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19.10.14

Vom Tauchpionier zum anerkannten Multitalent – 60 Jahre Verband Deutscher Sporttaucher

 

Ehrenamtliches Engagement als solide Basis: VDST feiert sein 60-jähriges Bestehen

 

Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des Verbandes Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST) sind rund 200 geladene Gäste zu seiner Gründungsstätte Richtung Düsseldorf gereist. Am 17. Oktober 1954 fand dort die erste VDST-Bundestagung mit 13 Gründungsvereinen statt. Als Ehrengäste waren am Samstag u.a. die Präsidentin des Welttauchsportverbandes Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques (CMAS) Anna Arzhanova, der CMAS-Generalsekretär Hassan Baccouche, Gisela Hinnemann vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und die langjährigen Partner des Verbandes wie der Direktor der Messe boot, Goetz-Ulf Jungmichel sowie Vertreter der Versicherungen HDI und Europa  anwesend. "Seit Beginn an basiert der VDST auf einem außergewöhnlichen ehrenamtlichen Engagement seiner Mitglieder, die ihre Zeit opfern und sich kontinuierlich für unsere Ziele einsetzen“, erklärte Franz Brümmer, selbst seit vielen Jahrzehnten ehrenamtlich für den Umweltbereich im VDST tätig und seit 2003 VDST-Präsident. An den Feierlichkeiten nahmen VDST-seitig die Vorstandsmitglieder, einige Altpräsidenten und Ehrenmitglieder, zahlreiche Vertreter der Landestauchsportverbände sowie Athleten und Freunde teil.

 

Zu seinem 60-jährigen Bestehen kann der VDST beeindruckende Zahlen vorweisen: Mit mehr als 80.000 Unterwassersportbegeisterten in rund 950 Tauchsportvereinen gehört er weltweit zu den größten und erfolgreichsten gemeinnützigen Tauchsportverbänden. Der Verband hat seit 1954 viel erreicht und sich als kompetenter Ansprechpartner rund um das Sporttauchen etabliert. Unter anderem in den Bereichen Ausbildung, Tauchsicherheit, Umwelt, Jugendsportförderung, Leistungssport und Visuelle Medien nimmt er national und international eine führende Rolle ein.

 

Zum Tauchen gehört beim VDST von Anfang an eine solide Ausbildung – denn je fundierter gerade Einsteiger ausgebildet werden, desto sicherer fühlen sie sich, und desto mehr können sie das Tauchen und die Unterwasserwelt genießen. „Derzeit sind in unserem Verband fast 7.000 Trainer und Ausbilder ehrenamtlich aktiv“, hob Franz Brümmer hervor. Der VDST etablierte neben einer fundierten mehrstufigen Tauchaus- und -weiterbildung bis hin zum Tauchlehrer und den Sicherheitsstandards im Tauchsport in Deutschland außerdem die Leistungssportarten Flossenschwimmen, Orientierungstauchen und Unterwasser-Rugby, das in diesen Tagen sein 50-jähriges Bestehen feiern kann. Er widmet sich zusammen mit seinen 17 Landesverbänden und mehr als 900 Vereinen der Jugendarbeit und unterstützt Hobbyfoto- und -videografen durch das Team der Visuellen Medien. Mit Erfolg wird beispielsweise der Leistungssport gefördert: In seinen Disziplinen Flossenschwimmen, Orientierungstauchen und Unterwasser-Rugby stellt der VDST eine ganze Reihe von Europa-, World Games- und Weltmeistern und gehört damit zur Internationalen Spitze. Ganz aktuell stellt er zudem mit Katja Kieslich die Weltmeisterin in der Unterwasservideografie.

 

Der VDST entwickelt die Standards für eine sichere Ausübung des Tauchsports auf allen Ebenen stetig weiter. Auf nationaler und internationaler Ebene ist der VDST in Gremien aktiv, zum Beispiel im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), auf internationaler Ebene besonders eng mit dem Welttauchsportverband CMAS. Die Zugehörigkeit zum DOSB als einem seiner Spitzenverbände ist für den VDST ein wesentlicher Faktor des Erfolges und Garant für eine aktive Beteiligung an der Sportentwicklung in Deutschland sowie der aktiven, zielgerichteten und konsequenten Weiterentwicklung des VDST. Nur über seine zahlreichen Kooperationen und durch das umfangreiche Engagement von VDST-Vertretern in einer Vielzahl von Gremien kann der Tauchsport für alle Zielgruppen gesichert und stetig weiterentwickelt werden. Hinzu kommen die Netzwerke aus Partnern der Industrie und der Medizin. Diese Verzahnung, Einbindung und Vernetzung ist ein wesentlicher Bestandteil und Grundpfeiler für die in den vergangenen Jahren konsequent aufgebaute heutige Stärke des Verbandes.

 

Für die Mitglieder bietet der VDST zudem einen umfassenden Versicherungsschutz. So hat sich der VDST zum international anerkannten Multitalent rund um alle Aspekte des Tauchsports entwickelt. Tauchen bedeutet Verantwortung - sowohl für die Mittaucher, die eigene körperliche Fitness und Gesundheit als auch für die fragile Unterwasserwelt, den Umweltschutz und die Sportförderung. Der VDST hat dies auch in seinem Leitbild verankert.

 

Am Jubiläumswochenende verbrachten die Gäste einen kurzweiligen Abend mit historischen und humoristischen Beiträgen zur wechselvollen Geschichte. Präsident Franz Brümmer verlieh im Rahmen der Feier die „Goldene Ehrenplakette des VDST“ für seine außerordentliche Unterstützung des Verbandes an Manfred Balzer vom International Aquanautic Club (i.a.c.), einem VDST-Vertragspartner. Ein Präsent gab es auch für das langjährige VDST-Mitglied Ulrich Höhn, der Anfang Oktober, direkt vor seinem 80. Geburtstag, seinen 4.000 Tauchgang absolviert hatte, und für den jüngsten Gast der Feier, die elfjährige Maria Zimara, die bereits einige Male beim Schnuppertauchen war. So war der Generationen übergreifende sportliche Familiensinn des VDST auch an diesem Abend sicht- und spürbar.

 

CMAS-Präsidentin  Anna Arzhanova würdigte den VDST in ihrem Grußwort als Gründungsmitglied und wichtigsten nationalen Verband innerhalb des Welttauchsportverbandes. Gisela Hinnemann vom DOSB-Präsidialausschuss Breitensport hob „die gelungene Balance von Sport und Umwelt“ innerhalb des VDST und dessen Einsatz für ein ökologisches Gleichgewicht der Gewässer hervor, was nicht nur für den VDST von existenzieller Bedeutung sei. Sie zeigte sich davon überzeugt, dass der Verband Deutscher Sporttaucher e.V. auch künftig zur positiven Entwicklung des Sports an sich beitrage, und schloss mit einem Zitat von Gustav Mahler: „Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.“

 

 

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