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Tauchausbildung

Tag 9

Nach acht Tagen Tauchlehrerprüfung konnten sich die frisch ernannten VDST-TL heute entspannen. Es standen zwar Tauchgänge auf dem Programm, die aber "touristisch" durchgeführt wurden: kein TLvD, keine Referate, keine Briefings, kein Prüfungsstress... das Kommando auf dem Schiff übernahm heute die ORCA Dive Club-Leitern Susi und die Gruppe konnte sich auf die Fun-Tauchgänge freuen.

Die Tauchgänge fanden heute bei "Ras Abu Soma" und beim "Abu Soma Garden" statt. Jeder konnte sich im Gegensatz zu den vergangenen Tagen seinen Buddy aussuchen. Die Tauchgänge waren sehr entspannt und die große Korallen- und Fischvielfalt war wieder spektakulär: Muränen, Steinfische, Drücker, Anemonenfische, Papageienfische und viele weitere Meeresbewohner tummelten sich an den Tauchspots.

In der Mittagspause gab es keine Briefings, sondern die Zeit konnte zum Ausruhen genutzt werden. Kurz vor der Ankunft an der Basis überraschten Kapitän Hassan und seine Mannschaft die Gruppe noch mit einem "TL-Kuchen", der wie das Essen über die gesamten Tage hinweg sehr lecker war. Kurze Zeit später verließ die Gruppe das Schiff und wird die letzten Tage in guter Erinnerung behalten.

Weitere Unterwasserfotos werden am Dienstag noch nachgereicht.

Briefing von Rashidy / Foto: VDST
Mittagessen / Foto: VDST
Mittagsruhe statt Referate / Foto: VDST
Sprung vom boot ins Wasser / Foto: VDST
Burkhard und Florian / Foto: VDST
Elmar / Foto: VDST
Helen / Foto: VDST
Andreas / Foto: VDST
VDST-Taucher / Foto: VDST
"Schoppi" / Foto. VDST
Nicole und Lena / Foto: VDST
Fischschwarm / Foto: VDST
Muräne / Foto: VDST
Überraschung / Foto: VDST
Der TL-Kuchen / Foto: VDST
 
 

Tag 8

Obwohl die Gruppe wieder startbereit um 8.30 Uhr auf dem Schiff war, verzögerte sich die Abfahrt um eine halbe Stunde. In Ägypten bekommen die Dive Center nicht die Ausfahrtserlaubnis für ein ganzes Jahr, sondern das Boot muss vor jedem Auslaufen warten, bis ein Offizieller der Hafenbehörde die Ausfahrlizenz ausstellt. Wenn das eigene Boot also das letzte ist, das kontrolliert wird, wie bei uns heute der Fall, kann es also zu Wartezeiten kommen…

An Bord war heute Nicole die TLvD des ersten Tauchganges und Thorsten Knoll hielt das Referat. Da aufgrund der relativ hohen Windgeschwindigkeiten von 5 bft nicht klar war, welcher Tauchspot angefahren werden konnte, erläuterte Thorsten also die erste Tauchübung: „Aufstieg aus einer Tiefe über 40m ohne Flossenbenutzung“. Diese Übung war auch schon Bestandteil eines Vorbereitungstauchganges und dementsprechend wussten die Teilnehmenden auch schon, was auf sie zu kam, aber Thorsten gab trotzdem noch einige interessante Hinweise zur Übung.

Danach stand fest, dass es zum Panorama Reef ging und Nicole beschrieb das Gebiert, die Tauchtiefen und die Gegebenheiten. Der Wind blies jetzt schon mit 6 bft und das Schiff schwankte schon merklich, so dass einigen Teilnehmenden ein wenig flau im Bauch wurde. Ein guter Grund für Ausbilder Reiner noch spontan ein Kurz-Referat über Windstärken einzuschieben.

Danach ging es ins Wasser und nach der Übung wurde noch das Panorama Reef erkundet. Dieses Gebiet war wieder spektakulär, ein Highlight war auch noch ein riesiger Fischschwarm.

Das Boot blieb am gleichen Ankerpunkt liegen und nach dem Mittagessen übernahm Thorsten Schenk-Trautmann das Kommando als TLvD, teilte die Gruppen ein und Sönke hielt anschließend ein Referat über das Panorama Reef unter touristischen Aspekten. Zusätzlich zum Tauchgang gab es natürlich noch eine Zusatzaufgabe: „Boje setzen unter Wechselatmung“. Hierbei sollte der Sicherheitsstopp unter Wechselatmung durchgeführt werden und der Luftgeber sollte die Boje setzen.

Einmal im Wasser wurde zuerst die Steilwand erkundet, dann umgedreht und in Richtung Anemonen-Feld getaucht. Als sich die Gruppen trafen, versuchten die Ausbilder unbemerkt die Gruppen zu wechseln, was aber sehr schnell von den Gruppenführern erkannt wurde. Danach konnten sich alle meist ungestört das wunderschöne Anemonen-Feld anschauen. Dann war auch schon Zeit, die Boje zu setzen und wieder an Boot zu gehen. Die Rückfahrt war wieder eine wackelige Angelegenheit, aber alle erreichten wieder sicher den ORCA Dive Club.

Folgende Teilnehmende nahmen dann am Abend die TL-Urkunde in Empfang:

TL2

Andreas Müller, TSC Kalypso Groß-Gerau, HTSV
Dennis Wütscher, TC Nautilus, HTSV
Helen Krippner, TC Nautilus, HTSV
Holger Schlepple, TCA Sindelfingen, WLT
Lena Meyer, Calwer Tauchclub, WLT
Nicole Stens, TSC Essen, TSV NRW
Sandra Ferrari, TWC Delphin Kassel, HSTV
Sönke Schippmann, TSC Bremen, LTV Bremen
Thorsten Schenk-Trautmann, TCA Sindelfingen, WLT
Fred Walter Schank, TC St. Wendel, STSB (Cross Over)


TL3

Dörte Papendieck, TC Seestern Braunschweig, TLN
Elmar Walhorn, TC Seestern Braunschweig, TLN

Briefing Nicole / Foto: VDST
Briefing Thorsten Schenk-Trautmann / Foto: VDST
Briefing Sönke / Foto: VDST
Unter Wasser am Panorama Reef 1 / Foto: VDST
Unter Wasser am Panorama Reef 2 / Foto: VDST
Unter Wasser am Panorama Reef 3 / Foto: VDST
Unter Wasser am Panorama Reef 4 / Foto: VDST
Unter Wasser am Panorama Reef 5 / Foto: VDST
Unter Wasser am Panorama Reef 6 / Foto: VDST
Lena und Sönke / Foto: VDST
Helen und "Andrea" / Foto: VDST
Schoppi / Foto: VDST
Anemonen-City 1 / Foto: VDST
Anemonen-City 2 / Foto: VDST
Die Urkundenfeier / Foto: VDST
Ein Danke an das Team des ORCA Dive Club / Foto: VDST
Kurz vor der Urkundenübergabe / Foto: VDST
Geschafft! / Foto: VDST
Ein Dankeschön für die Ausbilder / Foto: VDST
Erbarme, zu spät, die Hessen kommen / Foto: VDST
Die neue TLN-TL2 Nicole mit ihrem LAL Reiner / Foto: VDST
Die neuen WLT-TL2
 
 

Tag 7

Der erste Tagespunkt am zweiten Prüfungstag auf dem Boot war nicht wie immer das Briefing, sondern es wurde unserem Ausbilder Frank, vielen auch bekannt unter „Schoppi“, ein Geburtstagständchen gesungen. Nach den Glückwünschen übernahm der TLvD des ersten Tauchganges Holger das Kommando. Aufgrund der Wettervorhersage – der Wind hatte merklich zugenommen – wurde nicht Shaab Quais angefahren, da es dort keinen geschützten Ort für das Schiff gab, sondern es ging zum Middle Reef. Leider erfuhr die Gruppe auch, dass zwei Prüflinge aufgrund von gesundheitlichen Problemen nicht mittauchen konnten. Wir hoffen, dass es morgen besser geht und unser Arzt Konrad dann das „OK“ zum Tauchen geben kann.

Während des Briefings „störten“ wieder einige Delphine, die aber wie schon gestern zum Leid der Gruppe das Boot nicht bis zum Tauchspot begleiteten. Holger erklärte der Gruppe, wie das Middle Reef aufgebaut war und auf was es bei der Prüfungsübung am heutigen Tag ankam. Er wurde unterstützt von Andreas, der ein Kurz-Referat dazu hielt.

Heute war wie am dritten Tag die „Fuchsjagd“ dran, diesmal aber mit verschärften Regeln. Der Abstand zwischen den beiden Gruppen war mindestens 15m (beim Vorbereitungstauchgang noch 10m) und wenn der hintere Taucher den vorderen Taucher erreicht hatte – natürlich unter Absicherung eines dritten Tauchers – und das Zeichen für „Ich habe keine Luft mehr!“ gab,  wurde der Tauchgang nicht einfach am zweiten Oktupus fortgesetzt, sondern die beiden Partner mussten dann für. fünf Minuten per Wechselatmung den Tauchgang fortsetzen.

Der Tauchgang war zusätzlich ein Drop-Off-Tauchgang, bei dem die Gruppe wieder bei fahrendem Boot ins Wasser springen und den Weg zum Ankerplatz finden musste. Erschwerend kam hinzu, dass das Middle Reef, ein großer Korallenwald, auch wie ein Schweizer Käse aussieht, d.h. das Riff ist sehr zerklüftet und die Orientierung fällt somit schwer. Hier half den Prüflingen der Kompass, der alle Teilnehmer sicher zurück zum Boot leitete. Die Gruppen meisterten alle Prüfunger und bekamen dies dann auch beim Debriefing mitgeteilt.

Durch das Mittagessen gestärkt und den erfolgreichen ersten Tauchgang motiviert ging es zum Briefing des zweiten Tauchganges. TLvD war Lena, das Kurz-Referat zur Prüfungsaufgabe „Rettung eines verunfallten Tauchers“ hielt Holger. Wie auch schon beim Vorbereitungstauchgang mussten alle Teilnehmenden nach einem 40-minütigem Tauchgang durch das Middle Reef die Rettung eines bewußtlosen Tauchers demonstrieren. Der letzte Rettungsaufstieg erfolgte mit Sicherheitsstopp bis zur Wasseroberfläche und danach wurde der „Verunfallte“ bis zum Boot transportiert. An Bord gab VDST-Arzt Konrad jeder Gruppe eine spezielle Situation vor, an der die Gruppe dann die Rettungskette mit HLW-Maßnahmen simulieren musste. Auch hier gab es bei den Gruppen keinen Anlass für Beanstandungen und so bestanden sie die Prüfungsaufgabe.

Nach der Rückfahrt zum ORCA Dive Club überraschte die Gruppe das Geburtstagskind mit einem großen Geburtstagskuchen, den die ORCA Dive Club-Leiterin Susi netterweise für uns organisiert hatte. (Dafür nochmal Danke von Schoppi)

Briefing mit Holger / Foto: VDST
Briefing mit Lena / Foto: VDST
Abschleppübung / Foto: VDST
Florian unter Wasser / Foto: VDST
Alles gut! / Foto: VDST
Mittagessen / Foto: VDST
Rettungsübung Gruppe 1 / Foto: VDST
Rettungsübung Gruppe 3 / Foto: VDST
Rettungsübung Gruppe 2 / Foto: VDST
Die Ausbilder / Foto: VDST
Geburtstagskuchenschneider / Foto: VDST
Der Geburtstagskuchen schmeckt / Foto: VDST
 
 

Tag 6

Die heutigen Tauchgänge waren die ersten Prüfungstauchgänge.

Während zwei Teilnehmende bei einigen Vorbereitungstauchgängen aufgrund gesundheitlicher Probleme pausieren mussten, waren glücklicherweise heute alle gesund und konnten an den Prüfungstauchgänge teilnehmen.

 

TLvD beim ersten Tauchgang war Thorsten Knoll, der das Briefing zum ersten Tauchspot "Abu Kafan" ("Vater der Tiefe", da hier die tiefste Stelle um Safaga zu finden ist) übernahm. Dennis hielt dann noch das Kurz-Referat zum Thema "Luftverbrauchsberechnung für einen Tauchgang" und schon ging es mit der Prüfung los. Die Prüfungsaufgabe am Vormittag lautete "Tieftauchgang mit Luftmanagement". Vor dem Tauchgang musste von allen Tauchern eine Luftverbrauchsberechnung durchgeführt werden. Der Tauchgang startete dann mit einem freien, senkrechten Abstieg auf über 40m, wo verschiedene Übungen durchgeführt werden mussten, bis die Tauchcomputer eine Dekompressionspflicht anzeigten. Nun gab der Ausbilder das Zeichen zum senkrechten Aufstieg bis auf 20m und von da an wurde der Tauchgang entlang des Riffes fortgesetzt. Ein weiteres Element des Tauchganges war das Ziel, mit 50 Bar Restdruck in der Flasche wieder an Bord zu kommen.

 

Der Tauchgang entlang des Riffes wurde von allen genossen und neben Haien (leider kein Bild), Steinfischen, Muränen und Drachenköpfen konnte noch eine unglaubliche hohe Anzahl an bunten Fischen in verschiedensten Größen rund um das Korallenriff bestaunt werden. Dem nicht genug: kurz nachdem alle wieder an Bord waren, umrundeten Delphine das Schiff, welche sich aber nur schwer fotografieren ließen. Des Weiteren wurde auch noch eine Schildkröte vom Boot aus gesichtet.

 

Da die Bewertungen bei TL-Prüfungen schon kurz nach den Tauchgängen mitgeteilt werden, wussten alle, dass sie diese Übung bestanden hatten. Ein guter Start also, der ein positiver Ansporn für den zweiten Tauchgang war.

 

Der Tauchspot wurde beibehalten und nach dem Mittagessen stellte die neue TLvD Helen die Prüfungsaufgabe für den Nachmittag vor: "Aufstieg unter Wechselatmung". Ein Referat von Thorsten Schenk-Trautmann zum gleichen Thema rundete das Briefing ab. 

 

Im Wasser startete die Aufgabe in 35m Tiefe und wurde paarweise durchgeführt. Auf 25m musste gestoppt und dort die Wechselatmung weitere zwei Minuten fortgesetzt werden. Danach wurde gewechselt, so dass das zweite Paar die Übung mit Aufstieg bis auf 15m durchführen konnte, im Anschluss wurde der Tauchgang fortgesetzt. Als alleiniges Tauchboot am Spot konnte die Pracht der Unterwasserwelt erlebt werden, neben den schon beschriebenen kleinen und größeren bunten Fischen wurde auch eine Riesenmuräne gesehen. Die Delphine waren aber leider schon weitergezogen und ließen sich leider unter Wasser nicht mehr blicken. Beim Debriefing an Bord mussten sich dann die Prüflinge gegenseitig beurteilen, als wäre der Tauchgang ein Vorbereitungstauchgang für TL1-Anwärter. Auch der zweite Prüfungstauchgang wurde von allen Prüflingen erfolgreich absolviert.

Der Tagesrückblick wurde wieder an Board gehalten, um so die TL-Anwärter für den nächsten Prüfungstag vorzubereiten.

Briefing Abu Kafan / Foto: VDST
Briefing Gruppe 1 / Foto: VDST
Briefing Gruppe 2 / Foto: VDST
Knotenübungen / Foto: VDST
Drachenkopf (grün) / Foto: VDST
Fischvielfalt am Abu Kafan 1 / Foto: VDST
Fischvielfalt am Abu Kafan 2 / Foto: VDST
Muräne / Foto: VDST
Steinfisch (auf orangener Koralle) / Foto: VDST
Debriefing / Foto: VDST
 
 

Tag 5

Nach einem reichhaltigen Frühstück stach die Gruppe wieder mit der "Amira Star" in See. Das Ziel war das Wrack der "Salem Express". Die Salem Express war ein ägyptisches Fährschiff, das 1991 sank. Die Salem Express liegt heute etwa 1,5 Bootsstunden südöstlich von Safaga entfernt in einer Tiefe zwischen 11 und 32 Metern auf der Steuerbordseite. Aus Rücksichtnahme auf die Angehörigen der Toten dieses grossen Unglücks ist es zu unterlassen, in das Wrack hinein zu tauchen.

Auf diesen Aspekt legte Fred, der das heutige Referat über das Wracktauchen hielt, viel Wert. Weiterhin erklärte er der Gruppe, welche Gefahren beim Erkunden eines Wrackes auftreten können und worauf man besonders achten muss. Danach war Sönke als TLvD an der Reihe. Anhand einer Skizze des Wracks beschrieb er den Tauchgang und die heutige Übung „Wracktauchen“. Kurz darauf wurde der Tauchplatz erreicht und die drei Gruppen gingen auf Tauchstation. Der Tauchgang gefiel allen Teilnehmenden sehr gut und auch die Ausbilder waren zufrieden.

Die obligatorische Mittagspause wurde mit der Fahrt zum nächsten Tauchplatz verbunden. Diese Pause verkürzte der Ausbilder Reiner jedoch ein wenig und hielt ein Referat zum Thema „Recht beim Tauchen“. Er gab danach an Sandra weiter, die TLvD des zweiten Tauchgangs. Sie beschrieb der Gruppe dann das Tauchrevier des zweiten Tauchgangs, während Andreas danach dann die dazugehörige Übung erklärte.

Die Gruppe musste sich den Liegeplatz des Bootes merken und wurde dann zum Einstiegspunkt gefahren. Die Teilnehmenden mussten bei diesem „One-Way“-Tauchgang vom Schiff ins Wasser springen und ohne Kompassnutzung den Weg zurück zum Liegeplatz finden. Zusätzlich dazu musste noch eine Boje gesetzt werden, die ausschließlich mit dem Inflator gefüllt werden durfte, und schließlich musste die Maske mit einer Hand abgenommen und wieder aufgesetzt werden. Zum Glück fand jede Gruppe ohne Probleme den Weg zurück zum Schiff und meisterte auch die beiden anderen Übungen.
Alles in allem gelang es den Ausbildern mit diesem erfolgreich verlaufenden Tag, der zugleich der letzte Tag der Vorbereitungstauchgänge war, einen positiven Punkt für die morgen anfangenden Prüfungstauchgänge zu setzen.

Unser Boot, die "Amira Star" / Foto: VDST
Briefing von Sören / Foto: VDST
Briefing von Sören / Foto: VDST
Salem Express - Schornstein / Foto: VDST
Briefing von Sandra / Foto: VDST
Zuhörer beim Briefing / Foto: VDST
Bewachsene Schiffsschraube / Foto: VDST
Korallen 1 / Foto: VDST
Korallen 2 / Foto: VDST
Boie setzen / Foto: VDST
 
 

Tag 4

Nach einem bewölkten Nachmittag am gestrigen Tag war am heutigen Morgen keine Wolke am Himmel. Entsprechend motiviert wurde das Tauchboot "Amira Star" mit der Tauchausrüstung wieder pünktlich um 8.15 Uhr betreten und ca. 15 Minuten später nahm die "Yacht" Kurs auf den ersten Tauchspot „Ras Abu Soma", ein Korallenriff vor Soma Bay. Heute hatten wir zwei Gäste an Bord, die ORCA-Dive Club-Leiterin Susi und deren Tauchguide Katrin. Beide sind mitgetaucht und haben netterweise Bilder und Videos gemacht, von denen einige auf der Facebookseite des ORCA Dive Clubs Safaga angeschaut werden können.

Während der Fahrt zum Riff erklärte Fred, der heutige TLvD, was die TL-Anwärter am ersten Tauchspot "Ras Abu Soma" erwartete und welche Besonderheiten es am Riff gab. Hilfreich zur Seite stand ihm, wie auch gestern schon, der heimische ORCA-TL Rashidy, der das gesamte Tauchrevier rund um Safaga natürlich wie seine „Osten“-Tasche kennt. Danach übernahm Elmar und erklärte die heutige Übung: Aufstieg ohne Flossenbenutzung aus 40 m Tiefe, also nur durch Einatmen wurde die Übung begonnen. Bei diesem Übungstauchgang gab es noch die Möglichkeit, sich bis zur Prüfung zu verbessern. Wie nach allen Übungsaufgaben folgte gleich im Anschluss ein „Fun-Tauchgangs"-Übung, den die meisten Tauchgruppen genossen.

Zurück an Deck gab es nach dem Debriefing des ersten Tauchganges ein köstliches Mittagessen und eine kurze Verschnaufpause, ehe unser VDST-"Doc" Konrad Meyne ein praxisnahes Referat über HLW hielt. Ein Bericht von Elmar über einen Unfall mit HLW-Maßnahmen vor nicht allzu langer Zeit verdeutlichte den Teilnehmenden noch einmal, dass man jederzeit mit so einem Fall konfrontiert werden kann und man dann auch alle Erste-Hilfe-Maßnahmen verinnerlicht haben sollte, um das Überleben eines Verunfallten zu retten.

Für den zweiten Tauchgang am "Gamal Kebir" mussten die Teilnehmenden die Aufgabe "Rettung eines verunfallten Geräte-Tauchers“ lösen. TLvD war Martje, die den Teilnehmenden das Tauchrevier erklärte sowie den Ablauf der Übung. Bei dieser Übung wurde in 14 Metern Tiefe die Rettung eines bewusstlosen Tauchers nacheinander und von allen Gruppenmitgliedern demonstriert. Diese Rettungsübung hatte Ausbildungscharakter mit Vorführqualität. Sie wurde also so durchgeführt, dass alle Gruppenmitglieder den Ablauf genau erkennen konnten. Am Anfang des Tauchgangs wurde von jedem Taucher nur ein erster Rettungsaufstieg von ca. 3m simuliert, nachdem die Übung von dem Ausbilder vorgemacht wurde. Zum Abschluss des Tauchganges wurde die Übung in eine kombinierte Maßnahme integriert, also der Aufstieg und die Rettung bis aufs Boot. Hierbei bestand die Möglichkeit, selber zu Üben, wie ein verunfallter Taucher auf ein Tauchschiff gebracht werden kann. Dazwischen wurde das bunte Riff erkundet und u.a. Oktopus, Rotfeuerfisch, Mantarochen uvm. entdeckt. Hierbei sollte den Teilnehmern die Arbeit als Tauchguide näher gebracht werden. Beim Debriefing sprachen die Ausbilder der Gruppe ein Lob aus, denn die Rettungsübung wurde von allen souverän gemeistert.

Die Ausbilder / Foto: VDST
Briefing Fred / Foto: VDST
Briefing Martje / Foto: VDST
Spaß unter Wasser / Foto: VDST
HLW-Referat / Foto: VDST
Rettungsübung / Foto: VDST
Rettungsübung / Foto: VDST
Mantarochen / Foto: VDST
Korallen / Foto: VDST
Gruppenbild nach Tag 4 / Foto: VDST
 
 

Tag 3

Am heutigen Morgen fanden sich Teilnehmer und Ausbilder gegen 8:00 Uhr an der Basis ein. Für den heutigen Tag standen die ersten beiden Übungstauchgänge an. Nachdem die gesamten Ausrüstungen an Bord verbracht wurden, übernahm unser TLvD Elmar das Kommando und es standen die ersten Briefings an. Bevor jedoch das erste Mal mit Gerät getaucht wurde, stand eine kombinierte Apnoe- und Rettungsübung auf dem Programm. Die Teilnehmer mussten ihre Fähigkeit nachweisen und einen bewusstlosen Taucher aus einer Tiefe von 10m + nur in ABC Ausrüstung sicher zur Oberfläche bringen. Diese Übung wurde von den meisten Teilnehmern bravurös gemeistert. Danach ging es kurz zum Anlegen der Ausrüstung zurück an Bord. Bevor abgetaucht wurde, standen noch Wasser-Nase-Reflex-Check, Bleicheck und an- und ablegen der Ausrüstung an der Wasseroberfläche auf dem Programm. Nun konnten die Teilnehmer den ersten Tauchgang beginnen, Ziel dieses Tauchganges war zum Einen die Eingewöhnung und zum Anderen die Atmung aus dem Regler des Tauchpartners. Diese Übung wurde auch von allen Tauchern gemeistert. Gegen Ende des Tauchganges wurde von jedem Teilnehmer unter Sicherung des Tauchpartners die Oberflächenboie von der gesetzt.

Nach dem Debriefing wurde von der Besatzung ein leckeres Mittagessen serviert. Nach der Oberflächenpause übernahm Dörte  die Aufgabe des TLvD, danach wurden die Briefings für den zweiten Tauchgang des Tages gehalten. So langsam begann sich auch bei den Teilnehmern die erste Anspannung zu lösen.

Mit freudiger Erwartung ging es zum zweiten Tauchgang mit dem schönen Namen „Fuchsjagd“. Das bedeutet, das ein Taucher ca. 10 bis 15m hinter seinem Tauchpartner hertaucht und auf Signal des Ausbilders seinen Regler aus dem Mund nimmt und zu seinem Tauchpartner taucht und diesem Luftnot signalisiert, um von dem Voraustauchenden das benötigte Atemgas zu bekommen. Auch diese Übung konnten die Taucher erfolgreich abschliessen und danach sogar noch die Schönheiten des Roten Meeres genießen. Am Ende des Tauchganges wurden erneut die Oberflächenbojen gesetzt und nach dem Nachbriefing ging die Fahrt zurück zur Tauchbasis Orca Diving Safaga, wo die Ausrüstung ausgeladen und nachversorgt wurde.

Danach galt es für Teilnehmer und Ausbilder die nötigen Protokolle, Dokumente und Logbücher auszufüllen, ehe es zum Duschen und dem wohlverdienten gemeinsamen Abendessen ging.

Briefing / Foto: VDST
Tauchgebiet / Foto: VDST
Ein Ausbilder gibt Anweisung / Foto: VDST
Boie setzen / Foto: VDST
"Fuchsjagd" / Foto: VDST
Gute Stimmung unter Wasser / Foto: VDST
Fischwelt / Foto: VDST
Debriefing / Foto: VDST
 

Tag 1 (Ankunft) und Tag 2

Die erste TL-Prüfung in 2017 findet vom 25. März bis 3. April 2017 in Safaga statt. Die Teilnehmer kommen aus allen Ecken der Republik und fuhren zu den zwei Abflughäfen Hannover und Hamburg. Die erste Gruppe aus Hamburg mit zwei Ausbilder, dem VDST-Arzt und vier Teilnehmenden kam schon am Nachmittag im VDST-Dive Center ORCA Dive Club Safaga an und konnte sich schon einmal akklimatisieren und ausruhen, während die Gruppe aus Hannover mit einem Ausbilder und den restlichen 10 Teilnehmenden erst nach Mitternacht ankam. Trotz dieser späten Ankunft organisierte die Tauchschule unter Leitung von Susi noch einen tollen Empfang inklusive eines leckeren Mitternachtssnacks, während die „Hamburger“ schon friedlich schliefen. Dennoch fanden die „Hannoveraner“ netterweise eine Nachricht, dass die erste Sitzung erst um 10:00 Uhr beginnen wird, so dass jeder Teilnehmende mehr oder weniger ausschlafen konnte.

Nach einem ausgiebigen Frühstück bis 9:00 Uhr – zu dieser Zeit ist die Gruppe normalerweise schon 30 Minuten auf See – trafen sich alle zum ersten Mal in voller Stärke im Seminarraum des ORCA Dive Clubs. Da die theoretischen Prüfungen dezentral von den Landesverbänden organisiert wurden, lernte sich die Gruppe also hier auch zum ersten Mal kennen. Zu den Teilnehmenden, die zum TL2 ausgebildet werden, gehören:

Andreas Müller,
Dennis Wütscher,
Helen Krippner,
Holger Schlepple,
Lena Meyer,
Martje Schmidt,
Nicole Stens,
Sandra Ferrari,
Sönke Schippmann,
Thorsten Knoll und
Thorsten Schenk-Trautmann


Zum TL3 werden ausgebildet:

Dörte Papendieck und
Elmar Walhorn


Weiterhin stieß Fred Walter Schank zu der Gruppe, der von Sonntag bis Mittwoch einen Cross Over zum VDST-TL2 macht. Die Gruppe komplettiert Florian Weindl, der die Schnittstelle zwischen dem Fachbereich Ausbildung und der VDST-Geschäftsstelle bildet, der so einmal „live“ miterleben kann, wie eine TL-Prüfung abläuft.

Die Ausbilder in Safaga sind TL4 Reiner Kuffemann, TL4 Burkhard Knopp und TL3 Frank Schoppmeier. Für die medizinische Sicherheit sorgt der VDST-Arzt Konrad Meyne. Eigentlich sollte noch ein vierter Ausbilder mit dabei sein, wie dies beim VDST-TL-Prüfungen eigentlich Standard ist, aber TL3 Hans-Jürgen Meier erkrankte kurzfristig und konnte leider nicht mitkommen. Auf diesem Weg wünschen wir Hans-Jürgen eine gute Besserung.

Nach der Vorstellung der Ausbilder und der Teilnehmenden erläuterte Reiner Kuffemann, auf was es ihm und den anderen Ausbildern in der kommenden Woche ankommt. Das gesamte Team freut sich auf die Ausbildungstage und sie erwarten, dass alle am Ende die Prüfung bestehen. Das ist natürlich auch das Ziel der Teilnehmenden.

Danach wurde auch schon der erste Programmpunkt, das „1.000m Streckenschwimmen mit Tauchanzug“, vorgestellt. Um 14:30 Uhr waren also alle Teilnehmenden in voller Montur im Wasser und absolvierten diese erste Übung.

Wieder an Land ging es wieder in den Seminarraum und dort hielt Dörte Papendieck, nach dem Abschlussbericht von Reiner Kuffemann, noch ein Referat zum Thema „Seemannschaft“, welches als Vorbereitung auf die morgigen Tag auf dem Safarischiff diente. Dies war auch schon der letzte Programmpunkt. Ein guter Einstieg am ersten Tag in eine bestimmt aufregende und anstrengende Ausbildungswoche.

 

 

Herzlich Willkommen! / Foto: VDST
Gruppenbild / Foto: VDST
In voller Montur vor dem Streckenschwimmen / Foto: VDST
Startschuss zum Streckenschwimmen / Foto: VDST