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27.11.14

Kinder, Jugendliche, Vereine – die Zukunft des VDST!

 

Die Mitgliederversammlung des Verbandes Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST) setzt klare Ziele für die Zukunft: Um den Verband noch besser aufzustellen und zukunftssicher zu gestalten, steht die Vereinsunterstützung in den kommenden Jahren für den VDST im Fokus. Zudem hat sich die Mitgliederversammlung in einem einstimmigen Votum für die „Eisenacher Erklärung zum sicheren Tauchen von Kindern und Jugendlichen“ bekannt. Damit ist der VDST der erste Tauchverband, der diese von mehreren Tauchorganisationen erarbeitete Erklärung unterzeichnete. Zur Mitgliederversammlung mit Teilnehmern aus ganz Deutschland am 22. November in der Würzburger Festung Marienberg hatten der VDST und sein Bayerischer Landestauchsportverband (BLTV) eingeladen.

 

„Willkommen in Würzburg, bei uns wird Sport groß geschrieben!“, begrüßte Marion Schäfer-Blake, Bürgermeisterin der Stadt Würzburg, die Mitglieder und den Vorstand des Verbandes Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST). Diese trafen sich zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung auf der Festung Marienberg. Bürgermeisterin Schäfer-Blake freute sich aber nicht nur über die Wahl Würzburgs als Tagungsort. Besonders gratulierte sie der Unterwasser-Rugby-Mannschaft des VDST-Vereins Tauchsportgruppe Würzburg zu ihrem Aufstieg in die zweite Bundesliga: „Darüber freue ich mich als Lokalpatriotin ganz besonders!“

Wichtige kommunalpolitische Akzente setzte die VDST-Mitgliederversammlung in Würzburg ebenfalls, da dort gerade diskutiert wird, ein neues Bad, jedoch ohne tiefes Becken wie es beispielsweise fürs Unterwasser-Rugby oder die Tauchausbildung notwendig wäre,  zu errichten. In vielen deutschen Kommunen werden öffentliche Bäder geschlossen, daher macht sich der VDST zusammen mit Partnern für den Erhalt öffentlicher Schwimmbäder mit Sportmöglichkeiten stark und regte auch in Würzburg an, die für den Tauchsport notwendigen tiefen Becken im neuen Bad mit einzuplanen.

 

Im Bericht des VDST-Präsidenten Franz Brümmer wurde deutlich, dass die Weiterentwicklung des Verbandes und dabei insbesondere die Stärkung seiner Vereine die Arbeit der kommenden Jahre prägen wird. "All unsere Aktivitäten müssen gebündelt werden, um die Arbeit der Vereine und des Ehrenamtes noch besser zu unterstützen“, führte Franz Brümmer aus. Hierzu hat unter anderem die VDST-Arbeitsgemeinschaft ‚Der Neue VDST‘ ihre Arbeit  aufgenommen. Vizepräsident Erich Sämann unterstrich dies im Rahmen der Etatbesprechung und erläuterte, dass für die Vereinsentwicklung im Jahr 2015 bereits ein erheblicher Betrag bereitsteht.

Auch Vizepräsident Uwe Hoffmann betonte in seinem Bericht: „Gerade auch Familiensport im Verein ist seit 2012 ein wichtiges Thema für uns. Damit haben wir schon frühzeitig den Puls der Zeit getroffen, wie auch die Schwerpunktthemen der Messe boot 2015 zeigen, wo unter anderem auch Familiensport im Mittelpunkt steht“, berichtete Hoffmann. „Hier haben wir einen Vorsprung und können unsere positiven Erfahrungen in die gemeinsame Arbeit einbringen.“ Weiter wies er auf den Bildungsbericht hin, der deutlich macht, welchen zentralen Stellenwert die Bildungsarbeit im VDST hat und wie hoch deren Qualität ist.

 

„Eisenacher Erklärung zum sicheren Tauchen von Kindern und Jugendlichen“

Einigkeit herrschte bei allen anfallenden Entscheidungen u.a. zu den Satzungsänderungen und der Entlastung des Vorstandes. Besonders emotional war aber das einstimmige Votum der Versammlung zur sogenannten „Eisenacher Erklärung zum sicheren Tauchen von Kindern und Jugendlichen“. Darin spricht sich der VDST für das Tauchen von Kindern und Jugendlichen unter den dort explizit genannten sicheren Bedingungen aus. Ausgearbeitet wurde diese Erklärung in einem beispielgebenden gemeinsamen Akt von Medizinern und teilweise konkurrierenden Tauchsportorganisationen. Im Rahmen dieses ersten gemeinsamen Bekenntnisses, dass Sporttauchen auch für Kinder und Jugendliche eine sichere Sportart ist, verpflichten sich die Unterzeichner die gemeinsam erarbeiteten Richtlinien einzuhalten. Für die Arbeit im VDST ändert sich dadurch jedoch nichts, da diese Richtlinien im Verband bereits seit Jahren Mindestvoraussetzungen beim Tauchen mit Kindern und Jugendlichen sind und bei den VDST-Vorgaben die Sicherheit stets im Vordergrund steht.

 

Ausgezeichnete Leistungen

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit der Ehrung der VDST-Athleten und der Auszeichnung der Ehrenamtsträger. So überreichte Rüdiger Hüls, Fachbereichsleiter Leistungssport, VDST-Sportplaketten in Silber an die im Orientierungstauchen und Finswimming sehr erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler Katharina Benck, Babette Fürstenberg, Paula Krüger und Max Lauschuss sowie VDST-Sportplaketten in Bronze an Eric Holz, Paul Jahn, Florian Kritzler und Lisa Schäfer. Eine besondere Ehre für Rüdiger Hüls war die Auszeichnung der beiden besten VDST-Sportler in 2014, Paula Krüger und Max Lauschus.

Im Anschluss zeigte Arnd Winkler, Fachbereichsleiter Visuellen Medien, den Siegerfilm der diesjährigen Unterwasservideografie-Weltmeisterschaft der Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques. Für ihren Film erhielten Katja Kieslich an der Kamera und Assistent Frank Pastors den Weltmeistertitel und wurden für den Weltmeistertitel mit der VDST-Sportplakette in Gold geehrt.

Für ihr langjähriges und herausragendes sportliches Verbandsengagement erhielten Hartmut Winkler, einer der erfolgreichsten VDST-Trainer, und Jan Zeggel, mehrfacher Weltmeister und Nachwuchsausbilder, vom VDST-Präsidenten die Ehrennadel in Gold. Als Abschluss überreichte Franz Brümmer dem langjährigen Verbandsweggefährten Michael Ruoß für seine außergewöhnlichen Leistungen im VDST ebenfalls die VDST-Ehrennadel in Gold. „Michael Ruoß hat über Jahrzehnte die Geschicke des VDST mitgestaltet und u.a. mit seinem Einsatz zum VDST-Leitbild unsere Themen mitbestimmt“, lobte Franz Brümmer.

 

 

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