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Tauchausbildung

Impressionen Tauchlehrer-Weiterbildung - Korfu

Hier einige Impressionen vom Ausbilderseminar SK Abnahmeberechtigung "Sporttauchen in Meeresgrotten" auf Korfu vom 06.06. - 13.06.2015.


Landeanflug geglückt… kaliméra Korfu !

Wie heißt es so schön: „Eine Reise beginnt mit dem ersten Schritt!“

Oder im Fall des VDST Grottentauchseminars auf Korfu für sehr viele von uns mit einer Email von Paul Mai. Paul hat sich seither um alle unser Emailanfragen gekümmert und uns regelmäßig vorab mit den nötigen Informationen über Korfu und das Seminar versorgt. Die Organisation klappte auch bislang fast perfekt, aber die Flugverspätung kann man Paul nun wirklich nicht in die Schuhe schieben! Auch auf diesem Wege nochmals danke dafür…

Aus Düsseldorf kam der größte Teil eingeflogen, zwei kleine Teams aus Stuttgart und Frankfurt sind schon etwas früher vor Ort, bald genießen alle die griechische Sonne und Gastfreundschaft!

Der Anfang ist geschafft, wir sind angekommen, haben unsere Zimmer bezogen und uns wie verabredet im vorab verteilten Programmablauf um 14:30 Uhr bei Paul, Theo und Volkmar getroffen.
Durch die Vorstellungsrunde hat sich herausgestellt, dass wir eine gut gemischte Gruppe aus Ausbildern, unseren Grottentauchausbildern (neben Paul auch Theo Konken und Volkmar Lehnen) und „normalen“ Tauchern sind. Aber Moment, will Paul damit sagen, dass Ausbilder nicht (mehr) normal sind? Hmmm, nunja… Recht hat er :) Und unsere Grottenausbilder sind das beste Beispiel dafür, regelrecht vorbildlich. Man spürt deutlich, dass die drei sich lange kenne und die verbalen Bälle wurden immer gekonnt mit noch heftigeren Volleys returniert…
fehlte nur noch das Popcorn für diese gelungene Vorstellung, dafür gab es höchst willkommenen und bitter benötigten Kaffee (Abflug zwischen 5 und 6 Uhr!).

Danach geht nebenher der offizielle Teil weiter und Paul gibt und wertvolle Tipps zum Grottentauchen, erst mit einem vorsichtigen Vortasten in nach oben offene Gänge (bzw. der Präsentation über die Stufen und Grenzen des Grottentauchens)  dann mit einem Lehrvideo mit nicht nur historischen Wert. Denn die Tauchmode und Konfiguration mag sich zwar in den letzten 20 Jahren geändert haben (langer Schlauch am Hauptregler und kein Schnorchel mehr an der Maske), aber die Grundprinzipien sind gleichgeblieben: kleine Gruppen mit Untergruppenführern und in Grotten kommt nur, wer sauber tarieren kann, diverse Flossenschlagstechniken beherrscht und Helikopter hinkriegt. Das und den Wasser-Nase-Reflex testen wir morgen zu Beginn des ersten Tauchgangs…und wie immer Bleicheck, hier noch wichtiger als bisher! Die meisten bringen jetzt ihre Tauchsachen an die Basis, einige machen Siesta (oder wie das hier in Griechenland heißen mag?), andere kaufen Wasser ein und schauen sich die traumhafte Landschaft an.

„Der erste Tag wird lang“ wurden wir gewarnt und dieser Blog wird heute etwas kürzer, damit ich vor dem gemeinsamen Abendessen um 20 Uhr noch duschen kann. Fotos folgen…

Grüße von den müden Reisenden, ab morgen mutieren wir langsam zu Grottenmolchen (wurde uns versprochen)!

 

Ópa, Leinen los … auf geht’s zu den Grotten

Nein, keine Altersdiekriminierung… „Ópa“ ist das griechische Wort für „Achtung“.

Nachdem sich alle angehenden Grottenmolche mit dem englischen Frühstück im Hotel gestärkt hatten, trafen wir uns an der Tauchbasis Korfu Diving um die Ausrüstung zusammenzubauen. Blei wurde passend zusammengestellt und alles noch mal durchgesehen. Währenddessen legte unser Boot die Barakunda mit Kapitän Takis am Steg an. Briefing auf der kurzen Fahrt, gegenseitiges Helfen beim Anlegen der Ausrüstung als wir unseren ersten  Tauchplatz Klosterfelsen erreichen. Zu Beginn des Tauchgangs standen Buddycheck und Bubblecheck auf dem Programm. Dann ein paar Übungen zu den unterschiedlichen Flossenstilen und schon ist die erste Grotte erreicht. Finimeter Check, Lampen Check, „Alles O.K.?“ und hinein in die Grotte. Die große Öffnung ermöglichte es uns, nebeneinander zusammentauchen. Im Inneren der Grotte wurden wir von einer großen Languste und sehr viele Garnelen empfangen. Der Blick aus der Höhle ins Freiwasser ist einfach umwerfend.… Auf dem Weg zur nächsten Grotte ging es durch einen Tunnel und nach knapp einer Stunde Tauchgang war das Abenteuer leider wieder vorbei. Unser Boot die Barakuda bietet viel Platz für alle Taucher und die Ausrüstung. Auf dem Weg zurück zur Basis wurde in den einzelnen Gruppen der Tauchgang durchgesprochen und wir erhielten Tipps von unseren Ausbildern was noch optimiert werden kann. Noch Briefing mit allen Ausbildern und dann wurden wir in die Mittagspause entlassen.

Die Restaurants vor Ort bieten ein sehr gutes und preiswertes Essen in fußläufiger Entfernung an. Dabei waren wir uns einig, dass in einem Gyros Pita keine Pommes hineingehören. Danach ein Mittagsschläfchen oder eine Shopping Tour im örtlichen Supermarkt und schon trafen wir uns um 14:00 Uhr wieder an der Tauchbasis. Da wir die Ausrüstung komplett auf dem Boot lassen konnten, mussten wir nur die frisch gefüllten Flaschen auf das Boot bringen und konnten überpünktlich ablegen. Die Gruppenzusammensetzung vom Morgen wurde aufgrund der festen Sitzplätze im Boot beibehalten. Kurzes Briefing und schon legte unser Boot am nächsten Tauchplatz an. Das Himmelsloch ist eine große Grotte. Durch das einfließende Süßwasser war die Sicht zeitweise trotz Maske sehr verschwommen. Dadurch, dass die Decke eingestürzt ist und einen Blick in den freien Himmel zulässt, konnten wir auftauchen und die Atemregler zu einem kurzen „Schnack“ herausnehmen. Neben einigen Soldantenfischen sahen wir auch Seesterne. Auf dem Rückweg zum Boot begleiteten wir einen Schwarm Bernsteinmakrelen und es wurden viele Feuerwürmer gesehen, die insbesondere die Makrofotographen zu ein paar Aufnahmen einluden. Wieder verging die Tauchzeit wie im Flug und nach knapp 70 Minuten erreichten wir das Boot. Auf der Rückfahrt wurden die Tauchgänge kurz besprochen und zurück am Steg wurde alle Ausrüstung an Land gebracht. Die Barakuda wird die Nacht im Hafen verbringen und dort wäre die Ausrüstung nicht sicher. Sachen aufhängen und den kleinen Basishund „Bienchen“ gestreichelt, bevor es zur nächsten Theorieeinheit bei den Ausbildern geht.

Diesmal gibt uns Volkmar Lehnen einen Einblick, was beim Höhlentauchen noch zusätzlich erforderlich ist. Bilder von Cenoten in Mexiko, Dean’s Blue Hole auf den Bahamas und das ägyptische Blue Hole machen Lust auf mehr. Gelernt haben wir nebenher auch einiges, es gibt Naturhöhlen und auch sogenannte „steel caves“, wie die Wracks im englischen auch genannt werden. Auch das Eistauchen gehört in diese Kategorie, bei der ein Auftauchen nach oben nicht jederzeit möglich ist.  Je nach Material wird u.a. in Kalkstein oder Lavahöhlen unterschieden, einige Höhlen entstehen durch die Gezeiten. Uns wurde hierbei bewusst, dass wir beim Grottentauchen gerade mal in die Höhlen „hineinschnuppern“, wir müssen keine Leinen verlegen und auch die zusätzlichen Sonderzeichen noch nicht lernen. Puh:  Es gehört viel mehr zum Höhlentauchen, als man landläufig denkt! Ein sehr spannendes und kurzweiliges Thema. Eine Stunde später werden wir in die Pause verabschiedet, Freizeit bis zum gemeinsamen Abendessen im Restaurant. Sehr gute Gelegenheit zu duschen, zu schlafen, einzukaufen, Fotos zu machen, Hotelkatze zu verwöhnen und auch diesen Blog zu schreiben. Wir wünschen euch einen schönen Tag und versprechen euch, dass wir morgen weiter über unsere Abenteuer berichten werden…

 

Blick nach unten in der Dukatenhöhle und kali órexi (Guten Appetit) 

Tag drei, die Sonne lacht mal wieder und die Stimmung in der Gruppe wird immer ausgelassener. Wir haben Spaß zusammen, egal wo wir sind und so langsam stellt sich Routine ein, man kennt die Namen und weiß sich zu nehmen.

Vor dem Eintauchen in eine Grotte oder Höhle sollen wir uns immer die Bodenbeschaffenheit genau anschauen. Das war eines der ersten Dinge, auf die uns der fürsorgliche Paul sehr eindringlich hingewiesen hat. Bei Stein- oder Sandgrund werden Tariersünden besser verziehen als bei mehligem Sedimentuntergrund. Und in der Dukatenhöhle wird dieser Blick nach unten vielleicht mit Goldmünzen belohnt? Wir sind gespannt…

Zwei wunderschöne Tauchgänge liegen inzwischen hinter uns und es hat sich mal wieder gelohnt, früh aufzustehen. Tagesablauf sollte inzwischen bekannt sein… also ab ins Wasser nach ca. 40 Minuten Bootsfahrt mit genug Zeit für Briefing und Ausrüstungscheck.

Alle Gruppen gingen zusammen ins Wasser und ließen sich auf 33 Meter runterfallen. Am Eingang sortierten wir uns und tauchten in die Höhle ein. Langsam ging es nach oben, vorbei an Seesternen und Garnelen. Dann ein  - für einige unerwarteter – Knick des Tunnels nach oben und Richtungswechsel mit Blick auf die nachfolgenden Taucher darunter. Viel zu schnell endet der obere Teil in einer Grotte. Um Luft zu sparen tauchen wir auf 6 Meter weiter zur nächsten Attraktion, der Fledermausgrotte. Gerade der kleine, enge  Hinterraum war  ein Highlight… einzelnen hineingerufen per Lampensignal genossen wir die verschwommen Aussicht auf die Kalksteinwände. Und entdeckten endlich den angekündigten und sehnsüchtig herbei gewünschten Gabeldorsch. Auch kleiner Fische und viele Garnelen wurden wieder gesichtet. Beim Auftauchen in die Luftkammer mit Fledermäusen wurde vorher der Atemregler aus dem Mund genommen und blieb unter Wasser, um ihn nicht mit Fledermaushinterlassenschaften zu verunreinigen. Am Ausgang der Fledermaushöhle vergrub Paul schnell noch eine kleine Ouzoflasche für Rudi, der seinem Geburtstag mit uns verbringt. Auch auf diesem Wege nochmals alles Liebe & Gute zum Ehrentag! Andere fanden und fotografierten einen kleinen roten Drachenkopf.

Alternativtitel für den 2. Tauchgang: Montags in die Sonntagshöhle
In der Sonntagshöhle fanden wir quasi mit einem Tag Verspätung (da inzwischen schon Montag) eine deutlich größere Grotte vor. Hier wurde in der Luftkammer wieder aufgetaucht und wie vorher vereinbart die Lampen an der Oberfläche kurz abgedunkelt… wir hörten uns die Dunkelheit an und tauchten danach gemeinsam weiter. Die verbleibende Luft nutzen wir mit einem vielseitigem Übungsprogramm am Grottenausgang, u. a. Luftspende beim Höhlentauchen (Vorreichen des langen Schlauchs) und Bojesetzen. Zurück auf der Barakuda wurde gescherzt, gelacht und nebenher Tipps verteilt. So verflog die Fahrzeit bis Basis schnell und auch der leichte Sommerregen konnte unsere Stimmung nicht trüben. Schnell noch die Ausrüstung verstauen und zum Gruppennachbriefing, zurück auf den Zimmern werden die Lampen und Kameras geladen bevor es zum leckeren Abendessen mit viel Tzaziki geht.

Gute Nacht und bis morgen !


Efharistó (Danke) für diesen geilen Tauchtag !

Korfu, 4. Tag: wir langweilen euch nur ungern mit dem guten Wetter, aber es muss einfach erwähnt werden J Dank dem schnelleren, weißen Speedboot erreichen wir unseren Tauchplatz am Odysseus-Felsen in Rekordzeit und tauchen zunächst gemütlich auf 12 Meter runter, um die Max-Hahn Gedenktafel anzuschauen und zu filmen. Dann zusammen mit Theo fallenlassen auf 40+ Meter und rein in die erste Grotte. Am Ende ist ein Durchgang zum Hochtauchen, treffen und sammeln und weiter zur nächsten Grotte mit einem schönen Seitenarm mit Gabeldorsch und einem kurzen, engen Durchgang. Zwischendrin brav die Finimeter im Blick behalten und weiter hindurch und dann hoch auf das Riffdach. Die kleinen, hellgrauen Pilze sind auch hier wieder überall zu finden, wir wollen schon seit Tagen nachforschen, wie sie denn heißen! Viele Fischschwärme, von kleinen Barschen zu Mönchsfischen und Goldstriemen und ein kleiner Einsiedlerkrebs unterhalten uns und wir treffen und grüßen die anderen Gruppen. Zurück am Boot helfen wir uns gegenseitig aus der Ausrüstung und sichern unsere Kameras mit fetter Ausbeute. Kurze Nachbesprechungen und schon bald sind wir wieder am Steg der Basis. Flaschenkette von Bord und ab in die lange Mittagspause. Treffen ist heute Nachmittag erst um 15:00 Uhr an der Basis. Das gibt uns Zeit zum Essen, Schlafen, Logbuchschreiben, Fotos sichten und… Blog schreiben.

Die Zeit verfliegt trotzdem und bald schon ging es mit voller Fahrt zu uns allen unbekannten Grotten und Höhlen, sie haben noch keinen Namen und wir taufen den Tauchplatz daher auf „Zum oranje Franziskus an der Ziegenwand“. Im Gänsemarsch durchtauchen alle drei Gruppen das Gebieten mit Höhlen, Tunneln und Torbögen. Neben Fischen gibt es auch einen Oktopus mit Farbwechsel zu filmen und einige fleißige Gruppen bauten zurück unterm Boot noch Übungen ein.

„Gruppenführung ist Gruppensache!“ Ein wahrerer Satz wurde kaum je gesprochen und auch außerhalb unserer Gruppen helfen wir uns wo wir können, jeder packt mit an und achtet auf die anderen. Die Flaschenkette ins Boot rein klappt schon fast, auch das Runterhelfen vom Boot ist für einige eine Selbstverständlichkeit. Wir planen gemeinsam den morgigen Tauchtag und den Abschlussabend und dürfen uns einen Nachmittagstauchplatz zur Wiederholung für morgen aussuchen.


Das Tauchen ist leider vorbei… kalinichta (Gute Nacht)!

Mittagspause auf dem Liegestuhl im Schatten mit Gyros-Pita Lieferservice von den Tauchkameraden… so lässt es sich fast leben wie Odysseus in Griechenland. Danke! Die Tauchzeit neigt sich dem Ende zu, heute war schon der letzte Tauchtag.
Die Barakuda brachte uns in ca. 40 Minuten zum Tauchplatz Blue-Eye. Durch das ausführliche Briefing mit der lebhaften Beschreibung von Paul waren wir hervorragend vorbereitet und wurden kaum überrascht.

Das Blue-Eye ist eine große Grotte mit zwei Torbögen. Ein majestätischer Anblick und wir schwebten wie die Könige hindurch und übten nochmals Tarieren und Helikopter-Wenden. So vorbereitet ging es weiter zum Super Blue-Eye. Da die anderen zwei Gruppen mit dem Bärenkrebs beschäftigt waren (siehe unten), konnte Gruppe drei die Gunst der Stunde nutzen und an ihnen vorbeiziehen.
Das Super Blue-Eye begann als kleinere Grotte bis zu einer scheinbaren Sackgasse. Paul bat uns alle auf den Boden und leuchtete auf einen schmalen Felsspalt neben sich mit grobem Kies darunter. Wie abgesprochen tauchte er zuerst und seitlich durch, danach bat per Lampensignal den Nächsten zu sich. Falls es mal kurzzeitig irgendwo leicht klemmte, half er schnell und zuvorkommend. Danach schlängelte man sich den breiteren Durchgang entlang (wie eine Muräne, die dort auch gesichtet wurde und ihren Schatten warf) und tauchte wieder ins Tageslicht. Luftabfrage und die Frage „Wollt ihr noch eine Runde drehen?“ Deutliche Okayzeichen, Nicken und breites Grinsen antworteten ihm.

Die Gruppe zwei erwartete nach dem Verlassen der Super-Grotte ein großer Bärenkrebs, der sich eine Zeit lang fotografieren lies und dabei nur auf einen würdigen Gegner wartet. Diesen fand er in Theo: Ring frei für den Kampf der Titanen! Dieser Jahrhundertkampf ging unentschieden aus, aber es wird sicherlich einen nächsten Fight geben.
Des Weiteren sahen wir in der Nachbarschaft des Bärenkrebses eine große Languste. Beim Austauchen genossen wir die Restluft am Riff umzingelt von Mönchsfischen, Meerpfauen und fanden zudem eine Anemone. Anker los und Richtung Basis… für viele von uns war dieser Tauchplatz das Highlight! 

Auch in der Abendsonne lässt es sich in der Ecke mit Palmenschirm und Liegestühlen gut weiterschreiben… natürlich mit Meeresblick!
Der letzte Gerätetauchgang unseres Seminars schloss den Bogen und brachte uns zurück zum Klosterfelsen. „Die letzten werden die ersten sein…“ aber wir sind inzwischen andere. Wir sehen den Tauchplatz inzwischen mit geschärftem Blick, finden gemeinsam neue und altbekannte Grotten, durchtauchen etliche Tunnel und treffen dort liebgewonnene Highlights wie Bärenkrebs, Gabeldorsch, Langusten und Heerscharen von Garnelen. Zwischendrin begleiten uns Schwärme von Bänderbrassen, Meerpfauen, Neonriffbarsche, Mönchsfischen und auch Drachenköpfe, Kegelschnecken und Röhrenwürmer werden fotografiert.  Fast eine Stunde später sind wir zurück auf dem Boot und genießen den eisgekühlten Geburtstags-Ouzo von Rudi, Deko-Bier, Cola oder Wasser mit Oliven, Fetakäse und Brot als Picknick. Der erste Schluck ging selbstredend an Neptun! Und die Eiswürfel wurden hinterher umweltgerecht in den Anzügen der Mittaucher und Ausbilder entsorgt.

Um 18 Uhr trafen wir uns wieder und spazierten den Berg hoch zum Kloster mit Kirche und Katzen. Nach dem Rundgang mit Messe ging es zum „Sundowner-Ouzo“ mit traumhaftem Meeresblick. Auch der Rückweg bot den Fotografen etliche Motive…
Das Abendessen (20 Uhr) rief und die Menüauswahl forderte und wie jeden Tag aufs Neue. Als Vorspeise lieber Suppe, Salat oder z.B. Tsaziki?
Als Hauptgericht Fleisch, Fisch oder Nudeln?
Als Nachtisch Kuchen, Eis oder Früchte?
Wir berieten uns eifrig und genossen den täglichen Gruß aus der Küche in Form von Brot mit Butter und Oliven in Knoblauchöl mit Kräutern.

PS: Paul hat uns inzwischen erklärt, dass es sich bei den kleinen, grauen Pilzen um Schirmalgen handelt. Rätsel gelöst…


Kalá iméh, Grottenschnorcheln und Leinenkunde

Mir geht es gut (Kalá iméh) und ich freue mich auf den Tag, der vor uns liegt:
Frühstück um 8 Uhr, 8:30 Uhr zuschauen wie Theo zum Bäcker geht, um Brot und Brötchen für die Grotten-Ausbilder und ihre sehr sympathischen Frauen (Agnes Konken und Silvia Mai) holt. Ab 9 Uhr geht es an der Basis los… fast alle sind früher da. Kurzes Warten auf das Boot und entern mit Mann, Maus und Material. Die Materialschlacht wird heute Morgen deutlich geringer ausfallen, denn wir gehen Apnoetauchen bzw. hauptsächlich Schnorcheln in der Neptunshöhle. Nach dem Mittagessen im Hotel wird uns Volkmar dann wieder fesselnd unterhalten und einen Leinenparcours an Land spannen, an dem wir uns blind entlang tasten werden. Dabei gilt es, auch auf Leinensignale zu achten. Bei den Plastikmarkierungspfeilen als Leinenmarker in den Höhlen zeigt die Pfeilspitze immer zum Höhlenausgang. Wir sind gespannt…. Heute Abend geht es zur Urkundenvergabe in ein landestypisches Restaurant mit Lamm & Co., die Basis organisiert uns den Transport in die Berge. Wir berichten natürlich, wie es genau war J

Paul und Theo hielten die Schnorcheltruppe zusammen und passten drauf auf, dass keines ihrer Entenküken aus der Gruppe ausscherte. Wer möchte durfte einen kurzen, flachen Gang durchtauchen, andere schnorchelten draußen von der einen Grotte zur nächsten. Nach und nach wurden grüppchenweise die Seitenarme erkundet und bestaunt. Der Blick nach oben war atemberaubend schön! Wer damit fertig war, traf sich wieder im großen Vorraum und tauchte nach Steinchen oder Fotos. Die Barakuda war im Ausgang zu sehen mit Takis am Steuer. Nach knapp 50 Minuten schwammen wir nach dem Durchzählen zurück zur Leiter und reichten die Flossen nach oben. Zufriedene Gesichter, die üblichen Flachsereinen und Späße verkürzten die Rückfahrt.
Kurze Mittagspause und um 14:30 Uhr Treffen an der Basis, um mit Volkmar mit Hilfe seines Leinenparcours mit Markern aus erster Hand zu ertasten, wie man im Zweierteam auch bei Nullsicht (geschlossene Augen) wieder aus einer Höhle herausfindet. Bei Gabelungen sollte man darauf achten, ob eine Abzweigung vielleicht zwei Richtungspfeile hintereinander hat: dies ist dann der kürzere Ausweg aus der Höhle. Dankeschön, das war sehr spannend und lehrreich… und für Dritte sicherlich lustig anzuschauen, wie wir fast gegen Bäume laufen.
Danach noch eine Theorieeinheit mit Paul und Fragen zum Grottentauchen zur Vertiefung und Verfestigung des gelernten Stoffes. Mit reger Beteiligung bringen wir uns ein…
Danach heißt es Duschen und fertigmachen für den Transfer zum Restaurant um 18:30 Uhr, es gab Mispelchen, um die Wartezeit zu verkürzen.

Oben in den Bergen ist das Essen sehr lecker und reichlich, wir schlagen uns die Bäuche voll mit Lamm, Rind, Nudeln, Käse, Salat, Brot und Tsaziki. Als Nachtisch gibt es Joghurt mit Honig und Wassermelone. So gestärkt geht es nach einer kurzen Rede und übermittelten Grüßen von der VDST-Geschäftsstelle an die Urkundenübergabe mit persönlichen, warmen und treffenden Worten für die Teilnehmer.
Außerdem gibt es Umarmungen, die SK-Einkleber und für die Tauchlehrer unter uns 15 Fortbildungsstunden sowie die Abnahmeberechtigung.

Als ge- und bestandene Grottenmolche grüßen euch:
Petra, Rüdiger, Bernd, Rudi, Patrick, Rainer, Menno, Ralf, Jochen, Andreas und Elke.
Frauenquote: zwei von elf, da geht noch viel mehr!

Zurück am Hotel gibt es bei den Ausbildern noch Rotwein, Bier und Cola und in geselliger Runde lassen wir die Bilder der Woche nochmals Revue passieren mit Hilfe einer mit Musik unterlegte Bildershow von Theo. Pünktlich um Mitternacht griechischer Zeit stoßen wir mit unserem nächsten  Geburtstagskind (Patrick aus „Stube 308“) an, der zudem vor ein paar Tagen seinen 900. Tauchgang mit uns gemacht hat. Herzlichen Glückwunsch!

Jásu (Hallo und Auf Wiedersehen)

Der letzte volle Tag auf dieser wunderschönen Insel steht zu unserer freien Verfügung. Natürlich werden wir unsere Tauchsachen, Brevetkarte und ein T-Shirt noch an der Basis abholen und uns verabschieden. Wir wurden hervorragend und zuvorkommend betreut, Korfu Diving hat sich super um uns gekümmert. Ganz liebe Grüße und Danke an dieser Stelle an Ralf, Simone und Bienchen sowie Käptain Takis und Angeliki. Die VDST-Urkunde, die Theo euch gestern überreicht hat, ist mehr als berechtigt. Es weht nicht nur die VDST-Fahne am Steg, die Ausbildungs- und Sicherheitsstandards werden hier gelebt. Wir können die Basis wärmstens empfehlen und gerade für Vereinsfahrten bieten sich hier beste Voraussetzungen.

Jetzt gehen unsere Pläne und Wege langsam auseinander: Insel erkunden, spazieren gehen, Souvenirs für die Lieben daheim besorgen, faulenzen und Boot fahren sind geplant.

Dieser Blog kann nicht enden ohne ein wohlverdientes, dicken Lob und von Herzen kommendes „DANKE“ an unsere drei Obermolche Paul Mai, Theo Konken und Volkmar Lehnen. Sie haben uns nicht nur bestens ausgebildet und auf kommendes vorbereitet, sondern nebenher auch noch blendend unterhalten. Danke auch an Agnes und Silvia, die uns ihre Männer ausgeliehen haben…  Es war eine wunderbare Woche, die viel zu schnell verflogen ist!

Text & Bilder von Elke Römer mit Andreas Patz, Redaktion: Theo Konken


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