ABC  ABC
Mediathek
08.03.18

Weiterbildung zum "VDST-Medizinausbilder"

 

Am Wochenende vom 24. bis 25. Februar 2018 trafen sich 16 angehende Medizinausbilder in Kaufbeuren, um sich „medizinisch“ fortzubilden und um ihre Abnahmeberechtigung für den Aufbaukurs (AK) Medizin Praxis zu erwerben. Schwerpunkte der Weiterbildung waren „Neuerungen in der HLW“, „Umgang mit O2-Systemen“, „Leitlinien Tauchunfall und Hotline“ und „AED und Notfallausrüstung“.

Der Kurs wurde zum vierten Mal unter der Leitung von Dr. Heike Gatermann (VDST-Bundesverbandsärztin) und dabei das erste Mal im süddeutschen Raum durchgeführt. Tatkräftig unterstützt wurde sie dabei durch den Bayerischen Landestauchsportverband e.V. (BLTV) und dem Württembergischen Landesverband für Tauchsport e.V (WLT). Andreas Stadler (SA Medizin im BLTV). Dr. Bernd Fröhlich und Dr. Hartmut Arleth (beide SA Medizin im WLT) komplettierten das Ärzteteam.

Das Ausbildungskonzept der Weiterbildung sieht neben den Ärzten sogenannte Supervisoren vor, die die praktische Ausbildung unterstützen. Auch dieses Team war mit den Tauchlehrern*** Dieter Popel (Präsident des BLTV), Manfred Schlüter (kommissarischer Landesausbildungleiter des BLTV) und Christine Bühler (Ausbilderteam TL/TrC Ausbildung des BLTV) ebenso hochkarätig besetzt.

Zunächst gab es durch verschiedene Referenten (Dr. Heike Gatermann, Dr. Hartmut Arleth, Andreas Stadler und Dr. Bernd Fröhlich) Vorträge zu Grundlagen der tauchsportärztlichen Untersuchung, ERC-Leitlinien, Leitlinie Tauchunfall sowie Hot Topics zu O2-Systemen, Ertrinken, Notfallkoffer, HLW-Foliensatz und Unterkühlung.



Unterrichtung durch Dr. Hartmuth Arleth
Foto: VDST / Manfred Schlüter

 

Um die Müdigkeit der Teilnehmer am Samstag nach der Mittagspause zu minimieren, wurden vier der vorstehenden Themen im Rahmen eines sog. „Marktplatzes“ in Gruppen à vier Personen weiter erarbeitet und vertieft. Bei dieser Form der Gruppenarbeit ist sichergestellt, dass jeder Teilnehmer einer Gruppe alle Vorträge hört und jeder Teilnehmer auch einmal den Vortrag, den seine Gruppe erarbeitet hat, vortragen muss. Ziel dieser Vorträge ist, Themen aus dem AK Medizin Praxis vorzubereiten und dabei die Aspekte Material, inhaltliche Vorbereitung, Kernaussagen sowie Methoden zur Vermittlung zu erarbeiten.

Zum Abschluss des lehrreichen Tages, konnten im Rahmen eines gemütlichen kulinarischen Abends einzelne Themen in entspannter Atmosphäre weiter diskutiert werden.

Der nächste Morgen begann mit einem wichtigen Thema, um Infektionen bei sich selbst und Lehrgangsteilnehmern zu vermeiden. Dr. Heike Gatermann referierte zum Thema „Hygiene in der Ausbildung“. Es ist essentiell die Übungsgeräte regelmäßig zu reinigen und nach Benutzung zu desinfizieren.



Hygienecheck - Entspricht das zur Verfügung gestellte Übungsgerät tatsächlich den hygienischen Anforderungen? Hier wird einmal ganz genau hingesehen...
Foto: VDST / Manfred Schlüter



Auch die Praxis kam nicht zu kurz: So durften wir in Vorführqualität die HLW unter Einbeziehung eines AED zeigen. Für die angehenden Medizinausbilder bedeutet dies, dass man in der Lage sein soll, die Aktionen, die man an der Puppe vollzieht, seinem Auditorium auch verbal verständlich „rüberzubringen“. Schließlich sind nach Abschluss des Kurses die Teilnehmer berechtigt den AK Medizin und den AK HLW zu unterrichten.

Im Anschluss an die Demonstrationen gab es in kleinen Gruppen „Fachgespräche“. Dabei mussten jeweils zwei Teilnehmer Rede und Antwort zu aktuellen medizinischen Szenarien geben, die von einem Arzt und einem Supervisor vorgegeben wurden.

Zum Abschluss des auf der Ausbilderseite sehr hochkarätig besetzten und sehr kurzweiligen Seminars gab es das obligatorische Feedback der Teilnehmer. Es gab einige wenige konstruktive Verbesserungsvorschläge, was den Ablauf betrifft, im Großen und Ganzen waren alle Teilnehmer begeistert und zufrieden.

Nun gibt es 16 weitere Medizinausbilder im VDST.



Bildunterschrift: Ein für alle rundherum gelungenes Wochenende im Flair Hotel Am Kamin in Kaufbeuren
Foto: VDST / Manfred Schlüter



Ein besonderer Dank gilt Manfred Schlüter für die hervorragende Organisation des Wochenendes. Damit hat er den Rahmen der Weiterbildung zu einem Rundumsorglos-Paket geschnürt und Teilnehmer sowie Referenten konnten sich voll auf die inhaltliche Ausgestaltung konzentrieren.

Martin Baumgartner und Adrian Leistner

zurück