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22.06.12

Weniger Plastik, mehr Lebensqualität! Ein Rückblick auf den JP Morgan Lauf 2012

 

Weniger Plastik, mehr Lebensqualität!
Ein Rückblick auf den JP Morgan Lauf 2012

"Plastikmüll vermeiden, einsparen oder wiederverwenden!", so lautete das Motto, mit dem das VDST-Team am 14. Juni beim JP Morgan Lauf 2012 in Frankfurt an den Start ging. Wie auch in den vergangenen Jahren, wollten die VDST-Läufer mit ihrem Motto Aufmerksamkeit für dieses Thema bei den anderen 70.000 Teilnehmern des Laufs schaffen. Denn die Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll birgt viele gravierende Gefahren für Mensch und Tier. So überdauert Plastik in den Meeren rund 600 Jahre und derzeit sind 260 Meereslebewesen bekannt, die biologisch nicht-abbaubares Plastikmaterial zu sich nehmen.

Aber nicht nur ein Motto wurde zur Schau getragen, das VDST-Team stattete sich für den Aufenthalt vor Ort mit Stofftaschen, Pappgeschirr, Metallbesteck, Glas- und Mehrwegflaschen sowie wiederverwendbaren Bechern aus und leistete so direkt seinen Beitrag: der produzierte Müll wurde in Grenzen gehalten, um mit gutem Beispiel voranzugehen und nicht zuletzt die Lebensqualität aller zu steigern.

Die eigenen "Leitlinien für einen umweltverträglichen Tauchsport" liefern hierfür die besten Tipps und ließen sich sehr gut auf den sportlichen Ausflug zum JP Morgan Lauf übertragen. Dort heißt es, dass in allen natürlichen Lebensräumen, wo Sport ausgeübt wird, kein gravierender oder dauerhafter Schaden entstehen darf. Auch die Praxisbeispiele aus dem Anfang 2012 herausgegebenen Flyer "Abtauchen - Sporttaucher für saubere Meere" konnten miteinbezogen werden – diese sind aus einem Engagement zwischen VDST und dem Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) entstanden.

Die einzigen, neben dem VDST-Team, die während des Firmenlaufs für einen Abtransport des "wertvollen" Plastikmülls sorgen wollten, waren die so genannten Pfandsammler. Ein Sonnenschirm am Treffpunkt des VDST, exemplarisch vollgehängt mit allerlei Plastikmüll, unter anderem  auch mit Plastikpfandflaschen, erfreute sich großer Beliebtheit bei ihnen. Was für die Pfandflaschen galt, traf jedoch nicht auf die knapp 80.000 Einweg-Plastikflaschen des Veranstalters zu, die im Zielbereich als Erfrischung angeboten wurden – und anschließend überall herumlagen. Daher fühlte sich das gesamte VDST-Team mit seiner Kampagne zwischen den 70.000 Teilnehmern also genau an der richtigen Stelle. Die Sporttaucher beherzigten nämlich noch einen weiteren Merksatz, der im Tauchseen-Portal eine grundlegende Verhaltensregel auf den Punkt bringt: "Was man an den See mitnimmt, nimmt man auch wieder mit nach Hause!". Die benutzten Tische und Bänke vor der Alten Oper wurden nicht nur sauber vorgefunden, sondern vom VDST-Team auch genauso hinterlassen.

Gerade Sporttaucher, die durch ihr Hobby sehr eng mit einer intakten Natur verbunden sind, wollen eine Vorbildfunktion erfüllen. Es werden beispielsweise viele Reinigungskationen organisiert, bei denen Abfälle im Uferbereich oder unter Wasser beseitigt werden. Informationen, Ideen und Termine rund um Reinigungsaktionen an deutschen Tauchgewässern nimmt der VDST gerne unter plastik(at)vdst.de entgegen, um sie im Tauchseen-Portal, der größten und umfangreichsten Gewässerdatenbank für Tauch- und Natursportler, bekanntzugeben und eine zahlreichre Beteiligung von freiwilligen Helfern zu erreichen.

Unter www.plastik.vdst.de gibt es weitere Hintergrundinformationen zur Bedrohung der Ozeane durch Plastikmüll.

Zum Download Flyer "Abtauchen - Sporttaucher für saubere Meere"


Thanks to Meika Jensen for the picture "Oceans of Garbage" (Created by: MastersDegree.net)!

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