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30.09.14

UWR: Gemeinsames Trainingslager mit der norwegischen Nationalmannschaft

 

Der Kaderlehrgang vom 26. bis zum 28. September der deutschen UW-Rugby-Herren-Nationalmannschaft fand in diesem Jahr unüblicherweise auf norwegischem Boden statt, in der kleinen Stadt Molde um genau zu sein. Diese Stadt mit 25.000 Einwohnern und etwa 370km nordwestlich von Oslo am Atlantik gelegen stellt momentan das Nonplusultra im Unterwasserrugby dar.
Molde UVK ist seit sieben Jahren ununterbrochen Sieger des Champions Cups und stellt einen Großteil der norwegischen Nationalmannschaft, dem amtierenden Weltmeister. Folgerichtig ist diese Mannschaft der ideale Trainingspartner für die deutsche Nationalmannschaft und den Perspektivkader.

Die erste Trainingseinheit fand bereits am Freitagabend statt. Allerdings kam es witterungsbedingt und aufgrund einer verschwundenen Sporttasche bei einigen Spielern zu Verzögerungen bei der Anreise, sodass nur Freundschaftsspiele mit gemischten Mannschaften ausgetragen werden konnten. Richtig ernst wurde es am Samstag und am Sonntag: in insgesamt vier Trainingseinheiten hatten die Trainer Wilhelm Nier (Herren-Nationalmannschaft), Roland Wiesner (Herren-Perspektivkader), Iver Bjørnerem (Norwegen) und Øyvind Nyhus (Molde) die Möglichkeit verschiedene Aufstellungen und Strategien zu testen. Besonders auffällig dabei waren die sehr unterschiedlichen Spielweisen der Deutschen und der Norweger: die beiden deutschen Mannschaften konnten durch ein schnelles Spiel und gutes Forechecking über lange Strecken den Ball behaupten und immer wieder Angriffe starten. Die Norweger spielten im Gegensatz dazu sehr defensiv und setzten ihre Akzente bei sehr schnell geschwommenen Kontern auf das deutsche Tor. Durch die massive Verteidigung ist es dem A-Kader lediglich in einem Spiel gelungen ein Tor gegen die norwegische Nationalmannschaft zu erzielen; alle anderen Spiele endeten 0:0 unentschieden oder mit einem knappen Sieg für Norwegen. Deutschland spielt also auf Augenhöhe mit, um Norwegen zu schlagen fehlen aber noch die entscheidenden letzten Prozente.

Die Zeiten zwischen den Trainingseinheiten wurden genutzt um in der Mannschaftsunterkunft die Spiele zu analysieren und sowie taktische Varianten zu erörtern. Neben den neu erworbenen Erkenntnissen hat diese Zeit auch dazu beigetragen das Mannschaftsgefüge zu stärken und den Spielern die Gelegenheit gegeben das Team auch außerhalb des Wassers besser kennenzulernen – besonders wichtig für einen Kader, der sich aus vielen verschiedenen Vereinsmannschaften rekrutiert.

Die Norweger wurden zu einem Gegenbesuch im nächsten Jahr eingeladen um dann in Deutschand mit uns  gemeinsam zu trainieren.

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