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14.09.14

Erfolgreicher Einsatz für Artenschutz: Initiative von VDST und Partnern regelt Handel von weiteren Hai- und Mantarochenarten

 

Der Antrag über die Aufnahme von Haien und Mantarochen in das Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) aus dem Februar 2013 wurde angenommen. Damit hat sich der Verband Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST) gemeinsam mit dem International Fund for Animal Welfare (IFAW), Shark Savers Germany e.V. und weiteren Partnern aus Wissenschaft, Tauchindustrie und Wirtschaft erfolgreich für noch besseren Schutz der Meerestiere eingesetzt.


Gemeinsam mit verschiedenen Partnern, wie dem International Fund for Animal Welfare (IFAW), den Shark Savers Germany e.V. und weiteren Partnern, forderte der Verband Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST) bereits Anfang letzten Jahres die Teilnehmerländer des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) auf, dem Antrag über eine Aufnahme besonders betroffenen Hai- und Teufelrochenarten in den Anhang II für deren besseren Schutz auf der 16. CITES-Vertragsstaatenkonferenz in Bangkok zuzustimmen. Erfolgreich, wie sich im Laufe der Verhandlungen zeigte. Ab dem 14. September 2014 bedeutet das für weitere fünf Hai- und zwei Teufelsrochenarten, dass nur noch nachweislich nachhaltig gefischte Tiere gehandelt werden dürfen.

 

Erstmalig und ab sofort ist der Handel geregelt

Damit ist ab sofort erstmals der internationale Handel mit dem Heringshai (Lamna nasus), drei Hammerhai-Arten (Sphyrma lewini, Sphyrna mokarran und Sphyrna zigaena), dem Weißspitzen-Hochseehai (Carcharhinus longimanus) und zwei Teufelsrochenarten (Manta birostris und Manta alfredi) geregelt. „Das nun in Kraft tretende internationale Übereinkommen über den Handel ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, damit sich die Bestände etwas erholen können“, so VDST Umweltreferent PD Dr. Ralph Schill. „Das wird aber nicht ausreichen. Solange Hai- und Teufelsrochenprodukte als Delikatesse, Aphrodisiakum oder unter falschem Namen auf dem Teller landen, sind die eleganten Schwimmer stark bedroht und der Raubbau an der Unterwasserwelt geht weiter.“

 

Regelungen helfen den nachhaltigen Bestand zu sichern

Die nicht-regulierte Jagd nach Haien und Teufelsrochen hat in den letzten Jahrzehnten die Bestände dramatisch reduziert. Besonders Heringshaie wurden in der Vergangenheit von vielen europäischen Ländern gefangen und wurden bei uns als „Kalbfisch“ und „Seestör“ angeboten. Dies hat die Bestände im Nordostatlantik und im Mittelmeer nach Schätzungen der Weltnaturschutzunion IUCN auf weniger als zehn Prozent der ursprünglichen Bestände reduziert. Damit gelten die bis zu drei Meter großen Haie als vom Aussterben bedroht. Die Heringshaibestände im Nordwestatlantik gelten ebenfalls als stark gefährdet. Doch auch wenn in Deutschland kam noch Heringshaiprodukte angeboten werden, sind die Auswirkungen bisher gering geblieben, da vor allem in asiatischen Ländern weiterhin die Flossen sehr begehrt sind.

„Bei den Heringshaien ist es ähnlich wie bei uns Menschen, sie werden erst mit ca. 15 Jahren geschlechtsreif und haben eine Tragzeit von acht bis neun Monaten bis die Jungtiere auf die Welt kommen“, erklärt Schill, „Da dauert es lange bis sich die Bestände wieder erholen können, selbst unter guten Voraussetzungen.“

 

CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora)

CITES, auch unter dem Namen Washingtoner Artenschutzabkommen bekannt, ist ein internationales Regierungsabkommen, dessen Ziel es ist, den internationalen Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten zu regulieren. Die von CITES berücksichtigten Arten werden je nach Dringlichkeit des benötigten Schutzes in drei Anhängen gelistet. Anhang II beinhaltet Arten, die nicht unmittelbar vom Aussterben bedroht sind, deren Handel jedoch kontrolliert werden muss, um ein Fortbestehen der Art zu gewährleisten.
 

 

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