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Tauchausbildung

Impressionen Tauchlehrer-Prüfung - Hurghada

Hier werden aktuelle Berichte und Impressionen der Tauchlehrerausbildung/Prüfung in der Makadi Bay vom 19.04. - 28.04.2013 veröffentlicht.


Anreise & Tag 1

Nachdem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits am Freitag via Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt eingetroffen waren, traf man sich am gleichen Abend zum gemeinsamen Abendessen im Dining-Room des Grand Seas Hostmark. Es wurden die ersten Erfahrungen ausgetauscht und alle waren gespannt auf die Dinge die sich wohl noch ereignen würden. Allerdings beendeten wir den Abend relativ früh, weil fast alle eine anstrengende Anreise hatten und um für den offiziellen Beginn der Prüfung bestens vorbereitet und ausgeschlafen zu sein.


Am nächsten Tag trafen sich die Aspiranten um 9:30 Uhr an der Tauchbasis Jasmin-Diving-Center und wurden vom Ausbildungsleiter Theo Konken begrüßt. Es folgten der Wochenausblick und die Vorstellungsrunde der Ausbilder und Teilnehmer.
Die Runde bestand aus zwei TL*-Anwärtern, fünf TL**-Anwärter und vier TL***-Anwärter, einem TL***-Assistent sowie einem Gasttaucher und der Prüfungscrew incl. dem  
Arzt.

 

Das Team

TL*-Anwärter: Finn-Hendrik Permien (HTSB),Julia Hommer (TLV SH)

TL**-Anwärter: Werner Gärtner (BLTV),Oliver Callies (TLV SH), Martin Roos (TLV SH), Frank Schützeichel (TSV NRW),Andrea Kretzer (Basis: Jasmin-Diving)

TL***-Anwärter: Jürgen Kowalke (TLV SH),Jane Kortüm (TLV SH), Carsten Schneider (HTSV), Boris Haar (HTSB)

TL***- Assistent: Rainer Viehof (TSV NRW),

Ausbilder: Theo Konken (VDST Ausbildungsleiter),Paul Mai (VDST TL****), Volkmar Lehnen TL**** (VDST  Ausbildung Stellv.)

Arzt: Bernd Cronjäger TL*** (LV-Arzt TLN)

VDST-Geschäftsfühung: Mark Niederhöfer (VDST-Geschäftsführer) nutzt die erste TL-Prüfung dieses Jahr um interne, organisatorische Abläufe zu optimieren, VDST Dive-Center zu betreuen und die Kontakte zu unserem Vertragspartner iac zu festigen.

 

Nach der Begrüßung durch Theo richtete Monika, die Besitzerin von Jasmin Diving das Wort an uns und wünschte uns viel Erflog für die Prüfung. Danach ging es aufs Boot und wir fuhren ca. 1h über kabbeliges Wasser zu einem vorgelagerten Riff. Dort galt es die Schwimmstrecke zu bewältigen. Diese erste Hürde wurde von jedem mit Erfolg gemeistert und bei vielen zeigten sich jetzt auch wieder die Lachfalten. Kurz danach ging es zum Vorbereitungstauchgang mit ein paar eingebauten Übungen. Es galt den Bleicheck, die Überprüfung des Wasser-Nase-Reflexes und eine Übung mit Atmung aus dem Hauptautomaten des Partners in einen erlebnisreichen Tauchgang zu integrieren. Zum Abschluss musste jeder eine Boje setzen und dann ohne Computerbenutzung eine Tiefe von 5 m aufzusuchen. Im Nachbriefing erfolgte dann eine TG-Analyse zuerst durch den Gruppenführer und danach durch die Teilnehmer. Anschließend erläuterte uns der Prüfer seine sich der Dinge und für uns erfreulich, deckten sich die Anschichten weitgehend. Wir freuen uns auf morgen…

Für die Teilnehmer
Boris Haar


21.04.2013 - Zweiter Ausbildungstag

Nach dem Frühstück trafen sich die Teilnehmer wohlgelaunt und voller Tatendrang und Wissensdurst schon vor der vereinbarten Startzeit  09:00 Uhr an der Tauchbasis. Bevor es allerdings aufs Boot ging, galt es unserem Geburtstagskind Martin ein Ständchen zu bringen. Danach liefen wir die lange Pier entlang zu unserem Tauchboot, welches die Basis für uns exklusiv zur Verfügung gestellt hatte, die AIDA Gamar.

Kurz nach dem Auslaufen und nach der Ansprache des TLvD hörten wir ein Referat zum heutigen Vorbereitungstauchgang. Es sollte der Aufstieg auf 40 + mit Wechselatmung auf 25 m und dann mit Gruppentausch weiter auftauchen bis auf 10 m durchgeführt werden. Hierbei sollte nicht nur die eigentliche Übung durchgeführt werden. Den gleichen Stellenwert hat auch die Absicherung dieser Übung durch die angehenden Tauchlehrer, welches durch die Ausbilder genauestens überwacht wurde. Danach sollte der Tauchgang auf 10 m bis unters  Boot weiter geführt werden. Vorher wurde aber durch die Gruppen noch eine sehr schöne Höhle in Augenschein genommen und die Schattenspiele u.W. beobachtet. Das obligatorische Nachbriefing fand wieder an Bord statt.

Nach dem sehr leckeren Mittagessen, welches immer frisch an Bord zubereitet wird, verlegten wir das Boot zu einem anderen Tauchplatz. Vorher gab es aber auch noch ein Referat durch einen TL***-Anwärter zum Thema Sicherheit an Bord sowie Seemannschaft. Auch wurde uns durch Theo die praktische Handhabung einer Rettungsschlinge und die kleine Knotenkunde (wie mache ich einen Palstek, wenn ich nur eine Hand freihabe) anschaulich demonstriert.

Der zweite Tauchgang hieß heute „Orientierung ohne natürliche Hilfsmittel“. Ein Ausbilder führt die Gruppe für 10 bis 15 Minuten am Tauchplatz, die dann ohne Hilfsmittel (sprich Kompass) das Boot wiederfinden muss. Dabei sollte der dann übernehmende Gruppenführer die gesamte Gruppe mit in seine Navigation einbeziehen. Bei diesem Tauchgang wurden wir aber durch diverse Muränen, Drückerfische, Milchfische und einen Napoleon abgelenkt, sowie durch einige sehr schöne Korallenformationen, aber wir erreichten alle unser Ziel, die AIDA Gamar und enterten nach fast 60 min das Boot. Dort wurde wieder das Nachbriefing genutzt, um an einigen Stellschrauben zu drehen, aber es musste kein großer Schraubenschlüssel angesetzt werden, es galt nur Kleinigkeiten zu klären und Verbesserungsvorschläge von den Ausbildern für die zukünftige Tauchgänge anzunehmen. Während dessen hatten wir schon die Rückfahrt angetreten und waren gegen 16:15 Uhr am Anleger, wo wir das Boot von den leeren DTG’s befreiten, um Platz für volle DTG’s zu schaffen.

Wir freuen uns schon auf morgen…

Für die Teilnehmer
Boris Haar


22.04.2013 - Tag drei der TL-Ausbildung

Heute trafen wir uns bei bestem Wetter um 09:00 Uhr an der Basis und gingen frohen Mutes an Bord unseres Bootes. Voller Erwartungen deswegen, weil die beiden heutigen Tauchgänge die letzten Tauchgänge der Vorbereitungszeit waren und für uns ab morgen die Prüfungsphase beginnen wird.
Bereits kurz nach dem Ablegen begannen die Vorbereitungen für den Tauchgang „Aufstieg ohne Flosseneinsatz“, dazu hörten wir ein Referat, indem es vorwiegend um die evtl. zu erwartenden Problematiken bei der Absicherung der Übung ging, aber auch wie man so eine anspruchsvolle Übung an sich absolviert. Wie sich herausstellen sollte, traten die im Referat angesprochen Punkte auch in jeder Gruppe auf. Aber genau dazu ist ja auch die Vorbereitungszeit da.
Nach der Übung verbummelten wir den restlichen Druck im DTG an der Riffkante und ließen uns von der einheimischen Flora und Fauna beeindrucken.


Später an Bord wurde die im Briefing angesprochenen Punkte und der Tauchgang analysiert und durch die Ausbilder Verbesserungsvorschläge gemacht, wie sich zukünftig gewisse Problematiken vermeiden lassen. Danach bereiteten wir schon mal die DTG’s für den zweiten Tauchgang vor. Dazu gehört u.a. die Kontrolle des O2 Gehaltes im DTG, da wir mit Nitrox 28 tauchen und dies dokumentiert werden muss.

Gegen 12:15 Uhr verlegten wir an ein anderes Riff, wo wir für unsere Übung „Retten eines verunfallten Tauchers“ das geeignete Terrain vorfanden. Vorher gab es aber noch das gewohnt leckere Essen an Bord. 


Der Tauchgang an sich verlief in den Gruppen ohne Komplikationen, wenn man davon absieht, dass einige doch eine relativ große Schwimmdistanz, mit einem verunfallten Taucher, zum Boot hatten. Dort angekommen wurden durch die Gruppen verschieden Techniken demonstriert um einen handlungsunfähigen Taucher mit verschiedenen Hilfsmitteln an Bord zu bekommen.


Im Nachbriefing, welches wir während der ca. 90 min Überfahrt abhielten, wurden nochmals alle Kernpunkte dieser Übung angesprochen. Wichtig für die angehenden Ausbilder ist der sog. „Demonstrationscharakter“ dieser Übung. D.h. jeder Ausbilder muss diese Übung seinen späteren Tauchschülern vorbildlich demonstrieren können, ohne dabei seine Gruppe aus dem Auge zu verlieren.

Für den morgigen Tag steht als erstes die Apnoe-Übung an und daher werden wir die Ausfahrt zu einigen Yoga-, Atem- und Entspannungsübungen nutzen.

Möge die Luft mit Euch sein!

Für die Teilnehmer
Boris Haar


Erster Prüfungstag - 23.04.2013

Nachdem wir bei wolkenlosem Himmel und ca. 27°C Lufttemperatur auf der AIDA Gamar eingetroffen waren, wurden durch Theo unsere gestern neu eingetroffenen Gäste an Bord begrüßt. Diese neuen Gäste waren Thomas Kromp seines Zeichens Ausbildungsleiter IAC (ehemals Barakuda) und der Junior-Geschäftsführer von IAC, Henrik Balzer. Beide nehmen an der TL-Prüfung des VDST als Gäste teil und werden die kommenden Tauchgänge und die Ausbildung begleiten. Nach der Begrüßung richtete Thomas auch das Wort an die Runde und bedankte sich für die Möglichkeit der Teilnahme und wünschte uns, den Prüflingen, viel Erfolg.

Während der Ausfahrt gab es das Referat zum anstehenden Tauchgang und eine Einweisung in die vorher geplanten Apnoe-Übungen. Gemäß der Einweisung sollten die TL***-Anwärter den Parcours mit 25 m Streckentauchen in 5 m plus Palstek am Ende, eine 10 m Tieftauchübung und eine Statik-Übung über 60 s. vorbereiten. Soweit der Plan.
Wir hatten in unsere Überlegungen den Faktor „es gibt tatsächlich noch andere Schiffe, die dieses Riff anfahren könnten“, nicht mit einbezogen. So konnten wir gerade noch unsere Bojen für die 25 m Strecke retten, bevor diese im der Schraube des anlaufenden Bootes zerschreddert wurden.
Wie geplant konnten wir aber die Tieftauchübung im Schnelldurchlauf absolvieren. Alle Teilnehmer schafften diese Übung auf Anhieb.
Das Streckentauchen werden wir zu gegebener Zeit nachholen bzw. durch eine praxisnahe Rettungsübung mit Nachweis apnoeistischer Fähigkeiten ersetzten (Retten eines verunfallten Gerätetauchers durch einen Apnoisten mit Anschwimmen vom Boot aus).


Da wir sowieso gerade im Neopren  waren, nutzten wir die Gunst der Stunde und wollten den letzten Vorbereitungstauchgang, einen Drifttauchgang mit Fuchsjagd, absolvieren. Dazu machten sich alle Gruppen fertig und wir fuhren währenddessen um die Ecke des Riffes. Auf Kommando des Kapitäns wurden die Schrauben ausgekuppelt und wir sprangen Gruppenweise ins Wasser und sammelten uns in 5 m Tiefe. Dann galt es zügig das Riff anzuschwimmen und wir tauchten ab bis 40 m plus. Äh, Drifttauchgang, leider keine Strömung vorhanden, also eigenen Antrieb einschalten…eigentlich schade. Nach einer gewissen Grundzeit tauchten wir auf ca. 15 m auf und machten unsere Fuchsjagd. Dazu lässt sich die hintere Gruppe ca. 10 m zurückfallen und auf Kommando eines Ausbilders schwimmt ein Taucher aus der hinteren Gruppe mit herausgenommenem Atemregler zur vorderen Gruppe und bittet um eine Luftspende. Dies wird rollierend durchgeführt, so dass alle in der Gruppe mal Luftspender und Luftempfänger sind. Nach dem Ende der Übung setzten wir den Tauchgang am Riff fort und konnten noch allerlei Getier und Flora sichten. Danach setzten wir in der Gruppe die Boje und ließen uns Gruppenweise vom Schiff wieder einsammeln.


Nach dem Mittagessen gab es kurze Ansprache des TLvD und Theo erinnerte uns daran, dass wir ja TL’s werden wollten und für uns ab sofort die Prüfungsphase beginnt. Gleichzeitig erklärte uns Theo aber auch, dass die Prüfung transparent gehalten wird, soll heißen, jeder weiß sofort nach dem Tauchgang bzw. nach dem Nachbriefing wo er steht und warum diese Benotung von den Ausbildern gegeben wurde. Damit die angehenden TL*** auch in diese Rolle hinein wachsen können, sind diese ab sofort Co-Ausbilder und benoten, mit Rück- und Absprache der eigentlichen Ausbilder die Gruppen.

Vor dem eigentlichen Tauchgang stellte uns Bernd Cronjäger anschaulich den Inhalt seines Notfallkoffers vor.

Mögen also die Spiele beginnen…

Der zweite Tauchgang beinhaltete die gestern geprobte Rettungsübung eines verunfallten Tauchers. Diese Übung (jetzt Prüfung) absolvierten wir an einem sehr schönen Tauchplatz, wo trotz der Übung noch genug Zeit zum Sight-Seeing betrieben werden konnte. Es gab insgesamt sieben Felsformationen unter Wasser, die sehr schön bewachsen waren und jede im Roten Meer beheimatete Flora und Fauna beherbergte. So wurden Thunfische, Zackenbarsche, Seenadeln, Feuerfische und andere Jäger gesichtet. Zu kämpfen hatten wir allerdings mit einer Strömung, aber unter optimaler Ausnutzung der örtlichen Gegebenheiten (Strömungsschatten), erreicht wir wieder das Boot und konnten unsere „Opfer“ sicher an Bord bringen und Wiederbeleben.


Dann bis morgen…

Für die Teilnehmer
Boris Haar


Zweiter Prüfungstag - 24.04.2013

Heute wieder wolkenlosen Himmel und bei etwas Wind an Bord der AIDA Gamar gegangen.
Bereits vor dem Ablegen des Bootes, referierte Thomas über die Firmengeschichte von  Barakuda und IAC, sowie über die aktuelle Entwicklung. Danach folgte das Referat zum nachfolgenden Tauchgang.
Wir wollten heute den ersten Tauchgang an einem Drop-Off machen. Die Übung sollte sein: Aufstieg unter Wechselatmung und dabei den Sightseeing-Charakter nicht außer Acht lassen.
Nach der ca. 70 min Überfahrt erreichten wir das Riff und der Tauchgang konnte beginnen.


Beim Austauchen konnten wir das wunderschöne Riff in voller Pracht in Augenschein nehmen. Neben Muränen und Flötenfischen, Feuerfischen und Drückern sahen wir auch mehrere Kofferfische. 

Im Nachbriefing wurden die Erlebnisse aufgearbeitet und der Tauchgang von den Ausbildern bewertet.



Kurz nach der Mittagspause gab es zügig das Referat: Orientierung an natürlichen Gegebenheiten, dies war nämlich der Tauchgang, der als nächster auf der to-do-Liste stand.


Dazu verlegten wir an einen etwas geeigneteren Platz mit sandigem Untergrund und einigen Felsformationen. Wie sich herausstellen sollte, hatten wir diesen Platz auch schon bei der gleichen Übung, während der Vorbereitung betaucht. Um 14:00 Uhr war Wasserzeit „angesagt“ und wir nutzten die Oberflächenpause für etwas Entspannung im Schatten oder in der Sonne und für das Briefing.

Dann galt es zeitgleich mit den anderen Gruppenmitgliedern in das noch nasse Neopren zu steigen, so dass wir rechtzeitig starten konnten. Nachdem Ausrüstungscheck legten wir nur noch die Flossen an und tauchten in den Gruppen, geführt durch die Ausbilder, durch das Riff.
Nach ca. 15 min versuchten Verwirrspiel übernahm der eingeteilte Gruppenführer die Orientierungsaufgabe und führte uns zum Boot zurück. Kurz vorne weg; Alle Teilnehmer erreichten das Boot.
Bei uns in der Gruppe hatten wir einen kleinen Heimvorteil, weil wir Andrea (Ausbilderin bei Jasmin Diving) mit dabei hatten. Andrea kennt hier jeden Steinfisch und Muräne mit Vornamen und so konnten wir einen anderen Weg als den Hinweg wieder zurück wählen. Dabei war es uns möglich den Erlebniswert, trotz Prüfung, in den Vordergrund zu stellen. So macht Ausbildung Spaß!


Die Überfahrt zur Basis nutzen wir in den Teams zum Nachbriefing und zum Aufwärmen. Nach einer Stunde Tauchgang bei 23°C Wassertemperatur ist mir, trotzt 5 mm Neopren, etwas kühl gewesen…

An der Basis angekommen, gab es erst einmal leckeres Falafel, eine Art Burger aus Kichererbsen, wie übrigens jeden Mittwoch bei Jasmin Diving. Danach war Schönheitspflege (Duschen) angesagt und das Abendbrot im Hotel.

Warten wir also auf die Herausforderungen des morgigen Tages. Wir werden berichten…

Für die Teilnehmer
Boris Haar


Dritter Prüfungstag - 25.04.2013

Gegen 08:45 Uhr waren wir an Bord der AIDA Gamar und der TLvD machte uns mit dem heutigen Tagesplan bekannt. Das Referat zum Tauchgang folgte kurze Zeit später und gegen 09:00 Uhr hatten wir schon unsere Ausrüstung komplettiert, lagen aber immer noch angetäut an der Pier. Was ist hier los? Sonst sind wir schon längst unterwegs. Gevatter Schlendrian lässt grüßen? Mit Nichten. Getreu dem seemännischen Motto, man kann immer ohne Kapitän auslaufen, aber niemals ohne Smutje (für die Landratten: der Koch), warteten wir auf eben jenen. Gegen 09:20 Uhr hatte der sich auch eingefunden und wir machten uns auf zum ersten Tauchspot. Dort planten wir einen Drifttauchgang unter erschwerten Bedingungen, indem nämlich bis auf den Gruppenführer alle ihre Masken absetzen und für ca. 10 min, quasi unter eingeschränkter Sicht (man könnte auch sagen + 50 Dioptrien) weitergetaucht wird. Nachdem die Mittaucher ihre Masken wieder aufgesetzt haben muss der GF die Maske absetzen und selber eine gewisse Zeit „blind“ tauchen ohne die Gruppenführung dabei zu vernachlässigen. So sprangen wir alle relativ zeitgleich, nach dem Kommando des Kapitäns, in die etwas aufgewühlte See. Nach kurzer Kontrolle auf Anwesenheit der Mittaucher wurde zügig der Abstieg eingeleitet und mit der Übung begonnen. Diese funktionierte in den Tauchgruppen reibungslos, was ehrlich gesagt auch zu erwarten war. Danach blieb ausreichend Zeit diesen Tauchplatz eingehend zu untersuchen. Neben diversen Muränen, Zackenbarschen wurde auch eine Schildkröte gesichtet. So tauchten wir am Riff in moderater Tiefe in Richtung des Bootes und setzten am Ende, des zur Verfügung stehenden Luftvorrates, eine Boje um dem Schiff unseren Standort zu signalisieren. Bald sah man in unterschiedlichen Abständen die Surface-Marker in der welligen See auf- und nieder gehen. Das Schiff fuhr jede Gruppe einzeln an und nahm diese, mit Hilfe der Strömungsleine, wieder an Bord. Dort wurde dann schon das DTG für den folgenden Tauchgang vorbereitet und danach folgten das De-Briefing und die Beurteilung der Kandidaten durch die Ausbilder, natürlich mit eingehender Begründung warum diese Note gegeben wurde. Somit kann jeder angehende Ausbilder die Tipps und Verbesserungsvorschläge der erfahrenen Ausbilder übernehmen und in sein Tauchverhalten einbauen. Ah… die Glocke läutet und lädt zum Lunch ein.


Der Tauchgang verlief in fast allen Gruppen ohne nennenswerte Ereignisse und die Übungen wurden auch absolviert. In unserer Gruppe wurden wir allerdings mit einer „kleinen Tragödie“ konfrontiert. Wir fanden im Riff einen Flötenfisch der im Maul einen Riffbarsch hatte, aber beide tot. Wir merken uns also, auch unter Wasser sollte man das Maul nicht zu voll nehmen…

In diesem Sinne, morgen gibt es den Endspurt auf die angestrebte Sternezahl und für die Teilnehmer nochmals die Möglichkeit den Ausbildern mit dem eigenen Können zu imponieren.

Für die Teilnehmer
Boris Haar


Letzter Prüfungstag - 26.04.2013

Das Wetter zeigt sich heute von seiner schönsten Seite, bei 28 °C Luft und 23 °C Wassertemperatur.
Nachdem wir uns bis auf den TLvD an der Basis eingefunden hatten, gingen wir schon mal an Bord der AIDA Gamar und bereiteten uns und unsere Gerätschaften auf den heutigen anspruchsvollen Tauchgang vor. Zwischenzeitlich war auch der TLvD eingetroffen und somit konnten wir ablegen. Während der Überfahrt gab es das Referat zum Thema: Tieftauchen auf 40+ m und warten bis der erste Computer auf die erste Deko-Stufe umspringt. Danach austauchen am Riff mit Einhalten der Dekostufen für 3 min auf 9m, für 2 min auf 6m und 3 min auf 3 m. Laut Briefing sollte auf 42 m ein Durchbruch im Riff sein der auf 30 m wieder am Riff endet. So sprangen wir in kompletter Ausrüstung im Freiwasser und tauchten zügig auf die vorgesehene Tiefe ab.


Wo war noch gleich die Höhle? Ok, nix Höhle, es tritt Plan B in Kraft. Wir tauchen Plan A, ohne Höhle. Nach dem Aufstieg aus der Maximaltiefe tauchten wir die Dekostufen am Riff ab und fanden sogar noch unser Boot wieder. Das war gar nicht so einfach, weil hier außer drei weiteren Tauchbooten noch 17 Schnorchelboote lagen.

Zum Nachbriefing trafen sich die Gruppen und besprachen den Tauchgang. Danach wurden die Daten bzw. die Benotungen gleich in das Programm übertragen. Kurz vor der Abfahrt baten wir noch die Crew in die Kabine, die uns während der Prüfung so hilfreich zur Seite gestanden hatte und Volkmar übergab dem Kapitän unser Trinkgeld.

Danach richtete Theo das Wort an die Teilnehmer. Oje, was kommt jetzt? Bereits gestern hatte Theo uns erzählt, dass wir im grünen Bereich lagen und da heute keine signifikante Verschlechterung zu verzeichnen war, gab Theo bekannt: Ihr habt alle bestanden! Eine große Erleichterung machte sich breit und wir beklatschten uns gegenseitig. Die Rückfahrt konnten wir daher völlig entspannt und relaxt genießen.


Nach dem Anlegen und Festmachen am Pier wurde die komplette Ausrüstung von Bord geladen und an die Basis gebracht. Den Rest des Tages verbrachten wir mit den üblichen Tätigkeiten, die anfallen, wenn man im Salzwasser taucht, nämlich Ausrüstungspflege.

Von der Abschlussfeier an der Basis gibt es morgen die Details…

Für die Teilnehmer
Boris Haar

 


Es ist vollbracht

Nachdem wir (die TL***-Anwärter) gestern vom Boot gegangen waren, trafen wir uns bei Theo im Office und durften die Pässe, Urkunden und die Ausdrucke der Tauchgänge für die Preisverleihung am Abend vorbereiten. Das geschah allerdings relativ zügig, so dass wir uns noch an einem Wasserballspiel im Pool beteiligten konnten. Was unter Wasser passierte entzog sich meiner Kenntnis, aber über Wasser wurde mit allen Tricks gekämpft und wir einigten uns an der Bar auf ein Unentschieden.


Nach der Körperpflege trafen wir uns alle um 18:00 Uhr an der Basis. Theo ergriff das Wort und bedankte sich bei den Teilnehmern, bei der Basis und bei seiner Ausbildercrew für die erlebnisreiche und erfolgreiche Woche. Zudem ließ er uns Grüße und Glückwunsche von Prof. Dr. Franz Brümmer, unserem Präsident ausrichten. Danach stellt er uns Amr ALI vor. Mr. Ali ist der Präsident der HEPCA. Diese Organisation hat zusammen mit diversen Tauchbasen (u.a. Jasmin Diving, als einer der ersten dazugehörigen Basen am Roten Meer) Standards für einen nachhaltigen Tauchsport geschaffen. Dazu gehört unter anderem, dass an Riffen nicht mehr geankert werden darf, sondern nur noch mit vorhandenen Leinen festgemacht wird.


So, schreiten wir zum eigentlichen Main-Event, der Preisverleihung: Dazu wurden die Namen der (jetzt ehemaligen) Anwärter aufgerufen und jeder durfte dann einzeln zur Ausbildercrew nach vorne treten. Jeder bekam dort seine Urkunde, nicht ohne ein paar einleitende Worte von Theo über die Person und den „Ruf“, den diese sich im Laufe der Woche „erarbeitet“ hatte.  Anschließend ging es ohne Umwege an das Buffet, welches durch die Basis organisiert wurde. Es gab einheimische Spezialitäten vom Grill, diverse Saucen und Salate.

Nach dem Essen richtete Amr Ali auch das Wort an uns, bedankte sich für die Einladung und berichtete kurz über seine Organisation. Theo übergab einen VDST Pokal als Gastgeschenk an Mr. Ali. Nachdem die Vorräte an der Basis auf ein Minimum reduziert waren, verlegten wir die weiteren Gespräche kurzer Hand auf die Terrasse des Hotels.


Die 10 Tage in Hurghada neigen sich dem Ende zu und mir fällt es nicht ganz leicht dies in einem Resümee, den Prüfungsablauf betreffend, in Worte zu kleiden. Zu sagen, die Anwärter haben alle das Ziel erreicht, wäre zu einfach. Die Truppe, damit meine ich alle Beteiligten, haben von Beginn an eine Einheit gebildet und sich unterstützt wo und wann immer es ging. Der Umgang miteinander war immer harmonisch und von Teamwork geprägt. Die Ausbildercrew mit Theo, Volkmar, Paul und Bernd haben uns jederzeit mit Rat und Tat zur Seite gestanden und auch das eine oder andere ernste Wort gesprochen, aber das muss auch so sein. Die Transparenz der Prüfung und Benotung war für alle sehr anschaulich und auch nachvollziehbar. Die Ausbildung in den Vordergrund zu stellen und die Prüfungsregularien quasi nebenbei zu erledigen ist, meiner Ansicht nach und der meiner Kollegen, genau der richtige Ansatz. Hier wird Ausbildung auf einem hohen Niveau betrieben ohne den eigentlichen Sinn des Tauchens, nämlich den Vergnügungsfaktor, außer Acht zu lassen. Wir alle wünschen uns immer ein glückliches Händchen bei der Arbeit im VDST, im jeweiligen Landesverband, im Verein und bei der Ausbildung.

Wir möchten uns auch bei allen Leserinnen und Lesern dieses Blogs bedanken und auch bei unseren Angehörigen, die 10 Tage auf uns verzichten mussten und die uns in der Vorbereitungszeit unterstützt haben.

Schöne Grüße in die Heimat, ich leg‘ mich jetzt an den Pool! Sorry, kurze Wetterinfo: Sonnenschein 32 °C, wolkenlos, 3-4 Bft, alles ist gu!

Für die Teilnehmer
Boris Haar