Tag 7
Am heutigen DYN-Tag (Dynamic with Monofin) wurde es lang – richtig lang.
Die Bahn: 50Meter. Das Ziel: So viele davon wie möglich in einem Atemzug.
Den Auftakt machten unsere Herren.
Emil Lorenz lieferte einen stabilen Tauchgang über 150,0 Meter ab – technisch sauber und mit Power. Und dass nachdem er an den beiden vorherigen Tagen in den Speed-Disziplinen alles gegeben hat.
Leander Modersohn legte mit 166,5 Metern nach – ein kontrollierter, routinierter Tauchgang mit sauberem Auftauchen. Auch starke Leistung nach so vielen Wettkampf-Tagen!
Fernando Rüland stieg fokussiert ins Wasser – und wieder auf PB-Kurs!
Mit 204,0 Metern setzte er eine neue persönliche Bestmarke, blieb dabei absolut souverän und überzeugte mit mentaler Stärke.
Klaus Kasten schloss das deutsche Herrenfeld der Seniors würdig ab – und das auf hohem Niveau.
Mit 229,5 Metern tauchte er sich auf Platz 16 im internationalen Ranking – und zeigte einmal mehr, warum er zu den erfahrensten und stabilsten Kräften im Team gehört.Stark, sauber, kraftvoll.
Bei den Masters lieferte Axel Haase erneut ab und sicherte sich Silber. Mittlerweile hat er schon richtig Routine bekommen im Siegerpodest besteigen. Bravo, Axel!
Frauenpower auch am letzten Tag
Madeleine Klenke-Müller ging mit einer besonderen Mission an den Start:
Sie entschied sich spontan für einen Start mit geliehener Flosse – einfach ausprobieren, was geht. Und was ging? Ein ruhiger, sauberer Trainingslauf, ganz ohne Druck. 126,5 Meter und weiße Karte.
Jennifer Wendland tauchte sich heute durch ihre ganz persönliche Challenge:
Drei Speed-Disziplinen hatte sie bereits in den Beinen, und die waren – wenig überraschend – müde.
Aber Jennifer wäre nicht Jennifer, wenn sie sich davon stoppen ließe.
Mit Biss, Routine und einer ordentlichen Portion Durchhaltevermögen tauchte sie sicher durch – und bekam zurecht die weiße Karte.
Heike Schwerdtner bewies zum Abschluss einmal mehr, dass Erfahrung und mentale Stärke unschlagbar sind.
Sie kämpfte sich souverän und konstantdurch ihren Tauchgang – mit klarem Fokus, sicherer Technik und einem Ausdruck, der sagte: „Ich weiß, was ich tue.“
Eine starke Leistung!
Und dann war da noch: Andrea Claussen.
Masters-Athletin und Strahlemensch mit klarem Plan.
110,5 Meter standen am Ende auf dem Protokoll – und es hätten vielleicht noch mehr werden können.
Aber ihr Ziel war klar: sicher auftauchen, sauber beenden.
Denn Andrea wusste: Die Energie war da, aber Klarheit geht vor Risiko.
Und das wurde belohnt:
Bronze in der Masters-Klasse.
Und damit hat sie offiziell:
die drittlängste Distanz der Welt in ihrer Altersklasse getaucht.
Doch nach dem Wettkampf kam – wie es sich gehört – der große Finalabend.
Zuerst stand gemeinsames Essen auf dem Programm:
Viel Gelächter, viele Geschichten, viele leergefutterte Teller.
Und dann?
Cocktails, Drinks und verdiente Entspannung – nach Wochen voller Training, Konzentration und Entbehrung war das mehr als verdient.
Ein letzter, unermüdlicher Rest ließ es sich nicht nehmen, das Tanzbein zu schwingen.
Irgendwofür muss das ganze Training ja gut sein – und wer Freediving kann, der kann auch Tanzen.
So ging eine legendäre Woche zu Ende.
Mit großen Emotionen, aufregenden Momenten, persönlichen Bestleistungen –
und vor allem: neuen Freundschaften, die bleiben werden.
P.S.: Die WM ist vorbei – aber was bleibt, ist mehr als nur ein Ergebnis.
Es ist ein Team. Ein Erlebnis. Und das Gefühl:
Wir sind nicht nur abgetaucht – wir sind gewachsen.
P.P.S.: Natürlich haben wir es nicht vergessen: Die lang ersehnte Auflösung unseres Playlist-Ratespiels:
1. Major Tom (…völlig losgelöst) (Peter Schilling)-
Axel Haase
2. Because of You – Live (Skunk Anansie) –
Axel Haase
3. La mer (Charles Trenet) – Edmund Uwe
4. Carry on Wayward Son (Neoni) – Werner Giove
5. Weisses Fleisch (Rammstein) Ben Schoodt
6. When the party’s over (Pentatonix) – Josefine Fischer
7. Watermark (Enya) – Edmund Uwe
8. Monster (Skillet) – Elisa Hölzer
9. Today (The Smashing Pumpkins) – Madeleine Klenke-Müller
10. Deutschland (Rammstein) – Heike Schwerdtner
11. Blindflug (AB Syndrom, Trille) – Klaus Kasten
12. Je veux (ZAZ) – Kathrin Uwe
13. Run Boy Run (Woodkid) – Jennifer Wendland
14. Tristesse (Zaho de Sagazan) – Andrea Claussen
15. Evacuate the dancefloor (Cascada) – Emil Lorenz
16. Head down (Lost Frequencies) – Emil Lorenz
17. Smells like Teenspirit (Nirvana) – Alwin Müller
18. Teardrop (Massive Atrack) – Leander Modersohn
19. Glory to the brave (HammerFall) – Markus Hinkelmann
20. Teknocity (Parkineos) – Ferando Rüland
21. Till I collapse (Eminem) – Fenris Hempel
Madeleine