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Tauchausbildung

Impressionen Tauchlehrer-Weiterbildung - Korfu

Hier einige Impressionen vom Ausbilderseminar SK Abnahmeberechtigung "Sporttauchen in Meeresgrotten" auf Korfu vom 18.06. - 25.06.


Tag 1

Es machten sich 11 Teilnehmer (Taucher ** bis TL***) aus verschiedenen Landesverbänden auf nach Korfu, zum VDST Spezialkurs Sporttauchen in Meeresgrotten. Dort angekommen wurden die Teilnehmer vom Lehrgangsleiter Paul Mai VDST/CMAS TL****, Bundesausbildungsleiter Theo Konken VDST/CMAS TL**** und Volkmar Lehner VDST/CMAS TL**** begrüßt.

Nach dem Organisatorischen, wie Einchecken, Gruppeneinteilung usw. ging es für die Teilnehmer bei schönstem Wetter, erst mal zum theoretischen Teil. Dort wurden von Paul Mai die Grundlagen zum Sporttauchen in Meeresgrotten erläutert und verschiedene Skills und Techniken erklärt. Diese fundamentalen Grundlagen dürfen die Teilnehmer am morgigen Sonntag sowie den kommenden Tagen ausgiebig üben, verbessern und üben und verbessern, aber hauptsächlich Spaß haben.

 

Tag 2

Nach unserem gemeinsamen Frühstück machten wir uns alle auf zu unserem ersten Tauchgang .Alle waren ein wenig angespannt. Die Briefings in den Tauchgruppen wurden von  den Teilnehmern selbst gehalten und  von unseren Ausbildern ergänzt oder, wo es nötig wurde, korrigiert.

Der erste Tauchgang selbst, war für „ALLE“ ein besonderes Erlebnis. Entsprechend freudig, aber auch gelassen, verlief die Rückfahrt in den Hafen. „WIR“ haben unseren ersten Tauchgang in Meeresgrotten gemacht.

Am frühen Nachmittag machte sich unsere Truppe auf zum zweiten Tauchgang des Tages. Nur dieses Mal waren die Teilnehmer deutlich entspannter und relaxter. So wurde es für die Teilnehmer ein genussvoller und entspannter Tauchgang in einer schönen Meeresgrotte.


Tag 3

Bei Sonnenschein und voller Vorfreude auf den heutigen Tag haben wir uns alle um 9:30Uhr an der Basis getroffen. Trotz des Briefings am Vortag, bezüglich unseres ersten Tauchganges für den heutigen Tag, mussten wir nach dem Briefing auf Grund der Wetterlage umdisponieren und einen anderen Tauchplatz wählen, da am gewählten Tauchplatz die Wetterlage keine Ausbildung zu- gelassen hätte.

Nach der kleinen Planänderung ging es sodann zu unserem neu anvisierten Tauchplatz „Odysseus-Fels“. Dieser führte uns in eine Meeresgrotte, welche ihren Eingang  in 40m Tiefe hat. Das Eintauchen in diese Grotte gestaltete sich nicht sonderlich schwierig, da man schließlich partnerweise eintauchen konnte. Im Inneren wurde die Formation der Gruppe dann wie gebrieft aufgelöst, da der Ausgang der Grotte nur einzeln durchtaucht werden konnte. Dabei machten die Gruppenführer jeweils den Anfang und die Ausbilder verließen die Grotte als Letzte. Das Durchtauchen dieser Grotte war von der Schwierigkeit her nicht sehr hoch, jedoch die Tiefe von 40m sowie die für den Tauchplatz ungewohnt kühle Temperatur und Sicht, ließen den Anspruch dann doch noch steigen. Außerhalb dieser Grotte trafen wir auf Barrakudas, die Max-Hahn Tafel, große Steckmuscheln uvm..

Nach unserer Oberflächenpause inklusive Briefing ging es dann am Nachmittag zur „Sonntagshöhle“. Das für uns Besondere war, dass diese aus mehreren Kammern besteht und teilweise ein Auftauchen im Inneren erlaubte. Hier gibt es zum Teil mit Luft gefüllte Hohlräume, in denen man die draußen herrschende Dünung spüren konnte. Im Bereich der ersten Kammer kann man noch von einer Meeresgrotte sprechen, wobei die zweite und letzte schon einer Höhle gleicht. Hier hieß es dann Licht aus und die Dunkelheit wirken lassen. Eine neue Erfahrung - das Dunkle war „greif- und hörbar“. Diese neue Erfahrung werden alle Teilnehmer mitnehmen. Nach dem Austauchen aus der Sonntagshöhle und auf dem Rückweg zum Boot wurden dann noch ein paar Übungen (Luftsharing, Wechselatmung und andere) durchgeführt. An unserem Tauchboot angekommen, durften wir uns bei höherem Wellengang ins Boot kämpfen und traten freudig, mit vielen neuen Eindrücken den Weg zum Hafen an.

Ein außergewöhnlicher und ereignisreicher Tag für uns geht zu Ende.


Tag 4

Nach dem ereignisreichen gestrigen Tag, trafen sich die Teilnehmer gut gelaunt und voller Vorfreude auf die nächsten Tauchgänge an der Basis. Der aufgestellte Plan für den heutigen Vormittag lautete: Durchtauchen der „Dukatenhöhle“ und der „Fledermaushöhle“. Also anrödeln und ab auf das Boot. Nach circa 45 Minuten Fahrzeit kamen wir dann auch wohlbehalten und gut durchgeschaukelt an unserem Tauchplatz an. Jetzt hieß es für alle: über Bord und abtauchen. Um den Einstieg in die Dukatenhöhle zu erreichen, mussten die Teilnehmer und Ausbilder auf 30+m abtauchen. Dort fanden wir dann den Eingang vor - dieser unterschied sich jedoch gewaltig von den bisherigen Eingängen. Hier musste jetzt nacheinander, also hintereinander, eingetaucht werden.  Ein Eintauchen neben- oder übereinander war hier nicht möglich. Auch im Inneren waren die räumlichen Verhältnisse so, dass wir hintereinander tauchen mussten. Hier zahlte sich nun das Training und die Ausbildung der vergangenen Tage aus. Alle kamen mit der Höhle zurecht und am Ausgang sah man strahlende Gesichter aus der Höhle austauchen.

Auf dem Rückweg zum Boot machten dann die einzelnen Gruppen noch einen Abstecher in die Fledermaushöhle, die im Inneren ihrem Namen alle Ehre machte. Im oberen, luftgefüllten Teil der Höhle waren Fledermäuse anzutreffen, die sich aber durch uns Taucher nicht im Geringsten beeindrucken ließen. Danach hieß es dann bei ruhiger See wieder ins Boot und zurück zur Basis.

Für den Nachmittag waren das „Blue Eye“ und das „Super Blue Eye“ geplant. Bereits  während der Fahrt zum Tauchplatz ließ sich erahnen, dass auf Grund des Wellenganges hier und heute keine gesicherte Ausbildung stattfinden konnte. Daher verlegten wir unser Tauchziel kurzerhand zum Odysseus Felsen, den wir auch gestern schon betauchen durften. Ja, wenn Plan A nicht funktioniert, ist es immer gut, einen Plan B zu haben. Dort angekommen wiederholten wir im Prinzip den gestrigen Tauchgang. Dieser Tauchgang machte allen Beteiligten viel Spaß und es ging gut gelaunt zurück zur Basis.

Ein weiterer schöner und ereignisreicher Tag neigt sich seinem Ende entgegen.

Am Abend sahen wir uns gemeinsam das Spiel Deutschland gegen Nordirland an und freuten uns über den Erfolg der deutschen Mannschaft.


Tag 5

Mit der Hoffnung, dass uns Poseidon heute wohlgesonnen ist, machten wir uns  erneut auf den Weg, den Tauchplatz anzufahren, den wir gestern nicht betauchen konnten. Am Tauchplatz angekommen herrschte zwar noch immer eine stärkere Dünung vor, jedoch wesentlich schwächer als gestern. So ging es für die einzelnen Gruppen zügig ins Wasser. Jetzt endlich durften wir in der „Blue Eye“ genannten Höhle zeigen was wir gelernt haben. Nach dem Eintauchen in die Höhle wurde jedem einzelnen Teilnehmer klar, dass hier wird kein Spaziergang. Aber unsere Ausbilder haben uns genau darauf vorbereitet. Enge Gänge zum Tauchen, Engstellen zu passieren, senkrechte Auf- und Abstiege, kurzum das volle Programm aus allen anderen Höhlen in Einer! Dann zum Ausgang getaucht und jeder wusste spätestens jetzt woher der Name „Blue Eye“ stammt. Der Blick aus der Höhle ins offene Meer sah aus wie der Blick in ein großes blaues Auge. Beschreiben kann man diesen Anblick wohl kaum. Man muss es mit eigenen Augen gesehen haben.

Nun hieß es für alle Teilnehmer bei schwerem Wellengang wieder an Bord unseres Tauchbootes zu gehen, was natürlich auch allen gelang. Auf der Rückfahrt zur Basis sah man auf dem Boot nur zufriedene Gesichter.

Unser zweiter Tauchgang sollte wieder das „Himmelsloch“ werden. Denn bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein war dieses Highlight ein Wunsch aller Teilnehmer. Es ist sicher eine einfach zu betauchende Grotte, in der man von unten das Farbenspiel des sich im Wasser brechendes Licht  genießen kann.  Hier trifft die Theorie, die wir bei unserer ein und zwei Stern – Ausbildung gelernt haben, auf die reale Praxis. Anschließend erkundeten wir noch den Bereich um die Grotte und fuhren mit strahlenden Gesichtern zurück zur Basis.

Wenn auch DU diese wundervollen Anblicke genießen möchtest, können wir dir nur empfehlen, diesen Spezialkurs „Tauchen in Meeresgrotten“ zu besuchen.

Für den restlichen Tag, stand noch etwas Kultur, wie der Besuch des nahegelegenen Klosters an. Ein paar unersättliche Teilnehmer machten nach dem Abendessen noch einen Nachttauchgang in der Bucht vor der Tauchbasis. Ein schöner Abschluss des Tages mit Bärenkrebsen, Drachenköpfen und Oktopussen.


Tag 6

Heute ist leider unser letzter Wassertag und unsere Ausbilder haben uns ein besonderes Schmankerl für diesen Tag aufgehoben.

Die Tauchgeräte bleiben heute mal an der Basis, denn es ist Sporttauchen in Meeresgrotten im Apnoemodus angesagt. Also alle an Bord eines schnellen Bootes und es geht zur Neptunhöhle. Das Mittelmeer zeigt sich heute von seiner besten Seite, denn das Meer ist spiegelglatt. An unserem Ziel angekommen, heißt es ab ins Wasser.

Schon kurz nach dem Eingang kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Formen und Farben wie aus einer anderen Welt, ein Schauspiel was noch keiner von uns Teilnehmern in dieser Art und Weise gesehen und erlebt hat. Vorsichtig bewegen wir uns weiter in der Höhle, von Kammer zu Kammer. Jede einzelne Kammer, jeder einzelne Gang scheint eine Traumwelt zu sein. Wir haben auch einige Bilder gemacht, jedoch lässt sich diese faszinierende, malerische, bizarre und schöne Welt nicht einfangen. Man muss es selbst erlebt haben und die Zeit verflog so schnell und wir mussten wieder zurück zum Boot und zur Basis. Doch schon auf der Rückfahrt war klar, einige von uns werden wieder kommen, bestimmt schon im nächsten Jahr.

An der Basis war dann geschäftiges Treiben, Spülen und Trocknen der Ausrüstung, Logbücher schreiben, Adressen austauschen und vieles me(e)hr.

Abends ging es dann für den gesamten Lehrgang in ein kleines Nachbardorf zum gemeinsamen Abendessen. Hier bekamen die Teilnehmer dann ihre Teilnahmeurkunden, Brevets und natürlich auch Abnahmeberechtigungen. Es wurde dann auch ordentlich gefeiert.

Wir können nun auf eine ereignis- und lehrreiche Woche zurück blicken, eine Woche die viel zu schnell verging. Es bleibt uns nur noch mal „Danke“ zu sagen, Danke an unsere Ausbilder Paul Mai, Theo Konken und Volkmar Lehner sowie das Team von Korfu Diving. Aber auch ein großes Dankeschön an die Frauen unserer Ausbilder, ohne die ein solcher Kurs nicht möglich gewesen wäre.

Wenn du lieber Leser das Ganze auch mal so erleben möchtest, wie wir es diese Woche durften, solltest du dich schnell anmelden. Die Plätze sind begrenzt denn es könnten auch bei dem nächsten Seminar Wiederholungstäter dabei sein.

Viele Grüße aus Korfu!