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Tauchausbildung

Impressionen Tauchlehrer-Prüfung - Rosas

Begleite die Tauchlehrerausbildung und Prüfung des Tauchsportverbandes Nordrhein-Westfalen in Rosas mit tagesaktuellen Bildern und Berichten ....


Abschlusstag (2. Juni 2018)

Natürlich finden am letzten Tag vor der Abreise keine Tauchgänge mehr statt. Er wird von den Teilnehmern genutzt, um v.a. Ausrüstungspflege zu betreiben. Unsere Ausbilder führen die letzten Büroarbeiten und Besprechungen durch. Am Abend ist ein gemeinsamer Abschluss in der Tauchbasis geplant, bevor es am Sonntag für die meisten mit dem Flieger wieder in Richtung Heimat geht.

Trotz des stimmgewaltigen Chores der Ausbilder abends auf der Basis hatten diese berechnet keine Chance gegen die frischgebackenen TL* in einem Quiz, das im Format einer Kirchenpredigt mit taucherischen Fragen und auch Elementen der bekannten Montagsmaler vorbereitet war.

Hiermit verabschieden wir Drei uns auch von der Berichterstattung aus Rosas. Wir sind uns rückblickend einig, dass wir nicht nur sehr viel gelernt haben, sondern auch eine ganze Menge Spaß gemeinsam hatten. Für alle Teilnehmer können wir an dieser Stelle sprechen und das positive Lernklima lobend hervorheben. Wir danken allen Ausbildern für diese lehrreichen zehn Tage. Ebenfalls möchten wir Kalli danken, der uns beim erstellen der Berichte und zusammenstellen der Fotos sehr unterstützt hat.

An dieser Stelle möchten wir drei Stipendiaten - Nina Weigel, Sebastian Billig und Marius Walzog - uns besonders beim TSV NRW für die Unterstützung bei der Ausbildung bedanken. Sicher werden weitere Stipendiaten zukünftig folgen, wir möchten es motivierten, jungen Ausbildern empfehlen.

Die neuen TL 1:

Alexandra Schwarz
Stefan Rau
Erik Lenz
Lars Redell
Markus Theißen
Swen Kuper
Frank Wernitz
Sebastian Billig
Alexander Thies
Marius Walzog
Joe Peter Kramer
Marcus Hano
Ralf Kahlen
Michael Krogmann
Nina Weigel


Unsere Ausbilder:

Peter Bredebusch
Angelika Pischka
Jochen Rocholl
Reiner Kuffemann
Georg Schmidt


Unser Arzt und gute Seele des Hauses:

Karl-Heinz Schmitz

 
 
 

Tauchtag 7 (1. Juni 2018)

Bei bestem Wetter starteten wir in den letzten Tauchtag. Es standen noch zwei Prüfungstauchgänge an, wie erwartet beim ersten Tauchgang eine Aufgabe in 40 Metern Tiefe mit simulierten Dekostops. Trotz Prüfung kam hier aber der Erlebnisfaktor nicht zu kurz.

Der zweite Tauchgang enthielt die Übung „Fuchsjagd“, was eine spielerische Aktion vermuten lässt, hat jedoch einen ernsten Hintergrund. Aufgabe ist es, als Taucher im hinteren Buddyteam ohne Atemregler einen der Taucher im vorderen Buddyteam zu erreichen. Neben der Aufgabe als vorderer Taucher, den anschwimmenden Taucher mit der lebensnotwendigen Luft zu versorgen, muss der zweite hintere Taucher die Übung absichern. In den Übungen haben wir nicht nur gelernt, die Übungen selbst durchzuführen, was auch zum großen Teil bereits Aufgabe in der DTSA*-*** Ausbildung war, sondern diese auch abzusichern.

Nachdem alle Teilnehmer die Übungen absolviert und auf dem Boot ihre Ausrüstung verstaut hatten, rief uns Lehrgangsleiter Peter auf dem Deck zusammen. Er deutete auf den strahlend blauen Himmel und verkündete 15 neue Sterne am Himmel. Was bedeutet, dass alle angetretenen 15 Teilnehmer die Prüfung zum VDST Tauchlehrer * erfolgreich bestanden haben.   


Nachttauchgang (Tauchtag 6, 31. Mai 2018)

Gegen 20 Uhr trafen wir uns dann zum Nachttauchgang. Der Nachttauchgang fand zwar an einem  Prüfungstag statt, wurde jedoch als spezielle Ausbildung nicht bewertet. Somit konnten wir alle etwas entspannter starten, zumal wir ja alle den Tauchplatz bereits kannten.

Wir warteten noch auf den Sonnenuntergang nach 21 Uhr, ehe wir ins Wasser sprangen. Die Sicht hatte sich stark verschlechtert, sodass die Gruppen immer nahe zusammenbleiben mussten. Der Gruppenführer war hierbei besonders gefordert.

Bei diesem Tauchgang sahen wir unsere ersten Rochen in Rosas, Oktopusse, Steinfische, Langusten und natürlich Muränen. Marcus Hano führte seine Gruppe nicht nur sicher durch die Nacht, sondern bot unserem Fotografen einige schöne Motive. Reiner gab seiner Gruppe einen besonderen Einblick in die Unterwasserwelt und die Lebensweise von Seeigeln, die hier sogar kulinarisch als Delikatesse gelten.

 

Tauchtag 6 (31. Mai 2018)

O-Ton Rainer: „Mann, schon wieder tauchen. Die Sonne scheint und wir müssen unter Wasser.“

Davids Briefing zum Tauchplatz ließ uns auf eine Anomalie im Erdmagnetfeld schließen. Cap Norfeu Nord befindet sich im Westen, Cap Norfeu Süd im Osten. Die Navigation an diesem Tauchplatz funktioniert nach dem einfachen folgenden Prinzip: SUD-SUD-RAMPA-BUFF. Auf 40 m angekommen, begannen wir mit der Königsklasse der Übungen: Aufstieg ohne Flossenbenutzung. Gegen Ende des Tauchgangs stellte sich eine Strömung gegen uns ein. Alle Gruppen kamen aber sicher zurück zum Boot. Wir sagten dem „Katzenfelsen“ auf Wiedersehen und fuhren zurück in den Hafen.  Ralf Kahlen informierte sich bei unserer Meeresbiologin Alexandra Schwarz über Salpenkolonien im Mittelmeer, freischwimmende Meerestiere mit einem tonnenförmigen Aussehen.

Als Rainer wieder die Sonne um die Nase hatte, referierte er über die verschiedensten Wetterphänomene in der Mittagspause. Im Anschluss überlegten wir uns in Gruppen, wie man die Aufbaukurse Orientierung, Gruppenführung und Nachttauchen am besten durchführen kann. Dazu zählen eine inhaltliche Planung wie eine Kostenkalkulation.


Tauchtag 5 (30. Mai 2018)

Natürlich werden in der Woche inzwischen Körper und Geist gefordert, dennoch können wir selbstverständlich motiviert nach dem abwechslungsreichen Frühstück wieder zum morgendlichen 40m-Tauchgang aufbrechen. Lange am Abend hatten Joe Kramer, Frank Wernitz, Lars Redell und Stefan Rau noch ihre Intention zum TL im VDST mit all ihren Facetten und Möglichkeiten diskutiert.

Die morgendliche Tauchaufgabe, Aufstieg aus 40m mit Wechselatmung, wurde von allen auch in der Beurteilung der Ausbilder souverän gemeistert. Das Unterwassersightseeing kam auch nicht zu kurz. Es gab Mondfische, Oktopus, Barakudas, Muräne und Zackenbarsch, unser Besucherbuddyteam Ralph Unger und Jürgen Renner aus Dortmund – beide TL2 - hatte die entsprechende Fotoausrüstung dabei. Zur Freude von Marius und Lars durften sie endlich ihren ersten gemeinsamen Tauchgang durchführen.
                                                                                                                                           Die Mittagspause wurde effektiv für Theorieeinheiten zur „Seemannschaft“, medizinischem Notfallequipment beim Tauchen und Tauchgangsprotokollierung genutzt.

Die Ausfahrt zum Nachmittagstauchgang war erfreulicherweise relativ ruhig. Nach den inzwischen professionell durchgeführten Tauchgangsbriefings starteten wir in den Tauchgang mit der Aufgabe „Rettungsübung in Vorzeigequalität“. Nach der Umrundung des Felsen Unterwasser mit Erlebnischarakter, der Rettung unter Wasser, fanden wir uns schließlich an drei verschiedenen Stationen ein. An den Stationen übten wir die Rettung eines Tauchers in ein Schlauchboot, den Feuerwehrstek zur Rettung über die Bordwand und den Hüftsitz über die Leiter. Merksatz: Auch einen 100kg schweren Taucher kann man nach etwas Übung alleine an Board bringen. Unsere Rückfahrt war dann doch wieder unruhig und wellig. Soviel für heute, wir werden weiter berichten.


Tauchtag 4 (29. Mai 2018)

Eine besondere Überraschungsaufgabe erwartete uns am Morgen des fünften Tages in 40 Metern Tiefe. Nachdem die Gruppen sicher auf der richtigen Tiefe angekommen waren, übernahmen die Ausbilder und stellten die Teilnehmer vor auserwählte Aufgaben, z. B.  Maske abnehmen und wieder aufsetzen oder einen Palstek knoten. Nachdem die Aufgaben gelöst werden konnten, führten die Gruppenführer die Gruppe wieder sicher an die Wasseroberfläche. Die Dekopausen, die sich aus der Tiefe angesammelt hatten, wurden natürlich eingehalten.

Wie am vorherigen Tag musste der Nachttauchgang  auf Grund von schlechten Wetterverhältnissen verschoben werden. Da keine anderen Übungstauchgänge mehr vorgesehen waren, wurde kurzerhand am Nachmittag der erste Prüfungstauchgang angesetzt. Wir können an dieser Stelle nur Folgendes dazu sagen: Die Ausbilder waren auch nach dem Tauchgang noch gut gelaunt. Besonders die Gruppe von Jochen, die von Erik Lenz geführt wurde, bekam neben einigen Übungen auch zwei Sepia zu sehen (siehe Foto).

 

 


Tauchtag 3 (28. Mai 2018)

Nach einem kurzen Frühstück ging es bereits um 8:30 Uhr an der Basis los. Es stand ein Tieftauchgang mit Wechselatmung auf dem Programm. Eigentlich stand am Abend ein Nachttauchgang an, leider wurde dieser auf Grund des schlechten Wetters auf den nächsten Tag verschoben. Die Ausfahrten heute waren etwas ungemütlich durch den Seegang und wir fühlten uns an eine Waschmaschine erinnert.

Die Basis mit David und seinem Team versorgt uns nicht nur mit einer präzisen Wetterhervorsage, sie steht uns auch immer professionell auf dem Boot zur Seite. Die Basis lobte uns wegen unserer inzwischen guten Organisation im Beladen und Entladen des Schiffs.

Am Nachmittag mussten wir in unseren Gruppen einen handlungsunfähigen Taucher retten und an Bord versorgen. Um zu demonstrieren, wie man einen Taucher aus seiner Neoprenhülle schält, brachte uns Markus Theissen etwas von seinem alten Neopren inklusive Schneidwerkzeug zum Üben mit. Das Versorgungsmanagement werden wir in den nächsten Tagen noch genauer üben.

Bei jedem Tauchgang gibt es einen TLvD - einen Tauchlehrer vom Dienst. Marius Walzog nahm seine Aufgabe als TLvD heute Nachmittag sehr ernst und lotste alle Teilnehmer über den Zebrastreifen zum Hafengelände.

 
 

Tauchtag 2 (27. Mai 2018)

Heute Morgen stand der erste Tieftauchgang und die Übung „Aufstieg ohne Flossenbenutzung aus 40m Tiefe“ an. Bei dem Tauchgang haben wir alle eine Menge für die kommenden Tage gelernt.

Zwischen den Tauchgängen sorgte unser Druide mit seinen Zaubertränken für eine beruhigtere See. Wir hatten sogar das Glück, auf dem Rückweg einen Mondfisch zu sehen, den unser Fotograf Joe Kramer professionell über Wasser in Szene setzte.

Am Nachmittag ging es weiter mit der simulierten Anfängerausbildung, bei der wir die Übungen der DTSA*-Ausbildung einmal selbst testeten. Wichtig hierfür ist die korrekte Ausbleiung der Probanden – Swen konnte glaubhaft einen Anfänger simulieren und zeigte, dass man mit der richtig angepassten Bleimenge gut abtauchen kann.

Ob Wasser-Nase-Reflex, Maske ausblasen oder Aufstieg ohne Atemregler – wir sind startklar für die Anfängerausbildung!


Tauchtag 1 (26. Mai 2018)

Auf der Prüfung begleiten uns Peter Bredebusch, in seiner Funktion als Leiter der Prüfungskommission, Angelika Pischka, genannt Geli, die sich neben den Tauchgängen um die Verwaltung im Büro kümmert, Seebär Reiner Kuffemann,  Jochen Rocholl, der fast jeden von uns schon auf der Trainerausbildung begleitet hat, sowie Assistent Georg Schmidt als „Mann für alle Fälle“. Unser Druide Kalli Schmitz versorgt uns bei kleinen und großen medizinischen Wehwehchen.

Heute stand unser „Bademeistertag“ auf dem Programm. Nach einer welligen Ausfahrt, die die ersten schon an ihr Frühstück erinnerte, begannen wir mit den 1.000 m-Schwimmen im Neoprenanzug. Nach kurzer erforderlicher Pause starteten wir mit den Apnoe-Übungen. 10 m Tieftauchen und die Kombiübung galt es zu absolvieren.

Nachmittags hatte sich die See etwas beruhigt und wir konnten zu unserem ersten richtigen Tauchgang im Mittelmeer starten. Aufgabe war die Überprüfung des Wasser-Nase-Reflexes, Tauchen ohne Maske und das beliebte Setzen der Taucherboje.


Ankunft (25. Mai 2018)

Hallo und viele Grüße aus Rosas! Hier melden sich Nina, Marius und Basti für die diesjährige TL1-Praxisausbildung. Als Stipendiaten haben wir die Möglichkeit, euch täglich mit den neuesten Infos zu versorgen.

Die Anreise nach Rosas startete für alle mitten in der Nacht. Wir reisten in drei Gruppen an. Die meisten sind direkt mit dem Flugzeug nach Girona bzw. Barcelona geflogen. Eine kleine Gruppe bestritt den gesamten Weg im Auto.

Im Hotel Univers angekommen, sind alle zufrieden, da zu sein. Das Hotel liegt in direkter Nachbarschaft zu unserer Tauchbasis CIR (Centre d‘ Immersio Roses) von David und Ursula Falco. Zum Hafen sind es auch nur ein paar Minuten zu Fuß. Der größte Teil von uns hat nach dem Check-In bereits die Stadt und ihre Einkaufsmöglichkeiten erkundet.

Der erste Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen und einer kurzen Besprechung. Wir sind gespannt, was uns die nächsten Tage erwarten wird.