmern geschlagen. Zusammen mit Malte Striegler, Lisa Kohnert und Michele Rütze stellte er aber nur knapp 15 Minuten später einen deutschen Rekord über 4x50 FS auf. Lediglich 0,2 Sekunden trennten das deutsche Quartett von einer weiteren Medaille.

Am dritten Tag der EM gab es das dritte Edelmetall für das deutsche Team und den VDST. Über 50 FS holte sich Max Poschart in 15,54 Sekunden die Bronzemedaille.

Weitere Rekorde wurden am vierten Tag geknackt und auch mit Medaillen versüßt. Nach 12 Jahren unterboten die vier Damen Carolin Haase, Michele Rütze, Nele Rudolf und Johanna Schikora nicht nur den deutschen Rekord über 4x200 FS (jetzt: 6:14,04 Minuten), sondern konnten nach 14 Jahren endlich wieder eine Medaille in dieser Staffel holen. Ein weiteres Highlight in dem Lauf: die 15-jährige Schlussschwimmerin Johanna Schikora aus Berlin schwamm als erste Deutsche unter 1:30 Minuten. Über diese Bronzemedaille freute sich das deutsche Quartett also sehr.

Beim nachfolgenden Wettkampf 50 AP wurde es dann spannend. Vier Schwimmer schlugen fast zeitgleich an, darunter auch Malte Striegler. Nach einer gefühlten Ewigkeit konnte er aber die Faust nach oben strecken und sich freuen. Zeitgleich mit einem russischen Finswimmer und nur 0,04 Sekunden hinter dem Silberrang gewann der Plauener die Bronzemedaille und damit Medaille Nummer 5 für das deutsche Team.

Zum Abschluss der europäischen Titelkämpfe gab es erneut allen Grund zum Jubeln. Das Quartett Max Poschart, Florian Kritzler, Sidney Zeuner und Malte Striegler sprintete über 4x100 FS zu Bronze und die Damen knackten in der Besetzung Lisa Kohnert, Michele Rütze, Anne Eisenberg und Johanna Schikora einen weiteren Uralt-Rekord aus dem Jahr 2009. Die nationale Bestmarke steht nun bei 2:46,51 Minuten.

Der deutsche Bundestrainer Lutz Riemann konnte mit den Leistungen seines Teams mehr als zufrieden sein. Eine Goldmedaille, fünf Bronzemedaillen, ein Jugendweltrekord, ein  Jugendeuroparekord, vier deutsche Rekorde und vier deutsche Jugendrekorde standen am Ende der Wettkämpfe auf der Habenseite.

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