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05.07.19

Scapa 100

 

Vor etwas mehr als 100 Jahren, am 21. Juni 1919, befahl der Konteradmiral Ludwig von Reuter die Selbstversenkung der deutschen Hochseeflotte, die seit November 1918 in der natürlichen Bucht von Scapa Flow im Süden der schottischen Orkney-Inseln, einem britischen Marinestützpunkt, interniert war. Die meisten der 74 Schiffe sanken auf ihren vorgegebenen Ankerpositionen innerhalb von fünf Stunden nach dem Befehl zur Selbstversenkung.

Bis auf sieben Schiffe wurden bis Ende der 1930er Jahre alle Schiffe gehoben und ausgeschlachtet. Die auf dem Meeresgrund verbliebenen Schiffe sind bei Wracktauchern sehr beliebt und stehen mittlerweile unter Denkmalschutz.

Anlässlich des 100. Jahrestags finden in Scapa Flow viele Veranstaltungen, wie die gemeinsame einwöchige Expedition vom BSAC und VDST, statt. Unter der Leitung von Steffen Scholz werden vier VDST-Taucher diese Woche in Scapa Flow verbringen. Insgesamt 12 Taucher beider Tauchverbände tauchen gemeinsam in die Vergangenheit ab und erkunden die Wracks, die zunehmend verfallen. Zwischen den Tauchgängen sind ein Besuch des Kriegsgräberfriedhofs von Lyness sowie des Militärmuseums geplant. Während dieser Woche wird die MV Halton der Ausgangspunkt für Exkursionen unter wie über Wasser sein.

 

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Katja Paravicini

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