1st „Underwater Photo Masters „ of Portugal
Erneuter Erfolg für ein Deutsches Team des VDST bei internationalem Fotowettbewerb
Das 1st Underwater Photo Masters Portugals fand vom 15.09. – 17.09.2011 auf der Atlantikinsel Santa Maria / Azoren statt.
Eingeladen waren Teams aus verschiedenen Ländern z.B.: Spanien, Frankreich, Russland, Norwegen und Deutschland.
Initiiert wurde diese hochkarätige Veranstaltung vom Santa Maria Naval Club (CNSM), unterstützt von der Portugiesischen Federation of Underwater Activitis (FPAS).
Margit Sablowski (Fotografin) und Nick Sablowski (Modell), Mitglieder des Unterwasserfotonationalteams des VDST , wurden für diesen Live-Wettbewerb nominiert.
Wir freuten uns riesig über die Nominierung und das dadurch zum Ausdruck gebrachte Vertrauen des VDST und waren uns dieser Verantwortung durchaus bewusst.
Die Vorbereitungen begannen bereits in Deutschland, denn laut Ausschreibung musste jedes Team ein fünfminütiges Portfolio in Form einer Multi-Media-Show erstellen.
Von Frankfurt/M. aus erreichten wir in knapp 3 Stunden den Luftraum über Lissabon aber das Flugzeug drehte aufgrund einer Schlechtwetterfront nach Süden ab, um schließlich auf der Halbinsel Faro zu landen. Nun standen wir etliche Stunden auf dem Flugfeld und durften das Flugzeug nicht verlassen. Eigentlich wollten wir nach Lissabon, da von dort aus die Weiterflüge zu den Azoreninseln Ponta del Gada und nach Santa Maria gebucht waren. Endlich ging es weiter und nun klappte auch die Landung in Lissabon. In Santa Maria gelandet, endete eine 24-stündige Odyssee.
Der Präsident des Naval Clubs und eine kleine Delegation empfingen uns freudestrahlend auf dem Airport und begleiteten uns ins nahegelegene, repräsentative Hotel „Santa Maria“.
Die Azoreninsel Santa Maria präsentierte sich von der schönsten Seite. Dabei kommt man überall mit den Naturgewalten in Berührung. Die Azoren verdanken ihre Entstehung vulkanischen Ursprungs und es entstand eine bizarre Gebirgswelt unter Wasser.
Im Hotel erfuhren wir, dass es sich hier um keine normale offene Landesmeisterschaft handelt, sondern zu diesem speziellen Wettbewerb „1st Master of Portugal“ die jeweiligen Landesmeister eingeladen wurden. Dies war in der Ausschreibung nicht ersichtlich.
Nach einem Tag der Anpassung starteten wir mit unseren Vorbereitungstauchgängen bei hochsommerlichen Temperaturen. Doch die Dinge änderten sich dramatisch, Das Wetter verschlechterte sich und ein stürmischer Wind kam auf. Alle 8 ausgesuchten Wettkampftauchplätze wurden komplett gestrichen und „Schlechtwettertauchplätze“ mussten erkundet werden.
Aufgrund der ungünstigen Wetterprognosen teilte uns das Organisationsteam während eines „Technical Meetings“ mit, dass der Wettkampf um einen Tag vorverlegt und um einen Tag verlängert wird.
Das Organisationsteam leistete dabei eine großartige Arbeit. Während des Wettkampfes stellte sich heraus, dass einer der „Schlechtwettertauchplätze“, aufgrund der Wellenberge, der Dünung und der unberechenbaren Strömungen, nachträglich gestrichen werden muss, obwohl das franz. Team, das russ. Team und wir bereits einen Tag zuvor bei gleichen Bedingungen unseren Wertungsdurchgang absolvierten. Dabei sei nur am Rande erwähnt, dass das russ. Team kein einziges Foto machen konnte.
Auch die sehr langen Anfahrtswege auf Schlauchbooten zu den Wettkampfplätzen stellten eine hohe Herausforderung dar.
Die Vorfreude auf die Wettbewerbstage war riesig, doch diese wurde später leider getrübt, weil unser Makroobjektiv bei einer Bootsausfahrt im Vorfeld der Meisterschaft beschädigt wurde und nur zu den Wettkämpfen ein Leihobjektiv zur Verfügung stand. Dieser Umstand kostete uns mit Sicherheit einen noch besseren Tabellenplatz.
5 Tauchgänge standen zur Verfügung. Highlight war natürlich der Manta-Point „Ambrosia“. Vorgaben: Tauchzeit 90 Minuten pro Tauchgang (am Manta-Point 45 Minuten), Luftverbrauch unlimitiert, keinerlei Bearbeitung von Fotos unter Wasser waren erlaubt und es durften auch keine Bilder gelöscht werden. Die Anzahl der Bilder war unbegrenzt. Am Schlusstag mussten der Jury 6 Bilder vorgelegt werden (für jede Kategorie 1 Bild).
Die schwierigste Aufgabe aller Teilnehmer stand nach Abschluss der Wettbewerbstauchgänge noch bevor. Aus allen Fotos je das beste Bild für die jeweilige Kategorie auszusuchen, um diese der Jury zu präsentieren, war kompliziert, denn es durfte lt. Ausschreibung sich kein Motiv wiederholen.
Am letzten Tag fand die Abschlusszeremonie mit der Siegerehrung in einem sehr gut besuchten, kinoähnlichem Gebäude statt.
Eine außergewöhnliche, perfekte und harmonische Meisterschaft, deren Grundlage eine herausragende Organisation war, ging zu Ende. Wir haben auf der Azoreninsel Santa Maria neue Freunde kennengelernt. Insbesondere Präsident Pedro Silveira stand uns Tag und Nacht zur Seite.
Wir freuen uns über unseren:
3. Platz in der Kategorie Weitwinkel ohne Modell
und über den 5. Platz in der Kategorie Weitwinkel mit Modell.
Gesamtsieger wurde der spanische Meister Esteban, Tore, Escofet. Herzlichen Glückwunsch!
Nick Sablowski






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