DTSA-Trimix*-Kurs des HTSV in 2012 erfolgreich abgeschlossen
Mit der Theorieprüfung und einem praktischen Teil schließen Ulrich Sieslack (VDST-TL2, VFL Kemminghausen, NRW) und Bernd Rose (VDST-TL1, Delphin Butzbach TSV, Hessen) den Trimix-Kurs 2012 des HTSV erfolgreich ab. Beide Anwärter erhalten zum Abschluss ihre DTSA-Trimix-Lizenz von den Ausbildern Holger Feldmann (VDST-TL3, stellvertretender Landesausbildungsleiter Hessen und in der TAK des VDST zuständig für Technisches Tauchen) und Uwe Breidenstein (VDST-TL2 und Trimix-Instrukteur).
Beim Trimix*-Tauchen werden die Gemische für das Rückengas und die Dekompressionsgase aus den drei Bestandteilen Sauerstoff, Helium und Stickstoff zusammengestellt. Mit diesem „Trimix“ sind lange Grundzeiten in Tiefen bis zu 60m sicher möglich. Dabei wird der Aufstieg so geplant und durchgeführt, dass mit bis zu 2 Gaswechseln eine effiziente Dekompression erreicht wird.
Die Beimischung des Heliums führt zu einer deutlichen Absenkung der Narkosewirkung und Toxizität des Gasgemisches in den Zieltiefen und erleichtert deutlich die Atemarbeit. Dies schafft für Tauchgänge in der Tiefe jenseits der 40 Meter angemessene Bedingungen für Tauchsicherheit und –erlebnisse. Derartige Tauchgänge erfordern ein solides theoretisches Wissen, eine sehr gut abgestimmte Ausrüstung, eine Bandbreite von Tauchfertigkeiten (Skills) und Belastbarkeit unter Wasser, denn alle Probleme müssen in der Tiefe gelöst werden – Aufsteigen ist keine Option! Dies wird den Teilnehmern auf Tiefen im Bereich von 40 bis 60 Metern sofort klar, der Weg nach oben ist sehr lang und durch die Dekopflicht versperrt. Darum führt der Kurs die Anwärter einige Male an den Rand der physiologischen und psychologischen Belastbarkeit. Jeder muss im Kurs selbst erkennen, ob er für diese Tauchgänge ausgerüstet, konditioniert und psychologisch befähigt ist. Darum ist der erfolgreiche Abschluss des Kurses für Ausbilder und Teilnehmer ein besonderer, auch emotionaler Höhepunkt.
Ende April 2012 startet der Kurs mit dem Sichtungswochenende und es werden die ersten Skills (Ventilmanagement, Out-Of-Gas, Gaswechsel, Boje/Hebesack setzen, Ausrüstungsdefekte etc.) trainiert. Es folgt ein weiteres Ausbildungswochenende in Praxis und Theorie. Die Teilnehmer haben gute Erfahrungen im Stagehandling (Nitrox**) und Gasmischen. Darauf wird aufgebaut. Anschließend geht es für das verlängerte Wochenende Mitte Mai zusammen mit dem parallel laufenden Nitrox**-Kurs nach Wildschütz, in der Nähe von Leipzig. Dort gibt es einen Steinbruchsee, der für das technische Tauchen ideale Bedingungen schafft.
An den Tagen stehen wieder Theorie, Tauchgangs-vorbereitung, Gasmischen und die Durchführung der Tauchgänge auf Tiefen im Bereich von 45m bis 60m auf dem Plan. Optimal unterstützt wird der Kurs von Basisleiter Volker Buder, der für beste Voraussetzungen sorgt. Am ersten Tag läuft nicht alles auf Anhieb rund. Abstimmungsprobleme etc. werden im Nachbriefing ausführlichen besprochen. Aus Fehlern lernt das Team - die Kommunikation unter Wasser wird professionell. Gegenseitige Unterstützung, das Antizipieren von Problemen und richtige Schwerpunktsetzung in der Tauchgangsvorbereitung zahlen sich aus. Die nächsten Tauchgänge laufen wie ein Uhrwerk. Das Wochenende schließt mit einem schönen Tauchgang auf 60m ab. In der Gassprache des Kurses wird für den Tauchgang ein Tx18/45 als Rückengas und zur Dekompression ein Tx50/15 und Oxy100 eingesetzt. Alles wird kalkuliert, verglichen, abgestimmt. Minimumgas ist berechnet. Run-Time steht. Kurz vor dem Tauchgang werden die Gase analysiert. Die Spannung ist da, hoffentlich alles richtig gemischt. Schnell wird klar, es ist alles gut vorbereitet - der Tauchgang kann starten. Respekt und Freude mischen sich, es geht ins Wasser. Der Tauchgang läuft perfekt und schafft tiefe Eindrücke. Ein unglaubliches Erlebnis.
Noch einmal trifft sich der Kurs am 17.06. in Schönbach und der letzte Kurstag hat es noch einmal in sich. Der Morgen startet mit der Theorieprüfung. Ein ausführlicher, knackiger Test - immerhin 2 ½ Stunden. Die gute Vorbereitung zahlt sich aus. Es folgt ein ausführliches Gespräch der Ergebnisse, dann geht der Kurs ein letztes Mal unter Wasser. „Critical Skills“ und hoher „Task Load“ oder mit anderen Worten: Alles geht schief, das am laufenden Band und meist gleichzeitig. Viele simulierte Probleme müssen im Team gelöst werden. Endlich Auftauchen. Von der 6m Stufe an immer schön 1 Meter pro Minute. Der Kurs ist geschafft!
Ein großer Dank geht an Holger und Uwe, die freundschaftlich und verständnisvoll mit der gebotenen Klarheit und Strenge einen sehr professionellen Kurs organisiert haben. Viele Jahre Erfahrung im Bereich des technischen Tauchens haben beide vereinigt, darunter das Know-How unterschiedlicher technischer Tauchverbände und die Breite an Erfahrung in unterschiedlichen Tauchprojekten. Es war ein kleiner, sehr intensiver Kurs, der zudem geeignet war, das Ausbildungskonzept für technisches Tauchen im VDST fortzuentwickeln. Die Ausbildung erfolgte gemäß der Philosophie des HTSV auf Augenhöhe – eine wichtige Voraussetzung in diesem Bereich des Tauchens, bei dem Teamgeist in der gesamten Gruppe Grundvoraussetzung ist. Der Dank gilt auch Klaus Ostheimer. Er hat den Kurs an einigen Tagen unterstützen können, wertvolle Beiträge in die Ausbildung eingebracht und die Gaslogistik maßgeblich gestaltet.
Tec Woche der Landesverbände Sachsen und Sachsen-Anhalt
Unter der Leitung von D. Braunroth und P. Syhre trafen sich am 03.10.09 insgesamt 5 Teilnehmer zur zweiten Veranstaltung dieser Art auf der MTA Tauchbasis Scubacenter in Sv. Marina, Kroatien. Basisleiter Christoph Karcher ist seit diesem Frühjahr (als einzige Tauchbasis in Kroatien) mit einer hochleistungsfähigen Helium-Membran Füllanlage ausgestattet und somit für die Anforderungen des Technischen Tauchens bestens gerüstet.
Die Tauchplätze in der nahen Umgebung sind für die Belange des Technischen Tauchens bestens geeignet. Neben flacheren Bereichen, die ideal für das Üben der Skills sind, verfügt der Tauchplatz über sehr schöne Steilwände, die bis auf über 50 m abfallen. In einer Stunde Bootsfahrt erreicht man drei Wracks, die Lena, die Vis und die Guiseppe Dormino, ein erst vor zwei Jahren entdecktes und bisher kaum betauchtes Wrack. Alle drei Wracks stehen aufrecht im Wasser in einer Tiefe zwischen 28 und 64 Metern und sind ideal zu betauchen. Je nach Jahreszeit und Wetterbedingungen herrschen gute Sichtverhältnisse und es ist wenig Strömung vorhanden.
Nach dem korrekten Konfigurieren der Ausrüstungen am ersten Vormittag erfolgte am Nachmittag der erste Tauchgang zum Üben der Skills. Ab dem zweiten Tauchtag stand pro Tag ein Trimix Tauchgang mit all seinen erforderlichen Vor- und Nachbereitungen auf dem Programm. Hierbei wurde besonderer Wert auf die exakte Ausführung der jeweiligen Skills, wie Gaswechsel, Ventilmanagement und das Setzen der Boje gelegt.
Parallel zu der Übungswoche legte ein Teilnehmer seinen Nitrox TL ab und ein weiterer Teilnehmer erlangte seine Abnahmeberechtigung für Trimix*.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Vervollständigung der Ausbildungsmaterialien für die Trimix* Ausbildung durch Erstellung von Worksheets und den dazugehörigen Fotos.
Alle Teilnehmer empfanden die Woche als idealen Erfahrungsaustausch und Weiterbildung in angenehmer Atmosphäre und wunderschöner Umgebung.

v.l.n.r.: Peter Syhre, Detlef Braunroth, Oliver Perschke, Sven Gers, Jens Koch
Peter Syhre (Oktober 2009)
Neue Nitrox TL im VDST
Im Herbst 2008 wurde ein auf zwei Wochenenden verteiltes Ausbildungsseminar des VDST zum Nitrox-TL angeboten. Parallel hierzu fand eine Ausbildung zu einem Ni**-User-Kurs statt.
Zu Beginn des ersten Wochenendes präsentierten die angehenden Ni-TL ihre Lehrproben in Form von Fachreferaten zu wichtigen Theoriethemen. Den Abschluss dieses 2-tägigen Lehr- und Lernblockes bildete eine Trainingseinheit im Hallenbad, bei der die grundlegenden Fertigkeiten im Umgang mit der Ausrüstung ausgiebig geübt und demonstriert wurden.
Der 2. Teil des Ausbildungsseminars fand vom 25.10.-26.10.08 am Bodensee statt. Nachdem die praktischen Fähigkeiten in mehreren Tauchgängen immer wieder geübt und seitens der Nitrox-TL Anwärter demonstriert wurden, konnte am Sonntag der Kurs für die User und für die neuen Nitrox-TL erfolgreich abgeschlossen werden.
Der VDST begrüßt die vier neue Nitrox-TL:
Matthias Bender (BTSV), Frank Renkes (BTSV), Bernd Schmitz (TSNRW), Friedrich Wolfsgruber (LVST)
Axel Gutzmer (November 2008)
Trimix TL Prüfung in Neuss/Eschweiler
Der VDST hat einen neuen Trimix Ausbilder, "Christoph Dech" aus dem LV Niedersachsen. Christoph ist VDST TL2, Nitrox TL, abnahmeberechtigt für Triox und Gasblender. Durch ihn werden im LV Niedersachsen regelmäßig Kurse zu den Themen Nitrox, Triox und Gasblender angeboten.

vlnr Christopf Dech, Klaus Kisters vlnr Christopf Dech, Klaus Kisters
Wir wünschen Christoph alles Gute und viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe.
Oktober 2008
Normoxic Trimix - erste Tauchlehrerprüfung des VDST
Am 5. Oktober 2008 trafen sich 6 Tauchlehrer zur lang ersehnten ersten Trimix*-Tauchlehrerprüfung.
Die Prüfung hatte einen Workshop- Charakter empfunden und fand unter Leitung des Ausbildungsteams von Paul Winkler und Detlef Braunroth auf der Tauchbasis Scubacenter von Chris Karcher in Sv. Marina, Istrien am Mittelmeer in Kroatien statt.
Am ersten Tag wurde die technische Tauchausrüstung mit Doppelgerät, Tanklampe, Trocki und zwei Stages im gesamten Team einheitlich konfiguriert. Anschließend wurden Skills und Drills im Hafenbecken geprüft. Die Abende waren ausgefüllt mit dem Mischen der Gase, Füllen der Geräte sowie Tauchgangsplanung mit Dekoberechnung für den nächsten Tag.
An Tag 2+3 standen Trimix-Trainingstauchgänge nach Runtime-Table an Wracks in 50-60m Tiefe auf dem Programm. Unter dem Wrack Vis konnte ein beachtlicher Grundhai beobachtet und fotografiert werden.
Am 4. Tag wurde die Lehrfähigkeit der zukünftigen Trimix-TLs erprobt.
Am 5. Tag konnten die Kenntnisse genutzt werden, um zwei echte Trimix-Anfänger mit einem tiefenrauschfreien Tauchgang auf 50m zu begeistern.
Teilnehmer waren Peter Syhre, Dr. Thomas Pohl, Oliver Perschke - LV Sachsen, Maik Römhold - LV Sachsen-Anhalt, Dr. Johannes Ante - LV Bayern.


J.Ante, Regensburg (Oktober 2008)






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