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Tauchausbildung

Impressionen zur TL1-Prüfung in Roses 2019


Noch vier Tage

Auch in diesem Jahr gibt es wieder einen Blog mit täglich neuen Berichten von der Ausbildung zum TL1 in Roses. Mit dem TSV NRW fliegen oder fahren dieses Mal sieben Anwärter und vier Ausbilder nach Spanien. Wenn ihr uns auf unserem Weg zum TL1 begleiten wollt, schaut doch einfach vorbei. Als Stipendiat liegt es in diesem Jahr an mir euch mit allen Infos rund um unsere Ausbildung zu versorgen.

Noch vier Tage, dann geht es endlich los mit der Ausbildung zum TL1 (und auch mit den Tagesberichten für euch). Während der eine noch ganz entspannt ist, packt der nächste schon eifrig die Koffer. Manche von uns treten die Reise gemeinsam mit dem Flugzeug an. Es geht aus ganz NRW nach Frankfurt und von dort nach Barcelona. Die restliche Strecke nach Roses wird dann noch mit dem Auto absolviert. Einige fahren zusammen mit dem Auto nach Spanien oder fliegen ein paar Tage vorher hin und machen noch etwas Urlaub, wenn man ja schon einmal da ist …

Wie immer sagt jeder Wetterbericht für Roses etwas anderes voraus. Also lassen wir uns einfach überraschen. Die Webcams lassen aber hoffen.

Viele Grüße aus dem Flieger nach Spanien. Daniel


14.06.2019 – Ankunft in Roses

Es begrüßen euch die hochmotivierten TL 1-Anwärter aus Roses. Unsere theoretische Prüfung liegt bereits einige Wochen zurück. Jetzt geht es an die Praxis. Dafür sind wir zehn Tage lang in Spanien, weil dort optimale Bedingungen herrschen. Die Veranstaltung beginnt mit sieben Ausbildungstauchgängen. Der Erfolg der Ausbildung wird dann bei sechs Prüfungstauchgängen gezeigt. Dazu gehören auch Apnoeübungen und diverse organisatorische Fähigkeiten und Kurzreferate.

Heute sind dann alle in Roses angekommen. Für die Einen war es eine beschwerliche Reise mit 16-stündiger Autofahrt. Die Anderen standen dagegen bereits um vier Uhr auf, um rechtzeitig am Bahnhof zu sein. Von dort ging es dann mit dem Zug nach Frankfurt und weiter nach Barcelona. Der entspannteste Weg ist natürlich, wenn man in Roses vorher schon Urlaub gemacht und bereits Stickstoff getankt hat.

Als dann alle gegen 16:30 Uhr da waren, ging es zuerst zur Tauchbasis Centre d’Immersió Roses, kurz CIR. Dort angekommen wurde die Tauchausrüstung verstaut. Nach getaner Arbeit bot sich die erste Gelegenheit für eine Erfrischung auf der Terrasse der Basis. Nachdem alle Zimmer bezogen waren, ging es dann auch direkt los. Erläutert wurden neben vielen organisatorischen Punkten auch die Bewertungskriterien und die Übungen des nächsten Tages. Zum Glück bot das Abendessen Gelegenheit sich von dem schweren Anreisetag zu erholen.

Wie ihr auf den Fotos seht, sind wir auch schon fleißig dabei für euch den Blog zu schreiben und euch mit Bildern von unserem Weg zum TL 1 zu versorgen.

TL1-Anwärter:

Elena Jacobi
Michael Wissing
Ingo Andraszak
Gero Legner
Markus Schwarz
Dirk Adams
Daniel Prill

Ausbilder:

Peter Bredebusch
Norbert Hof
Angelika (Geli) Pischka

Ärztin:

Ute Roschanski

 

 


15.06.2019 – Tauchtag 1

Am ersten Tauchtag stand zunächst die Konditionsübung auf dem Programm – 1000 m schwimmen. Während sich alle voller Elan ans Schwimmen machten, kümmerte sich Daniel um das leibliche Wohl der Fische. Denn als soziale und umweltfreundliche Taucher denken wir an alle.

Sobald die Fische gefüttert und die 1000 m absolviert waren, ging es an die beiden Apnoeübungen. Zunächst die Kombiübung bei der nach 25m Tauchstrecke auf fünf Metern Tiefe noch ein Palstek um das Bojenseil gesteckt wird. Bei der zweiten Übung mussten alle 10 m tieftauchen und ihren Namen auf eine Tafel schreiben, die Norbert bereit hielt. Hierbei brauchten manche doch deutlich mehr Platz als andere.

Die Siesta wurde auf der Terrasse der Tauchbasis verbracht. Ursula hatte für alle Baguettes besorgt. Nach der Stärkung hatten alle etwas Freizeit, die einige von uns für einen kurzen Strandbesuch genutzt haben. Um 15 Uhr waren dann wieder alle an der Tauchbasis. Nachdem der Bus der Basis beladen war und Markus uns mit seinem Kurzreferat über den bevorstehenden Tauchgang aufgeklärt hatte, ging es mit dem Boot Coral Un zum Tauchplatz „Bau De La Ferrera“.

Als erstes stand für alle der Bleicheck auf dem Programm. Darauf folgte der Check des Wasser-Nase-Reflexes. Abgetaucht wurde dann ohne Maske bis auf zehn Meter Tiefe – eine Übung, auf die sich alle bereits seit Wochen gefreut haben. Und weil es so schön war, durften wir während des Tauchgangs nochmal für fünf Minuten die Maske absetzen. Zum Abschluss setzten alle noch erfolgreich die Boje.

Nach den Nachbriefings und dem Tagesrückblick im Tagungsraum des Hotels, ging es dann zum verdienten Abendessen. Auf der Terrasse des Hotels – animiert durch den allabendlich auftretenden Alleinunterhalter – haben wir diese Zeilen und Bildauswahl für euch zusammengetragen.


16.06.2019 – Tauchtag 2

Beim ersten Tauchgang musste ein Aufstieg aus 40 m ohne Flossenbenutzung einschließlich Sicherung der Übenden absolviert werden. Da der Ankerplatz recht flach war, sind wir in den Genuss einer Taxifahrt mit Davids Zodiac gekommen, um die 40 m zu erreichen. Am Tauchplatz angekommen folgte ein freier Fall im Blauwasser auf die Zieltiefe. Mittlerweile funktioniert auch die Entladekette für die Tauchflaschen aus dem Basisbus. Sogar die anderen Basisgäste konnten wir voll integrieren.

Am Nachmittag stand dann Anfängerausbildung auf dem Programm. Übungen wie der Bleicheck, Check des Wasser-Nase-Reflexes, Maske ausblasen und Lungentarierung waren Bestandteil des Tauchgangs. Aber auch Heraus- und Hereinnehmen des Atemreglers sowie der Wechsel auf den Zweitregler und wieder zurück wurden geübt. Nach getaner Arbeit war dann auch noch Zeit für etwas Spaßtauchen und Fische gucken.

 

 

 
 

17.06.2019 - Tauchtag 3

Nach einem kurzen Frühstück stand heute Morgen die Übung Aufstieg unter Wechselatmung aus 40m auf dem Programm. Dies ist die wohl anspruchsvollste Übung, da sie Koordination und Ruhe erfordert.

Trotz ruhiger See konnten wir aufgrund der vorhandenen Strömung nicht an dem zunächst anvisierten Tauchplatz ankern, sodass David kurzerhand umdisponierte und uns zu einem etwas geschützteren Platz brachte. Die Konzentration auf die bevorstehende Übung und die Nichtberücksichtigung der vorhandenen Strömung sorgten leider auch dafür, dass der Rückkurs bei allen Gruppen knapp das angepeilte Ziel verfehlte. Aber wie sagte Winston Churchill schon: „Es ist ein großer Vorteil im Leben, die Fehler, aus denen man lernen kann, möglichst früh zu begehen“.

Da am Abend der Nachttauchgang auf dem Programm stand, war der Nachmittag etwas chilliger gestaltet. Alle befassten sich mit der Ausarbeitung und anschließenden Präsentation der Aufbaukurse Orientierung, Gruppenführung und Nachttauchen. Beim Nachttauchgang stand dann eher der Erlebniswert im Vordergrund. Einige hatten bei einem tollen Sonnenuntergang so viel Vorfreude auf den bevorstehenden Tauchgang, dass sie schon anfingen das V-D-S-T zu tanzen. Bild und Tonmaterial stehen hierzu aber Gott sei Dank nicht zur Verfügung.

 
 
 

18.06.2019 - Tauchtag 4

Unser vierter Tag begann quasi direkt nach dem Nachttauchgang mit Geros Geburtstag. Darauf musste natürlich noch um Mitternacht auf der Terrasse der Basis angestoßen werden. David war so lieb und ist extra für uns länger da geblieben.

Nach einer kurzen Nacht folgte am Morgen ein Tauchgang mit einer Zieltiefe von mindestens 40 Metern und einer dort unten zu lösenden Aufgabe. Was genau uns dort erwartet hat, haben wir erst unten erfahren. Von Maske ausblasen über Knoten waren einige spannende Aufgaben dabei.

In der Mittagspause wurde Geros Geburtstag noch einmal mit Kuchen gefeiert. Nachdem alle gestärkt aus der Pause zurückgekommen waren, gab es einen Vortrag von der Windfee Norbert zum Thema Beaufortskala.

Bei der Ausfahrt am Nachmittag hatten wir dann passend zum Vortrag auch das erste Mal richtig Wellengang. In einer ruhigeren Bucht angekommen stand dann die Rettung eines bewusstlosen Tauchers auf dem Programm. An Bord folgten dann noch weitere medizinische Szenarien, mit denen unsere Ärztin Ute uns konfrontierte.

Zum Tagesrückblick unseres letzten Ausbildungstages ging es wieder in den Seminarraum, der aufgrund der leistungsstarken Klimaanlage eher die Bezeichnung Kühlhaus verdient hätte. Jetzt warten wir voller Vorfreude, aber auch etwas aufgeregt, auf unsere Prüfungstauchgänge.


19.06.2019 - Tauchtag 5

Heute wurde es ernst. Sieben bis an die Zähne ausgestattete TL 1-Anwärter traten im Duell gegen drei Ausbilder und ihre 10 Sterne an. Unterstützt durch ihren persönlichen Druiden Ute und ihre Spiegelreflexkamera.

In der ersten Runde im Ring galt es den Aufstieg unter Wechselatmung zu bezwingen. In 40 Metern Tiefe stellten sich jeweils zwei Anwärter der Situation eines Geräteausfalls. Dabei wurden sie von ihren tapferen Kameraden gesichert.

Nach der Stärkung auf der Basisterrasse unterrichtete Druide Ute ihre Sprösslinge in der Heilkunst der Seekrankheit.

Im zweiten Duell galt es einen handlungsunfähigen Taucher mit Ausbildungscharakter zu retten. An der Oberfläche angekommen war noch der Transport zum Boot zu meistern. Auch diese Hürde konnten alle bezwingen. Zu guter Letzt standen noch drei Stationen bereit, an denen die Rettung ins Zodiac, über die Leiter und mit dem Feuerwehrstek geübt wurden.

Das Tagesresümee: 2:0 für die TL 1-Anwärter ;)

Es grüßen euch von der Hotelterrasse die sieben TL 1-Anwärter.

 

20.06.2019 - Tauchtag 6

Krieg der Sterne: Die TL 1-Anwärter schlagen zurück.

Heute Morgen galt es zunächst den Aufstieg ohne Flossenbenutzung aus 40 Metern Tiefe zu meistern. Leider lief es nicht bei allen rund. Den schönsten Tauchplatz der Gegend, das Cap Norfeu, konnten allerdings die Wenigsten von uns in vollen Zügen genießen. Am Ende des Tauchgangs wurden wir aber noch mit einem besonders großen Zacki belohnt.

Nach der Mittagspause stand dann Knotenkunde mit Peter auf dem Programm. Auch wenn uns nicht immer so ganz klar war, was genau wir taten, waren doch alle irgendwie erfolgreich.

Der Nachmittagstauchgang drehte sich um die Anfängerausbildung. Geprüft wurden zahlreiche Übungen, die wir auch später mit unseren Schülern machen. Darunter der Wasser-Nase-Reflex, Aufstiege mit und ohne Atemregler sowie Maske ausblasen. Neben hochinteressanten Seeigeln konnte aber auch ein Oktopus begeistern.

Nach dem Tagesrückblick stand noch das hart verdiente Abendessen an. Ausgeklungen ist der Abend auf der Terrasse des Hotels.

 
 
 
 

21.06.2019 - Tauchtag 7

Voller Zuversicht, aber auch mit etwas Anspannung, sind wir in unseren letzten Prüfungstag gestartet.

Am Morgen stand wie üblich ein Tieftauchgang auf dem Programm – Mindesttiefe 40 Meter. Dort unten angekommen galt es vorher unbekannte Aufgaben des Ausbilders zu lösen. Je nach Gruppe standen entweder Maske ausblasen und verschiedene Seemannsknoten auf dem Programm oder diverse kleine Aufgaben auf einer Schreibtafel. Auf dem Hin- und Rückweg zur Zieltiefe wurden wir für unsere Mühen mit einer wunderschönen Gorgonienwand entschädigt.

Nach dem letzten Mittagsreferat – dieses Mal ging es um die Gezeiten – folgte der letzte der sechs Prüfungstauchgänge. Ziel der Übung Fuchsjagd war es, ohne Luft zu einer vorweg tauchenden Gruppe aufzuschließen und sich dort Atemluft zu holen. Dabei waren alle einmal an der Reihe. Am Ende des Tauchgangs war sogar noch Zeit, aus Tauchern „TL *“ zu schreiben (schaut mal in die Bilder).

Auf dem Rückweg vom Tauchplatz gab es dann noch einen kurzen Schockmoment. Als Peter auf das Sonnendeck kam und uns sieben mitteilte, dass wir sechs neue Tauchlehrer hätten. Die Auflösung folgte kurz darauf mit der Ergänzung, dass es sechs Tauchlehrer und eine Tauchlehrerin sind.

Nach der Urkundenübergabe am Abend an der Tauchbasis wurde zunächst noch auf der Basisterrasse gefeiert. Später ging es dann noch weiter in eine nahe gelegene Bar. Aber wer von euch wissen will, was alles auf einer TL Abschlussfeier passiert, muss schon selber einmal dabei sein. Denn was in Roses passiert ist, bleibt in Roses ;)

Am Samstag stand noch die Ausrüstungsnachbereitung auf dem Programm. Und den Rest des Tages haben wir am Pool und in Roses verbracht.

Die sieben neuen TLs melden sich ab: Elena, Dirk, Gero, Michael, Ingo, Markus und Daniel

Und ihre Ausbilder und Ärztin: Peter, Norbert, Geli und Ute

PS: als Abschiedsgeschenk haben wir noch ein Bild von einem Seeigel für Geli