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Tauchausbildung

Impressionen TL1-Prüfung LVST, STSB und BTSV - Fuerteventura

Am 28.09.2018 trafen sich insgesamt sechs TL1-Anwärter der kooperierenden Verbände LVST, STSB sowie des BTSV zu einer TL-Prüfung auf Fuerteventura.


Tag 9 & Abreise - Auf Flitterwochentour mit drei Kinder & es geht heim

Geschlafen wie ein Stein und durch die wärmende Sonne wach geworden…URLAUB! Heute hatten wir frei und so ging es sehr beschwingt zum Frühstück…was wir alle nicht mehr so wirklich sehen konnten.

Tom und Kiro brachen zur Autovermietung auf, denn heute stand Inselerkundung an. Die Dame dort war schon sehr irritiert über den grauen Lappen, den Doc als Führerschein ausgab, Kiro half aus mit einer EU Card. Dann wurde es kompliziert, das Formular wurde ausgefüllt aus einem Mix aus Adresse, Telefonnummer, Kreditkarte und zwei Zimmernummern von Tom und Kiro, die die Dame der Autovermietung ganz aus dem Konzept warf. Zum Schluss machte Tom die Bemerkung: “Bei dem Durcheinander…hoffentlich hat sie uns jetzt nicht verheiratete?!“ Wir waren uns nicht so ganz sicher, aber wir begaben uns dann mal mit den „Kindern“ André, Felix und Annka, die ihre Rollen hervorragend spielten, auf die Flitterwochen-Erkundungstour, natürlich unter allen erforderlichen Sicherheitsstandards, Gruppenführung und Abfrage der Befindlichkeiten.

Die Gruppenführung und somit das Steuer wurde nach kurzer Zeit auf Kiro übergeben (einstimmig). Kirchen, Windmühlen und die kleinen Wanderung durch den „Green Canon“ und den Geschichten über die Alltagsbewältigung eines Arztes ließen den Prüfungsstress der letzten Tage schnell vergessen. Die Abkühlung und der kleine Nachmittagsschlaf am Strand in einer tollen Bucht tat richtig gut. Auf den Rückweg kamen wir noch dreimal an der gleichen Windmühle vorbei, so dass die Navigation dann doch ein anderer übernahm. Zum Schluss schauten wir noch bei der Salina vorbei und blickten auch noch einmal auf unsere Tauchplätze. Mit etwas Verspätung kamen wir unbeschadet ins Hotel zurück. Der Abend wurde im All in - Hotel sehr lang….

Am Abreisetag war Pooltag angesagt und damit auch Abschiednehmen. Pünktlich startete unser Flieger gen Heimat.

Vielen Dank an unsere Ausbilder Uwe und Jürgen. Konstruktive Kritik, Tipps, sachliche und fachliche Kompetenz und unseren Respekt für ihre Verantwortung war eine gute Mischung, um uns dahin zu bringen, wo wir heute sind! Danke euch beiden!

 
 

Tag 8 - Es bleibt spannend

Letzter Tag, bloß nicht den Urlaubsmodus einschalten, auch wenn die Knochen müde, der Geist schläfrig und die Motivation in nasse Klamotten zu steigen gering. Letzter Prüfungstauchgang!

Mit dem Zodiak fuhren wir wieder zum El Laberinto, wo sollte man denn besser Orientierung ohne Hilfsmittel machen. Die Hirnzellen wurde wach, nein nicht wegen der Wassertemperatur, es pfiff, nein nicht der Wind….unten. Strömung! Unsere Ausbilder gaben den Weg vor und irrten mit uns durchs Laberinto. Es gab wirklich viel zu sehen, aber bloß nicht den Rückweg vergessen. Dann wurde das Kommando an die Gruppe übergeben und wir mussten den Tauchgang fortsetzen. Wir hatten Flut und die Strömung war echt heftig….viele Entscheidungen mussten getroffen werden und trotzdem noch die schöne Unterwasserwelt begutachtet werden. An der Barrakudaschule wurde die Strömung heftig und die Luft weniger, so dass der Rückweg anstand. Fliegen…durch den Canon…wäre echt geil…aber die Worte schossen ins Hirn…Prüfung bis zum Schluss und was ist wenn man am Boot vorbeidrifftet…also rauf auf das Riffdach und Punktlandung an der Ankerboje. Sah man da eine kleine Anerkennung im Gesicht des Ausbilders?! Beim zweiten Team eher weniger, der Ausbilder schnaufte….vom Schwimmpart…auweia. Die einen froh, die anderen betröppelt ging es in den Hafen zurück. Nach den Abschlussbriefings lagen wir uns in den Armen. GESCHAFFT!

Der Nachmittagstauchgang gehörte uns, ohne Stress, kein Ausbilder im Nacken. Volker brachte uns nach Barranco, wo wir die schöne Unterwasserwelt sehen konnten. Höhlen, Fische, Kleintier, Vorsprünge….die Herausforderungen standen immer im Vordergrund, jetzt durften wir einfach nur genießen. Wir tauchten von Barranco Richtung Mole zurück, immer noch in der Hoffnung einen Engelhai zu sehen. Der Engelhai blieb uns leider bis zum Schluss verborgen. Am Pool der Basis tauchten wir auf. Da wo alles vor einer Woche begann.

Um 17.00 Uhr kam der offizielle Teil mit Überreichung der Urkunden. Unser Stefan wurde zum besten TLvD gekürt und war uns immer ein guter Begleiter und bestens gerüstet ein TLer zu werden. Kiro hatte den ersten Mailenstein geschafft, die Theorie stand ihr noch bevor. Unsere neuen VDST TLer André, Felix, Annka und Jost nahmen ihre Urkunden und Unterlagen im Empfang. Herzlichen Glückwunsch! Dann knallten die Sektkorken!

Am Abend zogen wir zum Strand und lauschten der Musik und den Geschichten zur Alltagsbewältigung unseres Doc’s. Tom…schön, dass du bei uns bist und immer auf uns aufgepasst hast.

 
 

Tag 7 - 5 von 6 Prüfungstauchgängen sind durch, mit leichten Schrammen, aber noch auf Kurs

Die Hotelflure sind dunkel und still, das Frühstücksbuffet gerade geöffnet und 6 Taucher verirrten sich zum Kaffeeautomat….7.30 Uhr! Die Woche steckt in den Knochen und erste Blessuren treten auf. ABER: Heute zwei Prüfungstauchgänge und Apnoe. Wir schaffen das! Wo ist der Kaffee!?

Indes wir uns auf den Weg zur Basis machten, beobachtet und dokumentierte unser Doc von seinem Balkon aus die wiederholte morgendliche Jagd auf die besten Sonnenliegen und Poolplätze.

In der Basis hieß es dann Gerät aufbauen, Apnoebriefing und in voller Montur aufs Boot. Bloß nicht den Bleigürtel vergessen. Mit viel Blei senkten wir uns in die Tiefe und schrieben unsere Namen auf eine Tafel. Eine Teilnehmerin war schon gedanklich beim Aufstieg ohne Flossenbenutzung. Da war es dann nicht wirklich einfach nur mit dem Tauchzug und viel Blei die Wasseroberfläche zu erreichen. Es hätte mit den Flossen so einfach sein können. Im Anschluss hieß es Gerät an! Wie ein Fallschirmspringer konnten wir uns auf die 40m gleiten lassen.  Einatmen…Ausatmen…Einatmen…Ausatmen…Aufsteigen…Stoppen….und immer weiter und weiter und weiter. Auf 10m gab es dann den Handschlag für die bestandene Aufgabe. Da machten wir doch glatt unserem Ausbilder eine große Freude und tauchten ohne Schwimmeinlage zum Boot zurück. Ein Lächeln.

Nach der Mittagspause ging es dann in den Irrgarten….EL Laberinto. Doc schaute morgens nach den Sonnenliegen-Jägern und nun musste er nach den „Fuchsjägern“ gucken. Einer nach dem anderen kam und holte sich die Luft vom Vordermann. Dann hieß es den tollen Tauchplatz zu genießen. 15 Zackenbarsche, Adlerrochen, Prachtschnecke, Garnelen….man könnte fast in den Urlaubsmodus rutschen, aber die Ausbilder hingen uns im Nacken. Nach Briefing und Logbuchschreiben trabten wir ins Hotel zurück. Müde…einfach nur müde und hungrig. Das Buffet wurde auch sogleich gestürmt…und so mancher verirrte sich wieder am Kinderbuffet und stapelte seinen Burger. Die letzten Herausforderungen waren schon gedruckt und unser LieblingsTLvD durfte am letzten Tag nochmal ran…abends darf er dann auch wieder ans Kinderbuffet ;-).  Das Meeting am Abend fiel sehr kurz aus….“Umkehrdruck“ musste warten bis morgen früh…..


Tag 6 - Frühsport für den Ausbilder und ein Oktopus, der nicht dahin gehört

Müde schlappten wir zum Frühstück…Kaffee wo bist du?

Der TLvD und die Gruppenführer waren schon auf dem Weg in die Basi,s um vorbereitet zu sein. Mit Volker checkten wir die Gezeiten und die Wetterbedingungen und suchten die passenden Tauchplätze aus.

Aufstieg mit Wechselatmung…hatten wir schon mal…lief ganz gut…also, wo sollte das Problem liegen. Wir tauchten ab und oh shit…Strömung, nicht viel, aber vorhanden. Beide Gruppen suchten sich ein Plätzchen auf 40m und der Aufstieg konnte beginnen. Nun muss man wissen, dass die Wechselatmung darin besteht, dass sich 2 Taucher einen Atemregler teilen. Also einer zeigt an, dass er keine Luft mehr hat, der zweite gibt Luft und so wechselt man hin und her….eigentlich, wenn da nicht die Geschichte mit dem Oktopus gewesen wäre, der plötzlich da war, wo er nicht hingehörte. Unser Anwärter teilte beherzt seine Luft und automatisiert wie er war nahm er seinen Oktopus in den Mund und atmete weiter. Bei dem Versuch den Regler wieder in den Mund zu stecken, steckte da der Oktopus, was doch leichte Verwirrung auslöste und des Ausbilders Augen groß….das in 40 m Tiefe…... In der anderen Gruppe klappte es ganz gut, so mit der Strömung. Am Schluss ging‘s zur Riffwand zurück…nur,  war da kein Boot….Aufstieg an die Oberfläche und die Erkenntnis, das nun Frühsport angesagt war. Den Blickkontakt zum Ausbilder mied man am besten und hoffte inständig, dass sein „Puls“ sich auf der langen Schnorchelstrecke, gegen die Strömung, wieder etwas reduzierte. Der Tag konnte nicht besser starten…..aber der Ausbilder konnte später wieder lachen.

Im zweiten Tauchgang durften wir dann wieder Anfänger betuddeln und ein bisschen Spaß beim Tauchen haben. Zackenbarsche, schlafende Adlerrochen und viele Fische…Tauchen macht Spaß, besonders wenn man mit Ausbilder wieder am Boot ganz gechillt auftauchen kann und jeder entspannt seine Luft schnaufen konnte.

Der zweite Prüfungstag ging mit Logbuch schreiben und einem leckeren Eis zu Ende. Die neuen Pläne lagen schon bereit…

 
 

Tag 5 - Adlerrochen bringen Glück – Aufregung, Anspannung und Tränen gelacht

Mittlerweile haben wir uns an die knarksende Matratzenfedern gewöhnt oder der ansteigende Stickstoffpegel lässt uns schlafen. Der bellende Hund um 6.00 Uhr ist mittlerweile abgereist, 6.30 Uhr Müllauto, die ersten Flugzeuge, 7.30 Uhr Wecker…Tag 5 beginnt

Der Start in der Basis war etwas anstrengend, da unsere Sachen verstreut in der Basis waren, Schuhe fehlten und auch schon reichlich Betrieb war. Auf pünktliches Briefing wurde wert gelegt….los geht’s! Orientierung und Kompasskurs waren angesagt. Volker, Leiter der Basis, gab uns noch gute Tipps mit auf den Weg und so waren die Dreieckkurse auch schnell festgelegt. Bubblecheck, Reglertausch, gestreckter Arm, Blick auf Kompass, Stoppuhr gestellt. LOS! Die Freude war groß, als das erste Streckenziel erreicht war, der zweite Schenkel wurde anspruchsvoller, aber der Adlerrochen begleitete uns. Ein ägyptischer Glaube besagt, wer Adlerrochen sieht, hat Glück. Also, dritter Schenkel…die Strömung nimmt zu und der Beinschlag auch. Nach 30 min Boot gesichtet, die Freude war riesen groß. Beide Teams kamen fast gleichzeitig wieder am Boot an. Ob wir nun Glück hatten oder es unser Können war…vielleicht ein bisschen von allem. Eine leichte Zufriedenheit war auf den Gesichtern unserer Ausbilder erkennbar.

Nach der ausgiebigen Mittagspause wurde es ernst…der erste Prüfungstauchgang stand an. Rettung eines handlungsunfähigen Tauchers, die Anspannung in den Gesichtern war groß. Nach Briefings und Ausrüstungscheck fuhren wir wieder an den bekannten Tauchplatz Barranco. Strömung! Das Sandplateau war schnell erreicht und die „Rettung“ der ersten Taucher vollzogen. Die Gruppenführer waren nun dran den Verunfallten an die Wasseroberfläche zu bringen. Einer der Anwärter, dessen Name hier nicht genannt wird, meinte es richtig ernst. Mit voller Elan und langsamen Aufstieg brachte er die handlungsunfähige Taucherin nicht nur regelkonform hoch, sondern schob sie auch mit voller Kraft gleich Richtung Hafen…..so nach dem Motto, warum erst ins Boot, warum nicht gleich zum Hafen und in die Dekokammer. Der „Retter“ ertrug mit allem Humor die Lacher beim Abendessen. Die Freude und Erleichterung, die erste Prüfung geschafft und bestanden zu haben hielt nicht lange an, denn Uwe wedelte schon mit den neuen Prüfungstauchgängen für den folgenden Tag.  Die fällige Bierrunde für den 500. Tauchgang von Tom müssten wir verschieben…..Teammeeting zur Prüfungsvorbereitung hatte Vorrang.

 
 
 

Tag 4 - Ein Team ist auf dem Weg….Fuchsjagd im Amphitheater

Nach und nach trafen alle beim Frühstück ein, so langsam merkten wir doch die Anstrengungen und die langen Vorbereitungen am Abend. Kaffee hilft!

Heute stand wieder ein Tieftauchgang an, der Tauchgang: Aufstieg aus 40m ohne den Einsatz von Flossen. Gefürchtet, geliebt, gehasst.

Den Tauchplatz kannten wir schon und die Meeraale guckten nicht schlecht, als wir wieder auf dem Plateau auftauchten. Sie zogen es allerdings vor in ihre Höhlen zu verschwinden und uns allein in den Weiten des Atlantiks zu lassen.

Auf den Ritt der Wellen ging es zu Basis zurück, aber vorher mussten wir noch eine abhanden gekommene Boje einsammeln. Boje setzen ist auch noch so ein Thema für sich und es gibt noch „Luft nach oben“. Mittagspause mit dick belegten Baguettes in der wärmenden Sonne, Gespräche, Aufmunterungen oder ein paar Minuten Ruhe und den Blick aufs Meer genießen. Dann hieß es auch schon wieder rein in die nassen Klamotten und pünktlich am Boot sein! Doof nur wenn das Boot unpünktlich ist. So hatte unser Ausbilder wenigstens Zeit für ein kleines Bad im Pool mit 7 Sicherungstauchern in voller Ausrüstung am Einstieg.

„Fuchsjagd im Amphitheater“…beide Teams absolvierten ihre Vorstellung im Amphitheater.  Die Hauptdarsteller gaben ihr Bestes. Jagen. Atmen, Blubbern, Rollentauschen und der  Zuschauer „relaxte“ beim Maske ausblasen und Gucken und Maske ausblasen. Die Fische interessierte es nicht wirklich, unsere Ausbilder umso mehr. Ein Tauchgang mit Ruhe und Fische gucken folgte. Tauchen kann so schön sein.

In den letzten Tagen sind wir zu einem Team geworden. Die gemeinsamen Vorbereitungen, Hilfestellungen oder das Zuhören und aufmunternde Worte haben uns zusammengeschweißt. Die Durchführungen, Abläufe der Tauchgänge lassen unsere Prüfer auch schon mal ein Lächeln entlocken. Die Briefings werden besser, manchmal auch schon etwas kürzer. Wir sind auf dem richtigen Weg, ABER „es ist noch Luft nach oben…“

Gemeinsam werden wir den Weg gehen und wir werden es schaffen!!!


Tag 3 - Es geht in die Tiefe

Treffpunkt 9.15 Uhr…..müde schlappen wir am Meer entlang. Einige von uns haben gefühlte 20 Tauchgänge in der Nacht durchlebt….das Hirn arbeitet.

Die Wetterprognose hörte sich gut an, also raus mit dem Boot. Zuerst die Ansagen, Referate und Briefings… manchmal blitzte ein Leuchten in den Augen unserer Ausbilder, manchmal leichte Stirnfalten.

Heute stand Aufstieg unter Wechselatmung an, Tauchtiefe 40m – eine echte Herausforderung für jeden einzelnen. Die riesige „Wiese“ von neugierig schauenden Meeraalen blieb leider nur ein kurzer Augenblick, schließlich sind wir hier ja nicht zum Spaß ;-). Alle kehrten gesund und munter wieder zum Boot zurück und mit einem Ritt über die Wellen ging es zur Basis zurück. In der Mittagspause hieß es schon wieder Vorbereitung auf Tauchgang zwei. Unsere Gruppenführer waren schon wieder tief versunken in die bevorstehenden Tauchgänge. Bei diesen Tauchgängen konnten wir auch einmal etwas die Unterwasserwelt mit einem „Anfänger“ genießen. Große Fischschwärme, Oktopus, Feuerwürmer, Barrakuda …….begleitetet uns bei dieser Aufgabe. Ein wirklich schöner Tauchplatz. Zurück in der Basis hieß es dann Aufräumen, nachbriefen und reflektieren. Gegen 18.00 Uhr kamen wir ins Hotel zurück und ließen uns erst einmal auf die Betten fallen.

Nach dem Abendessen sorgten wir wieder am Pool für die Unterhaltung der Hotelgäste mit Trockentauchgänge. Die neuen Herausforderungen für den Tag galt es zu Planen.

 

Nach dem Frühstück – sehr englisch ausgelegt und Cholesterin ansteigernd – ging es zur Basis Deep Blue. Nach den Briefings und Referaten hieß es nun Gerät aufbauen und rein ins kühle Nass. Zuerst musste die 1. Frage geklärt werden: Dürfen wir überhaupt Tauchen? Also:  Wässer – Nasenreflex! Die 2. Frage: Kommen wir überhaupt runter? Also: Bleicheck, natürlich als TL und Azubi.  Dann endlich Tauchen. Der Tauchplatz Cementerio de borco, auch Mole genannt war ein gut geeigneter Platz um uns unter Wässer kennenzulernen und unsere Ausrüstung mal zu checken. Nebenbei durfte jeder bei jeden aus dem Atemregler schnaufen. Die Erkenntnis: Die Luft schmeckt bei allen gleich. Neben zahlreichen Fischen konnten wir auch einen Barrakudaschwarm bewundern und zahlreiche Wrackteile und viel Sand. Leider blieben uns die Engelhaie verborgen.

Der zweite Tauchgang wurde nun etwas anspruchsvoller. Rettungsübung stand auf dem Programm und auch die erste Zodiakfahrt zum Tauchen. Am Tauchplatz Barranco stand unser Opfer Tom erstmal Kopf und die Flossen hätten gut als Boje durchgehen können, wenn der Stopp nicht auf 5m gewesen wäre. Feuerwürmer, Seesterne dachten sich wahrscheinlich ihren Teil. Ein kleiner Adlerrochen schwebte vorbei und lies uns links liegen. So nach dem Motto….Lass die mal machen.  Am Ende des Tauchgangs mussten wir allerdings feststellen, das noch „viel Platz“ nach oben war. Im Hotel hieß es dann erst einmal „Schriftkram“ erledigen und uns auf die Suche nach dem „Q“ begeben.

Tauchen, Lernen, Üben und Nerven behalten….machen hungrig und so wurden die Hamburger auch richtig hoch und dick geschichtet oder die vielen Köstlichkeiten vom Buffet probiert.

Beim Abendessen gab es auch schon die neuen Herausforderungen für den nächsten Tag. Treffpunkt Pool… der Abend wurde lang und auch sehr unterhaltsam für die anderen Hotelgäste, denn wir „probten“ den Tauchgang im Trockenen.


Anreise / Tag 1 - Sechs Anwärter auf den Weg zur Insel

Aus allen Richtungen kamen wir mit schwerem Gepäck, einem mulmigen Gefühl im Bauch und etwas Spannung auf das, was kommen wird, auf dem Stuttgarter Flughafen an, Die Stimmung war gut und gleich merkten wir, dass die Chemie stimmt und uns das große gemeinsame Hobby vereint.  Nach knapp 5 Stunden landeten wir pünktlich auf der Insel, weit im Atlantik – Fuerte Ventura. Die Sonne empfing uns wohlwollend und mit etwas Verzögerung ging es mit dem Bus zum nahegelegenen Hotel Chatur Costa Caleta, wo schon das Abendessen auf uns wartete. Nach dem langen Flug zog es uns noch einmal Richtung Meer, welches wir aber nur am Rauschen der Wellen wahrnehmen konnten, da es stock dunkel war. Müde fielen wir in unsere sehr weichen quietschenden Betten, zumindest war es so bei den „Meerjungfrauen“.

Mehr oder weniger ausgeschlafen trafen wir uns zum ersten gemeinsamen Frühstück und anschließendem Aufbruch zur Basis „Deep Blue“. Volker – Chef der VDST Basis- gab uns eine kurze Einweisung und zeigte uns alles. Bei Uwe und Jürgen, unseren TL-Ausbildern wurde es dann schon wesentlich umfangreicher. Mit Tom – unserem - begleitenden Mediziner wurden die Notfallequipments genau unter die Lupe genommen. Annka und Jost wiesen uns in die Aspekte der Sicherheit an Bord und im Wasser ein. Nachdem das Tauchequipment in den Boxen der Basis verstaut war ging es erst einmal unter den Augen eines endemischen Streifenhörnchens am Meer entlang zum Hotel zurück. Kleine Stärkung vor der ersten Herausforderung, dem 1000 – Meter- Schwimmen im Atlantik. Nach dem Startschuss von Uwe und unter den Augen unserer Sicherungsbegleitung zogen wir von Boje zu Boje unsere „Bahnen“. Mal war die Strömung mit uns und mal etwas weniger.  Über das positive Feedback haben wir uns natürlich sehr gefreut. Ein guter Start für alle! Den Rest des Nachmittags hatten wir frei und konnten die Seele bei Sonne und Pool baumeln lassen. Nach dem Abendessen trafen sich die Gruppen zum Gedankenaustausch und gemeinsamen Planen für den nächsten Tag.