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Tauchausbildung

Impressionen Tauchlehrer-Weiterbildung - Korfu

Hier einige Impressionen vom Ausbilderseminar SK Abnahmeberechtigung "Sporttauchen in Meeresgrotten" auf Korfu vom 21.05. - 28.05.2011.


Anreise und Erster Tag (21.05. & 22.05.2011)

Heute, am 21.05.2011, beginnt der Spezialkurs „Tauchen in Meeresgrotten“ Ausgabe 2011.
Zum fünften Mal in Folge wird dieser VDST-Spezialkurs auf der griechischen Insel Korfu im VDST-Divecenter „Korfu-Diving“ veranstaltet.

Nach einer langen Nacht, bedingt durch die Anreise nach Düsseldorf oder Frankfurt und den nächtlichen Abflugzeiten, traf sich dann die gesamte Gruppe von 11 Teilnehmern und Ausbildern am Mittags zu einer ersten Einweisung und der ersten Theorieeinheit. Es standen Themen wie Tauchverhalten in Meeresgrotten, Flossentechniken, Sicherheitsverhalten und Notfallmaßnahen auf dem Programm. Im Weiteren wurde dann der Divecenter in Augenschein genommen und die Tauchausrüstung ausgepackt und vorbereitet. Am frühen Abend fielen dann alle müde ins Bett und holten den fehlenden Schlaf nach.

Highlight der aus Düsseldorf Anreisenden war der lustige TUI-Goldbärenflieger, der uns erahnen ließ, wie sich Gummibärchen in der Tüte fühlen: wenn man drin ist, sieht so eine Tüte von innen aus, wie ein normales Flugzeug.


23.05.2011 - Zweiter Tag

Zum Tauchen in den zum Teil oben geschlossenen Meeresgrotten gehört als elementare Grundlage eine möglichst perfekte Tarierung. Dazu wurde zu Beginn, durch die Teilnehmer, ein ausführlicher Check der Bleimenge durchgeführt und die Tarierung korrigiert. Danach ging es in die Garnelenhöhle - zum Start eine eher einfach zu betauchende Meeresgotte. Auf dem Weg dorthin ging es durch eine wilde Unterwasserlandschaft und einen Tunnel, der uns allen erste Eindrücke zum weiteren Verlauf des kommenden Programms vermittelte.

Detailliertes Vorbriefing, Luftmanagement, Umsetzung der Planung, Übungen zum „Schweben“, einen perfekten Trim, Wenden auf der Stelle, Rückwärts-Tauchen, Atmen am langen Schlauch waren die Herausforderungen des Tages.

Am Nachmittag ging es ohne Gerät und per Schnorchel in die Neptunshöhle, die alle mit wunderschönen Stalaktiten und Stalagmiten belohnte.


24.05.2011 - Dritter Ausbildungstag

Vormittags, Blue-Eye ist ein Canyon mit Eingang auf 6 m und Ausgang auf 25m Wassertiefe. Nach dem Verlassen des Blue-Eyes ging es in 6m Tiefe zur sogenannten Sonntagshöhle, die aus drei Kammern besteht, in all denen ein problemloses Auftauchen möglich ist. Die letzte Kammer ist vollständig von Tageslicht abgeschottet und man kann die Dunkelheit quasi „hören“.

Nachmittags, Super-Blue-Eye stellt den Grenzbereich von der Grotte zur Höhle dar. Ausgehend von einer Vorkammer gelangt man durch einen schmalen, engen Gang, in dem nur hinter einander getaucht werden kann, wieder zurück ins offene Wasser. Wohlbehalten zurück, empfinden alle Teilnehmer diesen Tauchgang als neue Erkenntnis und Erlebnis beim Tauchen.


25.05.2011 - Vierter Tag

Vormittags, Odysseus-Felsen, vorbei an der Gedenktafel zur Ehren von Dr. Max Hahn, der hier seine Seebestattung hatte, geht es auf 40 m Tiefe durch eine ca. 15 m lange, mit Garnelen übersäte Grotte ins Freie. Von dort gelangen die Gruppen zurück zum Odysseus-Felsen zum sogenannten „Tor zur Tiefe“, einem riesigen Torbogen, dessen Einschnitt von der Oberfläche bis auf 70 m abfällt. Bei 25 m Tiefe wurde, wie gebrieft, der Rückweg zum Schiff angetreten.

Nachmittags, Tauchen im Himmelsloch, diese Grotte ist ein sogenannter „inland-sea“. Hierbei handelt es sich um eine ehemals geschlossene Höhle, deren Decke eingestürzt ist. Wunderschön am Rand bewachsen, scheint die Sonne durch den Einbruch: „Die Sonne senkt die Strahlenspitzen bis auf den tiefen Meeresgrund, die Fische fangen an zu schwitzen, oh Sonne treib es nicht bunt“, frei nach F. Schiller. Der Zustrom von Süßwasser aus dem umgebenden Fels und die damit verbundenen optischen Effekte von Unschärfe durch die Vermischung vermittelten den Teilnehmern neue Erfahrungen.


Die letzten beiden Tage des Seminares

Am fünften Ausbildungstag führte uns das Ausbildungsteam morgens durch die „Dukatenhöhle“ – eine Höhle, bei der es zwischen den einzelnen Höhlenwänden und Felsblöcken teilweise recht eng hergeht, der Eingang auf ca. 35m und der Ausgang auf ca. 28m Tiefe liegt. Nach der „Dukatenhöhle" führte uns unser Tauchgang noch in die nahe gelegene „Fledermaushöhle“ – dort, kaum aufgetaucht, konnten wir im Schein unserer Lampen bereits die ersten Fledermäuse fliegen und an der Höhlendecke hängen sehen. Nachmittags war unser Ziel – auf mehrfachen Wunsch – noch einmal der „Odysseus-Felsen“.

Am letzten Tauchtag kam die größte Herausforderung: eine Kaminhöhle mit einem sehr engen, senkrechten Aufstieg – nichts für schwache Nerven.

Am Abend gab es vom Seminarleiter, dem Bundesausbildungsleiter und dem Basisleiter einige Dankesworte und Paul Mai überreichte allen Teilnehmern die Urkunden und Nachweise zum SK „Sporttauchen in Meeresgrotten“ und für die Tauchlehrer unter uns, die Abnahmeberechtigung für diesen Spezialkurs.

Die Reise, welche mit dem „Haribo-Flieger“ nach Korfu begann, endete mit dem Rückflug im „ICE-Flieger“.