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Tauchausbildung

Impressionen Tauchlehrer-Prüfung - Hurghada

Die erste Praxisausbildung und -prüfung für Tauchlehrer ** und Tauchlehrer *** 2014 findet vom 3. bis 12. April in Hurghada statt.

Hier aktuelle Bilder und Berichte von dieser Veranstaltung


Donnerstag, 10.4.2014 – Alle haben bestanden !!!

Für den letzten Prüfungstauchgang stand „Tieftauchen mit Luftmanagement und Boje setzten mit Taucher am Hauptatemregler“ an. Klingt vielleicht kompliziert, war es aber nicht…
Am „Sharm Moawd“ ging es mal wieder mit dem Zodiac zum Riff, Blauwasserabstieg in Sternformation. Auf 45+ m wurden Korallenformationen mit Fahnenbarschen bewundert, Juwelenbarsche zogen ihre Bahnen. Nachdem wir bewusst in die Deko gekommen waren, machten wir uns zügig entlang diesem küstennahen Saumriff auf den Weg nach oben. Auf dem 15 m Plateau sahen wir zwei Großflossen-Riffkalmare, der Rocksaum tänzelte in der leichten Strömung. Beim Weitertauchen entdecken und zeigten wir uns Muscheln, Kugel- und Eidechsenfische. In der Bucht angekommen sahen wir auch einen Rotfeuerfisch in der Felsspalte, wir durchtauchten Torbogen und einen Kanal mit Gegenströmung. Dort lugte eine weiße Muräne neugierig hinter ihrem Felsen hervor und begrüßte die Neuankömmlinge. Die Luft neigte sich dem Ende zu, wir begannen den nächsten Teil unserer Übungen, die Abgabe des Hauptatemreglers und Sicherung dabei. Nach kurzem Weitertauchen wurde dann in Bootsnähe die Boje durch den Luftgeber gesetzt.

Bereits vor dem Mittagessen waren wir mit unseren Nachbriefings fertig, nach kurzer Beratschlagung teilte uns Theo im Namen aller Ausbilder mit, dass sich alle Kursteilnehmer einen Stern mehr aus der Portokasse nehmen dürfen. Erleichtert griffen wir mal wieder beherzt beim Mittagsbüffet zu.

Frischbebackene TL2 ist dieses dreckige Dutzend:

  • Andrea Berneker (Bayern)
  • Andreas Patz (Niedersachsen)
  • Andreas Schreiber (Würtemberg)
  • Christian Ohlig (Nordrhein-Westfalen)
  • Elke Römer (Hessen)
  • Marc Peters (Nordrhein-Westfalen)
  • Markus Metzner (Bayern)
  • Matthias Schiffer (Nordrhein-Westfalen)
  • Rainer Stoodt (Hessen)
  • Saskia Müller (Nordrhein-Westfalen)
  • Sebastian Höft (Niedersachen)
  • Sina Rebecca Gabriel (Hessen)

Dazu noch unsere zwei neuen TL3:

  • Andreas Brandl (Hessen) und
  • Peter Hornburger (Bayern)

Gleich werden wir Theo und Uwe für die anstehende Urkundenvorbereitung im Hafen absetzen. Die anderen dürfen endlich wieder selbst bestimmen, mit wem sie zum Spaßtauchgang tauchen gehen wollen! Heute Abend wird an der Basis gefeiert… durch die Mitarbeiter des Jasmin Sports Diving Center wurde uns der Rücken freigehalten und wir konnten uns auf unsere Prüfungen konzentrieren.
Danke an Monika, Silke, Andrea und ihr Team an Land sowie Kapitän Moawd und seine Crew und Köche auf der AIDA Momo. Selbstverständlich werden wir uns bei der Feier auch bei unseren Ausbildern bedanken:
Theo Konken, Peter Bredebusch, Holger Feldmann und Uwe Weishäuptl. Auch unsere medizinische Rundumbetreuung in Form von Prof. Dr. Dietrich Paravicini ist uns allen ans Herz gewachsen.

Wir nehmen viel mehr mit als nur Urkunden, sondern auch Erfahrungen, Tipps und Freundschaften.

Wir möchten uns jetzt von unseren Lesern verabschieden. Natürlich wissen wir, dass Familie, Freunde und Vereinskameraden interessiert mitgefiebert haben. Herzlichen Dank für die aufmunternden Worte per Telefon, Mail und SMS. Morgen haben wir den ganzen Tag zur freien Verfügung (Ausschlafen?) bevor wir am 12. April den Rückflug antreten.
Wir sind gespannt, ob diesmal alle Koffer mit uns landen…

Geschrieben von Elke Römer zusammen mit Andreas Brandl & Rainer Stoodt, mit Input von Peter Hornburger und der gesamten Gruppe. Redaktionelle Verantwortung bei Theo Konken.    


Mittwoch, 9.4.2014 – Vorletzter Tauchtag...

Ausgeschlafen, fit und hoch motiviert waren wir wieder pünktlich an der Basis. Der TLvD verlas die Tauchgangsgruppen und nach dem Kurzreferat hatten wir noch ein sehr anschauliches Referat zum Thema Korallenriffe von unserem Biologiestudenten Matthias. Verschiedene Entstehungsarten, die Verbreitung aufgrund der Wassertemperatur, Evolution sowie Korallenbleiche wurden uns nähergebracht.
Erster Tauchplatz des Tages war „Abu Ramada (Cave)“ für den bereits in der Vorbereitung geübten „Aufstieg unter Wechselatmung“. Der Demonstrationscharakter war größtenteils deutlich zu erkennen. Auch die Stopps und Wechsel von 40 + auf 25 m und dann von 25 auf 10 m klappten fast überall reibungslos. Natürlich gibt es in den Augen unserer Ausbilder immer noch Luft nach oben…
Der Schwarm Flötenfische war eine willkommene Abwechselung beim Safety-Stopp, zwei Eidechsenfische nahm der Ausbilder erst wahr, als sie direkt vor ihm waren.

Für die nächste Übung setzten wir zweimal um, da wir einen weniger frequentierten Tauchplatz („Errough Giftun“) brauchten, damit die Rettungsübung nicht durch Bootsverkehr zur Realität wird. Erneut zeigten wir abwechselnd, dass wir auch bei Maskenverlust ruhig weitertauchen können. Dieser Divespot war deutlich karger als die bisherigen. Ein freischwimmender Blaupunktrochen führte uns zu einem geeigneten sandigen Übungsplatz. Der Rochen spiele hinter dem Gruppenführer Wühlmaus während dieser klar ansagte, wer in der ersten Runde der Rettungsübung Opfer, Retter und Sichernder sein würde. Wir demonstrierten sehr deutlich, mal langsamer, mal zackiger das Einleiten dieser Übung. Danach hangelten wir uns Erg zu Erg zurück Richtung Boot und sahen wir unter anderem einen großen Kaiserfisch, Tischkorallen, Flötenfische, Sand- und Riffbarsche. Auf Zeichen des Ausbilders wurde dann die Rettungsübung durch den Gruppenführer komplett bis an Bord durchgeführt.

Morgen früh ist schon der letzte Prüfungstauchgang, wenn alles klappt geht es Nachmittag zum Spaß ins Wasser!


Dienstag, 8.4.2014 – Wrack im Norden…

Einige von uns entdeckten in den vergangenen Tagen kleine rote Punkte auf ihrer Haut. Aber keine Bange, es sind keine Taucherflöhe, nur Mücken, die uns zum Fressen gern haben. Das nächtliche Schwirren kostet einigen Schlaf, ein paar von uns werden zu Massenmördern…


Als Tauchlehrer ist man spontan und nutzt das gute Wetter aus. Und unsere lieben Ausbilder wollen nur das Beste für uns. Daher bieten sie uns eine kurze Wrack-Tour an. Das sehr frühe Aufstehen (Abfahrt der AIDA Momo um 6:30 Uhr!) nehmen wir dafür gerne hin.

„Shaab Abu Nuhas“ ist unser Ziel. Das Frühstück an Bord war prima und ließ keine Wünsche offen. Und danach verlesen wir wieder unseren Blog vom Vortag, damit die Gruppe auch ohne Internet weiß, was berichtet wurde.
Der erste Tauchgang des Tages fand an der „Giannis D.“ statt. Das Referat zum Thema „Wracktauchgang“ wies uns unterem auf möglich Probleme und vorbeugende Ausrüstungs-anpassungen bezüglich Luft, Licht, Metall, Strömung und Enge hin. 
Nachdem das Tauchgerät vorbereitet war, konnte man sich kurz ausruhen…
Teil des Briefings war (wie schon am Vortag) eine rückwärts berechnete Luftverbrauchsrechnung, um anhand des Luftbedarfs für Aufstieg und Deko zu ermitteln, bei welchem Umkehrdruck das Wrack spätestens verlassen werden muss.
Unsere Ausbilder geleiteten uns zum Wrack und übergaben dann die Gruppenführung. Wir zeigten uns Blaupunktrochen, der Krokodilfisch wurde von Gruppe zu Gruppe durchgereicht. Vor der Betauchung des Wrackinneren sahen wir eine freischwimmende Seenadel und eine grüne Dornenkrone. Unser aller Highlight war der Maschinenraum voller Technik und Glasfisch-Schwärmen mit stimmungsvollem Lichteinfall.



Von außen war der Schornstein zum natürlichen Riff geworden und dicht besiedelt mit Stein-, Peitschen- und Weichkorallen in rosa und lila Nuancen. Nur der schwindende Restdruck zwang uns zur Rückkehr, ansonsten wären wir sehr gerne länger geblieben! Wir erkämpften uns den Weg zurück an Bord über die Flossenleiter, die Wellen sind deutlich höher geworden und der Wind hat zugenommen.

Nach der Mittagspause kam leider nicht die „Christola K.“ dran, der Fuchs wurde stattdessen am  „Chabroul Siyoul“ erlegt.  Vor dem Tauchgang überprüften wir das EAN unserer Nitrox-Flaschen, der tiefere Tauchgang vormittags wird mit Pressluft durchgeführt. Ein Drachenkopf posierte für die Kamera, die graue Muräne war auch dabei, sowie über 2 m große Tischkorallen mit einer verzweigten Seeanemone unter der Tischplatte. Etliche Steinkorallen waren mit Haarseesternen besetzt, in kleinen Vertiefungen entdeckten wir farbenfrohe Leder- und Feigenschwämme.
Auch unser Bundesausbildungsleiter ließ es sich natürlich nicht nehmen und „fuchste“ mehrfach im Geschehen mit. Nicht nur die Nasendoktorfische machten lange Nasen, auch wir bewährten uns.
Beim Safety-Stopp schaute uns ein Flötenfisch zu…
Zurück auf der AIDA Momo gab es zufriedene Gesichter und gute Noten. Der superleckere Kuchen verdient es einfach, noch mal erwähnt zu werden.

Unsere Köpfe sind randvoll mit vielen bunten Bildern, ein paar von ihnen haben wir euch beigefügt :)


Montag, 7.4.2014 – Halbzeit und keine Pause in Sicht!

Die Zeit fliegt, die Sonne lacht weiterhin bei ruhiger See. Und gestern Abend kam (endlich!) der letzte Tauchkoffer von unserer Zwischenlandung in München hier im Hotel an. Die Freude darüber ist allseits riesig groß, denn wir alle wissen unsere eigene Ausrüstung sehr zu schätzen.

Der Südwind blies unsere Tauchplatzüberlegungen vom Vortag davon und wir landeten wieder bei „Stonebeach“. Der letzte Vorbereitungstauchgang hieß „Luftmanagement bei 40+ m, alle mit 50 bar zurück beim Boot“. In der Tiefe überraschten uns die Ausbilder mit einigen Übungen, sowohl Maske ausblasen als auch Knoten beschäftigten uns bis mehrere Minuten Deko auf den Tauchcomputern angezeigt wurden. Viele Hauptatemreglerwechsel später erreichten wir unsere Zieltiefe von 10 m und unser Ausbilder beendete die Übung mit einem doppelten Okay-Zeichen. Jetzt gab es wieder Gelegenheit die Unterwasserwelt zu bestaunen: wo ein Anemonenfisch ist, ist die Anemone nicht weit, der Blaupunkt war am gleichen Platz wie gestern. Die Eidechsenfische und Sandbarsche tarnten sich in der schön bewachsenen Korallenwand des Saumriffes so erfolgreich, dass sie erst auf den zweiten Blick entdeckt wurden.

Beim Nachmittagstauchgang am „Errough Giftun“ hieß es für Peter B. und Doc Dietrich Damenwahl (bzw. „chicken-dive“), da der Zufallsgenerator ihnen gleich drei Tauchlehrerinnen zugelost hatte. Unser Ausbilder zeigte uns freudestrahlend einige Fische während er uns 10 Minuten lang vom Boot wegführte. Danach standen die Frauen ihren Mann, lösten die Probleme mit Inflator, Jacket und Maske sehr souverän, beidseitig gesichert im Schwebezustand. Auf dem Rückweg des Tauchgangs waren wir vorne und nutzen die natürlichen Orientierungshilfen. Anhand von vorher eingeprägten Tischkorallen sowie beeindruckenden Gorgonien-Seefächern erkannten wir die Ergs, während jede für 3 Minuten ohne Maske tauchte. Reichlich Luftreserven erlaubten einige Schleifen und zusätzliche Ergs. In der Nachspielzeit sahen wir Blaupunktrochen, Kegelschnecken, Rotfeuerfische und Kartoffelbarsche. Persönliche Highlights waren ein schüchterner Tintenfisch und eine weiße Muräne in Nachbarschaft zu zwei Schulz Seenadeln.

Fazit des ersten Prüfungstauchgangs: „Weiter so“ lobte uns Theo….


  


Sonntag, 6.4.2014 – Der Gong zur nächsten Runde… der dritte Ausbildungstag

Das sonnige Wetter bleibt uns treu und alle sind so pünktlich an Bord der AIDA Momo, dass wir sogar schon vor 9:00 Uhr auslaufen konnten. Nach einem Tankstopp in Hurghada geht es Richtung  Norden. Die Wartezeit wurde zweckdienlich verbracht, neben Achterknoten, Schotstek, Platek, Feuerwehrstek gab es leider kein Hacksteak sondern Webleinenstek und das Belegen einer Klampe. Für den 4. Tauchgang geht es zu „Umm Kamar“, Aufstieg ohne Flossenbenutzung. Dieser 40+ Tauchgang wird aufgrund der Gegebenheiten spontan als Drift gestaltet, wir fahren mit dem Zodiak raus. Auf Kommando ließen wir uns rückwärts ins Wasser fallen und tauchten zügig ab. Tief beeindruckt hat die schwarze Koralle, einige Tauchgruppen brillierten beim Aufstieg in Sternformation. Größere Tauchgruppen wechselten sich mit Sicherung und Aufstieg ab, zunächst von 40 m auf  25 m, danach von 25 m auf 10 m. So war die Übung schnell erledigt und es ging flach und gemütlich zurück zum Schiff. Unterwegs sahen wir drei Ergs, die vor lauter Fahnenbarschen kaum zu erkennen waren, endlich wurden auch Rotfeuerfische gesichtet und ein Steinfisch entdeckt! Eine Gruppe berichtete freudestrahlend von drei Delphinen in Griffweite, eins davon ein Jungtier. Raus aus dem Neopren, rein in den Salon zum hervorragenden Mittagessen.

Anschließend servierte uns Doc Dietrich eine bunte Buchstabensuppe aus AED, AGE, DCI, HLW & PFO. Herzlichen Dank für diese Auffrischung, die uns für die Schnelldiagnose nach der anstehenden Rettungsübung nur nützen kann. Vor dem nächsten Briefing kam das entsprechende Kurzreferat und die Tauchplatzbeschreibung zu „Stonebeach“. Abtauchen, Bubblecheck und Platz für die Übung suchen. Es wurde wechselseitig gerettet und dann weitergetaucht. Die Blaupunktrochen jagten sich über den Sandgrund, Doktor- und Nasenfische wurden ergänzt durch Clownfische. Zwei fette Netzmuränen verkürzten den Rückweg bevor in Schiffnähe die komplette Rettungsübung demonstriert wurde. Hierbei bewährte sich die vorher geübte Rettungsschlinge zum Transport des „Verunfallten“ an Deck. Zum Nachbriefing gab es wieder ofenfrischen Kuchen.
Theo ließ in seinem Abgesang durchblicken, dass wir alle sind bislang im grünen Bereich sind, nur dass grün auch ein paar Rottöne hat.

Wir sind auf gutem Wege, sollen aber nicht übermütig werden oder in Urlaubsstimmung verfallen !

Für morgen steht der Test des neuen Spezialkurses „Probleme lösen“ an bevor nachmittags die Prüfungsphase eingeläutet wird. Wir sind gespannt, was uns erwartet…

Zeit für’s Abendessen !


Samstag, 5.4.2014 – Weiter geht es… der zweite Ausbildungstag

Das Wetter bleibt sonnig, die Stimmung ist gut und man trifft sich schon zeitig zum Frühstück. Auch an der Tauchbasis sind alle schon vor 9:00 Uhr versammelt und abmarschbereit. Es geht wieder auf die AIDA Momo, zum Aufstieg Wechselatmung am „Sharm Moawd“. 40 + war die Ansage und das wurde auch von allen problemlos gefunden. Nach der Pflicht kam die Kür: einige Grotten, Höhlen und Durchgänge wurden erforscht. Hierbei wurden Blaupunktrochen, Nemos, Sandbarsche, Putzerstationen, Papageien- und Kugelfische gefunden…

Zurück an Bord zogen sich die Tauchgruppen zum Nachbriefing zurück und erhielten wieder wertvolle Hilfestellungen für die Zukunft. Zum Mittagessen gab es heute Hähnchen, Salat, Reis, Fladenbrot und Nudeln… es ist immer wieder erstaunlich, was auf so engem Raum leckeres gezaubert wird.

Die Gruppeneinteilung für den nächsten Tauchgang wird vorgelesen und bald geht es zum nächsten Kurzreferat und dann zum Briefing. „Fuchsjagd“ ist angesagt, die TL2 Anwärter jagen der Luft hinterher und erhalten den langen Hauptregler des Vorantauchenden. Die Schildkröte lehnte den angebotenen Atemregler dankend ab und schwamm weiter zur nächsten Gruppe. Für solche Naturhighlights unterbrechen wir immer wieder gerne die Übungen… Das Rote Meer bot auch ansonsten reichlich: Von Flötenfischen über Muränen, Blaupunktrochen, Doktorfischen, Drückerfischen, Falter- und Wimpelfischen zu Nacktschnecken.

So macht Ausbildung doppelt Spaß! So langsam kennen wir uns besser, die Gruppe wächst zusammen.

Ausblick: Wir freuen uns auf morgen, es geht nach Norden zum Aufstieg ohne Flossenbenutzung und nachmittags folgt die Rettungsübung.


Freitag, 4.4.2014 – Es geht los … der erste Ausbildungstag

Aus allen Ecken Deutschland sind wir gestern angereist, um uns der TL-Prüfung zu stellen.
Trotz Streik, einem Triebwerksschaden und einer missglückten Zugverbindung kamen alle von uns nahezu planmäßig im Hotel Grand Seas Resort Hostmark südlich von Hurghada an.

„Wir“ … das sind zwölf TL2-Anwärter/innen und zwei angehende TL3. Zu unserem Ausbilderteam um Theo Konken gehören Peter Bredebusch, Holger Feldmann und Uwe Weißhäupl. Um unsere Gesundheit kümmert sich in den kommenden Tagen Prof. Dr. Dietrich Paravicini.

Der Empfang auf der Tauchbasis „Jasmin Diving“ war sehr herzlich: Monika und Silke servierten Falafel-Sandwich und Finger-Food zur Begrüßung. Und auch unser Kapitän Moawd ließ es sich nicht nehmen, das Team um Theo willkommen zu heißen. Er erzählte stolz davon, dass er extra für uns in den letzten Tagen auf seinem Tauchboot klar Schiff gemacht und schon leckeren Fisch für die Mittagspause geordert hat.

Strahlender Sonnenschein, eine leichte Brise und fast glatte See begrüßten uns zum ersten Ausbildungstag (wer wissen will, wieviel „eine leichte Brise“ in Meter pro Sekunde oder in Knoten ist, der ziehe bitte die Windstärken-Skala zu Rate …). Und so starteten wir also mit idealen Voraussetzungen.

Zuerst mussten noch alle bei der Tauchbasis einchecken. Dann aber konnte Theo die Veranstaltung endlich offiziell eröffnen. Nach der Begrüßung ging es mit unserem Tauchboot, der „AIDA Momo“, die in den kommenden acht Tagen der Mittelpunkt unserer Unternehmungen sein wird, auch schon raus zu unserem Tauchspot in der Nähe der Makadi Bay („Godda Abu Muchadi“) . Dort stand zunächst die Konditionsübung Flossenschwimmen auf dem Plan. Alle kamen glücklich und in schneller Zeit an, danach kam eine Einweisung zum Thema Seemannschaft und Knotenkunden von Theo.  Unser TL3 Anwärter Andreas B. (wir haben drei Andreasse und eine Andrea dabei) hielt einen vorbildliches Kurzreferat zu unserem Eingewöhnungstauchgang. Die Zeit zum Mittagessen wurde so sehr gut überbrückt, neben dem oben erwähnten leckeren Fisch gab es auch Reis und andere Köstlichkeiten.

Danach hieß es Aufrödeln und ab ins Wasser zum Fische schauen. Nebenbei standen folgende Übungen auf dem Programm: das Gerät im Wasser angelegen, Bleicheck, Wasser-Nasereflex-Kontrolle, Abgabe des Hauptatemreglers und auf 5 m Tiefe ohne Computer auftauchen.

Nach ca. einer Stunde mit unzähligen Nemos, Koffer- und Kugelfischen, einer Schildkröte, einem Schlangenseeaal und einem (unbestätigten) Adlerrochen kamen alle Taucher wieder zurück an Bord. Die üblichen Nachbesprechungen zeigten uns für die nächsten Tauchgänge noch Verbesserungspotentiale auf. Der Abgesang fiel positiv aus und Theo ist optimistisch, dass wir die geforderte Vorführqualität erreichen werden….