TL3-Special – Wo Profis noch ins Schwitzen kommen

Vom 26. bis 28. September 2025 fand der erste Pilotlehrgang zur TL3-Fortbildung statt – eine eigene Spielwiese nur für uns VDST-TL3.

Jetzt mal ehrlich: Wer TL3 ist, hat ja schon alles gesehen, hat sowieso schon zig Jahre Tauchausbildung auf dem Buckel und weiß vor allem alles besser. Also warum eine Fortbildung?

Genau deshalb! Weil es eben nicht um „noch mehr Theorie“ geht, sondern darum, Dinge anders zu betrachten, Neues aufzuschnappen und Altbekanntes mal wieder frisch und praxisnah zu trainieren.

Schon im Vorfeld gab es zwei Online-Sessions für den theoretischen Teil, damit wir nicht völlig unvorbereitet ins Wasser springen. Auf der Agenda:

  • Aktuelle (und neue) Übungsbeschreibungen
  • Abläufe und Absicherung von Übungen
  • Gestaltungsmöglichkeiten und Stellschrauben für das Training und das Vermitteln der Inhalte auf TL-Niveau
  • Risikobeurteilung und Reaktion auf Änderungen im Übungsablauf
  • Analyse und Bewertung von Übungsdurchführungen
  • Erstellung von Übungs-/Trainingsszenarien für das Praxiswochenende

Bereits hierbei kamen alle ins Erzählen und tauschten die eigenen Erfahrungen aus. Nicht nur zu den Themen der Agenda.

Der praktische Teil fand dann an einem Wochenende im Steinbruch Hunsfels bei Stromberg statt. Gute Unterkunft, Sonne, trocken und bestes Wasser – also perfekte Bedingungen. Und dann ging es bei insgesamt drei Tauchgängen zur Sache:

  • Luft teilen: von der geplanten Luftgabe bis zur echten, spontanen Überraschung mitten im Tauchgang. Inklusive Regler auf dem Kopf und Wasser zwischen den Zähnen
  • Vereisung am Hauptregler: Ventil zu, auf den Zweitregler wechseln – erst ganz easy auf der Plattform, danach freischwebend mitten im Steinbruch und nach ordentlicher Anstrengung. Wer dann noch die Gruppe im Blick behält, hat vorher gut geübt.
  • Rettung im Trocki: zuvor brav mit dem allesverzeihenden „Rescue Randy“ geübt um danach die Herausforderung des leblos rumliegenden (aber echten und nichts verzeihendem) Buddy im Trocki anzunehmen. Egal in welcher Auffindeposition er sich befindet. Hier zeigt sich, dass der Auftrieb im Trocki eben doch nicht so leicht steuerbar ist.

Zwischen und nach den Tauchgängen: Fachsimpeln, Geschichten aus der Ausbildung, Neuerungen im VDST und ehrlicher Erfahrungsaustausch unter Tauchkollegen.

Das Fazit: auch alte Hasen profitieren. Gerade wir TL3. Nicht weil wir es nötig hätten (natürlich nicht!), sondern weil die Mischung aus Praxis, Austausch und „mal über den Tellerrand schauen“ einfach passt und für alle ein Gewinn ist.

Die Bezeichnung „TL3-Fortbildung“ klingt dabei schon fast etwas zu einseitig. Vielleicht Workshop? Austausch? Special? Egal, Hauptsache das Format geht weiter. Einigkeit herrschte jedenfalls: Das sollte nicht das letzte Mal gewesen sein.

Text und Bilder: Heiko Credet und Jan-Martin Manzek