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Tauchausbildung

1. Tag auf Fuerteventura

Heute ist der erste komplette gemeinsame Tag, doch unsere Reise ging gestern schon los: 

Nachdem am Vortag bereits alle erfolgreich gemeinsam angereist sind, konnte man sich bei einem ersten Getränk und beim Abendessen über die letzten Monate austauschen. Wer hat was geübt, was sind so die kleineren Bedenken, wie ist die Stimmung... wir haben quasi da angesetzt, wo wir am Ende der Theorieprüfung aufgehört haben. Denn unsere Truppe besteht weitestgehend aus bekannten Gesichtern der TL1-Theorie. Die beiden neu dazu gestoßenen Daniel und Thomas gehören direkt zu unserer kleine Truppe bestehend aus Max, Markus, Sascha und Julia dazu. Das Ausbilderteam, bestehend aus Armin und Stefan, erhält noch Unterstützung vom TL3-Anwärter Markus und der wichtigsten Frau in der Truppe, unserer Ärztin Sabine. Da ihr Mann Thomas (bei den TL1-Anwärtern dabei) ebenfalls Arzt ist, haben wir gleich geballte Sicherheit am Start. Soweit zu den Probanden...

Nun zum ersten großen Tag. Beim gemeinsamen Frühstück stärken sich nochmal alle richtig, denn heute wird‘s besonders sportlich.

Zunächst wurden wir mit unserem Tauchgepäck vom Basisleiter Volker am Hotel abgeholt. Vor Ort checkten unsere Ausbilder erstmal die Lage und wir konnten noch etwas entspannen, wenn gleich doch alle etwas angespannt waren, welches die nächsten Schritte so sind und was uns erwartet. Die Basis wirkte in jedem Fall sehr gut organisiert, alles schon bestens vorbereitet mit personalisierten Kisten – erste Entspannung.

Nachdem die ersten regulären Gäste mit dem Boot rausgefahren wurden und Ruhe einkehrte, wurden wir in gesammelter Runde vom Basisleiter, den Ausbildern und dem heutigen TLvD Markus begrüßt, Papierkram erledigt und der Tagesablauf besprochen. Als das erledigt war, ging es zum Einräumen der Ausrüstung - puh, scheinbar haben wir an alles gedacht. 

Julia informierte die Gruppe anschließend in einem Kurzreferat über „Sicherheit an Bord“ und Daniel über „Sicherheit im Wasser“. Beides wesentliche Punkte während der ganzen Ausbildung. Nachdem dieses Landprogramm abgehakt war, durften wir uns für die Schwimmübung umziehen. Mit dem Boot hielten wir gleich um die Ecke der Basis. Eine anstrengende Übung, vor allem mit dem dicken Neopren und dem (Gott sei Dank nur leichtem) Wellengang, die schlussendlich auch durch den Support des Teams alle meisterten. Der Erste musste leider wegen leichter Seekrankheit im Anschluss die Fische füttern und blieb somit bei den Folgeübungen an Bord und unterstützte von dort. Stefan und Markus setzten gleich die Apnoe-Boje und weiter ging‘s mit dem Streckentauchen plus Palstek knoten... alle geschafft. Ab ins Boot und weiter zu einer tieferen Stelle fürs Tieftauchen. Hier war dann doch etwas mehr Wellengang und von daher war es schwierig, die notwendige Ruhe zu bekommen, aber letztlich war es bei fast allen möglich. Geschafft.

An Land gab es dann, nach einem kurzen Break zur freien Verfügung, die Nachbesprechung mit der Vorstellung des Bewertungssystems sowie die Vorbesprechung des kommenden Tages. Unser Trüppchen stimmte sich noch etwas für den Folgetag ab und die Ausbilder erledigten die Bürotätigkeit. Zeit für ein Mittagsschläfchen oder was auch immer und ab zum Abendessen. Man merkt, alle sind geschlaucht und das war erst der Anfang... morgen stehen die Übungstauchgänge Eingewöhnung und Retten eines verunfallten Tauchers an. Endlich ab zum Gerät.

Text Julia Kiemes

Bilder: Julia Kiemes, Markus Karch, Armin Bäum

 

2. Tag

Heute heißt es Tauchen, Tauchen und nochmals Tauchen. Die erste Übung mit dem Tauchgerät im Wasser beginnt. Wir hatten schon am Vorabend die ersten Infos zu den Aufgaben und Gruppeneinteilungen erhalten und freuten uns auf die ersten Tauchgänge.

Die erste Pflichtveranstaltung war wieder pünktlich um acht beim Frühstück zu erscheinen und sich reichlich für den Tag zu stärken. Die Auswahl war mehr als ausreichend und wer es englisch wollte, konnte sich mit Speck, Ei und baked beans eindecken. Nachdem diese erste Disziplin erfolgreich gemeistert war, ging es um 10 Uhr pünktlich an die Tauchbasis. Unser TLvD Markus hatte sich inzwischen schon um die Auswahl des Bootes, Tauchplatzes und die Flaschen gekümmert. Wir räumten unsere Boxen ein und bauten die Ausrüstung zusammen. Heute ist Sascha an der Reihe, als Erster das Referat über den Gewöhnungstauchgang zu halten. Dies erfolgte auch in aller Ausführlichkeit. Der Wasser-Nase Reflex und Blei-Check wurde nochmals erläutert, einstudiert, gebrieft und anschließend im Ausbildungsbecken ausprobiert. Danach folgte die Ausfahrt mit dem Schnellboot zum eigentlichen Tauchgang vor der Küste.

Hier hieß es für die Gruppe erstmal auf die restlichen Apnoe-Übungen warten. Sascha und Daniel hatten die Ehre, in 10 Meter Tiefe Ihren Namen auf eine Tafel zu schreiben. Dies haben sie auch trotz des hohen Wellengangs und der Gezeiten-Strömung ohne Probleme gemeistert. (Derzeit haben wir einen der höchsten Tidenhube im Atlantik.)

Danach ging es endlich ans Eingemachte: Abstieg der Gruppe auf 30 Meter im Blauwasser mit anschließendem austauchen am Riff und Rückkehr zum Boot. Hier hieß es schnell runter, um aus dem Gezeitenstrom herauszukommen und die richtige Orientierung zu finden. Unterwegs wurden wir von einem Thunfisch, einem Stachelrochen und einer Languste gegrüßt. Letztendlich sind wir alle, manche auch vorzeitig aufgrund von Ohrenproblemen oder über Umwege heil ins Boot zurück gekommen.

Zum Mittagessen gab es frische Baguettes bei der Basis. Ein „Vielen Dank“ geht hier an Volker für den hervorragenden Service.

Nach dem Tauchgang ist vor dem Tauchgang. Die zweite Ausfahrt stand bevor. Daniel unterrichtete uns über die Einzelheiten bei der Bergung eines verunfallten Tauchers, was auch anschließend, für die Prüfungen, geübt werden sollte. Ein Tauchlehrer muss das schließlich beherrschen, um seine Schüler später abzusichern. Auch hier ging es, nach dem Gruppenbriefing, erstmal mit dem Schnellboot raus aufs Meer, hinaus zum zweiten Spot. Die Tiefe war nun 25 Meter, wo jeder einmal seine Retterqualitäten auf die Probe stellen durfte, mit anschließendem Abschleppen an der Oberfläche zum Boot. Neptun war uns hier etwas gnädiger als heute Morgen und hat die Strömung zumindest etwas heruntergefahren, sodass auch diese Aufgabe eine schwierige, aber schaffbare Hürde darstellte.

Nun kehrten wir alle sehr hungrig zur Nachbesprechung zurück, um uns der Manöver-Kritik unserer Ausbilder zu stellen und zu erfahren, was uns am nächsten Tag erwartet. Zum ersten Mal wurden die Tauchgangsprotokolle ausgefüllt mit den detaillierten Angaben aller Umgebungsbedingungen, wie z.B: die Tidenhöhe.

Nach dem Abendessen an unserem neuen Stammplatz im Restaurant folgten noch ein paar Trockenübungen für den nächsten Tag und dann ging es aber ab in das wohlverdiente Bett, schließlich wollen wir ja fit sein am nächsten Tag...


3. Tag

Heute ist unser dritter Tag. Wetter bedeckt und sehr windig. Ideal also für den Tauchgang, der den meisten Respekt auslöst. Aufstieg aus 40 m Tiefe unter Wechselatmung. Also kurz schnell noch die Mundstücke mit Gaumenplatten oder Spezialanfertigungen nach Gebissabdruck gegen Standardmundstücke ausgetauscht, um das Würgereizrisiko der Luftempfänger zu reduzieren. Bei 2 m hohen Wellen dann raus zum Tauchplatz. Zügiger Sturz in die Fluten. 39,5 m, tiefer ging‘s nicht. Kein Spaten dabei. Musste also reichen. Die Übung funktionierte besser als befürchtet. Danach zurück zum Riff. Die Strömung hatte uns ziemlich vom Boot weggetrieben. Nach Uneinigkeit in der Gruppe über die genaue Richtung durfte unser TL-3 Anwärter Markus die Navigation übernehmen und führte uns sicher zum Boot. Bei der Nachbesprechung meinte der Chef Armin: "Da war schon einiges Schönes dabei."

Der zweite Tauchgang am Nachmittag war einfacher. Ausbildungstauchgang mit einem Anfänger. Sich dumm zu stellen fiel Julia und Tom nicht schwer. Hilfe beim Gerätaufbau und Anziehen gewährten die angehenden Tauchlehrer als Ausbilder. Das Gerät zum Boot tragen wollten sie aber nicht

 
 

4. Tag

Heute war unser vierter Tag. Das Wetter war sonnig bei stärkerem Wind. Auf der Tagesordnung stand der Aufstieg ohne Flossenbenutzung, sowie die legendäre Fuchsjagd.

Die Ausfahrt zum ersten Tauchplatz, dem liebgewonnen „El Muellito“ war von stärkerem Wellengang geprägt. Dank unseres Kapitäns kamen alle heil und unversehrt am Tauchplatz an, stets bereit für die anspruchsvolle Übung. Wir stürzten uns voller Motivation in die Fluten und meisterten die Herausforderung nach bestem Wissen und Gewissen. Dies sahen hoffentlich auch die Prüfer so.

Entsprechendes Feedback gab es im Nachbriefing. Fleißig wie wir waren, fertigten wir in unserer wohlverdienten Pause die Tauchgangs-Protokolle an und bereiteten uns auf die noch ausstehende Fuchsjagd vor. Dies war sicherlich sehr amüsant für Außenstehende anzusehen.

Gegen 15 Uhr fuhren wir zum Tauchplatz „Barranco“, um den Fuchs zu jagen. Unter der Fuchsjagd versteht man die Übung „Hinterher Tauchen und anschließende Atmung aus dem Hauptregler des Partners“. Gemeinsam gingen wir nach den Nachbriefings des zweiten Tauchgangs und dem Tagesrückblick in unseren wohlverdienten Feierabend und genossen das Abendessen. Morgen ist Prüfung, …..

AUTOR: Max Kreutzer


5. Tag

Beim Frühstück war zwar eigentlich alles wie immer, aber die Prüfungs-Vibes waren doch deutlich zu spüren.

Erster Prüfungstauchgang – Navigieren ohne technische Hilfsmittel. Raus ging es – nach den üblichen Vorbesprechungen und nachdem die Ausrüstung entsprechend bei dem ein oder anderen präpariert wurde (Abkleben des Kompass, da Doppelkonsole mit Computer) – zu dem an der Tauchbasis schon als unseren Lieblingsplatz bekannten "El Muelito". Unsere Prüfer führten uns auf 40 m, dort wurden wir von einem Rochen gegrüßt, und dann ging es darum, im Team den Tauchgang fortzusetzen und das Boot wieder zu finden. Alle kamen sicher an und zurück an der Basis warteten wir gespannt auf unsere Bewertungen. Erste Prüfung gemeistert. :)

In der Mittagspause widmeten wir uns dem Gruppenfoto und den Tauchgangsprotokollen, alles so langsam eingespielt in unserer Truppe.

Am Nachmittag zeigte uns das Meer mal, dass wir am Atlantik sind und schüttelte uns gut durch, nicht nur an der Oberfläche, sondern auch unter Wasser. Bis auf 10 m war die Brandung zu spüren und das Wasser glich vor lauter, vom Wellengang aufgewirbeltem Bewuchs, eher einer Gemüsesuppe. Gestern an diesem Tauchplatz "Barranco" noch beste Sicht und nun kaum wieder zu erkennen. Dies hielt uns aber natürlich nicht von unserer Aufgabe „Retten eines Verunfallten Tauchers“ mit Ausbildungscharakter ab. Nachdem jeder die Rettung Unterwasser ein paar Meter demonstrierte, konnten wir erstmal den Tauchgang fortsetzen. Ein idyllisches Bild bot uns eine Muräne kuschelnd mit einem Zacki unter einem kleinen Felsvorsprung, sie wollten der Brandung offensichtlich gemeinsam entgehen. Nach dem Safety Stop wurde dann die Aufgabe fortgesetzt und einer in der Gruppe als Opfer definiert und bis zur Oberfläche gebracht. Nett wie unsere Prüfer sind, nahmen sie zwar freudig zur Kenntnis, dass wir direkt neben dem Boot ankamen, brachten uns vor dem Aufstieg aber erst noch einmal ein paar Meter weg, so dass wir ein bisschen Schwimmstrecke hatten. Trotz Wellengang wurde dies gut organisiert gemeistert. Die Opfer fühlten sich sicher und alle waren schnell wieder an Bord.

Im Heimathafen zurückgekehrt und die Geräte verstaut, war dies erst der Anfang. Jeder musste einmal über die Seite nur mit den Flossen ins Boot kommen, zudem zeigen, wie man alleine, oder als 2er-Team einen Verunfallten sicher ins Schlauchboot befördert. Das sah mehr oder weniger galant aus, aber die Truppe hatte sichtlich Spaß dabei... "Los miem die Mermaid" " Wo ist die Robbe" "Los küss mir die Füße" waren nur ein paar der gefallenen Sprüche. Nach diesem Part musste wieder etwas Ernst einkehren. Die Weiterversorgung des Opfers musste demonstriert werden, schlussendlich waren der Doc und unsere Prüfer zufrieden.

Auf zur Nachbesprechung und nach unserem gemeinsamen Abendessen früh in die Falle. So langsam stecken die Tauchtage jedem in den Knochen...

Autorin: Julia Kiemes
Bilder: Susanne Herde, Armin Bäum


6. Tag

Deja vu. Wieder Aufstieg unter Wechselatmung aus 40m. Bei der Vorstellung des Tauchganges wird besprochen, wie man sich gegenseitig festhält. Armin hat einen guten Vorschlag. Letztes Mal haben wir es anders gemacht. Hat auch funktioniert. Egal, wir sind flexibel. Unser liebgewonnener Tauchplatz El Muelito ist den Ausbildern zu langweilig. Schade auch, den könnten wir mittlerweile blind betauchen. Das ist auch gut so, da die Sichtverhältnisse schlechter werden. Also neuer Tauchplatz. Beim Losfahren ist noch unklar, wo wir fest machen können. Der Bootsführer weiß aber, wir brauchen die 40m. Also raus aus dem Boot und ins Wasser. Ja die 40m hat es. Aber wo sind wir? Die Übung klappt. Das Riff finden wir auch. Wo ist das Boot? Rechts oder links? Linksrum mit der Strömung. Ist leichter. DA ist die Boje. Aber kein Boot. Andere Richtung! Nun gegen die Strömung übers Riffdach. Die andere Gruppe kommt uns entgegen. Liegen wir falsch? Egal, weiter. Da ist das Boot. Mit Mühe klettern wir rein. Wir holen die anderen an der "leeren" Boje ab.

Zweiter Tauchgang. Wieder ist einer der „Beginner“. Maske ausblasen, Atemregler wechseln, langer Schlauch, das können wir alles. Wo hat Sascha den langen Schlauch? Locker über der Schulter. Der „Schüler“ ist irritiert. Also gut. Man nimmt, was man kriegt. Er merkt es noch und die Übung geht wie geplant weiter. Im Wasser schauen uns die Barracudas gelangweilt zu. Die Rochen sind so zahlreich, das sie übereinander liegen. Sascha sieht auch einen Oktopus, die anderen nicht. Zählt also nicht als bestätigte Sichtung. Das Boot ist da, wo es sein soll. Beim Debriefing heißt es: "Tom du hast gegrundelt" und der lange Schlauch muss auch da sein, wo er soll. Sonst gibt es wenig zu diskutieren, denn „es ist immer mehr Schönes dabei“. Wir konzentrieren uns für den kommenden, letzten Prüfungstag.

Autor: Thomas Herde


7. Tag

Heute ist unser letzter Tag, auf welchen wir schon tagelang hingearbeitet haben. Leider mussten wir krankheitsbedingt Verluste hinnehmen, so dass wir den letzten Tauch- / Prüfungstag nun nur mit 5 aktiven Tauchern angehen konnten / mussten. Gut, dafür musste Max uns den Umkehrdruck im Notfall erklären.

Der TLvD war so anstrengend, dass wir diese wichtige Aufgabe sogar durch Julia und Tom erledigen ließen, was die beiden mit Bravour meisterten (wir mussten keine Kisten schleppen). Der gefürchtete Tauchgang „Aufstieg ohne Flossennutzung“ (von uns auch Flossennutzung ohne Aufstieg genannt) wurde von allen Teilnehmern natürlich (gem. Standard) absolviert. Auch leichte Ausrüstungsverluste konnten diesen Tauchgang nicht beenden, so dass wir alle auch am Boot aufstiegen und die „stürmische“ Heimfahrt angehen konnten. Wie üblich wurden die Nachbriefings bravourös gemeistert, so dass wir uns mit unseren Sandwichs auf den nächsten Tauchgang vorbereiten konnten: „Fuchsjagd“. Ach, bevor ich es vergesse, es handelt sich dann um den letzten Prüfungstauchgang!!!! Also noch einmal gedanklich anstrengen, damit wir auch diesen Tauchgang meistern. Aufgrund der Tatsache, dass Ausbilder auch nur Menschen sind, fällt Stefan wegen seiner Ohren aus und wir mussten die ganze Planung umwerfen, was aber zukünftige Tauchlehrer nicht schocken kann. Somit wurden aus 2 Gruppen nun eine Gruppe gebaut, welche den Tauchgang ableisten sollte. Julia musste somit 5 Männer unter ihre Kontrolle bringen und den Ausbilder. Briefing und durchspielen der Übung verliefen wie üblich absolut professionell, so dass jeder in der Gruppe genau wusste, was er wann wie machen sollte, wenn da nicht die weibliche Improvisation wäre. Kurz vor dem Einstieg ins Wasser wurde dann doch kurz die Gruppenkonstellation neu geplant, was kurzfristig zu Irritationen führte. Zumindestens mal beim Ausbilder. Natürlich waren die Schüler bestens gewappnet und die Übung wurde bestens abgeleistet (gut, über eine Sicherung kann man diskutieren). Fische schauen geht halt einfach vor. Nach der Übung wurde dann der Tauchgang mit Beobachtung von Rochen und zahlreichen Fischen vorgeführt. Zudem wurden „selbstverständlich“ sämtliche Bojen in der Gruppe nach oben befördert (gut, es gibt auch Spulen, die in die entgegengesetzte Richtung liefen). Aber um hier mal einen Ausbilder zu zitieren „Es gibt noch Luft nach oben“. Das Boot wurde erreicht und alle kamen heil zurück, das zählt. Nachbriefing und dann schnell fertig machen, da wir nach dem Essen erneut noch einen Termin an der Basis haben. Also Jalajala.

An der Basis wieder angekommen, begrüßte uns Armin mit Stefan und endlich war es geschafft, nacheinander wurden wir aufgerufen und wir bekamen unsere Urkunden. Somit gibt es nun 5,5 neue TL1 im VDST. Die 0,5 kommt von Tom, im fehlt noch die Theorie, insbesondere die Medizin.

Vielen Dank hier nochmal an unsere Ausbilder Armin und Stefan, den CO Ausbilder Markus (viel Erfolg bei deiner TL3 Prüfung) und natürlich unserer lieb gewonnene Ärztin „Suse“, welche immer mal etwas in ihrem Koffer für uns hatte.

Autor: Sascha Bayer


8. Tag

Nachdem am Vorabend eine riesen Last von allen abgefallen war, und man eigentlich ausschlafen hätte können, war unsere innere Uhr doch auf Aufstehen getrimmt. Also ging es für die meisten um 8 Uhr wie gewohnt zum Frühstück. Ein kleines Trüppchen (Susanne, Tom und Julia) brachen dann zum Tauchgang an der Mole auf, um sich ein Bild für den Nachttauchgang zu machen. Am Nachmittag wurde gechillt. Die anderen in der Gruppe leisteten Max etwas Gesellschaft und starteten dann zu einem entspannten Mittagstauchgang. Als Geschenk zur bestandenen Prüfung zeigte sich die See von ihrer ganz zahmen Seite. Auf zu Tauchplatz „La Pyramide“. Ein sehr schöner Tauchgang.

Den Nachmittag verbrachten dann alle bis zum gemeinsamen Abendessen mit Ausruhen. Anschließend war Nachttauchgang angesagt. Hier stieg Markus K. nochmals in die Bütt und berichtete uns alles, was es zu beachten gibt. Zu sehen gab es Seehasen, Gespensterkrabben, Sepias und einiges mehr. Den Ausklang des Tages nahmen wir auf der Ausbilder-Terrasse, endlich Zeit bis zum Open End zu plaudern.

Nächster Tag Tauchverbot, somit Zeit die Insel zu erkunden. Volker mietete einen Bus und gab uns als Reiseführer sehr interessante Infos zur Insel. Wir sahen eine Kaktusplantage, Gesteine mit dem Erdmännchen und besuchten eine Ziegenfarm. Gute Gelegenheit sich mit frischem Käse, wie er hier üblich ist, als Mitbringsel für die Daheimgebliebenen einzudecken. Ein Highlight der besonderen Art war unser Bus, der mitten auf der Straße, beim Kurve nehmen, den Gang nicht mehr rein bekam und so unmittelbar vorm Abhang stehen blieb. Nach einigen Versuchen entschieden wir uns auszusteigen, zu Fuß ins Städtchen zu ziehen und dort gemütlich Kaffee zu trinken. Volker organisierte uns in der Zwischenzeit einen neuen Bus. Weiteres Highlight bot der schwarze Strand an der Westküste, der eine Höhle zu bieten hatte und uns zum Klettern aufforderte. Wenn man schon mal da ist, muss man für den besten Blick auch etwas riskieren. Am Abend hieß es auf der Basis auschecken und auf zum gemeinsamen Abendessen in ein richtiges Lokal. Empfohlen von Volker war das Steaklokal „Fado Rock“ ein wirkliches Highlight. Den Abschluss verbrachten wir wieder beim gemeinsamen Nachbriefing auf der Ausbilderterrasse. Am letzten Tag stand nur noch Packen und Abreisen an. Auf nach Stuttgart und von dort in die jeweiligen Heimatgefilde. Tauchschüler, wir kommen…….

 

Autorin: Julia Kiemes

Bilder: Tom Herde, Julia Kiemes