Apnoe-TL1/2/3-Prüfung in Labin

Blog zur Apnoe-TL1/2/3-Prüfung des VDST in Labin (Kroatien)

Vom 01. bis 07. August 2026 findet die Apnoe-TL-Prüfung des VDST in Labin statt. Das VDST-Dive Center Sv. Marina wird unser Gastgeber sein. Zum ersten Mal werden in einem großen Kombikurs Apnoe TLs aller Leistungsstufen vom TL1 über TL 2 bis zum TL3 ausgebildet. Uns erwarten optimale Bedingungen und gut vorbereitete Teilnehmende. 

Hier schildern sie ihre täglichen Erlebnisse vor, während und nach den Tauchgängen.

Nach vielen Stunden auf der Autobahn war die Freude groß: Alle Teilnehmer, Prüfer, unser Videograf und die seelische Unterstützung trafen sogar eine Stunde früher als geplant an der Tauchbasis in Sveta Marina, Kroatien, ein. Nach dem gemeinsamen Theoriewochenende und dem Vorbereitungskurs war schnell zu spüren, wie sehr die Gruppe bereits zusammengewachsen ist. Die Stimmung war motiviert, offen und voller Vorfreude auf die bevorstehende Praxiswoche.

Bei den hochsommerlichen Temperaturen war allerdings auch Disziplin gefragt. Ausreichend trinken stand für alle ganz oben auf der Prioritätenliste, denn nur wer gut hydriert ist, kann sicher und leistungsfähig ins Wasser gehen.

Den Zeitvorsprung nutzten wir sinnvoll: Organisatorische Punkte wurden geklärt, der Tauchleiter vom Dienst führte uns über die Basis und wir besprachen gemeinsam den Ablauf der kommenden Tage. Anschließend folgten zwei spannende Kurzreferate. Jonas stellte die Bedeutung strukturierter Briefing-Standards vor und Sarah vermittelte die wichtigsten Grundlagen zur Sicherung beim Zeittauchen – zwei Themen, die für angehende Apnoe-Tauchlehrer unverzichtbar sind.

Direkt danach wurde es ernst: Die erste praktische Prüfung stand an. Für alle Teilnehmer galt eine Zielzeit von 3:30 Minuten statischer Apnoe – bewusst unter erschwerten Bedingungen, ohne vorheriges Eintauchen und mit entsprechend kühlem Start. Die Anwärter auf den Tauchlehrer ** absolvierten im Anschluss zusätzlich eine anspruchsvolle Intervalleinheit.

Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Viele Teilnehmer meisterten ihre Prüfungen erfolgreich und zeigten, dass sich die intensive Vorbereitung ausgezahlt hat. Lediglich die Zeit verging schneller als geplant, sodass wir mit einer guten halben Stunde Verzögerung in den Feierabend starteten.

Den Abschluss des ersten Tages bildete ein gemeinsames Nachbriefing, bei dem die ersten Erfahrungen reflektiert wurden. Anschließend ließen wir den Abend beim gemeinsamen Pizzaessen ausklingen – eine schöne Gelegenheit, den ersten erfolgreichen Tag Revue passieren zu lassen und voller Vorfreude auf die kommenden Herausforderungen zu blicken.

Text:
Jonas Brinkmann
Daniel Rahm

Von schweißtreibendem Stretching bis zur Rettung im Wellengang

Der zweite Tag der Apnoe TL 1/2/3 Prüfung in Sveta Marina startete dort, wo Tag 1 die Muskeln zurückgelassen hatte: im Ausnahmezustand. Sarah übernahm frühmorgens das Kommando beim Stretching und sorgte mit chirurgischer Präzision dafür, dass auch der letzte Jung-Tauchlehrer-Anwärter ins Schwitzen kam, noch bevor überhaupt ein Tropfen Meerwasser geflossen war.

Danach ging es endlich richtig los: der erste volle Tauchtag stand an. Ausbleien, Wassergewöhnung und ein Wellengang, der eindeutig nicht den Beipackzettel „ruhige Einführung“ gelesen hatte. Hier zeigte sich zum ersten Mal, wie viele Hüte man als TL-Anwärter gleichzeitig tragen muss: Tauchleiter vom Dienst, Gruppenführer und – nicht zu vergessen – Blogschreiber, die an diesem Tag gefühlt Ohren an jeder Ecke des Wassers hatten, um ja nichts zu verpassen. Ziel des Ganzen: das Tauchlehrergen in jedem von uns zu wecken. Nebenbei durfte sich die Gruppe außerdem an der kroatischen Mittagssonne beweisen – im Neopren, bei gefühlten 38°C. Wer glaubt, Apnoe sei nur eine Frage des Atems und der Entspannung, hat die Sonneneinstrahlung und den Schwitzfaktor an diesem Tag unterschätzt.

Der Nachmittag brachte dann das Rettungstraining – und passenderweise beschloss der Wellengang, sich von „ordentlich“ zu „erst recht ordentlich“ zu steigern. Ein Spaziergang war das jedenfalls nicht. Am Ende des Tages waren aber alle sicher gerettet und wohlbehalten wieder an Land, auch wenn munkelt wird, dass die eine oder andere Initialbeatmungsübung sowohl Retter als auch Gerettete ordentlich ins Schwitzen gebracht hat (aus Übungsgründen, versteht sich).

Nach dem Debriefing und dem obligatorischen Talk of the Day ging es zum eigentlichen Höhepunkt des Abends: dem großzügigen Kalorien-Nachschub bei Marino, standesgemäß mit Pizza. Kleine Randnotiz: Wir vermuten stark, dass wir dem Laden bereits am zweiten Tag sämtliche Reserven an alkoholfreiem Bier abgekauft haben. Schließlich verzichten anständige Tauchlehreranwärter während der Prüfungswoche konsequent auf Alkohol (Anm.d. Red.: T-6 bis hier endlich die richtigen Korken knallen!)

Fazit Tag 2: Muskelkater, Sonnenbrand-Potential, gerettete Leben und leere 0% Kästen bei Marino. Bessere Bilanz geht kaum.

— Sven & Melina

Der dritte Tag unserer Apnoe TL Prüfung begann ruhig, wenn auch sehr früh um 6:30 Uhr mit einer knappen Stunde Stretching und Entspannung. Eine gute Einstimmung und Vorbereitung für einen intensiven Übungstag.

9:30 Uhr – Tieftauchen

Die Aufgabe: Tieftauchen – 30 m für TL1, 33 m für TL2. Der Wellengang war kräftig und forderte alle heraus, während die Bojen wackelten wie ein schlecht geparktes Wohnmobil. Wir gaben unser besten, uns trotz der bewegten Bedingungen zu entspannen und konnten bereits wertvolle Erfahrungen für die bevorstehenden Prüfungstauchgänge sammeln.

Mittagspause

Essen, Trinken, ausruhen – die kurze Pause war nach dem Wellengang mehr als verdient.

15:00 Uhr – Intervalltauchen

Am Nachmittag beruhigte sich die See deutlich. Die Bedingungen waren ideal für das Intervalltauchen:

  • TL1: 4 x 17 m mit 45-60 Sekunden Pause
  • TL2: 4 x 20 m mit 45-60 Sekunden Pause. Im Anschluss als zweite Übung des Nachmittags 60 Sekunden Pause auf 20 Meter.

Die Serie lief konzentriert und deutlich entspannter als am Vormittag. Dadurch haben alle Teilnehmenden die Aufgaben des Nachmittags erfolgreich bewältigt

Abendprogramm & Pizza

Zum Abschluss gab es eine Vertiefung und Vorbereitung zum morgigen Thema „Streckentauchen im Freiwasser“. Die TL2‑Anwärter optimierten Bojen und Markierungen mit viel Kreativität.
Belohnt wurde der Tag mit einer großen Pizza und anderen Spezialitäten der kroatischen Küche.

Von Thorben und Felix.

Lachen, Leinen und Lebensrettung – Apnoe-Ausbildung mit Tiefgang und Präzision

Das morgendliche Yoga wurde von Norbert angeleitet. Die Einheit brachte nicht nur unsere Muskeln ordentlich auf Betriebstemperatur, sondern sorgte auf Grund unserer lustigen Posen auch immer wieder für den einen oder anderen Lacher. Am Ende waren wir alle wach, beweglich und bestens auf den Tag vorbereitet.

Nach dem Yoga ging es direkt weiter zum Streckentauchen. Das Briefing war ausführlich und abwechslungsreich. Thema waren der Aufbau, die Sicherung sowie das Tauchen im Freiwasser. Es wurde erklärt, demonstriert, diskutiert und an den richtigen Stellen nachgebessert. Trotz der Vielzahl an Material und Aufgaben funktionierte der Aufbau erstaunlich gut.

Die Pause war kurz, aber effektiv: essen, trinken, einmal tief durchatmen und die Akkus für den Nachmittag wieder aufladen.

Melina verantwortete die Aufgabe des TLvD am Nachmittag. Es ging aufs Boot um die Rettung eines verunfallten Tauchers zu üben. Die Abläufe wurden erarbeitet, weiter optimiert, Rollen verteilt und mit jeder Wiederholung lief alles routinierter. So zeigte sich schnell, wie wichtig gute Teamarbeit und klare Kommunikation sind.

Der Tag war abwechslungsreich, gut durchgetaktet und vor allem sehr lehrreich.

Außerdem hat sich gezeigt, wie gut wir als Team inzwischen zusammengewachsen sind.

Fazit

Der anspruchsvolle Aufbau des Streckentauch-Parcours verlief dank guter Vorbereitung besser als erwartet. Die Streckentauch- und Sicherungsleistungen wurden souverän umgesetzt. Bei der Rettung ins Boot zeigte sich erneut: Nicht die eine Methode führt zum Ziel, sondern geeignete Rettungsmittel, klare Kommunikation und regelmäßige Übung.

Text:
Uli und Nicole

Erst retten, dann tauchen – ein Prüfungstag zwischen Medizin und Meer

Nach den intensiven vergangenen Tagen durfte der fünfte Prüfungstag etwas entspannter beginnen. Heute stand Yoga erst um 7:00 Uhr auf dem Programm. Auch wenn die Sonne zu diesem Zeitpunkt schon etwas mehr Kraft hatte, war die morgendliche Einheit ein gelungener Einstieg in den Tag.

Schon seit Beginn der Prüfungswoche war spürbar, wie schnell die Gruppe zusammengewachsen ist. Mit jedem Tag wurde der Zusammenhalt stärker – und das zeigte sich heute auf besonders charmante Weise. Alle Teilnehmer inklusive der Ausbilder entschieden sich für ein gemeinsames „Team-Tattoo“ in Form eines Aufklebetattoos. Natürlich durfte anschließend auch das passende Gruppenfoto nicht fehlen. Eine schöne Erinnerung an eine Woche voller gemeinsamer Erlebnisse, Herausforderungen und viel Teamgeist.

Im anschließenden Medizinseminar gab es wieder jede Menge spannendes und praxisnahes Wissen sowie eine detaillierte Vorstellung einer gut ausgestatteten Notfalltasche. Neben hilfreichen Tipps zur Pflege des äußeren Gehörgangs und zur Vorbeugung von Entzündungen bei häufigem Aufenthalt im Wasser stand vor allem die Notfallversorgung im Mittelpunkt. Die Teilnehmer lernten den Umgang mit Demand- und Constant-Flow-Sauerstoffsystemen kennen, die im Rahmen einer Live-Demonstration ausführlich vorgestellt wurden. Ergänzend gab es einen Überblick über die weltweit gebräuchlichen Sauerstoffventiltypen.

Anschließend wurde es körperlich anspruchsvoll: Bei der ausführlichen HLW-Ausbildung mit AED waren Ausdauer und Konzentration gefragt. Über einen längeren Zeitraum wurden Herzdruckmassage und Beatmung mit Sauerstoff trainiert – eine fordernde, aber enorm wichtige Übung, die allen noch einmal die Bedeutung eines sicheren und routinierten Handelns im Notfall vor Augen führte.

Nach so viel Theorie und Praxis ging es mit Daniel zur Knotenkunde. Auf dem Programm standen zahlreiche Knoten, die für Apnoetaucher besonders nützlich sind – darunter Achterknoten, halber Mastwurf, Webeleinstek, Slipstek, Prusikknoten, Palstek sowie einfache und doppelte Luftmaschen. Natürlich wurden alle Knoten direkt ausprobiert. Dabei zeigte sich schnell: Während einige Teilnehmer die Handgriffe scheinbar mühelos beherrschten, sorgte der eine oder andere Knoten zunächst eher für einen kleinen Knoten im Kopf. Der Spaß kam dabei aber definitiv nicht zu kurz.

Zum Abschluss des Vormittags nahmen sich die erfahrenen Tauchlehrer noch einmal Zeit, um ihre Erfahrungen weiterzugeben. In einer offenen Fragerunde konnten die Teilnehmer wertvolle Tipps und Tricks für ihre zukünftige Ausbildung mitnehmen und von den langjährigen Erfahrungen der Ausbilder profitieren. Bereits im Vorfeld gesammelte Fragen wurden gemeinsam besprochen und führten zu einer lebhaften Diskussion, an der sich alle engagiert beteiligten. Ob korrektes Ausbleien, Tipps zum Druckausgleich für Beginner oder die persönliche Betreuung von Schülern, die zu Beginn etwas mehr Unterstützung benötigen – der Erfahrungsaustausch war für alle eine wertvolle Bereicherung.

Gut gestärkt ging es am Nachmittag wieder ans Wasser. Ein Großteil der Teilnehmer und Ausbilder traf sich zum Streckentauch-Intervall der TL2-Anwärter. Für die TL1-Anwärter wartete diesmal eine deutlich größere Herausforderung: Wellengang und eine leichte Strömung machten die Bedingungen anspruchsvoller als beim ersten Streckentauchen.

Doch genau hier zeigte sich, wie hervorragend die Gruppe inzwischen zusammenarbeitete. Innerhalb kürzester Zeit war die Strecke aufgebaut, die Streckenleine perfekt gespannt und alle Sicherungstaucher standen einsatzbereit auf ihren Positionen. Dank der eingespielten Zusammenarbeit konnte das 6 × 50-Meter-Streckenintervall sogar früher als geplant beginnen.

Auch wenn Wind, Wellen und Strömung den Teilnehmern einiges abverlangten, wurden alle Durchgänge mit großem Einsatz, gegenseitiger Unterstützung und viel Motivation durchgeführt. Jeder gab sein Bestes – und genau dieser Teamgeist machte den Unterschied.

Nach der erfolgreichen Einheit wurde die gesamte Ausrüstung routiniert zurückgebaut und verstaut. Im abschließenden Nachbriefing ließ die Gruppe den Tag gemeinsam Revue passieren, bevor alle zufrieden, ein wenig müde und mit einem guten Gefühl in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet wurden. Ein weiterer intensiver, lehrreicher und rundum gelungener Prüfungstag ging damit zu Ende.

Fazit:

Der Tag zeigte eindrucksvoll, dass gute Tauchlehrer weit mehr beherrschen müssen als das Tauchen selbst. Medizinisches Know-how, sichere Rettungsabläufe und fundierte Praxis bilden die Grundlage. Selbst Wind und Wellen konnten den Teamgeist beindrucken, so dass anspruchsvolle Aufgaben gemeinsam souverän gemeistert wurden.

Norbert Rehm und Lars Neumeier

Rettung unter Wellen – der erste Praxistest gelingt

Am sechsten Tag unserer TL-Ausbildung war gut zu merken, dass die Abläufe bereits gut gefestigt sind und das Team als Ganzes gut aufeinander eingespielt ist.

Wie immer begann der Tag früh mit einer Stretching-Einheit – dieses Mal unter der Anleitung steht von Nicole. Diese Lektion wird uns noch lange in Erinnerung bleiben, denn kaum einer konnte mit der Flexibilität der Kursleiterin mithalten. 🙂

Anschließend übernahm Felix als TLvD die Organisation des Vormittags. Während die vorherigen Tage, außer der Statik-Prüfung am Freitag, zum Eintauchen und zur Übung genutzt wurden, war der heutige Tag der erste Prüfungstag.

Am Vormittag wurde die Prüfung für das Intervall-Tieftauchen absolviert. Ruhig und entspannt wurden vier Mal die Tiefen von 17m (TL1) bzw. 20m (TL2) angetaucht. Die maximalen Oberflächenpausen von 45s bis 60s wurden von einem Gruppenmitglied angesagt.

Am Nachmittag stand die Prüfung Retten eines Tauchers aus den Intervalltiefen an. Nach der Rettung wurde das Oberflächenprotokoll durchgeführt: Halsblei ab, Maske ab, Blow-Tap-Talk, angedeutete Initialbeatmung, Auslösung der Rettungskette zur Übung, Entfernen des Lanyards und des Bleigurts. Es folgte dann ein sehr zügiger Transport des Tauchers zu zweit bei Wind und mindestens einem halben Meter hoher Welle zum Schiff. Selbstverständlich war es auch Bestandteil der Prüfung den Taucher an Bord zu bekommen. Dafür wurde ein Seil mit einem Stück Feuerwehrschlauch genutzt. Zu guter Letzt wurden die TL-Anwärterinnnen und Anwärter noch kurz von unserem Arzt Thomas befragt.

Nach dieser anstrengenden Übung gab es zum Abend den Talk-Of-The-Day mit positiver Bewertung der Gesamten Aufgaben und zur Belohnung für alle eine 12kg kalte Wassermelone.

Fazit

Der erste Prüfungstag zeigte eindrucksvoll, wie sich konsequentes Üben auszahlt. Die Rettung ins Boot verlief deutlich flüssiger, die Kommunikation zwischen Rettern und Helfern funktionierte reibungslos. Teamgeist und regelmäßiges Training schaffen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und stärken die gesamte Gruppe.

Der letzte Prüfungstag – What a day!

Manche Tage fühlen sich an wie ein Marathon, der als Sprint verkleidet ist. Tag 7 war so ein Tag – und das gleich zweifach, denn auf dem Programm standen ganze zwei Tauchsessions, bevor die Prüfungswoche endgültig Geschichte sein würde.

Zunächst aber wie gewohnt: Stretching am Pool um 6:30 Uhr und hier hat uns TlvD und Stretchingmeister in Personalunion Daniel optimal für den Tag eingestimmt.

Der Vormittag gehörte DER einen Übung, auf die die ganze Woche hingearbeitet hatte: TL1-Anwärter mussten auf 30 m Tiefe mit mindestens 1:30 min Tauchzeit ran, TL2 und TL3 durften sich an 33–35 m mit mindestens 1:45 min versuchen. Und als hätte das Meer selbst gewusst, dass heute der Tag der Tage ist, fanden wir perfekte Bedingungen vor. Aufbau ging zügig, die Tauchgänge liefen – und die Stille, die über der Gruppe lag, war beeindruckend. So ruhig und fokussiert war noch keine Session zuvor. Selbst die neugierigen SUPler in der Umgebung blieben hängen, offenbar beeindruckt von so viel geballter Konzentration. Bei der Tiefenentspannung fiel es am Ende fast gar nicht mehr auf, dass wir mittlerweile gut 2:30 Stunden im Wasser verbracht hatten. Was in dieser Woche aus uns geworden ist, zeigte sich hier besonders schön: ein Team, das bis zur letzten Taucherin die Daumen drückte – natürlich standesgemäß leise, schließlich war Ruhe angesagt.

Am Nachmittag folgte dann noch einmal die geliebte Materialschlacht beim Streckenaufbau: 5 Instructor-Bojen, zwei Rollbojen, zwei Torpedobojen, drei nicht ganz reißfeste Streckenbänder, über 60 kg Blei, unzählige Seile, Prusikschlaufen, Streckenmarkierungen, Haarklammern (unverzichtbar!), 15 Karabiner, ein Schuhlöffel – und natürlich das wichtigste Werkzeug überhaupt: unser hauseigener Knotenmeister Daniel. Für jede Seilsituation hat er die passende Lösung parat. Der Aufbau selbst lief inzwischen fast routiniert, auch wenn das Streckenseil mit ein paar Rissen noch mal kurz für Nervenkitzel sorgte. Das Streckentauchen selbst lief dafür bombensicher – so bombensicher, dass sogar ahnungslose Gerätetaucher elegant aus dem Weg geräumt werden konnten, ohne dass die Taucherin davon überhaupt Notiz nahm.

Höhepunkt und Abschluss zugleich: die Gruppenfotos, unter Wasser und am Kai. Und genau in diesem Moment schlich sich das erste kleine Wehmutsgefühl ein – wie kann eine Woche nur so schnell vorbeigehen?

Am Ende des Tages waren wir schlicht geschafft, nach gefühlten 5 Stunden Wasserzeit war das Trockenlegen die wohl verdienteste Belohnung des Tages. Die Erschöpfung war deutlich spürbar, genauso aber auch das erste müde, zufriedene Grinsen und die Erkenntnis: Wir haben es geschafft.

Der Ausblick auf morgen klingt dafür geradezu erholsam: entspannt tauchen, ganz ohne Prüfungsdruck, ein bisschen aufräumen – und am Abend gemeinsam auf diese wunderbare Gruppe anstoßen.

Fazit Tag 7:
Tiefe Tauchgänge, tiefe Konzentration, ein Materiallager auf Beinen und ein Team, das um Einiges reißfester zusammengewachsen ist, als unsere Streckenseile!

— Sven & Melina

Der große Finaltag: Nachprüfung mit Bravour, Rifftour und die feierliche Urkundenübergabe

Der letzte Tag unserer VDST Apnoe TL-Prüfung in Sveta Marina stand ganz im Zeichen von Teamgeist, Erleichterung und feierlichen Momenten.

Nachprüfung, Rifftour und Packen

Der Morgen begann spannend im kühlen Nass: Bei einer Nachprüfung zeigten die betroffenen Anwärter Nervenstärke und meisterten die verbliebenen Übungen mit Bravour! Parallel dazu genoss der Rest der Gruppe eine geführte Rifftour unter der Leitung von Juliane. Sie zeigte uns die schönsten Unterwasser-Spots von Sveta Marina. Auch wenn sich das erhoffte Seepferdchen leider nicht blicken ließ, war der Tauchgang ein fantastischer Ausklang.

Am Nachmittag folgte die traditionelle Pflegeaktion: Bojen, Leinen und die persönliche Ausrüstung wurden gründlich vom Salz befreit, in der Sonne getrocknet und reisefertig verpackt.

Feierlicher Abschluss und Urkundenübergabe

Der emotionale Höhepunkt folgte am Abend: Bei der Abschlussveranstaltung verkündete das Prüferteam die erlösende Nachricht – alle 13 Teilnehmenden haben ihre Tauchlehrerprüfung bestanden! In persönlichen und humorvollen Laudatios würdigten die Ausbilder die Absolventen:

Unsere 10 neuen Apnoe-Tauchlehrer 1 (TL1)

* Daniel Rahm (TSC Augsburg e. V.): Überzeugte mit souveräner, ruhiger Art, präziser Kommunikation, toller Knotenkunde und entspannendem Yoga.

* Norbert Rehm (TSC Neptun e.V. Augsburg): Der Disziplinen-Allrounder auf ständiger Mission – frei nach dem Motto „Eine Lizenz ist nicht genug“.

* Jonas Brinkmann (DUC Duisburg e.V.): Vom schlagfertigen Leistungssportler zum fürsorglichen „Enten-Papa“, dem die Gruppe blind folgt.

* Sarah Stahlke (DUC Duisburg e.V.): Aufmerksam, stilsicher und stets gruppenorientiert – die elegante Meerjungfrau im Team.

* Melina Pflüger (Wassersportclub Langenau e.V.): Brachte viel Fröhlichkeit, Visualisierungsstärke, Top-Einsatz beim T-Shirt-Druck und eine fehlerfreie Theoriearbeit ein.

* Ulrike Hähnel (Tauchgruppe Sepia Norderstedt e.V.): Als nordische Frohnatur und kulinarische „Mutti der Nation“ besiegte sie die eigenen Grenzen mit Bravour.

* Thorben Andreas (TG Sepia Norderstedt): Nordisch-zurückhaltend, aber wortstark, verlässlich und mit klarer Linie – eine felsenfeste Bank.

* Nicole Kähler (DUC Lübeck): Entwickelte sich von scheuer Zurückhaltung zu einer selbstbewussten und empathischen Ausbilderin.

* Felix Reß (Fin & Fun Bergisch Land e.V.): Überzeugte leise, umsichtig und stets unkompliziert – stolzer Gewinner der TL-Nummer 275.

* Alexander Damarowsky (Die Tauchflaschen 1993 Köln e.V.): Ein bärenstarker „Safety Man“, der nicht durch Glück, sondern durch enorm viel Eigenleistung und Ausdauer glänzte.

Unsere 2 neuen Apnoe-Tauchlehrer 2 (TL2)

* Sven Karsubke (Die Tauchflaschen 1993 Köln e.V.): „Die Maschine“ im Sombrero – besticht durch tägliche Bestzeiten, Humor und den unverkennbaren Frisur-Look.

* Lars Neumeier (TSC Nautilus Erftstadt e.V.): Überzeugt durch Tiefgang statt Lautstärke; ein wertvoller Impulsgeber, der zum Nachdenken anregt.

Unsere neue Apnoe-Tauchlehrerin 3 (TL3)

* Juliane Stein (TSC Weimar e.V.): Trotz anfänglicher Übelkeit meisterte sie alle Aufgaben mit Bravour, behielt mit strahlendem Lächeln stets den Überblick und steckte das Team mit ihrer positiven Art an.

Ein riesiges Dankeschön an das Ausbilderteam!

Ein so intensiver, lehrreicher und erfolgreicher Prüfungskurs ist nur mit einem herausragenden Führungsteam möglich. Ein ganz besonderer und herzlicher Dank gilt unseren Ausbildern und Prüfern: Sandra Pelster, Sven Abels, Guido Grünenwald, Thomas de Lede und Volkmar Körner.

Mit ihrer enormen fachlichen Expertise, ihrer unermüdlichen Geduld, konstruktivem Feedback und dem richtigen Gespür für Mensch und Sicherheit haben sie uns durch diese anspruchsvolle Woche getragen. Ihr habt uns gefordert, gefördert und dabei stets für eine professionelle, vertrauensvolle und motivierende Atmosphäre gesorgt. Danke für euren großartigen Einsatz an Land und im Wasser!

Wir gratulieren allen frischgebackenen Tauchlehrerinnen und Tauchlehrern ganz herzlich und wünschen ihnen viel Freude bei der Weitergabe ihrer Leidenschaft!

Text: Juliane

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