Vereinsideen zum Nachmachen bei der VDST-Mitgliederversammlung 2024 – Eine Erfolgreiche Aktion!

Im Rahmen der VDST-Mitgliederversammlung 2024 hatten alle Vereine die Möglichkeit, ihre erfolgreich umgesetzten Projekte unter dem Motto „Vereinsprojekte zum Nachmachen“ vorzustellen. Gesucht wurden innovative Ideen, die nicht nur zum Nachahmen anregen, sondern auch praktisch umsetzbar sind – so dass andere Vereine konkrete Inspiration und Ansätze erhalten, um ihre eigene Vereinsarbeit zu bereichern.

Besonders spannend war, dass alle anwesenden Vereine die Gelegenheit hatten, ihr Lieblingsprojekt zu wählen. Dadurch lag der Fokus nicht nur auf den fachlichen Aspekten der vorgestellten Projekte, sondern auch auf dem Austausch und der gegenseitigen Wertschätzung innerhalb der VDST-Community.

Diese erfolgreiche Aktion wird auch in diesem Jahr wieder fortgesetzt – wir freuen uns auf viele neue, kreative Projekte, die den Austausch und das Miteinander innerhalb unserer Vereinslandschaft weiter stärken.

Die Gewinner der VDST-Vereinsideen 2024

24/7 NITROX: Modernisierung der Tauchinfrastruktur des TCO Rosenheim
24/7 NITROX: Modernisierung der Tauchinfrastruktur des TCO Rosenheim
24/7 NITROX: Modernisierung der Tauchinfrastruktur des TCO Rosenheim
VOM SCHOTTERGARTEN ZUR INSEKTENOASE: Naturnaher Vereinsvorgarten beim Tauch-Club Hannover
VOM SCHOTTERGARTEN ZUR INSEKTENOASE: Naturnaher Vereinsvorgarten beim Tauch-Club Hannover
VOM SCHOTTERGARTEN ZUR INSEKTENOASE: Naturnaher Vereinsvorgarten beim Tauch-Club Hannover
AUSTAUSCH UND LERNEN: Themen-Stammtisch des Tauchteams Mönchengladbach
AUSTAUSCH UND LERNEN: Themen-Stammtisch des Tauchteams Mönchengladbach
AUSTAUSCH UND LERNEN: Themen-Stammtisch des Tauchteams Mönchengladbach
GEMEINSAM STARK: Neue Unterkünfte für das Jugendtraining im Tauchclub Dresden Mitte
GEMEINSAM STARK: Neue Unterkünfte für das Jugendtraining im Tauchclub Dresden Mitte
GEMEINSAM STARK: Neue Unterkünfte für das Jugendtraining im Tauchclub Dresden Mitte
SCHUTZ DER HEIMISCHEN AMPHIBIEN: Bekämpfung des Ochsenfrosches, TC Octopus Pforzheim
SCHUTZ DER HEIMISCHEN AMPHIBIEN: Bekämpfung des Ochsenfrosches, TC Octopus Pforzheim
SCHUTZ DER HEIMISCHEN AMPHIBIEN: Bekämpfung des Ochsenfrosches, TC Octopus Pforzheim
GEMEINSCHAFT STÄRKEN DURCH TAUCHEN: Jugendfreizeit des TC Beluga
GEMEINSCHAFT STÄRKEN DURCH TAUCHEN: Jugendfreizeit des TC Beluga
GEMEINSCHAFT STÄRKEN DURCH TAUCHEN: Jugendfreizeit des TC Beluga
SICHER TAUCHEN: Regelmäßiges Sicherheitstraining beim TSC atlantis Frankfurt
SICHER TAUCHEN: Regelmäßiges Sicherheitstraining beim TSC atlantis Frankfurt
SICHER TAUCHEN: Regelmäßiges Sicherheitstraining beim TSC atlantis Frankfurt

Die Tageslieblinge 2024

TAUCHEN ERLEBEN: Projektwoche an der Adam-Olearius-Schule vom TC Atlantis Hettstedt
TAUCHEN ERLEBEN: Projektwoche an der Adam-Olearius-Schule vom TC Atlantis Hettstedt
STARK UND SICHER: Tauchseminar von Frauen für Frauen
STARK UND SICHER: Tauchseminar von Frauen für Frauen
SPIELEND ZU MEHR SICHERHEIT: Der Orientierungsparcours für Taucher des TSC Bietigheim
SPIELEND ZU MEHR SICHERHEIT: Der Orientierungsparcours für Taucher des TSC Bietigheim

Alle 10 herausragenden Projekte im Detail beschrieben…

Wir sind begeistert und dankbar für die zahlreichen Einsendungen, die uns erreicht haben. Die Vielfalt und Qualität der eingereichten Projekte zeigt, wie engagiert und kreativ unsere Vereine sind – und wie sehr sie bereit sind, ihre Erfahrungen und Ideen mit der gesamten VDST-Community zu teilen. Die nachfolgenden zehn herausragenden Projekte präsentierten 2024 ihre Idee. Jedes dieser Projekte bietet einzigartige Ansätze, die das Vereinsleben bereichern und wertvolle Impulse für andere Vereine liefern können (die Reihenfolge der Projekte ist keine Wertung):

Der TSC atlantis Frankfurt hat im Mai 2023 begonnen regelmäßige Sicherheitstrainings in sein wöchentliches Training zu integrieren. Diese umfassen Erste-Hilfe-Maßnahmen, den Einsatz eines Sauerstoffrucksacks und Rettungsübungen an Land und im Wasser. Ziel des Projekts ist es, die Sicherheitskompetenzen der Vereinsmitglieder zu verbessern und die Reaktionsfähigkeit in Notfällen durch regelmäßiges Üben zu stärken. Die Trainings finden halbjährlich in verschiedenen Bädern statt, angepasst an die Gegebenheiten der jeweiligen Schwimmbecken.

Vertreter bei der VDST-MV: Peter Helbig, Ruth Spät

 

Rolle des Umweltschutzes:

  • Umweltaspekte spielten keine explizite Rolle im Projekt.

 

Erreichte Ziele und benötigte Manpower:

  • Steigerung der Sicherheits- und Rettungskompetenzen durch regelmäßige Trainings.
  • Stärkung des Vereinszusammenhalts
  • Beteiligte: 3 bis 5 Ausbilder sowie 15 bis 25 Teilnehmer pro Trainingseinheit.
  • Logistischer Aufwand durch Materialtransport und Koordination mit Schwimmbädern.

 

Mögliche Hürden:

  • Hürde: Koordination der Räumlichkeiten für Übungen.
    • Bewältigung: Eine frühzeitige Abstimmung mit Schwimmbadbetreibern sowie flexible Trainingspläne helfen, die nötigen Ressourcen rechtzeitig zu sichern.
  • Hürde: Logistischer Aufwand bei der Ausrüstung.
    • Bewältigung: Gemeinsame Abstimmung und klar definierte Verantwortlichkeiten erleichtern den Transport und die Bereitstellung des Materials.

 

Warum das Projekt gut für andere Vereine ist:

Solche Sicherheitstrainings bieten einen großen Mehrwert, da sie die Erste-Hilfe- Kompetenz und somit die Sicherheit der Mitglieder/Mittauchenden erhöhen. Vereine profitieren von einem klar strukturierten Programm, das nicht nur die Tauchkenntnisse verbessert, sondern auch das Vertrauen und den Zusammenhalt innerhalb des Vereins stärkt. Außerdem macht es allen viel Spaß.

Das Tauchseminar „Von Frauen für Frauen“ wurde von Kerstin Krautschneider initiiert und am 11. August 2024 am Badesee Weinheim durchgeführt. Ziel des Seminars war es, Frauen in einer vertrauensvollen und offenen Atmosphäre technische Fertigkeiten im Tauchen näherzubringen, wie Ausrüstungskonfiguration, Flossentechniken, Ventilmanagement und das Setzen einer Boje. Das Seminar sollte den Teilnehmerinnen die Möglichkeit geben, ohne den Einfluss männlicher Tauchpartner ihre Fähigkeiten zu stärken und technisches Wissen zu vertiefen. Am Ende des Seminars fühlten sich die Teilnehmerinnen sicherer und selbstbewusster im Umgang mit ihrer Tauchausrüstung.

Rolle des Umweltschutzes:

  • Fahrgemeinschaften zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes.
  • Übungen wurden auf umweltschonende Weise auf Plattformen im See durchgeführt, um die Umgebung zu schützen.

Erreichte Ziele und benötigte Manpower:

  • Stärkung der technischen Fähigkeiten und des Selbstbewusstseins der Teilnehmerinnen.
  • Förderung der Tauchsicherheit und Autonomie.
  • Manpower: 2 Ausbilderinnen und 6 Teilnehmerinnen.

Mögliche Hürden:

  • Keine nennenswerten Hürden in der Planung und Durchführung des Seminars.

Warum das Projekt gut für andere Vereine ist:

Dieses Projekt bietet eine großartige Gelegenheit für andere Vereine, die Diversität im Tauchsport zu fördern und speziell weibliche Mitglieder stärker in den Vereinsalltag einzubinden. Es schafft einen Raum, in dem Frauen ihre taucherischen Fähigkeiten ohne den Einfluss männlicher Partner weiterentwickeln können. Das Seminar fördert das Selbstbewusstsein und die Selbstständigkeit der Teilnehmerinnen, was langfristig die Sicherheit im Tauchsport erhöht. Andere Vereine können durch die Umsetzung eines solchen Programms das soziale Miteinander stärken und gleichzeitig ein attraktives Angebot schaffen, das Mitgliederbindung und die Gewinnung neuer Taucherinnen unterstützt.

 

Der Tauch-Sport-Club Bietigheim e.V. entwickelte einen „Orientierungsparcours im Koffer“, der flexibel einsetzbar ist und jungen Tauchenden spielerisch den Umgang mit dem Magnetkompass beibringt. Das Ziel ist, das unter Wasser benötigte Orientierungsvermögen zunächst an Land zu entwickeln, zu fördern und zu vertiefen. Das pädagogische Konzept des Lernspieles basiert auf dem Prinzip der Selbstkontrolle. Der Parcours ist im Oval aufgebaut. Die Ortspunkte sind in definierten Abständen einander zugeordnet. Zur Vorbereitung ermitteln die Teilnehmer ihre Schrittlänge, wählen eine Kurskarte und planen ihren Navigationsweg über das Spielfeld. Jeder Spieler kann seine Aktivitäten im Spielverlauf prüfen und Abweichungen korrigieren. Das Konzept wurde 2021 entwickelt und mit dem Förderpreis des Württembergischen Landessportbundes in der Kategorie „Bewegungsförderung“ ausgezeichnet. Es gibt drei Materialkoffer, die anderen Vereinen kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Rolle des Umweltschutzes:

  • Auf den Spielkarten werden Umweltaspekte wie Einstiegsstellen und zu beachtende Umweltschutzzonen thematisiert.
  • Das Spielfeld kann durch „Schutzzonen“, die als Hindernisse eingebracht werden beliebig ergänzt werden.
  • Das Bewusstsein für die Umweltregeln des VDST wird gefördert und das Wissen an die nachfolgenden Tauchergenerationen weitergegeben.

 

Erreichte Ziele und benötigte Manpower:

  • Erfolgreiche Entwicklung eines neuen Lernkonzepts zur Förderung der Sicherheit junger Taucher.
  • Erfolgreich erprobtes Konzept bei WLT-Planseeevents 2022 und 2024 mit Teilnehmenden aller Altersklassen und Ausbildungsstufen.
  • Gewinn des WLSB-Förderpreises 2021. Mit dem Fördergeld wurden weitere spielerische Aktivitäten zur Knotenkunde und Unterwasserparcours umgesetzt.
  • Manpower: Fünf Vereinsmitglieder (Vorstand, Ausbildungs- und Jugendleitung).

 

Mögliche Hürden:

  • Erstellung einer detaillierten Konzeptbeschreibung zur Bewerbung um den Förderpreis
  • Durchsetzung gegen andere Kreative Projektideen.

Bewältigung: Durch die Nutzung bestehender Konzepte und die Bereitstellung von Vorlagen können andere Vereine den Aufwand minimieren und das Projekt schneller umsetzen.

 

Warum das Projekt gut für andere Vereine ist:

  • Der mobile Orientierungsparcours bietet anderen Vereine eine flexible Möglichkeit, ihre Ausbildungsaktivitäten zu ergänzenz.B. zum AK Gruppenführung)
  • Das notwendige Material ist spielfertig im Koffer verfügbar
  • Der Spielleiter macht sich mit Hilfe der ausführlichen Beschreibung mit dem Aufbau des Parcours und der Anleitung der Spieler vertraut
  • Die Spieler sind nach einer kurzen Einweisung durch den Spielleiter in der Lage, selbstständig entweder alleine oder in Kleingruppen den Orientierungsparcours zu durchlaufen.
  • Eigene Spielideen können eingebracht werden.

Der Tauchclub Atlantis Hettstedt e.V. unterstützte im Rahmen der Projektwoche an der Adam-Olearius-Schule ein Tauchprojekt für Schüler im Alter von 12 bis 14 Jahren. An vier Tagen wurden theoretische und praktische Einheiten zu verschiedenen Aspekten des Tauchsports durchgeführt, darunter Tauchphysik, Biologie und Umweltverschmutzung. Den Höhepunkt bildete ein Schnuppertauchen am letzten Tag, bei dem die Teilnehmer erste Taucherfahrungen unter Wasser machen konnten. Ziel war es, den Schülern den Tauchsport nahezubringen und sie für den Umweltschutz zu sensibilisieren.

Rolle des Umweltschutzes:

  • Das Projekt betonte die Wichtigkeit des Umweltschutzes, insbesondere durch die Vermittlung von Wissen über die Verschmutzung der Meere und die Rolle des Tauchsports im Umweltschutz.
  • Langfristig trägt das Projekt dazu bei, das Umweltbewusstsein der jungen Generation zu fördern.

 

Erreichte Ziele und benötigte Manpower:

  • Stärkung des Bewusstseins für Tauchsport und Umweltfragen bei Jugendlichen.
  • Schnuppertauchen als praxisnahes Highlight der Projektwoche.
  • Manpower: 5 Ausbilder des Vereins.

 

Mögliche Hürden:

Hürde: Kurzfristige Absagen von Kooperationspartnern.

  • Bewältigung: Es sollte immer ein Plan B mit zusätzlichen Partnern oder vereinsinternen Ausbildern vorhanden sein, um kurzfristige Absagen abzufedern.

Hürde: Schwierige Rekrutierung neuer Tauchschüler.

  • Bewältigung: Nachbereitung des Projekts durch gezielte Informationsveranstaltungen oder Folgeangebote könnte das Interesse an einer Tauchausbildung steigern.

 

Warum das Projekt gut für andere Vereine ist:

Andere Vereine können mit einem solchen Projekt junge Menschen frühzeitig für den Tauchsport begeistern. Durch die Einbindung von Umweltthemen bietet das Projekt eine breite Palette an Lerninhalten, die den Tauchsport und den Naturschutz miteinander verknüpfen. Es eignet sich hervorragend, um Nachwuchs zu gewinnen und gleichzeitig den Vereinszweck zu fördern.

Der Tauchclub Dresden Mitte e.V. hat es sich zum Ziel gesetzt, Trainings- und Unterkunftsmöglichkeiten für Kinder- und Jugendveranstaltungen am vereinseigenen Steinbruchsee in Tröbigau zu schaffen. Nach dem Verlust von 9.100 € durch die Insolvenz einer Containerfirma startete der Verein eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform „Viele schaffen mehr“, um zwei neue Container zu finanzieren. Die Kampagne war ein voller Erfolg: Statt der benötigten 9.100 € sammelte der Verein 10.443 €, was den Kauf und den Ausbau der Container sicherte.

Rolle des Umweltschutzes:

  • Der Steinbruchsee liegt in einem Landschaftsschutzgebiet, daher war es notwendig, auf umweltfreundliche, bewegliche Behausungen zurückzugreifen.

 

Erreichte Ziele und benötigte Manpower:

  • Finanzierung von zwei Containern für Trainings und Übernachtungen durch Crowdfunding.
  • Stärkung des Gemeinschaftsgefühls im Verein durch die Beteiligung vieler Mitglieder an der Kampagne (Flyer, Social Media, Sponsoren).
  • Manpower: Ca. 20 Vereinsmitglieder waren aktiv beteiligt.

 

Mögliche Hürden:

Hürde: Finanzielle Verluste durch die Insolvenz der Containerfirma.

  • Bewältigung: Ein gezieltes Crowdfunding mit intensiver Mobilisierung der Vereinsmitglieder und externer Unterstützer zeigte, dass Verluste durch kreative Finanzierungsmaßnahmen aufgefangen werden können. Eine rechtzeitige Risikoabsicherung durch Verträge und rechtliche Beratung bei großen Investitionen könnte helfen, finanzielle Verluste zu minimieren.

Hürde: Schwierigkeit, ausreichend Spenden während der Sommerferien (Sommerloch) zu sammeln.

  • Bewältigung: Die Planung der Crowdfunding-Kampagne außerhalb der Ferienzeiten sowie der Einsatz von digitalen Plattformen und regelmäßige Updates an die Unterstützer können helfen, das Sommerloch zu überbrücken. Eine intensive PR-Arbeit vor und nach den Ferien, z.B. mit Social-Media-Kampagnen, erhöht die Sichtbarkeit auch in ruhigeren Zeiten.

 

Warum das Projekt gut für andere Vereine ist:

Dieses Projekt zeigt, wie Vereine durch kreatives Fundraising und gemeinschaftliche Anstrengungen ihre Infrastruktur verbessern können, ohne auf externe Großförderungen angewiesen zu sein. Es bietet anderen Vereinen ein praktisches Beispiel dafür, wie durch Crowdfunding und den Zusammenhalt der Vereinsmitglieder auch größere Vorhaben realisiert werden können. Vor allem für Vereine, die mit begrenzten finanziellen Mitteln arbeiten, zeigt das Projekt, dass ein langfristiges Engagement in der Mitgliederbindung und bei der Förderung von Jugendtrainings nachhaltige Erfolge erzielt. Es schafft nicht nur physische Ressourcen, sondern stärkt auch das Gemeinschaftsgefühl und den Stolz auf den Verein.

Der Tauch-Club Hannover e.V. verwandelte den Schottergarten vor dem neuen Vereinsheim in einen naturnahen, insektenfreundlichen Vorgarten. Mit Fördergeldern des Landessportbundes Niedersachsen und unter Mitarbeit der Vereinsmitglieder wurde der Schotter entfernt, der Boden reaktiviert und mit hitzebeständigen Stauden bepflanzt. Ein Insektenhotel wurde aufgestellt, um zusätzlichen Lebensraum für Insekten zu schaffen.

Rolle des Umweltschutzes:

  • Schaffung von Lebensraum für Insekten und Rückbau von versiegelten Flächen.
  • Nutzung von Regenwasser zum Bewässern des Gartens.

 

Erreichte Ziele und benötigte Manpower:

  • Schaffung eines blühenden Insektenparadieses mit minimalem Pflegeaufwand.
  • Positive Rückmeldungen aus der Nachbarschaft und Inspiration für weitere Gartenumgestaltungen.
  • Manpower: 7 Mitglieder, ca. 80 Arbeitsstunden verteilt über mehrere Wochenenden.

 

Mögliche Hürden:

  • Hürde: Mögliche Schwierigkeiten bei der Beantragung von Fördermitteln.
    • Bewältigung: Eine frühzeitige Information über verfügbare Förderprogramme und eine detaillierte, gut vorbereitete Antragsstellung sind entscheidend. Hier hilft es, sich bereits vorab mit anderen Vereinen auszutauschen, die ähnliche Projekte erfolgreich umgesetzt haben, um von deren Erfahrungen zu profitieren.
  • Hürde: Hoher Arbeitsaufwand bei der Entfernung des Schotters und der Vorbereitung des Bodens.
    • Bewältigung: Durch die Verteilung der Arbeiten auf mehrere Wochenenden und die Einbindung von engagierten Vereinsmitgliedern konnten die Aufgaben effektiv bewältigt werden. Es ist hilfreich, die Arbeiten gut zu planen und vorab klare Verantwortlichkeiten festzulegen.

 

Warum das Projekt gut für andere Vereine ist:

Dieses Projekt zeigt, wie Vereine mit relativ geringem finanziellem und personellem Aufwand einen positiven Beitrag zum Umweltschutz leisten können. Es ist besonders für Vereine interessant, die ihre Außenbereiche aufwerten und gleichzeitig etwas Gutes für die Umwelt tun möchten. Die Zusammenarbeit mit Förderstellen und der Einsatz engagierter Vereinsmitglieder machen es zu einem Vorbild, wie einfache Maßnahmen nicht nur die Vereinsgebäude, sondern auch das Vereinsimage nach außen hin verbessern können.

Der TC Beluga e.V. organisierte eine dreitägige Jugendfreizeit vom 02. bis 04. August 2024 in Dankern. Im Fokus stand das gemeinsame Tauchen und Spielen, um die sozialen Bindungen unter den Kindern und Jugendlichen zu stärken. Insgesamt nahmen 15 Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 17 Jahren sowie sieben Betreuer teil. Die Planung war überschaubar, und das Ziel, den Teilnehmern ein erlebnisreiches Wochenende zu bieten, wurde vollumfänglich erreicht.

Rolle des Umweltschutzes:

  • Es wurden Fahrgemeinschaften gebildet, um den CO₂-Ausstoß zu verringern.
  • Essensreste wurden verwertet und Müll getrennt.
  • Die Freizeit zeigte, dass auch mit begrenztem Material und ohne lange Anreise ein schönes Erlebnis möglich ist, was zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks beiträgt.

Erreichte Ziele und benötigte Manpower:

  • Förderung der Gemeinschaft und Stärkung der sozialen Kontakte im Verein.
  • Betreuer mussten in die Planung, Organisation und Durchführung stark eingebunden werden.
  • Für die Durchführung waren sieben Betreuer notwendig.

 Mögliche Hürden:

  • Hürde: Mangel an qualifizierten Betreuern für die Durchführung.
    • Bewältigung: Eine langfristige Planung zur Schulung und Rekrutierung von Betreuern aus dem eigenen Verein oder durch Kooperationen mit benachbarten Vereinen könnte hier Abhilfe schaffen.
  • Hürde: Unterschiedliche Ankunftszeiten der Teilnehmer.
    • Bewältigung: Eine zentrale Koordination und Planung der Anreise in Gruppen oder Fahrgemeinschaften könnte für eine bessere Synchronisation sorgen.
  • Hürde: Unerwartete Zwischenfälle.
    • Bewältigung: Klare Notfallpläne und vorbereitete Betreuer sind essentiell, um auf Probleme flexibel reagieren zu können.

 Warum das Projekt gut für andere Vereine ist:

Dieses Projekt zeigt, wie Tauchvereine das Gemeinschaftsgefühl unter jungen Mitgliedern stärken können. Andere Vereine profitieren von der einfachen Planbarkeit und dem hohen sozialen Wert, den eine solche Freizeit hat. Außerdem ist die Freizeit auch für kleinere Vereine mit begrenztem Budget umsetzbar und bietet einen positiven Rahmen, um junge Mitglieder langfristig an den Verein zu binden.

Der TCO Rosenheim hat eine bestehende Luftfüllanlage modernisiert und um eine vollautomatische Nitrox-Anlage erweitert. Die Anlage ermöglicht den Mitgliedern, rund um die Uhr Nitrox und Luft zu füllen. Die Modernisierung erforderte umfangreiche technische Planungen und Abstimmungen mit dem TÜV Süd, um die Sicherheitsvorschriften zu erfüllen. Die Anlage wurde im Jahr 2023 erfolgreich in Betrieb genommen, nachdem alle Anforderungen erfüllt und die TÜV-Abnahme abgeschlossen waren.

 

Rolle des Umweltschutzes:

  • Umweltaspekte spielten keine zentrale Rolle im Projekt. Allerdings wurde auf die Effizienz der Anlage geachtet.
  • Negativ zu erwähnen ist der Stromverbrauch des Kompressors, der jedoch für das Tauchen unvermeidbar ist.

 

Erreichte Ziele und benötigte Manpower:

  • Vollautomatisierte Luft- und Nitrox-Füllungen für die Mitglieder im 24-Stunden-Betrieb.
  • Schulungen zur Fülllizenz mit jährlicher Auffrischung per Moodle-E-Learning.
  • Benötigte Manpower: 2 Kompressorwarte, 1 IT-Spezialist, 2 Programmierer und gelegentlich weitere Helfer.

 

Mögliche Hürden:

  • Hürde: Technische Komplexität.
    • Bewältigung: Da es kein vergleichbares Projekt gab, war eine umfangreiche Planung und Dokumentation notwendig. Die Umsetzung wurde von den Projektverantwortlichen komplett in Eigenregie erstellt.
  • Hürde: Genehmigungen und Sicherheitsauflagen.
    • Bewältigung: Durch eine enge und kontinuierliche Kommunikation mit  den Herstellungsfirmen konnten die Anforderungen der Prüfstelle erfüllt werden. Sowohl Risikoanalyse als auch Projektdokumentation wurden von TÜV Süd akzeptiert.

 

Warum das Projekt gut für andere Vereine ist:

Andere Vereine können von einer solchen Modernisierung stark profitieren, da eine vollautomatische Anlage den Füllbetrieb stark vereinfacht und die Mitglieder nicht mehr an Füllzeiten gebunden sind. Zudem profitieren Vereine langfristig durch den niedrigeren Personalbedarf und für viele Mitglieder sind die flexiblen Füllmöglichkeiten auch ein Grund dem Verein beizutreten.

Der Themen-Stammtisch wurde während der Coronazeit entwickelt und hat sich seitdem zu einem regelmäßigen Treffpunkt für die Vereinsmitglieder in den Wintermonaten etabliert. Dabei steht der soziale Austausch im Vordergrund, verbunden mit Vorträgen zu verschiedenen Themen des Tauchsports. Diese reichen von technischen Aspekten wie Rebreathertauchen und Tauchlampen bis hin zu Meeresbiologie und umweltgerechtem Tauchen. Die Vorträge werden von Vereinsmitgliedern oder externen Referenten gehalten.

Rolle des Umweltschutzes:

  • Themen wie Meeresbiologie und umweltgerechtes Tauchen schärfen das Bewusstsein für den Schutz der Unterwasserwelt.
  • Praktische Tipps wie umweltschonende Flossentechniken (z.B. Frog-Kick) tragen langfristig zum Schutz der Gewässer bei.

 

Erreichte Ziele und benötigte Manpower:

  • Förderung des sozialen Miteinanders und des Wissensaustauschs im Verein, besonders auch für ältere und weniger aktive Mitglieder.
  • Einführung neuer Mitglieder in das Vereinsleben durch fachlichen und sozialen Austausch.
  • Manpower: Etwa 8-10 Personen sind als Referenten regelmäßig beteiligt.

 

Mögliche Hürden:

  • Organisation vereinsübergreifender Stammtische kann durch logistische Herausforderungen wie Termin- und Raumfindung erschwert werden.

Bewältigung: Eine frühzeitige und enge Abstimmung bei der Terminfindung und die Auswahl zentraler Veranstaltungsorte können helfen, die Organisation zu erleichtern.

 

Warum das Projekt gut für andere Vereine ist:

Der Themen-Stammtisch fördert den Austausch innerhalb des Vereins und zwischen benachbarten Vereinen. Andere Vereine können von diesem Format profitieren, da es eine unkomplizierte Möglichkeit bietet, die Gemeinschaft zu stärken und neue Mitglieder besser zu integrieren. Besonders in den Wintermonaten, wenn weniger getaucht wird, sorgt dieses Format für regelmäßige Vereinsaktivität.

Der Nordamerikanische Ochsenfrosch hat sich in den Baggerseen der Oberrheinischen Tiefebene nördlich von Karlsruhe als fremde Art invasiv ausgebreitet. Er stellt eine ernste Bedrohung für heimische Amphibienarten dar. Seit 2012 beteiligen sich Taucher aus mehreren VDST-Vereinen an der Bekämpfung, indem sie Kaulquappen nachts mit Keschern einfangen. Die gefangenen Kaulquappen werden vermessen, kategorisiert und für Forschungszwecke bereitgestellt. Ziel des Projektes ist, langfristig die Verbreitung zu verlangsamen.

Rolle des Umweltschutzes:

  • Bekämpfung invasiver Arten, um die heimische Amphibienpopulation zu schützen.
  • Die Problematik invasiver Arten und deren Auswirkungen auf das Ökosystem der Bevölkerung nahe zu bringen.

 

Erreichte Ziele und benötigte Manpower:

  • Seit Beginn des Projekts wurden bei 350 Terminen mehr als 67.000 Kaulquappen gefangen.
  • Koordiniert vom TC Oktopus Karlsruhe e.V. und dem 1. TSC Pforzheim sind insgesamt mehr als 30 Taucher aus 7 VDST-Vereinen beteiligt. Die Vereine insgesamt: TC Oktopus Karlsruhe e.V. (federführend), 1.TSC Pforzheim e.V. (kooperierend), Aquanauten Karlsruhe e.V. (Begleitung durch Biologin), TSV Niedernhall e.V., TC Heilbronn e.V., TSC Graben-Neudorf e.V., Nautische Gesellschaft Eggenstein e.V., sowie weitere Freunde und Begleitende aus anderen Organisationen
  • Die Verbreitung der Ochsenfrösche konnte verlangsamt werden, und das Bewusstsein für den Schutz heimischer Amphibienarten in der Bevölkerung wurde gestärkt.

 

Mögliche Hürden:

  • Hürde: Schwierigkeiten bei der Koordination mit Behörden.
    • Bewältigung: Eine stärkere Einbindung von Experten (Wissenschaftlern) und regelmäßige Gespräche mit den zuständigen Behörden könnten helfen, Abstimmungsprobleme zu vermeiden und das Vorgehen besser zu koordinieren.
  • Hürde: Hoher Aufwand für die ehrenamtlichen Helfer über eine lang andauernde Zeitspanne.
    • Bewältigung: Der Einsatz von Anreizsystemen, wie z.B. öffentliche Anerkennung des Engagements und das Ausweiten der Kooperationen  auf weitere Vereine könnten die langfristige Motivation der Helfer fördern und aufrecht halten.

 

Warum das Projekt gut für andere Vereine ist:

Das Modell ist übertragbar auf andere Problemstellungen in anderen Regionen.  Die fruchtbare Zusammenarbeit mehrerer Vereine stellt die notwendige Manpower über einen langen Zeitraum sicher und kann leichter die verschiedenen Kompetenzen in das Projekt einbinden.
Andere Vereine können hier sehen, wie Taucher einen direkten Einfluss auf den Naturschutz haben können. Durch die Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Behörden bietet das Projekt eine langfristige Perspektive, um sowohl die Natur zu schützen als auch den Vereinsmitgliedern wertvolle Erfahrungen im Bereich Umweltschutz zu ermöglichen.
Bevölkerung und Behörden lernen die Taucher in einem anderen Zusammenhang kennen und schätzen.