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Tauchausbildung

Impressionen Tauchlehrer-Prüfung - Kas

Hier Eindrücke von der Tauchlehrerausbildung und Prüfung des BTSV, LVST und STSB Oktober 2014.


Tag 1 - Anreise – Ist es noch weeeiiit?

Nach bis zu 16 Stunden Anreise quer durch den Süden der Republik und um den halben Globus sowie unzähligen „Sind wir bald da?“, „Wie weit ist es noch?“ und ebenso vielen „Du bist getöpft. Du bist gefüttert. Jetzt sei still!“ kam die 12-köpfige Gruppe endlich in Kas an.

Etwa zwei Stunden vor dem geplanten Abflug trafen sich die verschiedenen Protagonisten: Ausbilder, Gäste, TL*-Anwärter und nicht zuletzt die wichtigste Frau der Truppe, Susanne Herde, ihres Zeichens Verbandsärztin. Denn auch VDST-Tauchlehrer-Anwärtern sei es gegönnt, wie Jögis Elf auch, einen Mannschaftsarzt dabei zu haben. Die Unmengen an Gepäck, reguläres und Zusatzgepäck, passte zum Glück noch in den Flieger.

Der Flug verlief soweit turbulenzarm und ruhig. Bei strahlendem Sonnenschein verabschiedeten wir uns vom Bodensee und landeten einige Stunden später in Antalya bei nicht mehr ganz so sonnigem Wetter, dafür aber mit einem Naturfeuerwerk. Der Flieger war so pünktlich, dass wir sogar eine extra Runde über die an der Küste entlangführende Gebirgskette drehten, um die Schönheit der Gebirge ein zweites Mal erleben zu können.

Die Fahrweise der Einheimischen, die ein wenig an übermütige heimische Motorradfahrer erinnerte, hinderte einige der übermüdeten Globetrottern nicht daran zu schlafen und tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Denn fünf Stunden und einige Fladenbrote mit Mäh-Mäh-Käse (O-Ton Imbissbudeninhaber) später, versammelte sich die gesamte Mannschaft auf der Terrasse am Pool, um den gemeinsamen Anreisetag in aller Gemütlichkeit ausklingen zu lassen, bevor es am zweiten Tag mit der Schwimmprüfung weiterging.

Text & Bilder: Claire Girard


Tag 2 – Angekommen, am Mittelmeer, an Bord, bei der Prüfung

Besser konnte dieser Tag nicht anfangen: Nach der langen Anreise durften alle ausschlafen, gemütlich bei Sonnenschein und traumhaftem Wetter auf der Terrasse am Pool frühstücken. Kurzzeitig kam sogar der Gedanke auf, die Schwimmprüfung im Hotelpool abzuhalten. Aber nein, Vorschlag wurde abgelehnt! Schwimmbäder haben wir zu Hause doch selber zur Genüge. Länger sind die Bahnen dort auch. Also wurde einstimmig beschlossen, doch im offenen Meer zu schwimmen.

Es folgten die Besprechung des Ablaufs und einige zusätzliche Informationen zu Kas durch Uwe Weishäupl, Prüfungsvorsitzender und Hanne Bahnsen, Leiterin der Tauchbasis Mavi-Diving, deren Boot für die nächsten sieben Tage unsere zweite Heimat wird: wo sind die nächsten Wasserbrunnen? Wo der nächste Kiosk? Und nicht zu vergessen, wo befindet sich die Eisdiele auf dem Weg zum Hafen? Wenn das so weiter geht, ist hier ein Angriff der berühmt-berüchtigten Neoprenfresstierchen auf unser Gruppe zu befürchten. Denn das Essen an Bord der Mavi lässt nichts zu wünschen übrig.

Nachdem wir uns nach kurzer Zeit an Bord bereits eingewöhnt haben, Hanne uns ihre Crew vorgestellt hat und der erste Vortrag über Sicherheit an Bord gehalten wurde, hüpfte die versammelte Mannschaft frohgestimmt ins Wasser zur Schwimmprüfung. Wow! Wow! Wow! Die TL-Anwärter liegen alle im selben Bereich. Knapp eine Minute trennt die Ersten vom Letzten: 18“57 bis 19“54. Ein Kilometer ist ja ganz schön weit, wenn man so paddelnderweise, ohne Bahnenmarkierung und Grundsicht schwimmt.

Doch am ersten Tag stand nicht nur das Beschnuppern an Land an, auch unter Wasser durften sich die Anwärter beim Eingewöhnungstauchgang auch ein wenig näher kommen. Dieser Tauchgang hat sich als durchaus berechtigt erwiesen, um sich des Blickwechsels, vom Trainer zum Lehrherren, bewusst zu werden.

Auch den zweiten Tag ließ die Gruppe nach dem Debriefing, einer RIESEN Eisportion, einem gemütlichen Abendessen und der Vorbereitung des dritten Tages auf der Terrasse am Pool ausklingen. Wo sonst?

Text & Bilder: Claire Girard


Tag 3 – Von Aufzügen und Möchtegerne-Schildkröten

Auf dem Menü des Tages: Aufstieg ohne Flossenbenutzung und Retten eines verunfallten Tauchers.

Wie auch tags zuvor wollte Hanne mit der Mavi um 9:30 Uhr ablegen. Also setzte sich die Gruppe auch heute wieder so in Bewegung, dass sie rechtzeitig um 9 Uhr zum Anrödeln an Bord eintraf.

Wie besprochen setzte sich der Aufzug in den zwei Tauchergruppen mit Martina Baack, Landesausbildungsleiterin des Badischen Tauchsportbundes (BTSV), und Uwe Weishäupl nach unten in Bewegung. Nach unten bedeutete in diesem Fall auf 40m runter und wieder rauf mit einem Zwischenstopp auf 25m, bevor sie auf 10m hielten. Das Ganze natürlich ohne Einschalten des Turbos, sprich der Flossen.

Nach Ankunft beider Aufzüge auf 10m setzten die Gruppen ihre Tauchgänge fort. Einige Taucher haben inmitten des Steinfeldes sogar eine Statue des Königs der Löwen gesehen.

Doch das i-Tüpfelchen des Tages bot der zweite Tauchplatz nach dem gewohnt leckeren Essen mit Neoprenfresstierchenpotential: Die DC3, das berühmte Wrack, das nicht nur unter Gerätetauchern, sondern auch unter Apnoeisten sehr beliebt ist, und die Schildkröten, die sich dort zu Hauf tummeln.

Da sich aber beide Anwärter-Gruppen lieber auf ihre zweite Übung konzentrieren wollten, dem Retten eines handlungsunfähigen Tauchers, zogen sie es vor, sich beim Schieben der Verunfallten vorzustellen, er sei eine wunderschönen und freundlichen Schildkröte.

Nach dem Abendessen in einem Restaurant unweit des Hotels traf sich die 6er-Gruppe wie gewohnt zur Vorbereitung des darauffolgenden Tages wo? Na klar: auf der Terrasse am Hotelpool.

 

Text: Claire Girard
Bilder: Petra Weishäpl, Susanne Herde



Tag 4 – Poseidon wacht auf

Ankunft an Bord, wie gewohnt: ca. 9 Uhr zum Anrödeln. Abfahrt 9:30 Uhr, Begrüßung und Vor-Briefing durch den Tauchlehrer vom Dienst (TLvD), Kurzreferat über die anstehende Übung, Briefing in den Gruppen bis dann das Briefing von Hanne zum Tauchplatz kommt. Also alles wie gewohnt.

Wie Poseidon tauchten wir hinab ins blaue Meer, erst auf 40m hinunter, dann unter Wechselatmung hinauf in zwei Etappen auf 10m mit einem Zwischenstopp auf 25m. Die Herausforderung dabei besteht generell darin, alles gleichzeitig zu koordinieren und unter Kontrolle zu haben, inkl. der Aufstiegsgeschwindigkeit und der eingebauten Stopps.

Doch das scheint Poseidon nicht gefallen zu haben, denn nach dem Mittagessen an Bord wurde das bis dahin noch recht angenehme Lüftchen ein wenig stärker. Die Wellen kräuselten sich etwas, manche Kämme brachen auch. Genau diese Bedingungen stellten die TL-Anwärter vor die Herausforderungen einem Anfänger, in diesem Fall einen Simulierenden, trotz Herumwirbelns beim Testen des Wasser-Nasen-Reflex und beim Tariercheck, den Spaß am Tauchen zu vermitteln. Geschafft!

Und so ging der vierte Tag im Wasser mit einer wackeligen Rückfahrt zum Hafen zu Ende. Dem folgte nur noch das Ausfüllen der Protokolle und Logbücher, das Abendessen, die Vorbereitung des nächsten Tages in geselliger Runde. Denn Morgen erwartet uns die Tiefe, ohne und mit Geräte. Ja und wo außer auf der Terrasse am Hotelpool könnte dieser Tag schon zu Ende gehen? Genau! Auf der Terrasse am Hotelpool.

 

Text & Bilder: Claire Girard

 

 


Tag 5 – Tief, tiefer, am tiefsten

Bei traumhaft schönem Sonnenschein startete die Gruppe den heutigen Tag mit dem Apnoe-Tieftauchgang auf 10m mit Anschreiben des Namens auf der Tafel. Und da stellte sich heraus, dass so ein Tauchgang bei leichter Strömung um einiges schwieriger ist als im heimischen Baggersee.


Gefolgt wurde der erste Tieftauchgang von einem Zweiten. Und so stiegen wir hinunter und knackten wie geplant knapp die 40er Grenze. Damit uns auf dieser Tiefe nicht langweilig wurde, durften wir zusätzlich diverse Aufgaben durchführen: Rechenaufgaben lösen, Masken tauschen. Auch die Strömung schien extra für uns bestellt worden zu sein. Nachdem alle wieder sicher und munter an Bord waren, brachte uns die Mavi an den zweiten Tauchplatz, wo nicht nur der zweite Tauchgang des Tages, sondern  auch das Mittagessen anstand.

Für den Nachmittagsabstieg auf 25m hatte der Zufallsgenerator der Datenbank das Herantauchen aus 10m Entfernung und Atmen aus dem zweiten Atemregler des Partners, besser bekannt als „Fuchsjagd“ als Übung auserkoren. Danach ging es zurück ins Hotel.

Und weil der Mensch Rituale braucht, trafen wir uns zum Ausfüllen der Tauchgangsprotokolle und Logbücher wie gewohnt um 17:10. Nach erfolgreichem Ausbeulen des Schiffes „TL -Theorie“ durch die Medizinprüfung eines Teammitglieds, Ihr wisst noch, das Schiff hatte sich damals  eine leichte Delle zugezogen, und Übergabe der Tauchgangslisten mit Übungsbeschreibung gingen alle gemeinsam um  19:15 Uhr zum Abendessen. Danach trafen wir uns nochmal zum Vorbereiten der nächsten Tauchgänge… Ihr wisst es schon… auf der Terrasse am Hotelpool.

Text & Bilder: Claire Girard


Tag 6 – Die Götter sind uns wohlgesonnen

Stühle und Tische rutschen quietschend über die Balkone, werden von Windböen erfasst und herumgewirbelt und krachen auf den Boden auf; Handtücher wehen wie Flaggen an den Balkongeländern. Angekündigt war eine Windstärke von 9-10 und voraussichtlich auch Strömung. Na dann Prost Mahlzeit! Es beginnen die  Prüfungstauchgänge mit dem Aufstieg ohne Flossenbenutzung. Was passiert, wenn wir von der Strömung erfasst werden und abdriften? Na egal! Die zwei Gruppen sind ins Wasser gesprungen und die Prüfungen nahmen dann ihren Lauf. Die Tipps der Ausbilder wurden zum Teil umgesetzt. Die Umsetzung der restlichen Tipps wird folgen. Nach dem Tauchgang folgte das Debriefing mit der gewohnten konstruktiven Kritik unserer Ausbilder.

An der Wasseroberfläche hatten sich derweil die Wogen geglättet. Auch der Wind hatte sich gelegt. Neptun und Poseidon scheinen sich nach ihrem Aufeinandertreffen gütig getrennt zu haben.

Nach dem nicht nur hervorragendem, sondern auch abwechslungsreichen Mittagessen auf der Mavi ging der nächste Prüfungstauchgang los. Wir durften uns gegenseitig retten und zwischendurch an einem Wrack bzw. mit einer Schildkröte tauchen und wachsame Grundeln mit ihren kleinen Schützlingen, den Krebsen, bewundern. Auch dieser Tauchgang ging mit Feedback und guten Tipps zu Ende, denn natürlich ist bei allen Luft nach oben.

Einmal an Land mussten der akute Kohlenhydratmangel durch Eis kompensiert und zur langfristigen Vorbeugung, die zu Neige gehenden Haribo-Vorräte aufgefüllt werden. Danach sah sich die Gruppe wieder in der Lage, die Tauchgangsprotokollblätter und Gruppenlisten mit den Eckdaten auszufüllen. Zum Abendessen ging es wieder ins Phellos. Und weil es auf der Terrasse am Hotelpool einfach so schön ist, steckten die 6 TL-Anwärter wieder die Köpfe zusammen, um die Prüfungen des darauffolgenden Tages vorzubereiten.

Text & Bilder: Claire Girard


Tag 7 – Licht und Schatten

Am heutigen Tag stand der Aufstieg unter Wechselatmung aus 40m am Canyon Wreck an. Ein abwechslungsreicher Platz für diesen Tauchgang mit Sehenswürdigkeiten, einer netten Steilwand und einem Canyon zur Orientierung.

Während die eine Gruppe vor dem morbiden  Anblick des gesprengten Baumwollfrachters sich an Zackis und der Kulisse des Canyons ergötzte, testete die andere Gruppe ihren Strömungswiderstand nach Absolvieren der Übung.

Nach dem üblichen Standortwechsel in der Mittagspause durfte sich in jeder Gruppe ein „Anfänger“ betütteln lassen und einige Übungen vorführen, bevor der Tauchgang entspannt fortgesetzt wurde. Dabei trafen beide Gruppen auf das aus Flötenfischen bestehende Blasorchester, das von einem Seestern dirigiert wurde. Zu den Zuschauern  zählten Einsiedlerkrebse, Fische unterschiedlicher Größe, Formen und Farben, Seeigel, mindestens eine Muräne und einige Taucher. Auf dem Tresen nahe der hohen Seegraswiese, lag eine vergessene überdimensionierte Kaffeetasse, die sich wegen des Lochs am Boden nicht mehr zum Trinken eignet.

Logbücher, Tauchgangsprotokolle, Gruppenlisten wurden wie üblich um 17:10 Uhr ausgefüllt bevor die versammelte Mannschaft um 19:15 gen Phellos zum Abendessen zog.

Zum Abschluss des Tages trafen sich unsere sechs Tauchlehrer-Anwärter zum letzten Mal wie gewohnt auf der Terrasse am Hotelpool zur Vorbereitung des leider letzten Tauchtages. Wir werden unser Ritual vermissen! Aber dafür werden wir uns morgen Abend ganz bewusst dem Angriff der Neoprenfresstierchen aussetzen und das Ende der Prüfungen gebührend feiern.

Text & Bilder: Claire Girard


Tag 8 – Ablegen der Felsenspaltenallergie

Letzter Prüfungstag. Der Zufallsgenerator der Datenbank hat für uns zwei verhältnismäßig einfache Tauchgänge ausgespuckt: nochmals die Fuchsjagd und Orientierung ohne technische Hilfsmittel. Nach Ablegen des Bootes, kam das Briefing von Hanne zum Tauchplatz Flying Fish: „Wenn wir denn Strömung haben, dann gibt’s hier viele Fische. Jetzt haben wir aber leider keine.“  Die Bojenleine zeigte hingegen eine leichte Strömung an, die Reserveflasche hing gerade runter. Hanne schien recht zu behalten. Also formierten sich die zwei Gruppen in die eine Woche lang praktizierte Wildgansformation und zog nach rechts, wo sie von einer leichten bis mittelprächtigen Strömung empfangen wurde und kaum noch vom Fleck kam…

Zurück an Bord gab es wieder einmal ein leckeres Mahl. Doch die Bugwelle eines vorbeifahrenden Marineschiffes drohte es vom Herd zu kippen. Hannes Crew jedoch rettete uns vor dem Verhungern, indem sie sich schützend auf Töpfe und Teller warf.

Der Name des letzten Tauchgebietes der TL-Prüfung klang gut: Lobster Point. Da die Orientierung anstand, schauten sich alle Prüflinge schon mal die Küste an und suchte nach markanten Wegweisern, um sicher wieder an Bord zu kommen. Dann kam die Tauchplatzkarte und mit ihr kam alles anders, denn das eigentliche Tauchrevier lag ganz woanders. Also wurde Plan A verworfen und es kam Plan B zum Einsatz. Diesmal bekamen wir zusätzlich noch ausdrücklich die Anweisung unsere in dieser einen Woche eingefangene Felsspaltenallergie an Bord zu lassen und in die Spalten hineinzuleuchten.

Der Tauchgang wurde beendet, alle Mann waren an Bord, einige hatten sich schon wieder umgezogen, als Hanne uns ans Oberdeck schickte, um zu zeigten, dass wir nicht nur mit ernster Miene, konzentriert unsere Tauchgänge absolvieren können, sondern dabei den Spaß nicht vergessen. Der Arschbombenwettbewerb stand an.

Zum letzten Mal in diesem Jahr traf sich die Gruppe auf der Terrasse am Hotelpool zum Ausfüllen der Logbücher, Tauchgangsprotokolle und TLvD-Gruppenlisten, jedoch nicht um wie gewohnt um 17:10, sondern erst um 18 Uhr. Schließlich sind wir alle offen für Neues.

Zum Abendessen trafen sich diesmal alle, inklusive Hanne und Crew in einem anderen Lokal, um die Neoprenfresstierchen nachhaltig in ihrem Wirken zu unterstützen.

Wir die frischgebackenen TL1, Thomas Schaaf (BTSV), Friedemann Schmidt (BTSV), Stefan Arzberger (WLT), Steffen Messerschmidt (BTSV), Claire Girard (STSB)und frischgekürte TL 0,5 Michael Bleif (STSB), der im Frühjahr noch die Theorie ablegen wird, bedanken uns herzlichst bei Martina, Uwe und Susanne für ihre Betreuung und natürlich auch bei unseren Gästen Jörg, Petra und Tom für ihre moralische Unterstützung.

Text & Bilder: Claire Girard

 

 


Tag 9 - Kas mal anders

Nach der kleinen Feier am Vortag stand fest, dass wir an diesem Tag nicht um punkt 8 am Frühstückstisch erscheinen würden. Also trudelte jeder, wie er gerade wollte beim Frühstück ein. Danach erledigten die einen und anderen, was sie die ganze Zeit schon erledigen wollten und zu dem sie nicht kamen.

Gegen 11 Uhr zogen wir zur Erkundung des Ortes gemeinsam los. Zum Glück haben wir bis dahin nicht gewusst, was wir alles verpasst haben. Das hätte uns den Spaß an der Vorbereitung wahrscheinlich genommen. Am Marktplatz rechts in die kleinen verschlafenen Gässchen und sich einfach treiben lassen, shoppen, Kaffee trinken, die Sonne genießen und die Woche Revue passieren lassen. Das gemeinsame Mittagessen, das diesmal nicht an Bord eingenommen wurde, sondern auf einer Terrasse in einer kleinen Seitenstraße der Fußgängerzone rundete den erweiterten Vormittag ab. Danach mussten noch die Kisten zur Basis zurückgebracht werden. Also zogen wir auch diesmal wieder in der bewährten Wildgansformation gen Tauchbasis los, jeder zwei Plastikkisten in der Hand, die trotz aller Überlegungen NICHT in Seifenkisten umdisponiert wurden.

Auch den Rest des Tages verbrachten wir gemeinsam in Unterhaltungen und Albereien vertieft und genossen den voraussichtlich letzten lauen Abend des Jahres auf Terrassen. Eines steht fest: Wir sehen uns wieder!

 

Claire Girard
Fotos : Petra Weishäupl & Claire Girard