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Umwelt

GEMEINSAM FÜR NATUR UND LANDSCHAFT

Natura 2000 und Sport | Handreichung zur erfolgreichen Kompromissfindung und Managementplanung in empfindlichen Lebensräumen

In dieser Broschüre sind vielfältige Aspekte der Entwicklung von Regelungen in Natura 2000-Gebieten, die sowohl den Schutz von Natur und Landschaft als auch die befriedigende Sportausübung ermöglichen, detailliert und übersichtlich dargestellt. Zusätzlich wurden auch Beispiele aus anderen Schutzgebieten mit aufgenommen.
Die im Zentrum stehenden „Good Practice“ Beispiele dienen als Anregung zur Lösung oder – besser! – zur Vorbeugung von Konflikten in den vielen Natura
2000 und weiteren Schutzgebieten zwischen Waterkant und Wetterstein. Auch in diesen Gebieten wird es ähnlich konstruktive Lösungen geben wie in den vorgestellten Beispielen der hier vorgelegten Broschüre.



Was ist "Natura 2000 und Sport"

Natura 2000 ist ein Netzwerk aus Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union, welches das Artensterben in Europa verlangsamen soll. Viele der darin enthaltenen, schützenswerten Gebiete (Natura-2000-Gebiete und Lebensräume streng geschützter Arten) dienen heute allerdings nicht nur dem Naturschutz, sondern auch der Erholung und werden sowohl touristisch als auch natursportlich genutzt. Die Herausforderung besteht daher darin, im Rahmen von Managementplanungen ein Weg zu finden, die Schutz- und Erhaltungsziele des Natura-2000-Netzwerkes mit den Ansprüchen der Erholungssuchenden zu vereinbaren. Vor einigen Jahren war dieses Vorhaben noch mit größeren Schwierigkeiten behaftet.
Die verhärteten Fronten haben sich in jüngerer Vergangenheit jedoch aufgeweicht, Probleme und Konflikte werden von Naturschutz und Sport gemeinsam angegangen. Durch diese Zusammenarbeit entstehende Konfliktlösungen, die auf einer gemeinschaftlichen Problemsichtung und Konzeptumsetzung beruhen und von beiden Seiten akzeptiert und unterstützt werden.

Aus dieser Situation heraus möchte das von der Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Projekt „Natura 2000 und Sport – Konfliktvermeidung und Akzeptanzsteigerung“ des VDST e. V. zusammen mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND), Deutscher Aero Club e. V. (DAeC), Deutscher Alpenverein e. V. (DAV), Deutscher Hängegleiter-Verband e. V. (DHV), Deutscher Kanu-Verband e. V. (DKV), Deutsche Reiterliche Vereinigung e. V. (FN) und dem Kuratorium Sport und Natur e. V. die Gelegenheit nutzen und Erfahrungswerte aus bisherigen Lösungsvorgängen dokumentieren und aufbereiten. Die so belegten „Musterlösungen“ sollen als Katalog von Hilfestellungen zusammengefasst werden und in möglichen, zukünftigen Konfliktsituationen Anwendung finden.

Das Projekt möchte durch die Sammlung sportartenspezifischer Musterlösungen das Miteinander von Sport und Naturschutz in Naturräumen fördern und zur Veröffentlichung positiver Beispiele beitragen. Es soll eine Hilfestellung und Handreichung für Beteiligte vor Ort sein und mehr Verständnis in breiten Bevölkerungsschichten – insbesondere bei Sportlern - für Naturschutzgebiete schaffen. Vorurteilen, die den Sport pauschal als „Belastung“ oder das Sporttreiben in der Natur als grundsätzlich unbedenklich beschreiben, wird entgegengewirkt. Das Projekt möchte zu einem guten Miteinander von Sport und Naturschutz beitragen. Durch die Darstellung geeigneter Beispiellösungen soll gezeigt werden, wie sich Sportler und Naturschützer gemeinsam und frühzeitig an der Managementplanung und –umsetzung beteiligt können. Sport und Naturschutz werden dadurch enger zusammengeführt und dem Artenschwund in Deutschland wird entgegengewirkt.


Fachbeirat des Projektes

Von rechts: Gerlinde Hoffmann (Reiterliche Vereinigung); Ulrich Clausing (Deutscher Kanuverband); Stefan Ott (BUND); Nicholas Mailänder (Kuratorium Sport und Natur); Ines Fleer (BUND); Jörg Ruckriegel (DAV); Franz Brümmer (VDST); Björn Klaassen (DHV); Michael Pütsch (BfN); Inge Egli (DOSB); Roland Bauer (Landratsamt Esslingen); Ralph Schill (VDST)

Es fehlen: Wolfgang Scholze (DAeC); Helmut Scharpf (BTE Hannover); Klaus Werk (BBN)