Tauchlehrer-Prüfung in Hyères

Blog zur Tauchlehrer 1-Prüfung des HTSV

Wir heißen Euch herzlich Willkommen zur Landesprüfung 2025 des Hessischen Tauchsportverbandes in Hyeres. Wir freuen uns, Euch an unseren Erlebnissen über und unter Wasser teilnehmen zu lassen. Wir das sind sieben TL1-Anwärter, einem TL-3 Assistenten, sowie Volker Maier mit seinen Prüferteam bestehend aus Markus Trommer, Julian Ostheimer, sowie dem Bundesverbandsarzt Dr. med. Dirk Michaelis als Arzt.

Heute klingelte der Wecker bereits um 6:30 Uhr. Ganz schnell wurde gefrühstückt, so dass wir um 7:15 Uhr an der Basis waren. An der Basis angekommen, wies uns unser TLvD Paulina gleich an, unsere Sachen zu packen und die Busse zu beladen. Als das Geschehen war, fuhren wir auch gleich an den Hafen. Am Boot angekommen, hieß es ein letztes Mal Busse ausladen, Flaschen an Bord bringen und die Ausrüstung zum Tauchen fertig machen. Die heutige Fahrt zu der Tauchstelle “La Formigue” dauerte nur 15 Minuten, da wir mit dem anderen Boot der Basis, der “Sub’til”,  zu Wasser gingen. Passend zum Sonnenaufgang legten wir ab und die Gruppenführer begannen mit dem Briefing. Heute stand Navigation ohne Hilfsmittel, Gasmanagement und Berechnung des Atemminutenvolumens auf dem Plan.

Angekommen am Tauchplatz sprangen die Gruppen nacheinander ins Wasser. Jede der drei Gruppen hatte einen Ausbilder, welcher den Tauchgang die ersten 15 Minuten führte. Nach den besagten 15 Minuten übergab der Ausbilder die Führung an den Gruppenführer zurück. Ab jetzt hieß es Luftmanagement und Wiederfinden des Ankerplatzes. Wir schwammen über Muränen hinweg und sahen eine Menge Fische (Anmerkung des Schreibers: Mehr Fisch als in meiner Fischsuppe von Dienstag).

Da wir uns die Formation der Felsen gut eingeprägt hatten, sowie den Bewuchs und natürlich auch die standorttreuen Fische, war es für unseren Gruppenführer nicht schwer den Ankerplatz zu finden. Durch geplantes “Gas-sharing” hatten wir am Ende auch alle gleich viel Luft in unseren DTGs.

Zurück auf dem Boot begann der Abbau unserer Ausrüstung und wir gingen dann sofort an das Debriefing. Zurück im Hafen warteten auch schon die Busse zum Einladen unseres Gepäcks. Nach einer kurzen Fahrt zurück an die Basis, begann Michael direkt die Berechnung unseres AMVs zu erörtern. Das war die letzte Aufgabe in dieser Prüfungswoche. Die restliche Zeit des Tages hatten wir zur freien Verfügung.

Um 18:30 Uhr ging es gegenüber zu den Surfern in die Bar Solarium. Die Spannung stieg ins Unermessliche; wer hat bestanden und wer muss nochmal ran?!

Um 19 Uhr war es dann endlich so weit, Volker, Markus, Julian und Dirk versammelten sich und riefen jeden zu sich nach vorne. Jeder hatte die Praxis bestanden! Leider fehlte unserem Nachwuchs noch die Theorie. Wir drücken euch im Frühjahr die Daumen!

Wir sind froh, dass wir so großartige Prüfer hatten. Angefangen mit Volker, Markus, Dirk, Julian, Sven und Erik! Am Ende lagen wir uns allen in den Armen und waren froh, dass wir es geschafft hatten.

Wir haben gelernt Teamplay zahlt sich aus: Seid ein Team, dann geht es für alle von Euch einfacher, helft euch gegenseitig, dann schafft ihr alles!

Heute steht die Tagestour auf dem Programm. Unser Vormittagstauchgang führte uns bei bestem Wetter und ruhiger See zur Le Grec. Dieses Wrack mit dem richtigen Namen Sagona liegt in 50m Tiefe und ist einer der Topspots der Region. Dort haben wir den hinteren Teil des Wracks ausgiebig betaucht und verschiedene Übungen von unseren Ausbildern bekommen. Die Le Grec besticht durch seinen dichten Bewuchs und die unglaubliche Fischvielfalt.

Beim anschließenden Blauwasseraufstieg aus 40m Tiefe in Sternformationen wurde dann bei ca. 20m eine Boje geschossen, um für fremde Schiffe sichtbar zu sein, ein netter Nebeneffekt ist, dass man die Aufstiegsgeschwindigkeit damit besser kontrollieren kann und auch Deko und Sicherheitsstopp einfacher werden.

Anschließend sind wir zu einem großartigen Mittagessen und Flaschen füllen in den Hafen von Port Cros gefahren. Es gab Fleisch, Fisch oder Vegetarisch und anschließend noch einen sehr leckeren Creme Nachtisch mit einem Espresso.

Nach einer kleinen Siesta unterhalb des Forts du Moulin, gab es noch das obligatorische Gruppenfoto.

Gut gesättigt und ausgeruht ging es dann weiter zu dem Felsen Gabiniere etwas südlich von Port Cross, wo uns das Boot mit einem negativen Abstieg an der Ostseite rausgelassen hat, um dann auf der nördlichen Seite der Insel fest zu machen.

Geplant waren ein Drifttauchgang und die Orientierung ohne Kompass.

Der Weg an der Ostseite war sehr beschwerlich, da wir ständig von Zackis aufgehalten wurden. Auch der riesige Schwarm Barrakudas war der Meinung Vorfahrt zu haben und hat sich von uns nicht stören lassen. Kurz vor dem Ende der Insel trennten sich dann die Wege der Barrakudas und uns. Wir haben uns dann um unser Luftmanagement gekümmert und sind neben dem Boot in Ruhe ausgetaucht.

Für die Rückfahrt hat der Kapitän dann etwas rauere See angekündigt, was für uns hieß alles besonders gut zu sichern. Bis zu dem „OK“-Felsen war es dann auch etwas mehr Seegang, aber es war noch harmlos. Ein weiterer toller Tag neigt sich dem Ende.

Am Donnerstag wartete ein weiterer Tauchgang in der sogenannten Prüfungsphase unserer TL1-Praxis-Woche auf uns und erwartungsgemäß sorgte dieser Umstand bei uns TL1-AnwärterInnen für einen Zuwachs an Aufregung. Zwei Tauchgänge standen auf dem Programm, in welchen wir unsere Fähigkeiten erneut bei verschiedenen Übungen unter Beweis stellen sollten. Zunächst einmal stand die so genannte „Fuchsjagd“ bevor, bei der nach einer simulierten „Out-of-Gas“-Situation eine Strecke von etwa 10-15 Metern überwunden werden muss, um von einem voraustauchenden Tauchpartner die notwendige Luftversorgung aus dessen DTG zu erhalten, in diesem Fall durch Abgabe des Hauptreglers an der Longhose. Das ausführliche Briefing zu dieser Übung (Formation, Reihenfolge, Absicherung), hatten wir bereits am Nachmittag des Vortages von Referent Oliver erhalten und die Übung im Trockenen durchgespielt.

Da schon zwei andere Tauchboote den ursprünglich angesteuerten Tauchplatz belegt hatten, wichen wir für den Vormittagstauchgang spontan auf den Tauchplatz „Les Fourmigues“ aus. Die „Ameisen“, eine Gruppe von kleinen Felsbergen, die teils aus dem Wasser herausragen, teils aber auch mehrere Meter unter dem Meeresspiegel enden, begrüßten uns in herrlichem Sonnenschein. Nach kurzen Briefings durch die Gruppenführer tauchten wir in zwei Gruppen ab und suchten zunächst geeignete Plätze in der für die Fuchsjagd vorgesehenen Zieltiefe von etwa 20 Metern auf. Schon nach wenigen Flossenschlägen wurde uns klar, dass dieser Tauchplatz einiges zu bieten haben würde, wenn wir erst einmal die Pflicht-Aufgabe hinter uns gebracht hätten: Die üppige Flora und Fauna ähnelte zwar derer der zuvor angefahrenen Tauchplätze, die Felsformationen und Strukturen der „Fourmigues“ boten hierfür jedoch eine besonders imposante Kulisse! Vielleicht war es dieser Umstand, der dazu führte, dass wir die Fuchsjagd in kürzester Zeit hinter uns brachten, ohne dass irgendjemand einen zweiten Versuch brauchte. Eher jedoch war es die Tatsache, dass wir TL1-Anwärter schon in den vorangegangenen Tagen die hierfür notwendigen Skills in anderen Übungen trainiert und angewendet hatten: Jeder von uns hatte in den Apnoe-Übungen am ersten Tag unter Beweis gestellt, dass er/sie in der Lage ist, auch unter Anstrengung für eine gewisse Zeit die Luft anzuhalten. Darüber hinaus wurde das Abgeben des Hauptreglers in nahezu allen vorangegangenen Tauchgängen zur Routine beim Gasmanagement und die für eine zügige Abgabe des Hauptreglers notwendigen Bewegungsabläufe liefen inzwischen nahezu automatisiert ab. Doch noch etwas wurde bei diesem Tauchgang und der „Fuchsjagd“ deutlich: Ein moderates Tauchtempo, bei dem kein Gruppenmitglied an seine Belastungsgrenze kommt, ist nicht nur förderlich, um einen Tauchplatz wie diesen in all seiner Schönheit erfassen zu können. Verbunden mit einer Tauchgruppen-Formation, die keine weiten Abstände zulässt, stellt ein moderates Tauchtempo vor allem auch einen Sicherheitsaspekt dar, falls einmal eine Notsituation aufkommen sollte. Mit diesen Erkenntnissen „im Gepäck“ kletterten wir zufrieden und glücklich nach einer knappen Stunde die Flossen-Leiter der „Ar Guevel“ empor und traten den Rückweg zum Hafen an.

Am frühen Nachmittag versammelten wir uns dann erneut für das Briefing und Referat zum folgenden Tauchgang an der Basis. Als Übung stand die „Rettung eines verunfallten DTG-Tauchers“ aus einer Tiefe von 30-35 Metern mit anschließendem Sicherheitsstopp auf einer Tiefe von 15 Metern bevor. Der Tauchplatz „Escampo Barriou“ war uns schon vom Checkdive am ersten Tag bekannt. Nach dem Sprung ins Wasser und den gegenseitigen Checks ging es über das sich hin- und her wiegende Seegras zügig auf Zieltiefe. Jeweils einmal als Retter und einmal als Opfer wurde die Rettungsübung absolviert und obwohl wir dieses Mal in größerer Tiefe agierten als beim Ausbildungstauchgang vor ein paar Tagen zeigte sich auch dieses Mal, dass die Festigung der notwendigen Skills in den Ausbildungstauchgängen auch für diese Übung zielführend war: Schon nach jeweils einem – erfolgreichen – Durchgang konnten wir den Tauchplatz erkunden. Nachdem wegen der Strömung beim Checkdive am Sonntag einige von uns die „Kamin-Passage“ am Escampo verpasst hatten, konnten bei den nun vorherrschenden Bedingungen wirklich alle den Schlot passieren. Auf einer Tiefe von etwa 17 Metern ging es in die mit Felsbrocken verlegte Spalte, in der uns hinter einer Engstelle ein schöner Gabeldorsch nach dem Passierschein zu fragen schien. Scheinbar genervt drehte er jedoch nach wenigen Sekunden ab, um sich in eine dunkle Ecke zurückzuziehen und machte uns den weiteren Weg in Richtung Ausgang auf etwa 8 Metern frei. Kleine Gruppen von umherziehenden Zahnbrassen beäugten uns und die zahlreichen Fischgrüppchen, die sich dem Spiel der Brandung auf dem kleinen Felsplateau oberhalb des Kamins hingaben und scheinbar schwerelos sanft vor- und zurück bewegten. Ein freischwimmender Oktopus, der sich wenig später unserer Tauchgruppe anzuschließen schien, führte uns schließlich bis in die Nähe unseres Tauchboots „Ar Guevel“ zurück. An dieser Stelle, etwa 7 Meter unter dem Boot, wurde schließlich der noch ausstehende Teil der Rettungsübung absolviert: Bedingt durch das Tauchgangsprofil und die nicht mehr vorhandene Dekopflicht konnte das Verbringen des „verunfallten DTG-Tauchers“ an die Wasseroberfläche mit anschließendem Blei-Abwurf und der Transport bis zum Boot in sicherer Weise demonstriert werden, bevor die Übung von den Ausbildern als beendet erklärt wurde.

Nach der Rückfahrt und der obligatorischen Ausrüstungspflege gab es beim Abendessen hauptsächlich EIN Thema: den bevorstehenden Tagesausflug mit Tauchgängen am Wrack „Le Grec“ und im Naturschutzgebiet „La Gabinière“. Satt, zufrieden und voller Vorfreude auf diese besonderen Tauchgänge zogen wir uns in unsere Unterkünfte zurück.

Am vierten Tag unserer Ausbildung versammelten wir uns pünktlich um 9:00 Uhr an unserer Basis. Armin, unser heutiger Teamleiter, begrüßte sowohl die Anwärter als auch die Prüfer. Nachdem wir unser Equipment sorgfältig gepackt hatten, startete Sven und Eriks Vortrag. Sie erklärten uns anschaulich, wie die Wechselatmung, die unsere erste Aufgabe an diesem Tag war, in waagrechter Lage durchgeführt werden sollte.

Nachdem alle offenen Fragen geklärt waren, begannen wir mit dem Verladen des Equipments in die Kleinbusse und machten uns auf den Weg zum Hafen. Dort angekommen, luden wir unser Tauchboot, die Ar Guevel, und begannen sofort, die Flaschen vorzubereiten. Unsere Gruppenführer Briefen uns und erklärten den weiteren Ablauf.

Am Tauchplatz angekommen, zogen wir unser Equipment an. Der Buddy Check wurde durchgeführt und als erstes stiegen unsere Ausbilder ins kühle Nass. Es folgten die Gruppenführer, und zuletzt machten wir, die Prüflinge, uns bereit für den Tauchgang.

Unter der Anleitung der Gruppenführer erkundeten wir das Riff. Dabei entdeckten wir einige spannende Meeresbewohner, darunter einen Scorpionsfisch, Barrakudas und mehrere große Langusten. Nachdem wir einen geeigneten Punkt für die Übung gefunden hatten, begannen wir mit der ersten Aufgabe: dem Aufstieg unter Wechselatmung aus einer Tiefe von 35 Metern, mit einem obligatorischen Sicherheitsstopp von zwei Minuten auf 25 Metern. Nachdem der Wechsel erfolgreich durchgeführt war und unsere Ausbilder mit unserem Ablauf zufrieden waren, wechselten wir die Paare.

Zurück im Hafen luden wir die Flaschen in den Flaschenbus und machten uns auf den Weg zurück zur Basis. Wir nutzten den Nachmittag, um versäumte oder nicht bestandene Theorieteile nachzuholen und den Blog zu schreiben.

Sanft geweckt von den Sonnenstrahlen, beginnt der dritte Ausbildungstag für TL1-AnwärterInnen und Ausbilder bei bester Laune um 9 Uhr an der Tauchbasis mit dem Briefing zum anstehenden Ausbildungstauchgang „Wracktauchgang“. Michael erläutert die Besonderheiten, die beim Tauchen an Wracks zu beachten sind, und erklärt die besonderen Aufgaben, die die TL-Anwärter-Gruppen während und vor allem zum Ende des Tauchgangs zu erledigen haben: Boje setzen und anschließendes Austauchen in horizontaler Lage in Sternformation. Da verschiedene Quellen zum Tauchplatz, dem Wrack „Michel C“, sehr unterschiedliche Angaben zur Tiefe des Wracks bereithalten, bekommen wir vom Doc Dirk gleich noch die Zusatzaufgabe, die tatsächliche Tiefe während des Tauchgangs festzustellen.

Angekommen am Tauchplatz, beginnen wir den Tauchgang wegen leichter Strömung mit einem zügigen Abstieg zum recht gut erhaltenen Bug der „Michel C“, dem tiefsten Punkt des Wracks, und bestimmen die Tiefe: knapp 41 Meter! Danach beginnt die Erkundung des Wracks, geführt von den Ausbildern, die die zwei Tauchgruppen begleiten. Das 1866 gebaute und 1900 gesunkene Stahl-Dampfschiff ist über die Jahrzehnte ziemlich in sich zusammengesunken. Dennoch bieten die Überreste zahlreichen Meeresbewohnern einen geeigneten Lebensraum – und uns Tauchern viel zu entdecken: Schon nach wenigen Flossenschlägen schaute uns ein stattlicher Conger mit großen Augen aus einem Rohr an, und nicht viel weiter drehten die ersten Zackenbarsche ihre Kreise um die Schwärme unzähliger kleinerer Fische. Der Bewuchs der umliegenden Felsen mit roten Gorgonien hat auch vor der „Michel C“ keinen Halt gemacht, sodass sich uns ein überaus farbenfrohes Bild bietet!

Bedingt durch Tauchtiefe und Luftvorrat müssen wir uns leider schon nach 15 Minuten von diesem Schauspiel verabschieden und den Aufstieg beginnen. Wie gebrieft wird nach dem Setzen einer Boje durch ein Gruppenmitglied der Aufstieg durch die TL1-AnwärterInnen in Sternformation durchgeführt. Für einige von uns ist diese Art des Aufstiegs neu, jeder erkennt aber sofort die Sinnhaftigkeit: eine ständige optische Orientierung während eines Blauwasseraufstiegs und die Möglichkeit, bei eventuellen Tarierproblemen eines Gruppenmitglieds jederzeit unverzüglich eingreifen zu können! Sicher an der Oberfläche angekommen, werden wir von unserem Tauchboot wieder an Bord genommen und treten gut gelaunt und unter lautem Geschwätz über das gerade Erlebte die Rückfahrt zum Hafen an.

Nach der Mittagspause ging es weiter mit dem Briefing zum Nachmittagstauchgang. Aufgaben für die TL1-AnwärterInnen bei diesem Tauchgang: Orientierung ohne technische Hilfsmittel und Luftmanagement. Nachdem die Tauchgruppen 15 Minuten vom Ausbilder geführt worden sind, müssen sie als Gruppe den Weg zurück zum Boot finden – ohne die Nutzung des Kompasses. Darüber hinaus soll der Restdruck bei allen Gruppenmitgliedern in etwa gleich hoch sein. Da die Flaschengrößen der einzelnen TaucherInnen zwischen 14 und 24 Litern liegen, stellte vor allem das Luftmanagement eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar, die nur dadurch bewältigt werden konnte, dass in verschiedenen Konstellationen der Gruppenmitglieder immer wieder der Hauptregler an der Longhose an eine/n Tauchpartner/in abgegeben wurde.

Tauchplatz waren Sec Pascal und Sec Mourraine – Unterwasserberge, welche bis auf eine Tiefe von ca. 17 Metern aufragen und Lebensraum für eine Vielzahl von Meerestieren und Fischarten bilden. In der herrlichen Nachmittagssonne und bei spiegelglatter See sind wir ins Wasser gesprungen, wegen leichter Strömung folgte der sofortige Abstieg zur Spitze des Secs, von wo aus die Ausbilder die Führung übernahmen. Jedes Gruppenmitglied war gebrieft worden, sich die Umgebung möglichst gut einzuprägen, da es ja unsere Aufgabe war, im zweiten Teil des Tauchgangs zurück zum Boot zu finden. „Leider“ bot der Tauchplatz jedoch viel Ablenkung: Muränen, teilweise in Gruppen, starrten aus zahlreichen Felsspalten, stattliche Zahnbrassen jagten durch Sardinenschwärme, Zackenbarsche drehten gemächlich ihre Runden oder lagen entspannt auf kleinen Felsvorsprüngen. Dennoch haben wir das Ziel des Tauchgangs nicht aus den Augen verloren und sind nach ca. 35 Minuten wieder an der Ankerboje, an der unser Tauchboot festgemacht war, angekommen. Um noch mehr Routine zu bekommen, haben wir vor dem Austauchen reihum die Bojen gesetzt und sind dann unter Einhaltung von Dekostufen und Sicherheitsstopp kontrolliert ausgetaucht. Zur großen Freude aller konnte sogar das Luftmanagement als Erfolg verbucht werden – die Restdrücke aller TL-AnwärterInnen lagen nahezu alle im vorgegebenen Zielbereich.

Nach diesen zwei weiteren erlebnis- und erkenntnisreichen Tauchgängen haben wir den Tag in gewohnter Weise ausklingen lassen: An der langen Tafel im Stammrestaurant wurde geschmaust, gequatscht, gelacht und ein wenig gefachsimpelt, bevor wir uns in die Unterkünfte zurückzogen und Morpheus für die Nacht das Zepter übergaben.

Der zweite Tag begann mit einem französischen Frühstück – Baguette oder Pain-au-Chocolat – und startete um 9 Uhr mit einem Kurzreferat von Kai zum Thema „Rettung eines handlungsunfähigen Tauchers“. Anschließend stiegen wir auf das Boot und fuhren zur vorgelagerten Insel Grand Ribaud. Dort fanden wir eine geeignete Stelle in der Seegraswiese, um die Rettungsübungen durchzuführen.

Zuerst übte jeder die Rolle des Retters, des Verunfallten und des Sichernden, bevor wir die vollständige Rettungsübung durchführten. Diese beinhaltete den Rettungsaufstieg mit Boje, das Setzen der Boje und den Transport ins Boot. An Bord erfolgte die Erstversorgung des verunfallten Tauchers gemäß verschiedener Notfallszenarien, die uns unser Bundesverbandsarzt Dr. med. Dirk Michaelis vorgab. Hier war Teamarbeit gefragt, und zum Glück wurde jeder „Verunfallte“ gerettet!

Nach der Übung gab es eine kurze Mittagspause.

Um 14:30 Uhr folgte ein weiteres Referat von Oliver zum Thema „Tieftauchgang inkl. Dekostopp an einem unbekannten Riff“. Dabei wurden auch die Berechnungen des Umkehrdrucks und die Einhandzeichen erläutert. Ziel des Tauchgangs war der Tauchplatz „Sec Mistral“, der sonst recht wenig betaucht wird und uns durch seine Schönheit besonders beeindruckte. Beim Abtauchen sahen wir neben großen Gorgonien gleich mehrere kapitale Zackenbarsche.

In einer Tiefe von über 40m mussten wir verschiedene Aufgaben lösen, um die Wirkung der Stickstoffnarkose zu erfahren. Der Tauchgang setzte sich am Riff fort, wo wir einen Adlerrochen, die Eier von Katzenhaien, Schwärme von Zahnbrassen und viele weitere Meereslebewesen sichten konnten. Leider war die Zeit wieder einmal zu knapp, um alles zu entdecken, aber die Eindrücke werden uns immer in Erinnerung bleiben.

Wie immer folgten nach dem Tauchgang ein ausführliches Debriefing und ein leckeres Abendessen im Restaurant neben der Basis.

Am ersten Tag gleich morgens standen die ersten Aufgaben auf dem Plan: 1000m Schwimmen in Neopren und 10m Apnoe-Tieftauchen. Danach folgte der Gewöhnungstauchgang am Tauchplatz Escampo mit den ersten Übungen. Wir übten den Bleicheck, den Wasser-Nase-Reflex, das einhändige Ab- und Aufsetzen der Maske, das Abgeben des langen Schlauchs und das Setzen der Boje. Während des Tauchgangs sichteten wir zwischen den Steinen bereits die ersten Muränen und Oktopusse. Einige Gruppen entdeckten die Steilwand mit den gelben Krustenanemonen und den roten Gorgonien. Das Durchtauchen des Kamins war das Highlight des Tages und weckte große Hoffnungen für die kommenden Tage.

Nach dem Tauchgang ging es zurück zum Hafen. Wir stellten fest, dass wir die Abläufe an Bord des Schiffes und an Land noch optimieren müssen, um effizienter zu werden – aber dafür bleibt ja noch die ganze Woche. Der Abend endete mit einem gemeinsamen Abendessen und einem Briefing der Tauchgänge für den nächsten Tag.

Die Gruppe setzt sich aus Mitgliedern aus vier verschiedenen VDST-Landesverbänden zusammen, die von Flensburg bis Freiburg kommen – ein Zeichen für die gute Zusammenarbeit der Landesverbände im VDST. Zudem absolviert ein TL3-Anwärter aus dem TSV NRW sein Basenpraktikum bei Divin’Giens, den wir gerne zur Unterstützung in unsere Gruppe aufgenommen haben.

Um 18:30 Uhr trafen wir uns zum ersten Mal an der Basis. Volker begrüßte uns herzlich und stellte uns das Ausbilderteam vor. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es weiter zum traditionellen gemeinsamen Abendessen in die Stammkneipe. Hier hatten wir die Gelegenheit, unsere Tauchpartner und das Prüfungsteam für den morgigen Eingewöhnungstauchgang kennenzulernen.

Mit großer Vorfreude auf eine spannende und lehrreiche Woche ließen wir den Abend gemütlich ausklingen.

Die nächsten Bundesprüfungen

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  • 22. Februar 2026 08:00
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TL3-Theorieprüfung 2026 VDST-Bundesgeschäftsstelle
  • 7. März 2026 08:30
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TL2/3-Praxisausbildung und -prüfung 2026 (Hyères, Frankreich) VDST-Dive Center Divin Giens, Frankreich
  • 16. Mai 2026 09:00
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Vorbereitungsworkshop für Praxisprüfung Apnoe TL1/2 und TrC Messinghausen, See Im Berg
  • 4. Juni 2026 10:00
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TL2/3-Praxisausbildung und -prüfung (Gozo, Malta) VDST-Dive Center Nautic Team Gozo, Malta
  • 12. Juni 2026 08:00
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TL2/3-Praxisausbildung und -prüfung (Gulen, Norwegen) VDST-Dive Center Gulen Dive Resort, Norwegen
  • 5. Juli 2026 08:00
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Apnoe TL1/2/3-Praxisausbildung und -prüfung (Sveta Marina, Kroatien) VDST-Dive Center Scubacenter Sv. Marina, Kroatien
  • 31. Juli 2026 08:00
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TL2/3-Praxisausbildung und -prüfung (Rosas, Spanien) VDST-Dive Center Roses Sub, Spanien
  • 18. September 2026 09:00
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TL2/3-Praxisausbildung und -prüfung (Elba, Italien) VDST-Dive Center Aquanautic Elba, Italien
  • 3. Oktober 2026 08:00
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