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Tauchausbildung

VDST Nitrox TL 2016

Es war im Winter 2015/2016, als bei Diskussionen innerhalb unseres Verein auch der Wunsch nach weiterführender Ausbildung in Richtung technischem Tauchen aufkam.. Daher entschieden wir uns, die Ausbildung zum Nitrox-TL im VDST zu wagen. Nach einer unverbindlichen Anmeldung dauerte es zunächst ein paar Monate bis sich einige Mitstreiter gefunden hatten - dann ging plötzlich alles ganz schnell: Kommt am 20.8. zum ersten Kurswochenende an den Schönbacher See bei Herborn, mitzubringen: gemäß Ordnung. Huch!! Muss man hier organisatorisches Chaos befürchten? Weit gefehlt! Mit Holger Feldmann lernten wir einen ausgesprochen kompetenten und offenen Ausbilder kennen, der aufgrund seiner Erfahrung einen Kurs mit wenigen Hilfsmitteln strukturieren und organisieren kann. Sein Ansatz "egal welcher Verband - Zeichen und Prozeduren im technischen Tauchen müssen einheitlich sein und beherrscht werden" traf bei allen 5 Nitrox-TL-Anwärtern und 2 "Usern" (VDST Nitrox**-Anwärtern) auf offene Ohren. Und so wurde von Wasserlage über Flossentechnik und Ventil- und Sicherheitsprozeduren alles von der Pike auf geübt, verfeinert - gegenseitig beobachtet, demonstriert und verbessert. Der offene Umgang aller Teilnehmer - unter dem Motto "keiner ist perfekt, jeder kann noch irgendetwas lernen" - machte Fragen und bereichernde Diskussionen möglich. Auch die praktische Umsetzung und das Üben machte viel Spaß. Leider kamen die Störe, Welse, Hechte und andere Kameraden im sehr interessanten See des ehemaligen Basalt-Steinbruchs viel zu kurz... Bis zum 2. Wochenende wurde dann die Ausrüstungskonfiguration verfeinert und die TL-Anwärter bereiteten die Theorieeinheiten vor. Am 3. Adventswochenende war es dann soweit: Das geballte Wissen 5 angehender Ausbilder prallte am Freitagabend und Samstagvormittag auf die beiden „User“ ein, so dass kaum Zeit zur Reflektion und – uns allen – gerade noch Zeit für einen Tauchgang blieb! Immerhin konnte der Theorieteil einschließlich Prüfung noch am Samstagabend abgeschlossen werden. Das gelungene Finale am Sonntag bot dann der letzte Tauchgang: Jeder konnte nochmals nachweisen, dass Ausrüstung, Prozeduren und Team-Tauchen eines anspruchsvollen Profils nicht nur sicher beherrscht, sondern auch mit viel Spaß einhergeht. Und endlich konnten wir uns mal in den Tiefen des Schönbacher Sees in Ruhe umsehen. Dummerweise straften dieses Mal die Störe, Welse, Hechte und andere Kameraden uns mit Missachtung…


DTSA-Trimix*-Instruktor-Kurs des HTSV in Hemmoor

Ortwin Khan (VDST-TL2, GWG Gießen, Hessen) und Bernd Rose (VDST-TL2, Delphin Butzbach, Hessen) beendeten den Trimix*-Instruktor-Kurs des Hessischen Tauchsport­verbandes (HTSV) erfolgreich.

Beide tauchen seit Jahren „technisch“ und haben sich intensiv fortgebildet. Bernd Rose leitet in Hessen seit Ende 2013 das Resort „Nitrox/Technisches Tauchen“. Ortwin Khan ist im HTSV stellvertretender Landesverbands­arzt und hat bereits verschiedene Kurse zum technischen Tauchen und zur Tauchmedizin angeboten. Am verlängerten Wochenende vom 01.05. bis 04.05.2014 waren sie für die Trimix*-Ausbildung für zwei Anwärter verantwortlich. Der Kurs in Hemmoor markierte das Finale eines längeren Ausbildungswegs hin zum Instruktor, dem die Organisation und Durch­führung diverser Kurse zum technischen Tauchen vorausging. Zum Abschluss des Wochen­endes wurde beiden die CMAS-Nomoxic-Trimix-Instuctor-Lizenz von Holger Feldmann (VDST-TL4, stellvertretender Landesausbildungsleiter Hessen und Leiter der TAK Technisches Tauchen beim VDST) überreicht.

Trimix steht als Abkürzung für eine Mixtur aus den drei Gasbestandteilen Sauerstoff (O2), Stickstoff (N2) und Helium (He). Mit diesem Gasgemisch sind nach den Regeln des VDST erlebnisreiche Tauchgänge bis zu 90m Tiefe sicher durchführbar. Trimix* (normoxic) ist auf Tiefen bis zu 60m beschränkt. Es wird ein Grundgemisch (Gas für die maximale Tiefe) verwendet, bei dem der Sauerstoff- und Stickstoffanteil zu Gunsten von Helium abgesenkt wird. Ziel ist es, die Sauerstofftoxizität und die Stickstoffnarkose sowie den hohen Atemwiderstand bei hohen Umgebungsdrücken zu vermeiden bzw. abzusenken. Die großen Tiefen bis zu 60m erfordern wiederum eine angemessene Dekompressionsstrategie, bei der sauerstoffangereicherte Gase und reiner Sauerstoff zum Dekomprimieren eingesetzt werden. Getaucht wird mit einer angepassten Ausrüstung und zwei zusätzlichen Deko-Stage-Flaschen. Dies alles lässt sich nur auf Basis einer fundierten Ausbildung sicher durchführen.

Die Grundfertigkeiten müssen für solche Tauchgänge routiniert sitzen. Darum startete der Ausbildungsweg zum Trimix*-Instruktor bereits im März 2014 mit der Durchführung des neuen Vorbereitungskurses DTSA-TEC Basic in Hessen. An drei Wochenenden wurden insgesamt 10 Teilnehmer erfolgreich ausgebildet. Einige Übungstauchgänge und insgesamt fünf Prüfungstauchgänge wurden im 5° kalten Wasser absolviert. Schwerpunkt des TEC Basic sind die fundamentalen Fähigkeiten des technischen Tauchens, die sog. „Basic Skills“. Diese sind diverse Flossentechniken, perfekter Trimm und Tarierung, Ventilmanagement, Boje setzen, Out-Of-Gas-Situationen, Gaswechsel, Stage-Handling, Problemlösungen und die Rettungsübung. Ein weiteres Ausbildungsziel ist das Team-Tauchen, das eine gute Kommunikation und die Kenntnis verschiedener Prozeduren voraussetzt. Technisches Tauchen wird erst durch das richtige Teamwork sicher.

In der Trimix-Ausbildung sind diese fundamentalen Tauchfertigkeiten essentiell. Die Stabilität und Sicherheit der Trimixtauchgänge fußt auf diesen elementaren Fähigkeiten. Im Instruktor-Kurs wurden viele schwierige Situationen provoziert und gemeistert. Es gab intensive Theorie-Einheiten mit den Schwerpunkten O2-Window, O2-Toxizität, Narkosewirkungen, Tauchgangsplanung, Mischgas-Dekompression und isobare Diffusionsprozesse. An Land wurden viele Übungen erklärt und durchgespielt, um sie unter Wasser zu trainieren. Solche Kurse haben Höhen und Tiefen und sind für die Ausbilder eine große Herausforderung. In Ergänzung zur klassischen Tauchausbildung kommt die Exponierung der Ausbilder und Anwärter auf den tiefen Tauchgängen hinzu. Die Dekompressionsverpflichtungen bei den „scharfen“ Tauchgängen gegen Abschluss eines Trimix-Kurses sind eine neue Dimension in der Ausbildung und stellen hohe Forderungen an das Ausbilderverhalten. Die aufwendige Ausrüstung führt darüber hinaus zu einer Trägheit unter Wasser. Frühzeitiges Erkennen von kritischen Situationen und ein gutes Timing der Reaktion ist eine wesentliche Ausbildungskompetenz. Jederzeit müssen die Ausbilder eingreifen können, um gefährliche Fehlersituationen zu kontrollieren, ohne sich und andere zu gefährden. Die Ausbildung erfordert durchgehend eine hohe Aufmerksamkeit und ein sicheres Tauchverhalten. Erfahrungsaustausch und intensive Nachgespräche haben das lange Wochenende bereichert.

Ein großer Dank geht an Holger Feldmann der freundschaftlich, verbindlich und mit hoher Professionalität den Kurs organisiert hat. Viele Jahre Erfahrung im Bereich des technischen Tauchens und in der Ausbilder-Ausbildung hat er in den Kurs eingebracht und den neuen Trimix-Ausbildern mit auf dem Weg gegeben.

Bernd Rose




DTSA TEC Basic Kurs des HTSV im März 2014

Im März fand das erste offizielle TEC Basic Seminar des HTSV statt. Holger Feldmann (VDST TL4, Leiter TAK Technisches Tauchen) und Bernd Rose wagten als Organisator einen frühen Termin im Jahr. Allen pessimistischen Prophezeiungen zum Trotz war der See eisfrei und ein gutes Dutzend Taucher aus mehreren Bundesländern fanden sich zum Sichtungswochenendende ein.

Nach der aktuellen Prüfungsordnung stellt dieser neu geschaffene Kurs die Eingangstür zur Trimix Ausbilung des VDST dar. Speziell dafür geschaffen "... dem Teilnehmer das Wissen und die praktischen Grundlagen für das technische Tauchen zu vermitteln...".

Die Tatsache, dass für eine "Grundlagenausbildung" ein Sichtungswochenende vorgesehen wurde, gab uns vorab schon einen Hinweis, auf welchem Niveau unsere Ausbilder Bernd, Holger, Ortwin Khan und Uwe Breidenstein diese Grundlagen schaffen wollten. Unsere Vorahnungen wurden nicht enttäuscht.

Schon der Einstieg in den Kurs fand über einige hochinteressante Vorträge statt, bei dem uns die besonderen Herausforderungen des technischen Tauchens deutlich vorgeführt wurden. Die Anforderungen an Skills, Trimm und taucherische Fähigkeiten wurden klar herausgearbeitet, passende Ausrüstung als Grundvoraussetzung für technische Tauchgänge kenntlich gemacht. Daher war die erste praktische Station des Wochenendes wenig verwunderlich: Die Überprüfung der Ausrüstung.


Dass Doppelflaschen und Stages zum technischen Tauchen gehören, ist für niemanden eine Überraschung. Wie viele kleine Fehler man bei der Konfiguration dieser Ausrüstung machen kann, setzte jedoch den ersten lehrreichen Punkt des Wochenendes. Es wurden Schlauchführungen korrigiert, Lampentanks umgesetzt, Automaten neu ausgerichtet und damit Ventile erreichbar gemacht. Anzugtaschen wurden aufgeräumt, Bojen und Masken neu darin verteilt. Sprich: Nach gut einer Stunde schrauben und richten, sah das eine oder andere anders aus, als das, was wir an den See gebracht hatten.

Eine kurze Pause, ein kurzer Vortrag und einige Demonstrationen, dann ging es in angenehm kleinen Gruppen ins Wasser: Safetydrills, Hebesack, Ventilmanagement und Stagehandling wurden bei uns erstmals abgefragt. Frog-, Backwards- und Helikopterkick sollten von uns vorgeführt werden. Dabei wurde deutlich, dass kein Teilnehmer unvorbereitet in das Wochenende gegangen war: Jeder hatte im Vorfeld geübt und sich auf diese Skills vorbereitet. Es gab noch einiges zu verbessern. Aber: Wir alle durften in den Hauptteil des Kurses einsteigen und ab dem nächsten Tag uns die ersten Prüfungen erarbeiten.


Ich glaube, wer einen Blick in die Prüfungsordnung für dieses DTSA wirft, dem wird schnell klar, was es in dem Kurs und diesen Prüfungen zu erreichen galt. Über 2 Wochenenden und 8 Tauchgänge steigerte sich das Niveau mit jedem Abtauchen. Safetydrill... V-Drill...verunfallten technischen Taucher bergen... Stages ablegen... Gaswechsel... Flossentechniken. In den ersten Tauchgängen noch mit optischer Referenz, später nur noch im grünen Wasser. Die Komplexität und die Anforderungen an die Ausführung der Übungen wurden ebenfalls ständig gesteigert. Alles unter den strengen Augen von Bernd, Holger, Ortwin und Uwe, die uns nach jedem Tauchgang ein Füllhorn an Lehren und neuen Ideen überreichten. Jedes Detail wurde bearbeitet und jeder Handgriff analysiert. Jedes Teamverhalten hinterfragt und jede sichtbare Unachtsamkeit moniert. Seine Krönung fand der praktische Teil des Kurses im Abschlusstauchgang. Ich glaube, es gab keine Lampe, deren Ausfall nicht simuliert wurde. Gespielte Krämpfe wollten unten Wasser behandelt werden. Gasverluste, Stageverluste und der komplette Ausfall der Gase eines Tauchers wurden durchgespielt. Am Ende waren wir müde, wir waren erschlagen und ein ganz klein wenig stolz auf das, was uns dieser Kurs gebracht hat: Am ersten Tag wäre ein Tauchgang wie der Abschlusstauchgang undenkbar gewesen.


Ein toller Theorieabend bei den Butzbacher Delphinen rundete den Kurs ab und legte die Grundlagen für das fortgeschrittene Tauchen mit Nitrox. Themenfelder wie Dekompression, und Tauchgangsplanung wurden intensiv bearbeitet. Sicherheit und Notfallmanagement, Minimum Gas und Gasverlust wurden theoretisch auf feste Beine gestellt.

Mein Fazit: Ich habe viel gelernt. Sowohl praktisch, als auch theoretisch. Ich bin dankbar, dass der VDST derzeit wieder um eine solide Basis im technischen Bereich bemüht und man nicht mehr zwingend auf andere Verbände und Organisationen schielen muss, wenn man das technische Tauchen erlernen will. Aber auch wenn man sich nicht irgendwann mit Trimix versenken will, bietet dieser Kurs viel Lehrreiches und das innerhalb verantwortungsvoller Grenzen.

Ich bedanke mich herzlich bei den Ausbildern für die tollen Tage. Ich bin jedes Mal begeistert, wenn ich sehe, was Ihr neben Euren "richtigen Leben" in den Verband investiert.

Gerrit Matschurat




HTSV - DTSA Nitrox** User und Nitrox TL Prüfung beendet


Ende Juni wurde vom HTSV ein DTSA-Nitrox**- Seminar unter der Leitung von Holger Feldmann durchgeführt. Schauplatz des Geschehens war Wildschütz: Ein ehemaliger Steinbruch in der Gegend von Torgau. Vom taucherischen ein nettes Fleckchen. Neben dem üblichen Flussbarschgewimmel im Flachen hat der Betreiber, Volker Buder, den See mit allerlei Sehenswürdigkeiten versehen. Zu den Highlights im Sporttauchbereich gehören sicher die Unterwasserstation und ein selbstgebautes Flugzeug auf 20 Meter, mit dem vor knapp 24 Jahren jemand "rübermachen" wollte. Er wurde auf der Zielgerade seines Planes von der Wende überholt und spendete das Flugzeug als Tauchattraktion dem See.


Zum Kurs selbst: Wie üblich wurde dieses Seminar mit einem Sichtungswochenende eröffnet. Dieses fand Anfang Mai am HTSV See in Schönbach statt. Hier ging es darum, den taucherischen Fertigkeitsstand der Anwärter zu überprüfen. Ein spannendes Wochenende bei bestem Wetter, das bereits die ersten starken Impulse zur Weiterentwicklung setzte. Ob es Flossentechniken, Ventilübungen, Trim, Boje oder Teamarbeit betraf: Es fand sich überall etwas, wo wir Tipps und Ratschläge entgegen nehmen durften. Kurz: Nach dem Wochenende war unser Hausaufgabenheft gut gefüllt und die Zeit bis zum eigentlichen Kurs wollte zur Verbesserung genutzt werden.

Am 30.05.2013 war es dann so weit. Nach verschieden langen, aber recht kurzweiligen Anfahrten, trafen Taucher und Tauchlehrer aus den verschiedensten Fleckchen der Republik ein. Es fanden sich Lörracher, Dortmunder, Gießener und weitere Kfz. Kennzeichen auf dem Parkplatz der Tauchbasis. Holger Feldmann gönnte uns allen ein unhektisches Ankommen und kurzes gegenseitiges Beschnuppern. Dann ging es zur Sache.

Der erste Tag gehörte vor allem der Organisation. Teams wurden eingeteilt, Tauchgänge und Lernziele besprochen. Die Ausrüstung überprüft. Ein erster Tauchgang durchgeführt. Danach wurde sich beim gemeinsamen Grillen intensiv ausgetauscht. Noch ein kleiner Theorieblock zu später Stunde, dann war der erste Tag geschafft.

Tag 2 war gut gepackt mit 2 Theorieblöcken und 2 Tauchgängen. Dabei wurden bei jedem Tauchgang kontinuierlich die Zahl der zu bewältigenden Aufgaben und die Ansprüche an deren Durchführung gesteigert. Gaswechsel wurden ständig wiederholt. Sicherheits- und Ventilübungen verfeinert. Teamarbeit war immer gefordert. Der Wert einer eingespielten Gruppe wurde klar herausgearbeitet. Formationen, Kommunikation und das Feld der Tauchgangsberechnung wurden intensiv beackert. Abends fielen wir müde und zufrieden ins Bett. Am nächsten Tag das gleiche Spiel: Viel Tauchen, viel Theorie. Intensive Übungen und Berechnungen. Und plötzlich... war Sonntagmorgen. Der letzte Tauchgang stand an.

Und direkt vor diesem Tauchgang merkt man es: Irgendwie verändert sich während einem solchen Kurs die Perspektive, irgendwie verändern sich die Ansprüche. Plötzlich geht man mit neuen Checklisten ins Wasser. Der Blick für Sicherheit schärft sich. Redundanzen sind klar besprochen und berechnet. Die Stage an der Seite ist selbstverständlicher geworden. Man hat plötzlich neue Parameter, an denen man ablesen kann, ob ein Tauchgang noch normal verläuft. Stimmt die Wasserlage meines Teammitgliedes oder ist er unruhig? Funktioniert die Lampenkommunikation? Die Abstände? Die Abstiegsgeschwindigkeit? Die Aufstiegsgeschwindigkeit? Passt die Formation? Halten wir uns an die erarbeitete Run Time Table? Ist der Gasverbrauch da, wo er sein sollte?

Es ist schon irgendwie ein tolles Gefühl, wenn man sich mit diesen neuen Perspektiven und in Sternformation ins Grün des Sees fallen lässt. Wenn die Sprungschicht hinter einem bleibt und man im glasklaren, schwarzen Wasser die Sehenswürdigkeiten in knapp 40 Meter genießen kann.

Mein Fazit: Ein toller Kurs und es gab viele Faktoren die ihn so toll machten.


Da waren vor allem die Tauchlehrer Holger, Frank, Ortwin, Uwe und Uli, sowie die Nitrox TL Anwärter Bernd und Jerome. Mit viel Liebe zum Detail gaben sie uns neue Denkanstöße und brachten uns Techniken bei, derartige Tauchgänge sicherer zu gestalten. Dabei muss man klar sagen: Die Weitergabe ihrer praktischen Erfahrungen machten den wohl wichtigsten und größten Teil des Kurses aus. Viele Themen die in diesem Seminar vermittelt wurden sind zu abstrakt, um sie umfassend in einem Lehrbuch oder der Prüfungsordnung in Worte zu fassen. Es braucht das solide Fundament der Erfahrung, um diese Inhalte glaubhaft, an der richtigen Stelle und in verantwortungsvollem Umfang zu vermitteln. Gut, dass wir über diese Expertise in unserem Verband verfügen. Denn nur aus der Synthese der Prüfungsordnung und der persönlichen Erfahrung der Tauchlehrer kann so ein Kurs auf diesem Level durchgeführt werden. Das dort erworbene Wissen kommt auch den einzelnen Vereinen zu gute. Gerade die vertiefte Dekompressionslehre, Trim, Bojen- und Sicherheitsprozeduren erhalten Ihre Richtigkeit und Wichtigkeit nicht erst durch die Doppelflasche auf dem Rücken. Sie sind auch für jeden Sporttauchgang interessant und wollen zwischen Vereinskameraden/innen weiter gegeben werden.

Ein weiterer Faktor, der den Kurs so schön machte, waren die Teilnehmer. Unterschiedlich, aber geeint von dem gemeinsamen Ziel entstand eine sehr angenehme Atmosphäre des Miteinanders. Der Teamgedanke wurde nicht nur unter Wasser gelebt.

Was war noch? Volker Buder führte und abends zu den lokalkulinarischen Highlights des Torgauer Umlandes. Es war immer lecker. Über den See habe ich bereits berichtet. Über das Wetter wollen wir nicht reden. Wenn es nicht leicht regnete, regnete es stark. Nur ein Gewitterregen schaffte ab und an Abwechslung. 3 Tage später war in Torgau Land unter und die zweite "Jahrhundertflut" innerhalb von 10 Jahren da.

Mir bleibt jetzt nur noch ein Danke an Tauchlehrer und Teilnehmer. Jederzeit wieder.

Gerrit Matschurat (Juni 2013)




DTSA-Trimix*-Kurs des HTSV in 2012 erfolgreich abgeschlossen


DTSA-Trimix*-Kurs, 17.06.2012 in Schönbach; von links: Bernd Rose, Uwe Breidenstein, Uli Sieslack

Mit der Theorieprüfung und einem praktischen Teil schließen Ulrich Sieslack (VDST-TL2, VFL Kemminghausen, NRW) und Bernd Rose (VDST-TL1, Delphin Butzbach TSV, Hessen) den Trimix-Kurs 2012 des HTSV erfolgreich ab. Beide Anwärter erhalten zum Abschluss ihre DTSA-Trimix-Lizenz von den Ausbildern Holger Feldmann (VDST-TL3, stellvertretender Landesausbildungsleiter Hessen und in der TAK des VDST zuständig für Technisches Tauchen) und Uwe Breidenstein (VDST-TL2 und Trimix-Instrukteur).

Beim Trimix*-Tauchen werden die Gemische für das Rückengas und die Dekompressions­gase aus den drei Bestandteilen Sauerstoff, Helium und Stickstoff zusammengestellt. Mit diesem „Trimix“ sind lange Grundzeiten in Tiefen bis zu 60m sicher möglich. Dabei wird der Aufstieg so geplant und durchgeführt, dass mit bis zu 2 Gaswechseln eine effiziente Dekompression erreicht wird.

Die Beimischung des Heliums führt zu einer deutlichen Absenkung der Narkosewirkung und Toxizität des Gasgemisches in den Zieltiefen und erleichtert deutlich die Atemarbeit. Dies schafft für Tauchgänge in der Tiefe jenseits der 40 Meter angemessene Bedingungen für Tauchsicherheit und –erlebnisse. Derartige Tauchgänge erfordern ein solides theoretisches Wissen, eine sehr gut abgestimmte Ausrüstung, eine Bandbreite von Tauchfertigkeiten (Skills) und Belastbarkeit unter Wasser, denn alle Probleme müssen in der Tiefe gelöst werden – Aufsteigen ist keine Option! Dies wird den Teilnehmern auf Tiefen im Bereich von 40 bis 60 Metern sofort klar, der Weg nach oben ist sehr lang und durch die Dekopflicht versperrt. Darum führt der Kurs die Anwärter einige Male an den Rand der physiologischen und psychologischen Belastbarkeit. Jeder muss im Kurs selbst erkennen, ob er für diese Tauchgänge ausgerüstet, konditioniert und psychologisch befähigt ist. Darum ist der erfolgreiche Abschluss des Kurses für Ausbilder und Teilnehmer ein besonderer, auch emotionaler Höhepunkt.


Ende April 2012 startet der Kurs mit dem Sichtungswochenende und es werden die ersten Skills (Ventilmanagement, Out-Of-Gas, Gaswechsel, Boje/Hebesack setzen, Ausrüstungsdefekte etc.) trainiert. Es folgt ein weiteres Ausbildungswochenende in Praxis und Theorie. Die Teilnehmer haben gute Erfahrungen im Stagehandling (Nitrox**) und Gasmischen. Darauf wird aufgebaut. Anschließend geht es für das verlängerte Wochenende Mitte Mai zusammen mit dem parallel laufenden Nitrox**-Kurs nach Wildschütz, in der Nähe von Leipzig. Dort gibt es einen Steinbruchsee, der für das technische Tauchen ideale Bedingungen schafft.


Nitrox**- und Trimix*-Teilnehmer, 20.05.2012 in Wildschütz; Von links: Dr. Ortwin Kahn, Markus Schuster, Holger Feldmann, Volker Buder, Florian Krämer, Uwe Breidenstein, Uli Sieslack, Bernd Rose, Daniel Beyer, Christian Heß

An den Tagen stehen wieder Theorie, Tauchgangs-vorbereitung, Gasmischen und die Durchführung der Tauchgänge auf Tiefen im Bereich von 45m bis 60m auf dem Plan. Optimal unterstützt wird der Kurs von Basisleiter Volker Buder, der für beste Voraus­setzungen sorgt. Am ersten Tag läuft nicht alles auf Anhieb rund. Abstimmungsprobleme etc. werden im Nachbriefing ausführlichen besprochen. Aus Fehlern lernt das Team - die Kommunikation unter Wasser wird professionell. Gegenseitige Unterstützung, das Antizipieren von Problemen und richtige Schwerpunktsetzung in der Tauchgangs­vorbereitung zahlen sich aus. Die nächsten Tauchgänge laufen wie ein Uhrwerk. Das Wochenende schließt mit einem schönen Tauchgang auf 60m ab. In der Gassprache des Kurses wird für den Tauchgang ein Tx18/45 als Rückengas und zur Dekompression ein Tx50/15 und Oxy100 eingesetzt. Alles wird kalkuliert, verglichen, abgestimmt. Minimumgas ist berechnet. Run-Time steht. Kurz vor dem Tauchgang werden die Gase analysiert. Die Spannung ist da, hoffentlich alles richtig gemischt. Schnell wird klar, es ist alles gut vorbereitet - der Tauchgang kann starten. Respekt und Freude mischen sich, es geht ins Wasser. Der Tauchgang läuft perfekt und schafft tiefe Eindrücke. Ein unglaubliches Erlebnis.


Noch einmal trifft sich der Kurs am 17.06. in Schönbach und der letzte Kurstag hat es noch einmal in sich. Der Morgen startet mit der Theorieprüfung. Ein ausführlicher, knackiger Test - immerhin 2 ½ Stunden. Die gute Vorbereitung zahlt sich aus. Es folgt ein ausführliches Gespräch der Ergebnisse, dann geht der Kurs ein letztes Mal unter Wasser. „Critical Skills“ und hoher „Task Load“ oder mit anderen Worten: Alles geht schief, das am laufenden Band und meist gleichzeitig. Viele simulierte Probleme müssen im Team gelöst werden. Endlich Auftauchen. Von der 6m Stufe an immer schön 1 Meter pro Minute. Der Kurs ist geschafft!

Ein großer Dank geht an Holger und Uwe, die freundschaftlich und verständnisvoll mit der gebotenen Klarheit und Strenge einen sehr professionellen Kurs organisiert haben. Viele Jahre Erfahrung im Bereich des technischen Tauchens haben beide vereinigt, darunter das Know-How unterschiedlicher technischer Tauchverbände und die Breite an Erfahrung in unterschiedlichen Tauchprojekten. Es war ein kleiner, sehr intensiver Kurs, der zudem geeignet war, das Ausbildungskonzept für technisches Tauchen im VDST fortzuentwickeln. Die Ausbildung erfolgte gemäß der Philosophie des HTSV auf Augenhöhe – eine wichtige Voraussetzung in diesem Bereich des Tauchens, bei dem Teamgeist in der gesamten Gruppe Grundvoraussetzung ist. Der Dank gilt auch Klaus Ostheimer. Er hat den Kurs an einigen Tagen unterstützen können, wertvolle Beiträge in die Ausbildung eingebracht und die Gaslogistik maßgeblich gestaltet.






Neue Nitrox TL im VDST

Im Herbst 2008 wurde ein auf zwei Wochenenden verteiltes Ausbildungsseminar des VDST zum Nitrox-TL angeboten. Parallel hierzu fand eine Ausbildung zu einem Ni**-User-Kurs statt.

Zu Beginn des ersten Wochenendes präsentierten die angehenden Ni-TL ihre Lehrproben in Form von Fachreferaten zu wichtigen Theoriethemen. Den Abschluss dieses 2-tägigen Lehr- und Lernblockes bildete eine Trainingseinheit im Hallenbad, bei der die grundlegenden Fertigkeiten im Umgang mit der Ausrüstung ausgiebig geübt und demonstriert wurden.

Der 2. Teil des Ausbildungsseminars fand vom 25.10.-26.10.08 am Bodensee statt. Nachdem die praktischen Fähigkeiten in mehreren Tauchgängen immer wieder geübt und seitens der Nitrox-TL Anwärter demonstriert wurden, konnte am Sonntag der Kurs für die User und für die neuen Nitrox-TL erfolgreich abgeschlossen werden.
 

Der VDST begrüßt die vier neue Nitrox-TL:
Matthias Bender (BTSV), Frank Renkes (BTSV), Bernd Schmitz (TSNRW), Friedrich Wolfsgruber (LVST)

Axel Gutzmer (November 2008)




Trimix TL Prüfung in Neuss/Eschweiler

Der VDST hat einen neuen Trimix Ausbilder, "Christoph Dech" aus dem LV Niedersachsen. Christoph ist VDST TL2, Nitrox TL, abnahmeberechtigt für Triox und Gasblender. Durch ihn werden im LV Niedersachsen regelmäßig Kurse zu den Themen Nitrox, Triox und Gasblender angeboten.
 

     
vlnr Christopf Dech, Klaus Kisters       vlnr Christopf Dech, Klaus Kisters  

Wir wünschen Christoph alles Gute und viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe.

Oktober 2008