2022 CMAS European Championship Madeira

Auf gehts – 2022 auf Madeira!

Vom 03. Oktober bis zum 08. Oktober 2022 findet die 2. European Championship of Underwater Video und die 3. European Championship of Underwater Photography statt.

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Team Germany

Team Foto – Ludwig Migl und Dieter Grund

Team Foto – Michael Thiel und Sandy Thier

Team Video – Matthias Harendt und Jörg Steer

Kapitän Video – Katja Kieslich

Kapitän Foto – Margit Sablowski

Gesamtwertung

UW-Fotografie

Michael Thiel und Sandy Thier

Michael Thiel - Platz 2 - Thema

 Vize-Europameister

Michael Thiel - Platz 4 -Weitwinkel
Michael Thiel - Platz 7 - Makro
Michael Thiel - Weitwinkel mit Model

Ludwig Migl und Dieter Grund

Ludwig Migl - Platz 7 - Weitwinkel
Ludwig Migl - Weitwinkel mit Model
Ludwig Migl - Kreativ
Ludwig Migl - Fisch

UW-Videografie

Matthias Harendt und Jörg Steer

Kategorie: Short Movie – Platz 1

 Europameister

Kategorie: Unedit Video – Platz 5

Blog zur EM 2022

Bilder: Teilnehmer

Sonntag morgen – die ersten Teams sind direkt von der Abschlussparty in den Bus zum Flieger gestiegen. Der Rest der Abflüge verteilt sich über den Tag, so dass der eine oder andere noch ein paar Stunden am Pool verbringt. Matthias und Ludwig bleiben noch ein paar Tage auf der schönen Insel Madeira, dann ist auch für sie der Rückflug unvermeidbar.

Wir hatten eine tolle Zeit mit viel Spaß, Streß, Sorgen, Freude. Auch wenn das eine oder andere Mal der Wettbewerbsegoismus zwischen den einzelnen Länderteams aufflackerte, ist es doch eine große Familie, die sich in vielen Sachen unterstützt und gemeinsam feiert. Daher auch die neue FairPlay-Auszeichnung, die dieses Mal an die Niederlande vergeben wurde.

Webmaster bei der Arbeit

Damit verabschiedet sich auch der Webmaster des Teams von der CMAS Europameisterschaft Foto/Video auf Madeira.

Bis zum nächsten Mal!

Katja Kieslich

Tag der Entscheidung

Wir starteten mit einem etwas ausgedehnteren Frühstück. Michael und Sandy überzeugten letztendlich das ganze Team, die berühmte Schlittenfahrt auf Madeira mitzumachen.
Zufuß legten wir die ca. 2 km zur Seilbahn im Stechschritt zurück, so dass es Ludwig kaum möglich war, unterwegs ein paar Impressionen einzufangen. Die Fahrt mit der Seilbahn gestaltete sich als Social Media Event. Herkömmliche Kameras waren nicht zu sehen. Nach kurzer Diskussion entschied sich die ganze Truppe für die Abfahrt mit dem Schlitten.

Unten angekommen übernahm Katja die Führung mit der schönsten Route zum Hotel zurück.

Nach einer kurzen Erfrischung im warmen Atlantik bereiteten wir uns auf die Stunde der Wahrheit vor. Mit dem Bus ging es ins Museum zur Abschlussveranstaltung. Die Erwartung war bei allen Nationen extrem hoch. Die favorisierten Teilnehmer schienen sich ihrer Sache schon recht sicher. Das deutsche Team hat mit Matthias Harendt und Michael Thiel hervorragend abgeschnitten. Für die tolle Betreuung des Teams durch Margit und Katja möchten wir uns herzlich bedanken.

Anschließend ging es zur Abendveranstaltung ins Hotel Savoy. Dort wurde zur großen Überraschung Europas bestes Model gekürt. Dies sorgte mit Ludwigs Model Dieter für eine große Überraschung und große Freude allseits.
Natürlich wären die Foto- und Videografen nichts ohne ihre Models Sandy, Jörg und Dieter. Dann brachen alle Dämme und wir feierten bis nach Mitternacht.

Ludwig Migl

Zwei anstrengende Wettkampftage liegen hinter uns und so nahmen wir heute das Angebot des Veranstalters an und begaben uns auf Entdeckungstour ins Hinterland der Insel.

Nach einem (gemessen an den letzten Tagen) späten Frühstück ging es kurz nach 9 Uhr ab in die Berge. Die engen und kurvenreichen Strassen brachten sowohl den Busfahrer, als auch den ein oder anderen Fahrgast an seine Grenzen.

Der erste Stop galt dem Örtchen Camara de Lobos, wo morgen in einem Industriemuseum dann auch die Preisverleihung stattfinden wird. Einige schnelle Handyfotos und schon ging es weiter zum höchsten Punkt der Tour. Hier gab es einen atemberaubenden Ausblick über die Steilküste und die angrenzenden Buchten. Der gläserne Boden der Aussichtsplattform sorgte für leichte Gänsehaut und Dieter schloss schnell Freundschaft mit dem örtlichen „Schamanen“.
Anschließend konnten wir uns am nordöstlichen Ende der Insel davon überzeugen, dass Madeira auch eine rauhe Seite hat. Am „Ponta do Bode“ nahm das ganze Team trotz kräftigem Nordwind Aufstellung zum Mannschaftsfoto.
Wieder im Bus ging es dann nach Santa Cruz und wir besichtigten ein renoviertes Herrenhaus, welches heute als kulturelles Zentrum genutzt wird.
Das Mittagessen nahmen wir in einem nahegelegenen Strandhotel ein und gegen 16 Uhr waren wir wieder am Ausgangspunkt unseres Trips angelangt. Den Nachmittag verbrachten wir relaxt am Pool, bevor wir den Tag mit einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant „Casal da Penha“ ausklingen liessen.
Voller Erwartungen an den morgigen Tag ging es gegen 23 Uhr ab auf die Zimmer.

Matthias Harendt

Der letzte Wettkampftag beginnt. Die Anspannung ist spürbar.

„Morgens um 7 ist die Welt noch in Ordnung“, hoffentlich! Erst einmal frühstücken.

Unser Videograf vermisst seit gestern seinen Tauchcomputer, hoffentlich findet er ihn wieder. Matthias bekommt den Tauchcomputer von Margit geliehen, da auch sie einen Luftintegrierten besitzt. Katja hat in der Zwischenzeit alle möglichen Stellen kontaktiert, ob er eventuell gefunden wurde.

Ergebnis: Leider nein.

Abfahrt vom Hotel zum Hafen ist um 08:00 Uhr und heute sind alle teilnehmenden Nationen pünktlich, selbst der Bus ist überpünktlich.

Am Hafen angekommen, wird es hektisch, alle Teilnehmer räumen ihr Tauchequipment aus der Halle um mit den ersten warmen Sonnenstrahlen die Nassanzüge noch etwas zu trocknen. Es gibt nichts schlimmeres als einen nassen, kalten Neoprenanzug.

Das vorgegebene fiktive Datum für diese Tag wird in den Foto-, und Videokameras eingestellt, die Speicherkarten formatiert und die Gehäuse werden versiegelt.

Schon ruft Pedro nach den Videoleuten die sich auf ihre den Weg zu ihren ausgelosten Booten begeben sollen.

Ein Jubelschrei von unserem Videografen Matthias, sein Tauchpartner Jörg hat den verlorengeglaubten Tauchcomputer in der Flosse von Matthias gefunden. Von jetzt an kann es nur noch gut werden.

Nun machen sich auch die Fotografen fertig. Unser erster Tauchplatz ist „Garjau“.

Unsere zwei Teams kommen mit einem guten Gefühl aus dem Wasser, zurück zum Hafen. Essen, etwas ausruhen und schon geht es wieder zuerst für die Videografen (sie müssen heute Abend noch ihre Filme schneiden) und dann für die Fotografen zum zweiten Tauchplatz nach Baixa Santa Cruz. Fahrzeit 45-60 Minuten mit dem Schlauchboot. Bei dieser Fahrt darf niemand ein Bandscheibenleiden haben, denn danach wäre ein Bandscheibenvorfall sicher gewesen. Ein Tauchplatz mit einem Kegel im Freiwasser an dem es immer strömt. Mit Makro war das schon eine Herausforderung aber unsere beiden Teams haben sich gut geschlagen.

Zurück zum Hafen, die Wellen haben sich etwas gelegt und die Fahrt war nicht mehr so anstrengend. Das Boot wurde komplett geräumt, die Videografen waren schon angekommen und alle Teilnehmer durften das Gelände nach Abgabe der Speicherkarten nicht verlassen, da die WADA noch Dopingproben nehmen musste. So wurde Musik per Lautsprecher übertragen und die Teilnehmer tanzten ausgelassen. Nach Bekanntgabe, wer eine Dopingprobe abgeben musste, durften alle anderen das Gelände verlassen und zurück zum Hotel fahren.

Kurz unter die Dusche, eine Kleinigkeit essen und die übertragenen Speicherkarten um 19:45 Uhr wieder abholen. Abgabe der Fotos um 22:00 Uhr – 23:00 Uhr. Unser Videograf konnte leider nicht mit zum Essen, denn er muss heute ab 19:00 Uhr seinen Film bis  00:00 Uhrschneiden.

Die beiden Fototeams Ludwig Migl mit Dieter Grund und Michael Thiel mit Sandy Thier trafen sich um 20:30 Uhr im Zimmer der Teamkapitäne von Katja und Margit um die Bildauswahl festzulegen. Die Abgabe der Fotos erfolgte dann um 22:50 Uhr. Die deutschen Teams treten in den Kategorien Fisch, Weitwinkel, Weitwinkel mit Model und Makro an.

Wir drücken die Daumen dass die deutschen Teams Foto und Video eine gute Platzierung erreichen.

Margit Sablowski

Jetzt wird es ernst – haben sich die Trainingstauchgänge gelohnt? Der Bus ist überraschend pünktlich, sogar 10 min zu pünktlich. Leichte Panik am Frühstückstisch 🙂

Aber danach setzt sich der gewohnte Lauf fort – es wird schon irgendjemand von der Orga schreien, wenn es soweit ist, die Sachen in die Boote zu packen. Auch das läuft dann tatsächlich irgendwie fast reibungslos – Pedro von der Orga hat wie immer alles im Griff. Raus aufs Wasser, runter zum Tauchen, eine Stunde für die Kapitäne an Bord warten, dann sind die ersten Ergebnisse schon im Kasten.

Mittagspause und warten auf die gefüllten Flaschen, dann geht es wieder raus aufs Meer. Natürlich zuerst für die Videografen, denn die müssen ja heute Abend noch 3 Stunden Film schneiden. Wenn da nicht noch „Touristen“ auf einmal das Wrack anfahren und sich auch nicht vom eigentlich für sie gesperrten Wettkampfplatz „vertreiben“ lassen. Also nochmal eine Stunde warten – wer will schon 15 fremde Taucher auf seinen Bildern. Und die Sonne nutzt die Zeit, um hinter den Wolken zu verschwinden. Tolle Aussichten für den kommenden Wracktauchgang. Der dann auch ähnlich endete, ohne Sonne und mit vielen hinterlassenen Luftblasen im Wrack durch die „Touristen“.

Danach vergeht der Rest des Tages recht schnell. SD-Karten abgeben, ab ins Hotel, Duschen, Essen. Oder auch nicht – jedenfalls für den Videografen im Team, denn der darf jetzt noch 3 Stunden im Editing-Room an seinen Filmen arbeiten. Und die Fotografen besprechen mit dem Foto-Teamkapitän noch die Fotos.

Währenddessen nimmt unser Video-Kapitän am jährlichen Meeting der Visual Commission der CMAS teil. Endlich mal wieder vor Ort, ist es ein sehr produktiver Austausch. Neue Ideen für die kommenden Wettbewerbe werden entwickelt, ihr dürft gespannt auf das Ergebnis sein.

PS: Während der Wettkampftage sind in den Wettbewerbszonen (Aufenthaltsbereiche, Boote) keine Handys erlaubt. Daher mangelt es ein wenig an Fotos in diesen 2 Tagen.

Katja Kieslich

Zunächst noch der Spruch des Tages vom Montag: Fragt doch ein deutscher Tourist den Ludwig während des Fotoshootings der Fotografen: „Was ist denn das für ein Wettkampf, an dem so viele alte Herren mitmachen“? Die Models haben sich natürlich besser gehalten… wäre er nur 5 Minuten früher gekommen….

Doch zum ersten Tag im Wasser: mit pünktlicher Verspätung wurden wir vom Hotel abgeholt, um erste Vorbereitungen für den offiziellen Trainingstag zu machen. In dem Festzelt tummeln sich ca. 80 bis 100 Leute, davon 21 Fototeams, und 10 Videoteams, Offizielle, Helfer, Sanitäter und anscheinend welche von der WADA (Weltdopingagentur). Mit lautstarken Gesang geben manche Südländer ihr Bestes.

Auf 8 Booten zu je 3 bis vier Teams gehts zu den ersten Tauchplätzen. Sicht gut, Meer ruhig, Stimmung gut und professionelle Tauchorganisation.
Nach reichlich Mittagessen nochmals in den 23 Grad warmen Atlantik, der die Taucherherzen sowohl bei den Models und Kameramänner*innen höher schlagen lässt.

Nach reichlich Abendessen und einem guten Teamgefühl will nach 22 Uhr jeder nur noch ins Bett. Psychische Vorbereitungen auf den bevorstehenden ersten Wettkampftag

Dieter Grund

Nachdem dann gestern alle angekommen sind, leider nicht immer mit allem Gepäck, ging es den ganzen Montag um das Organisatorische: Akkreditierung, also die Einschreibung mit den Formalitäten wie Kontrolle der Brevets, der Tauchsportäztlichen Untersuchung und der Unfallversicherung. Nach der Einschreibung nutzen alle Teams rege die Möglichkeit, vor dem Plakat der Veranstaltung Teamfotos anzufertigen.

Nach einer etwas längeren Mittagspause startete dann die offizielle Eröffnung der Europameisterschaft Foto und Video mit einer Parade der Teilnehmer durch die Hauptstadt von Madeira, Funchal. Angeführt von dem einheimischen Nachwuchs der Einrichtung „Fundacao Princesa Amelia“ wurden die 13 teilnehmenden Nationen zur offiziellen Eröffnung geführt. Nach einer Erfrischung durch ein Gläschen Madeira ging es zum Technical Meeting, bei dem nochmals alle wichtigen Regeln zum Wettkampf besprochen wurden.
Nun sitze ich hier, am PC, kurz vor Mitternacht und schreibe noch die paar Zeilen zusammen, denn nach dem Technical Meeting und dem Abendessen in einem kleinen portugiesischem Lokal musste auch noch die Kamera für den kommen Tag vorbereitet und die kommenden Übungstauchgänge mit dem Model besprochen werden. Jetzt reichts für heute, morgen klingelt der Wecker wieder deutlich vor sieben Uhr…

Michael Thiel

Sonntag – 19 Uhr – die Mannschaft ist endlich komplett. Wirklich komplett? Naja, bis auf die fehlenden 3 Gepäckstücke schon :-/

Was bis dahin geschah: Michael und Sandy haben etwas länger als geplant in Lissabon verbracht – Anschlussflug verspätet. Immerhin besser als der Berliner Teil des Teams. Deren Flug wurde gecancelt und es ging mit dem Mietwagen nach Hamburg, Zwischenübernachtung auf dem Flughafen und am nächsten Tag weiter nach Madeira – jedenfalls für die Menschen. Das Gepäck steht noch irgendwo. Zum Glück ist ja morgen nur Einschreibung und kein Tauchen.

Problemlos ging es bei den beiden Teamkapitänen – Katja und Margit saßen planmäßig in ihren Fliegern und waren nach 4 Stunden samt Gepäck in Madeira gelandet.

Kurz noch die obligatorischen Coronatest und dann den Abend ausklingen lassen. Teambuilding vor dem Wettbewerb – immerhin sehen auch wir uns meistens nur zu den Wettkämpfen.

Katja Kieslich