Tauchlehrer-Prüfung in Roses

Blog zur Tauchlehrer-Prüfung des TSV NRW

Vom 13. bis 22. Juni 2025 findet die TL-Praxisprüfung des TSV NRW in Roses an der Tauchbasis Roses Sub statt. Für alle, die nicht vor Ort sein können, schreiben die 14 Teilnehmenden täglich den Blog. Freut euch auf spannende Berichte, Fotos und Eindrücke von unserer Tauchlehrerausbildung an der Costa Brava.

Die TL1-Prüfung des TSV NRW e.V. 2025 in Roses ist geschafft! Hinter uns liegen acht intensive Tage, die von spannenden Herausforderungen, lehrreichen Tauchgängen und vielen persönlichen Erfolgen geprägt waren. Von Beginn an hat unsere Gruppe durch Teamgeist, Motivation und ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl beeindruckt. Unter Wasser war unser Zusammenhalt sogar noch ausgeprägter als an Land.

Einige von uns waren von den gemeinsamen Tauchgängen in Spanien so begeistert, dass sie heute zum reinen Vergnügen – ganz ohne Übungen und Prüfer – erneut ins Wasser gegangen sind.

Nach dem Abendessen konnte Peter den neuen VDST TL1 die Urkunden ausgeben. Die Praxisprüfung bestanden haben:

Iris Averhoff – Tauchclub Bluering Warendorf
Amelie Beye – Aachener Tauchclub
Brigitte Boden – Aachener Tauchclub
Simon Dormeier – TSC Mettmann
Josephine Hahmann – TSC Mülheim
Janine Hillwig – TSG Submarin Kiel
Florian Jürgens – TSC Mülheim
Thomas Koch – Aquanauten Hagen-Dahl
Andrea Neher – Sport- und Schwimmclub, Abteilung Wasserratte
Marvin Oschlies – Tauchsportclub Gütersloh
Roland Pauksch – Tauchsportclub Tümmler Düsseldorf
Christian Peveling – Tauchclub Haltern
Holger Stork – VfL Hüls, Tauchsportabteilung Orca
Jonathan Weber – Tauchclub Bielefeld

Nach der Urkundenverleihung wurde den Ausbildern von Poseidon und seinem Haigehilfen ein gravierter Doppelender als Dank verliehen. Die Prüfer haben den Abend mit einer Gesangseinlage abgerundet. Danach wurden fleißig Logbücher geschrieben, und die neuen TL1-Stempel kamen auch zum Einsatz.

Wir bedanken uns herzlich bei der Prüfercrew unter der Leitung von Peter Bredebusch mit Katja Paravicini, Christian Schüring und Matthias Stock sowie unserem Taucherarzt Dr. Kalli Schmitz. Auch den TL3-Assistenten Tamina Renner und Matthias Kuchinke herzlichen Dank für die Unterstützung – wir wünschen beiden viel Erfolg auf ihrem weiteren Weg zum TL3. Kike`s Motto „Konzentration – Präzision – Konzentration“ nehmen wir uns zu Herzen. Vielen Dank für Engagement und Unterstützung!

Ein großes Dankeschön möchten wir auch unserem VDST Divecenter Roses Sub Dive Center aussprechen, das die Woche mit einer top organisierten Logistik und viel Herzblut begleitet hat.

Text: Marvin Oschlies, Jonathan Weber
Bilder: Katja Paravicini, Roland Pauksch

Der letzte taucherische Tag begann mit einem bereits bekannten Tauchgang: Tieftauchgang mit ‚simulierten’ Dekostopps. Dabei erfasste uns mehr Strömung als gedacht, aber alle Teams erreichten das Boot ohne Beiboot-Taxiservice.

Nach der Rückkehr erwartete uns bereits die Polizei im Hafen: nachdem wir dachten, einer der TL*** würde verhaftet werden, gab es Entwarnung. Es ging lediglich um Spurensicherung an seinem Auto, wegen eines Ferrari-Diebstahls aus der benachbarten Garage.

Nach dieser Aufregung gingen wir zurück zu unserem normalen Alltag: ein Mittagessen mit anschließendem Vortrag. Kalli erzählte uns interessante Tipps über die Seekrankheit.

Auch erhielten wir unser letztes Referat zum Tauchgang, die Fuchsjagd inklusive Live-Performance.

Wir beenden unsere Ausbildung am selben Platz, wo wir vor gut einer Woche gestartet sind. Beobachtet von vielen Zackenbarschen lief die letzte Übung Fuchsjagd ohne große Probleme.

Bei dem letzten Sicherheitsstopp wurde dann auch direkt unter Wasser angestoßen.

Schon auf dem Boot wurde uns verkündet, dass wir alle bestanden haben. Das Gejubel auf dem Boot war bestimmt weit zu hören.

Jetzt sitzen wir auf der Terrasse und stoßen auf den Erfolg an.

Text: Amelie Beye, Josephine Hahmann
Fotos: Kalli Schmitz, Katja Paravicini, Josephine Hahmann

Der zweite Prüfungstag beginnt wieder einmal mit einem sonnigen Start. Mit jedem weiteren Tag spielt sich das Team immer weiter ein. Das Boot wird inzwischen mit Hochgeschwindigkeit beladen, sodass wir schnell die Tauchplätze erreichen können. Für unseren Kapitän Marc wurde bei Erreichen des Tauchplatzes ein Geburtstagsständchen gesungen. 

Beim ersten Tauchgang am Platz El Bisbe haben alle Gruppen erfolgreich den Aufstieg in waagerechter Lage durchgeführt. Auf 40 m betrug die Wassertemperatur nur noch 16°C und wir waren umso glücklicher, wieder weiter oben und im Wärmeren zu sein. Hierbei wurden viele kleine Fischschwärme gesichtet. 

Während der Mittagspause wurden wir wieder von den beiden Möwen „Marianne“ und „Helga“ begleitet. Die beiden Möwen haben sich über die Krümel nach dem Mittagessen gefreut. Danach haben wir mit Tamina Knotenkunde fleißig geübt.

Danach ging es für uns an die Kernkompetenz „Anfängerausbildung“. Nach der Absolvierung der Übungen konnten wir ausgiebig das Seegras begutachten und zwei bis drei Oktopoden beim „Oktopieren“ beobachten. Das seltsame Treiben sorgte für einiges Rätselraten, doch der Kapitän klärte uns auf, dass hier zwei Männchen um ein Weibchen gekämpft haben. Anschließend wurde der „Verlierer“ vom „Gewinner“ verspeist. Dieses Schauspiel durften sich einige Gruppen angucken. 

Abschließend freuen wir uns auf den morgigen Tag.

Text: Iris Averhoff, Andrea Neher
Fotos: Kalli Schmitz, Katja Paravicini

Heute wird es ernst: Die ersten Prüfungstauchtauchgänge stehen an. Morgens ging es mit der Übung „Aufstieg unter Atmung aus dem Hauptatemregler des Partners“ los. Dafür steuerten wir einen bereits bekannten Tauchplatz an, den wir diesmal ohne Strömung erkunden durften. Während des Tauchgangs hatten wir Zeit zum Erkunden der Unterwasserwelt und haben dabei unter anderem einen Drachenkopf und viele andere Meerestiere gesehen.

Beim Tauchgang am Nachmittag zeigten wir unsere Fähigkeiten beim Retten eines verunfallten Gerätetauchers. Da wir unerwartet Strömung hatten, wurde eine Gruppe abgetrieben und vom Schlauchboot abgeholt und zum Hauptboot zurückgezogen, sodass sie anschließend ihren Tauchgang normal durchführen konnten. Da die Rettung eines Gerätetauchers nicht nur unter Wasser stattfindet, haben wir die notwendigen Handgriffe und Handlungen über Wasser in Stationen geübt:

Als erstes durften wir mit Kalli, unserem Arzt, den Verunfallten medizinisch versorgen. Weiter ging es damit, den Verunfallten über die Flossenleiter an Bord zu bekommen. Außerdem übten wir jemanden ins Schlauchboot zu retten. Zuletzt hoben wir einen Verunfallten mit einem Feuerwehrstek über die Bordwand ins Boot.

Insgesamt sind wir mit den ersten Prüfungstauchgängen zufrieden und hoffen, dass die nächsten Tauchgänge ebenfalls erfolgreich verlaufen.

Text: Josephine Hahmann, Marvin Oschlies
Bilder: Kalli Schmitz, Katja Paravicini

Der Tag begann mit einem kleinen Schreckmoment, der sich schnell in Erleichterung verwandelte: Der geplante Morgentauchgang konnte dank rechtzeitigem Prüfen des Flaschendrucks doch noch stattfinden – ein wichtiger Reminder, wie essenziell die Vorbereitung ist.

Der darauffolgende Tauchgang führte uns auf 40 Meter Tiefe und war durch den erhöhten Stickstoffanteil deutlich anspruchsvoller als gewohnt – und bot eine interessante Erkenntnis: Einige Teilnehmer bewiesen, dass sie besser im Kopfrechnen als im Palstek-Knoten sind.

Nach einem leckeren Mittagspicknick ging es um 14:30 Uhr bei strahlender spanischer Sonne in unseren sogenannten „Nachttauchgang“. Dass es sich dabei nur um eine Simulation handeln konnte, dürfte allen klar gewesen sein – schließlich liegt unser Tauchrevier in einem Naturschutzgebiet, in dem echte Nachttauchgänge nicht gestattet sind.

Der Tauchgang war dennoch wunderschön und bot Gelegenheit für einen ruhigen, genussvollen Tauchgang zum Tagesausklang. Während im Hintergrund die letzten Theorieprüfungen abgelegt wurden, arbeiteten wir parallel an einer Kostenkalkulation und Planung für die Aufbaukurse: Orientierung, Gruppenführung und Nachttauchen. Kurz vor dem Abendessen dann die erfreuliche Nachricht: Alle haben die Theorienachprüfung bestanden!

Jetzt steigt die Spannung: Morgen beginnen die Prüfungstauchgänge – und wir sind bestens vorbereitet.

Text: Amelie Beye, Jonathan Weber
Fotos: Kalli Schmitz, Katja Paravicini, Thomas Koch

Und täglich grüßt das Murmeltier. Heute Morgen ging es schon früh raus zum 4. Tauchgang. Bei stürmischem Wind und starken Wellen dauerte es etwas, bis wir unseren ersten Tauchplatz erreicht hatten. Aufgrund guter Organisation und der Umsichtigkeit aller Teilnehmer wurde keine Ausrüstung verloren. An dem dann windgeschützten und strömungsfreiem Tauchplatz Cova Pelegri wurden die Briefings der einzelnen Gruppen gehalten. Danach ging es für alle Gruppen auf 40 Meter Tiefe für die Übungen. Bei dem Tauchgang war trotz des Fokus auf die Übungen noch genug Zeit, um die Schönheiten der Meere bewundern zu können, beispielsweise eine gelb-schwarze Muräne, Gorgonien oder Barrakudas. Nachdem alle Teilnehmer wohlbehalten auf dem Boot angekommen waren, ging es zurück in den Hafen.

Bei einem kurzen Imbiss im Hotel wurden die Nachbriefings besprochen, die Protokolle geschrieben und etwas Zeit zur Regeneration genutzt.

Am Nachmittag ging es dann bei kaum noch spürbarem Wind und Wellen nach Punta del Mero zum 2. Tauchgang. Die Übungen zum Thema Demonstration der Rettung eines Verunfallten Tauchers waren aufgrund der Strömung schwierig und herausfordernd. Nach den Übungen blieb noch genug Zeit, um die Unterwasserwelt zu erkunden. Es wurden zahlreiche Barrakudas und Zackenbarsche gesichtet, dazu ein Oktopus und diverse Anemonen. Auch Wächtergrundeln waren gern gesehene Gäste. Zum Ende des Tauchgangs wurden dann noch die diversen Transporttechniken ausprobiert.
Später am Hotel angekommen, wurde der Abend dann bei einem gemeinschaftlichen Tagesrückblick betrachtet, bevor es zum gemütlichen Teil des Abends überging.

Text: Holger Stork, Christian Peveling
Bilder: Kalli Schmitz, Katja Paravicini, Janine Hillwig

Der heutige Tag begann wieder mit einem ruhigen, morgendlichen Ablauf und einem gemütlichen Frühstück. Mit gut Koffein im Bauch und gespannten Erwartungen folgte auf gestrigen Tauchgang heute die Teamübung des Aufstiegs in der Gruppe am Morgen. Dank bedeckten Himmel brutzelte nur die Aufregung im Herzen und noch keine Hitze auf der Haut.

Die Abläufe gestalteten sich heute trotz der vollen Bootssituation deutlich reibungsloser. Auch in den Tauchgruppen wurde zügig gebrieft, gecheckt und abgetaucht. Es erwartete uns ein schöner Tauchgang an malerischen Gesteinsformationen und einer interessanten Steilwand, an der wir die Aufstiegsübung starteten. Dank guter Teamleistungen absolvierten alle diese Übung zur Zufriedenheit der Ausbilder und kehrten dann zum Boot zurück. Prächtige Zackenbarsche beachtlicher Größe und weitere, tolle Unterwassertiere und Eindrücke begleiteten dabei die Rückwege. Ein ganz großes Highlight für die Gruppe waren die eigens für uns bestellten Delphine, die unsere Rückfahrt begleiteten. Das fröhliche Treiben unter der Sonne ließ allen Stress vergessen.

Nach der zügigen Rückkehr zu Basis und leckerem Mittag ging es direkt spannend weiter, da das nächste Thema unmittelbar unsere zukünftigen Kompetenzen forderte:

Die Freiwasserausbildung mit Anfängern.

Hier ist besonders das Briefing sehr anspruchsvoll und wurde auf verschiedene Arten vorbereitet. Auf anfängergerechter Tiefe wurden wichtige Skills wie das Maske-Ausblasen oder das Atmen aus dem abgegebenen Regler, ebenso auch die Aufstiegsübungen durchgeführt. All das forderte die Koordination und schauspielerischen Talente, besonders die Nachbesprechungen halfen sehr, Details noch mehr zu verinnerlichen.

Den Tag heute fasste uns aus Ausbildersicht Matze sehr nett zusammen. Beim gemeinsamen Abendessen wurden dann noch Eindrücke verarbeitet, ehe es ins „Büro“ ging, in der Ausbilder und auch wir Anwärter noch viel zu diskutieren und anzupassen hatten.

Wir sind gespannt auf die morgigen Tauchgänge und weiteren Tage.

Text: Janine Hillwig
Bilder: Kalli Schmitz, Katja Paravicini, Andrea Neher

Heute ging es dann ins Wasser. Apnoeübungen standen auf dem Programm. Als erstes ging es bei guten Wetterbedingungen auf die 1 km Schwimmstrecke mit ABC-Ausrüstung an der Mole im Hafen von Roses. Dabei erschien es manchen auch länger.

Dann starteten wir in zwei Gruppen zum Apnoe Tieftauchen auf 10 m und Kombiübung Strecke und Leine (Palstek) knoten.

Die wohlverdiente Mittagspause mit selbst organisiertem Picknick haben wir alle in gemeinschaftlicher Runde sehr genossen.

Nachmittags ging es stramm auf unsere erste Bootsfahrt zu, aber vorher war noch eine detaillierte Ausrüstungsvorstellung aller Teilnehmer an der Reihe. Dank unserem tüchtigen Holger als Tauchlehrer vom Dienst (TLvD) lief das Beladen und die Organisation an Bord reibungslos.

Nach den Briefings in den Gruppen, Übungen an der Wasseroberfläche zu Wasser-Nase-Reflex und Bleicheck konnten wir endlich abtauchen – aber, wir waren ja nicht zum puren Spaß da – für die Gruppenmitglieder ohne Maske.

Ein bisschen Fische gucken war auch noch möglich und dann das Highlight des Tages war das gemeinschaftliche Auftauchen im Bojendschungel.

Alles in allem ein gelungener erster Tauchtag!

Eine Einlage der besonderen Art schloss sich am heutigen Samstag im Anschluss an unsere ABC-Übung „Tieftauchen auf 10 m“ an.

Als wir unsere Apnoe-Boje an geeigneter Stelle mit dem vorgesehenen Grundgewicht positionieren wollten, löste sich wie von Geisterhand durch einen technischen Defekt der Bleigurt und das Ganze rauschte in die Tiefe.

Natürlich – wie sollte es auch anders sein – befand sich genau dort unten am Boden eine ausgedehnte Seegraswiese und ausnahmsweise mal kein Sand-/felsboden, so dass das Gewicht schon fast abgeschrieben war.

Natürlich wurde der Schaden behelfsmäßig behoben und am Ende der Übung machte sich Katja mit Hilfe eines professionellen Reels auf die Suche. Um den vermeintlichen Verlustpunkt wurden dabei in einem Suchmuster immer größere Kreise gezogen, sodass sich wirklich in letzter Minute der Erfolg einstellte. Unser schönes Bleigewicht wurde in ca. 20 m Entfernung wiedergefunden.

Ende gut alles gut.

Unser Geburtstagskind Jonathan haben wir abends noch etwas gefeiert.

Text: Roland Paucksch, Andrea Neher, Matthias Kuchinke
Bilder: Kalli Schmitz, Katja Paravicini

Alle Teilnehmer sind am Freitag bei sonnigem Wetter gesund und wohlbehalten in Rosas angekommen. Die Anreise erfolgte überwiegend mittels Fahrgemeinschaften. Am Nachmittag haben sich alle mit Vorfreude an der Tauchbasis getroffen und Peter Bredebusch gab die erste Einweisung in die Tauchbasis. Hier lernten wir die Crew kennen. Anschließend versammelten sich alle Teilnehmer und Ausbilder im Seminarraum. In einer entspannten Atmosphäre stellten sich alle Teilnehmer kurz vor. Danach wurden die Aufgaben für die nächsten Tage erklärt, welche freiwillig von den Teilnehmern übernommen worden sind. Die Apnoeübungen sowie deren Herausforderungen wurden besprochen.

Abschließend ließen wir den ersten Tag nach einem gemeinsamen Abendessen ausklingen.

Wir freuen uns gemeinsam auf die nächsten Tage.

Text: Iris Averhoff, Thomas Koch
Bilder: Katja Paravicini

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