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28.06.15

Finswimming-Demonstrationswettkämpfe in Baku: Eine Chance für den Tauchsport

 

Bei den 1. Europaspielen präsentieren drei Spitzenathleten des Verbandes Deutscher Sporttaucher (VDST) die Sportart Finswimming. Lisa Kohnert vom SC DHfK Leipzig, Max Poschart und Malte Striegler vom TC Nemo Plauen traten am Samstagmorgen in vier Kurzstrecken-Wettkämpfen gegen die europäische Sprinterelite an.

 

Vom 12. bis 28. Juni finden in Baku die 1. Europaspiele der Geschichte statt. Die drei Spitzenathleten des Verbandes Deutscher Sporttaucher (VDST) Lisa Kohnert vom SC DHfK Leipzig, Max Poschart und Malte Striegler vom TC Nemo Plauen präsentieren die Sportart Finswimming. In vier Kurzstrecken-Wettkämpfen traten die drei VDST-Athleten gegen die europäische Sprinterelite an. Die Finswimming-Demonstrationswettkämpfe fanden am gestrigen Samstag im Baku Aquatic Center statt. Dabei erreichten sie gute Ergebnisse: Max Poschart erzielte mit 14,91 Sekunden im 50 Meter Apnoe den dritten Platz und schwamm damit einen neuen deutschen Rekord. Malte Striegler kam mit 35,33 Sekunden im 100 Meter Finswimming auf den vierten Platz und lag nur ein Hundertstel hinter dem Drittplatzierten; auch er erzielte damit einen neuen deutschen Rekord. Lisa Kohnert erreichte mit 40,82 Sekunden im  100 Meter Streckentauchen den fünften und mit 19,02 Sekunden im 50 Meter Finswimming den siebten Platz.

Betreut wurden die VDST-Sportler Vorort von Lutz Riemann, dem Bundestrainer Finswimming im VDST. Rüdiger Hüls, Fachbereichsleiter Leistungssport im VDST, freut sich: „Das sind sehr gute Ergebnisse für unsere Sportler. Außerdem ist dies eine einmalige Gelegenheit unsere Sportart vor einem Weltpublikum zu präsentieren!“

 

Europaspiele – Chance für den Tauchsport

Bei den 1. Europaspielen in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku kämpfen mehr als 6.000 europäische Sportlerinnen und Sportler in 20 Sportarten um Medaillen. In drei Sportarten gibt es die Möglichkeit, sich direkt für die Olympischen Spiele Rio 2016 zu qualifizieren.

Schon lange unterstützt der VDST die Bemühungen des Welttauchsportverband Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques (CMAS), dass Finswimming ins olympische Programm aufgenommen wird. Gemeinsam mit dem Welttauchsportverband engagiert er sich nun in diversen Kampagnen, den Tauchsport mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und so die Chancen für Finswimming zu erhöhen. Dazu konnte - als Ausrichter eines Demonstrationswettbewerbes im Rahmen der 1. Europaspiele - Baku gewonnen werden.

 

Vision: Eigene kontinentale Spiele

Im Europäischen Olympischen Komitee (EOC) sind die europäischen Nationalen Olympischen Komitees (NOK) zusammengeschlossen. Ende 2012 fassten sie den Beschluss eigene kontinentale Spiele, vergleichbar mit den Asienspielen oder den Panamerikanischen Spielen, auszurichten und starteten dafür 2015 die 1. Europaspiele mit mehr als einem Dutzend olympischer und nicht-olympischer Sportarten. VDST-Präsident Franz Brümmer engagiert sich seit vielen Jahren auch für die Aufnahme ins olympische Programm: „Ich freue mich, dass wir mit dieser Präsentation einen Schritt in Richtung Olympia gehen!“

 

Finswimming (FS)

Hinter „Finswimming“ verbirgt sich eine äußerst kraftvolle und sehr ästhetische Sportart. Es ist die schnellste Fortbewegungsart des Menschen im Wasser unter ausschließlicher Nutzung der eigenen Muskelkraft. Angelehnt an die Schwimmweise der Delphine wird dabei nur eine Flosse (Monoflosse) für beide Füße genutzt. Diese Fortbewegungsart erlaubt den Sportlern spektakuläre Geschwindigkeiten von bis zu 3,6 Metern pro Sekunde zu erreichen. Aus diesem Grund werden auch gerne Begriffe wie beispielsweise „Speed Swimming“ als Synonym für diese olympisch anerkannte Sportart verwendet.

 

Die größten Erfolge des VDST im Finswimming

Mit regelmäßigen Erfolgen bei Welt- und Europameisterschaften sowie den World Games haben sich die Athletinnen und Athleten des VDST in der Weltspitze etabliert und halten darüber hinaus noch unzählige Welt- und Europarekorde. Alleine in den Jahren von 1993 bis 2014 gewann der VDST knapp 173 Medaillen, davon 40 Goldene. Diese Ausbeute entspricht etwa acht Medaillen pro Jahr.

Zu den derzeit erfolgreichsten Athleten zählen, mit ihren Weltmeister- und Weltrekordtiteln, Florian Kritzler, Christoph Oefner, Jan Malkowski, Sven Lützkendorf und Max Lauschus.

Letztgenannter erreichte zudem ein Novum, als er 2013 in Cali, als erster deutscher Sportler zwei World Games-Rekorde aufstellte.

Wichtigste Erfolge seit 1993

  • World Games: 3x Gold, 2x Silber, 8x Bronze
  • Weltmeisterschaften: 17x Gold, 17x Silber, 36x Bronze
  • Europameisterschaften: 20x Gold, 24x Silber, 43x Bronze

Somit gehört der VDST mit seinen insgesamt 20 World Games- und Weltmeistertiteln aus den letzten 20 Jahren zu den erfolgreichsten Nationen im Finswimming.

 

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