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Tauchausbildung

Erster Tag – zur Eingewöhnung

Nachdem wir gestern Abend alle heil aus Frankfurt  und Hannover über Karlsruhe/Baden-Baden angekommen sind und uns mit dem Abendessen beeilen mussten, wurde es heute spannend.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Paul Mai für die gute Organisation und die Auswahl des schönen Hotels!

Erst konnten wir noch in aller Ruhe frühstücken und haben uns um 10:00 Uhr an der Basis gesammelt. Dort hat Theo uns offiziell begrüßt und nach einer Einweisung der  Basenleiter von Extra Divers Sandra und Jens ging es endlich aufs Boot. Der Kapitän hat uns nach Ras al Arab gefahren und auf dem Weg dorthin wurden wir von den Doktoren in die vorhandenen Rettungsmittel eingewiesen.

Als erstes stand nun Schwimmen auf dem Programm. Das haben wir alle geschafft und wir konnten  tauchen gehen. Nachdem Atmen ohne Maske  und Bleicheck an der Oberfläche  geprüft waren,  sind wir abgetaucht. Alle berichteten, dass bei diesem ersten Tauchgang der Luftverbrauch enorm war. Die Aufregung spiegelte sich hier wieder.

Glücklich und zufrieden waren wir um 16:00 Uhr zurück im Hafen und der Tag konnte nochmal aufgearbeitet werden.


Zweiter Übungstag

Heute Morgen küsste uns die Sonne wach und nach dem Frühstück ging es um 9:00 Uhr aufs Boot. Beim ersten Tauchgang stand Aufstieg ohne Flossennutzung aus maximaler Tauchtiefe auf dem Plan. Als Zusatzaufgabe haben sich unsere Ausbilder das Boje setzen mit Ausatemluft bei abgegebenem Hauptatemregler ausgesucht. Zum Erstaunen vieler klappte diese Übung gut.

Nach einem ausgezeichneten Mittagessen an Bord ging es nach Abu Haschisch, eine wunderschöne Lagune nördlich von Makadi Bay. Dort folgte ein entspannter und fischreicher Tauchgang, an dessen Ende die Rettung eines handlungsunfähigen Tauchers demonstriert wurde.

Bei diesen beiden Tauchgängen haben wir einen großen Napoleon, eine Stachelmakrele, Blaupunktrochen, Warzenschnecken, eine großen freischwimmende Muräne und Schwärme von Trompetenfischen und Barakudas gesehen.

Ein weiteres Highlight des Tages: Wir haben ein Geburtstagskind. Es ist Marco. Am Abend haben wir an einem blumengeschmückten Tisch gesessen und die Kellner haben unter Tanz und Musik Kuchen serviert.


3. Tag

Da die beiden Tauchplätze weiter von der Basis weg lagen und die Extra 1 1 ½ Stunden unterwegs war, haben die Ausbilder Sina Kreicher von Dolphin Wath Alliance eingeladen. Wir hörten Interessantes und Kurzweiliges über ihr Projekt (weitere Infos unter www.dolphinwatchalliance.org).

Neptun meinte es einerseits gut mit uns, beide Tauchplätze waren wunderschön. Andererseits brachte er das Meer so in Wallung, dass es einigen von uns nicht wirklich gut ging.

Am ersten Tauchplatz erwartete uns ein tiefer Drifttauchgang mit Aufstieg unter Wechselatmung. Teilweise hatten wir eine „mitreißende“ Strömung.

Den zweiten Tauchplatz machten wir an einem gutbesuchten Platz wo mehrere Korallenblöcke bis kurz unter die Wasseroberfläche reichen. Neben der allseits beliebten Fuchsjagd stand die Orientierung ohne technische Hilfsmittel auf dem Programm. Hierbei führten uns die Ausbilder um die Blöcke und wir durften unsere Orientierung unter Beweis stellen. Bei der Suche nach dem Boot halfen uns die Seenadeln, Igelfische, Muränen, Rotfeuerfische und vieles mehr nicht wesentlich weiter, waren aber nett anzusehen.

 

4. Tag

Heute Nachmittag konnten wir die Früchte unserer Ausbildungs- und Übungstauchgänge ernten. Aber alles der Reihe nach:

Nachdem uns gestern der Wind und die Wellen zugesetzt hatten, war heute die kurze Fahrt zu den Tauchplätzen deutlich angenehmer und entspannter.

Für den letzten Übungstauchgang stand ein Tieftauchgang mit anschließendem Luftmanagement an, bei welchem uns unsere Ausbilder mit Konzentrationsübungen bis zum Erreichen der Deko unterhielten.

Aufgrund dieses Tauchgangs fiel die Oberflächenpause diesmal ein wenig länger aus und wir konnten nach dem hervorragenden Essen an Bord die Sonne genießen…

Mit Halbzeit waren die Übungstauchgänge beendet und die Prüfungen beginnen. Im ersten Tauchgang durften wir die vorbildliche Rettung eines verunfallten Tauchers demonstrieren. Trotzdem hatten wir Zeit das schöne Riff zu erkunden. Nach Sicherheitsstopp und Austauchen wurde der zügige Transport zum Boot abgenommen.

Theo hat uns dann gezeigt, wie unser geretteter Taucher mittels Feuerwehrstek sicher an Bord gebracht werden kann. Was wir sogleich ausprobieren beziehungsweise am eigenen Leib erfahren konnten


Impressionen von Tag 5


Impressionen von Tag 6


7. und letzter Prüfungstag


Nachdem wir uns bei einigen Luftverbrauchsberechnungen noch mal klar gemacht haben, wie schnell man die Luft in großer Tiefe verbraucht und wie viel Luft für den Aufstieg benötigt wird, stand gleich ein tiefer Tauchgang mit geplanten Dekopausen an. Nach kurzer Fahrt innerhalb der Makadi-Bucht (nur wenige Minuten) erreichten wir unseren Tauchspot Fort Arabesque. Zügig ging es ins Wasser und auf Tiefe. Obwohl es die letzte Prüfung war, berichteten alle Gruppen von einem ruhigen und schönen Tauchgang. Das maritime Leben präsentierte sich genauso vielfältig wie an den Tagen zuvor.


Nach einer kurzen Mittagspause fuhren wir zurück zum Steg. Dort endete der offizielle Prüfungsteil. Jetzt übernahmen wir Teilnehmer die Regie: Es wurde wie üblich ein TLvD und ein Referent bestimmt, und wir luden die Ausbilder zu einem weiteren Tauchgang ein. Zu deren Überraschung nahmen wir eine große Amphore mit der Gravur „VDST Prüfung TL 1/2 2015“ an Bord. Beim Abschlusstauchgang versenkten wir sie am neuen Hausriff der Extra Divers. Bei etwas schlechterer Sicht als gewohnt teilten sich die drei Tauchgruppen auf, um das neue Riff zu erkunden. Hier offenbarten sich uns viele neue Riffstrukturen mit interessanten Eindrücken und vielfältiger Fauna. Nach etwa 50 Minuten waren alle wohlbehalten und mit neuen Eindrücken zurück an Bord. Wir hoffen, dass Jens, der Tauchbasenleiter, unsere Erkundungsergebnisse in eine sinnvolle Tauchplatzbeschreibung einfügen kann. 


Theo ließ durchblicken, dass alle das Ausbildungsziel erreicht haben.

So konnten wir  dann bei einem schönen Abschlussabend an der Tauchbasis der Extra Divers in angenehmer Atmosphäre unsere Urkunden entgegen nehmen. Auch die hervorragende Tauchbasis als VDST-Divecenter wurde von Theo Konken ausgezeichnet. 

Wir Teilnehmer bedanken uns herzlich bei den Ausbildern Theo Konken, Volkmar Lehnen, Dr. Uwe Hoffmann,  Peter Bredebusch und den Ärzten Dr. Martin Frommhold und Dr. Jördis Dreckschmidt-Schlichting für die gute Atmosphäre während dieser Woche.

Teilnehmer: Frank Stork, Jürgen Comtesse, Andreas Schwarz, Odo Lütje, Hannes Köhler, Christoph Allard, Robert Bank, Nadine Trenz (alle TL2), Marco Medam und Martje Schmidt (beide TL1).


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Fotos: Theo Konken, Volkmar Lehnen und Uwe Hoffmann