Vorbereitungsworkshop zur kommenden APTL Praxis Prüfung

APTL-Vorbereitungsworkshop Messinghausen – am See im Berg – kalt, nass und ziemlich lehrreich

Am vergangenen Donnerstag und Freitag traf sich in Messinghausen fast die komplette diesjährige Apnoe-Tauchlehrer-Prüfungsgruppe zum APTL-Vorbereitungsworkshop. Mit dabei waren 9 TL1-AnwärterInnen, 3 TL2-Anwärter und eine TL3-Anwärterin, begleitet von den AusbilderInnen Sandra, Sven und Volkmar sowie „Monster“ Arndt.

Eines war schon vor dem Workshop klar: Warm wird’s nicht. Wettervorhersage: Regen und Gewitter und es hielt, was die Vorhersage versprach. Doch davon ließ sich niemand die Stimmung verderben. Nach einem herzlichen Empfang durch Organisator Lars, der direkt positiv hervorhob, dass alle noch vor dem offiziellen Start um 10 Uhr vor Ort waren, ging es nach einer kurzen Einweisung direkt ans Eingemachte.

  • Teams bilden
  • Bojen zusammenbauen und auf „das KFZ“ verladen
  • Neopren an und runter zum beeindruckenden See im Berg. Wer schon einmal dort war, weiß: Der Weg nach unten gehört zum Programm, gutes Schuhwerk ist definitiv kein Fehler.

Der glasklare See zeigte sich von seiner besten Seite. In den Kleingruppen wurde intensiv an Tieftauch-Techniken gearbeitet. Während einige Gruppen Bekanntschaft mit den dort heimischen Stören machten, entdeckten andere eher ungewöhnliche Bewohner des Sees darunter ein Plastikskelett und Trabbi auf dem Grund.

Nach einer zu kurzen Pause mit kameradschaftlich geteilten Keksen, Nüssen und Gummibärchen stand das Thema Rettung auf dem Programm. Wie wichtig regelmäßiges Training dieser Szenarien ist, zeigte sich schneller als gedacht. Unsere lautstarken Übungsrufe wurden plötzlich von einem echten Hilferuf eines Gerätetauchers unterbrochen. Die Gruppe reagierte sofort, leitete die Rettungskette ein und bewies eindrucksvoll, dass Ausbildung und Teamarbeit funktionieren. Nach einer Mischung aus Regen, Rettungswagen, Rettungshubschrauber und einer Portion Adrenalin wurde der Tag beim gemeinsamen Abendessen verarbeitet.

Der zweite Tag begann, zumindest wettertechnisch, etwas entspannter aber ebenso pünktlich. Statt Gewitter standen diesmal Streckentauchen und Tiefenintervalle auf dem Programm. Nach einer ausführlichen Besprechung zum Aufbau und rotierendem Sicherungssystem, wurde die Strecke zunächst von einer Gruppe an Land geplant und aufgebaut, einige Varianten wurden lebhaft diskutiert. Anschließend wurde das trocken geprobte Aufbauen von der zweiten Gruppe im Wasser umgesetzt. Mit erstaunlicher Präzision stand die Strecke nach kurzer Zeit, sodass beide Gruppen zwischen Streckentauchen und Tiefenintervallen wechseln konnten. Die zweite Session verlief erfreulich unspektakulär, sodass zum Abschluss sogar noch Zeit blieb, einige neugierige Karpfen am Ausstieg zu beobachten.

Nach dem abschließenden Debriefing, viel hilfreichem Feedback und einem gemeinsamen kühlen Bochumer Bier (natürlich alkoholfrei) im Hochsauerland ging ein intensiver Workshop zu Ende. Trotz Kälte, Regen und einiger unerwarteter Ereignisse herrschte durchgehend eine großartige Stimmung. Die Gruppe ist weiter zusammengewachsen und blickt nun voller Vorfreude auf das nächste gemeinsame Ziel: die Apnoe-Tauchlehrer-Prüfung in Sveta Marina. Auch wenn es dort offiziell kein Prüfungsfach „Teamwork“ gibt, sind wir uns sicher: Die PrüferInnen hätten uns an diesem Wochenende Bestnoten verliehen.