Auf gehts – 2026 nach Indonesien!
Vom 05. Oktober bis zum 11. Oktober 2026 findet die 22. Weltmeisterschaft Unterwasser Fotografie und die 8. Weltmeisterschaft Unterwasser Videografie auf Bali (Indonesien) statt.
Vom 05. Oktober bis zum 11. Oktober 2026 findet die 22. Weltmeisterschaft Unterwasser Fotografie und die 8. Weltmeisterschaft Unterwasser Videografie auf Bali (Indonesien) statt.
Die Teilnehmer kamen dieses Jahr aus 19 Nationen. Angetreten sind 30 Fototeams und 13 Videoteams.
(hierbei handelt es sich um einen Auszug aus dem Wettkampfregeln der CMAS)
Das in der Kategorie „Film“ eingereichte Video darf eine maximale Länge von 4 Minuten (einschließlich) und eine minimale Länge von 2 Minuten haben. Der Anteil an Aufnahmen und Animationen, die nicht unter Wasser entstanden sind, einschließlich Titel- und Abspann, darf 30 % nicht überschreiten. … Der Fantasie des Videoteams sind keine Grenzen gesetzt; wir laden Filmemacher dazu ein, die Unterwasserwelt aus einer künstlerischen und experimentellen Perspektive zu erkunden. Die Teilnehmer sollen durch den Einsatz künstlerischer Bilder, kreativer Lichteffekte und detailreicher Aufnahmen von Meereslebewesen ein einzigartiges visuelles Erlebnis schaffen. Das Ziel ist es, Unterwasseraufnahmen mit einer unkonventionellen Erzählweise zu kombinieren, um dem Publikum eine neue Perspektive zu bieten.
Filmemacher werden dazu ermutigt, mithilfe unkonventioneller Techniken emotionale und intellektuelle Erzählungen zu schaffen. Zum Beispiel: abstrakte Kompositionen, kreativer Schnitt und Musikauswahl (instrumentale, nonverbale Musik). Die Teilnehmer können künstliche Objekte (wie oben beschrieben), Audiodateien (Musik, Voice-over, Soundeffekte), Animationen, Effekte, Infografiken, Titel und Standbilder in ihr Projekt einbinden. Die Soundeffekte, visuellen Effekte, das Voice-over, die Animationen und die Musik
müssen urheberrechtsfrei sein.
Das in der Kategorie „Thema“ eingereichte Video darf maximal 4 Minuten (inklusive) und mindestens 2 Minuten lang sein. …. Der Anteil der Landaufnahmen, einschließlich des Titels und des Abspanns, darf nicht mehr als 40 % betragen. Bei der Kombination von Unterwasser- und Nicht-Unterwasseraufnahmen in derselben Aufnahme hat das Landbild Vorrang. …. Animationen und künstliche Objekte sind in dieser Kategorie nicht zugelassen. Die Teilnehmer können Audiodateien (Musik, Voice-over, Soundeffekte), Titel und Standbilder in ihr Projekt aufnehmen. Die Soundeffekte, die visuellen Effekte, das Voice-over und die Musik müssen frei von Urheberrechten sein.
Für dieses Jahr ist das Theme „Coral conservation & local community“.
Das in dieser Kategorie eingereichte Video kann eine Mindestlänge von 55 Sekunden und eine Höchstlänge von 60 Sekunden (einschließlich) haben. Videos, die kürzer als 55 Sekunden und länger als 60 Sekunden sind, werden disqualifiziert. Das 60-Sekunden-Video muss aus drei Teilen bestehen: Fisch, Makro und Weitwinkel. Diese Teile müssen aufeinander folgen (d. h., das Video kann mit Fisch beginnen, gefolgt von einem Weitwinkel. Auch wenn in der folgenden Szene Fische zu sehen sind, muss es sich um einen Makroteil handeln), und die Anordnung dieser drei Kategorien bleibt dem Videofilmer überlassen. In dieser Kategorie können Teile der Fische nicht für den Makroteil verwendet werden. Jeder Teil kann mit einer Kombination aus verschiedenen Videodateien gefilmt werden. Die Teilnehmer können Musik und Originalton (nur) aus ihren Videodateien verwenden; visuelle Effekte, Titel, Bilder, Vor- oder Abspann, Text und künstliche Objekte sind jedoch nicht erlaubt. Die in dieser Kategorie erlaubten Bearbeitungen sind das Schneiden und Einfügen einer einzelnen Videodatei nach der anderen, die Farbkorrektur und das Hinzufügen der oben genannten Audiodateien. Landtakes oder Halb- und Halbtotale sind in dieser Kategorie nicht erlaubt.
Die Teilnehmer dürfen KI-generierte Töne, Soundeffekte, Erzählstimmen und Musik verwenden. Teilnehmer dürfen KI-generierte Bilder oder Videos (KI-erstellte Unterwasserfotos und -videos sind nicht zulässig) ausschließlich in der Kategorie „Kreativfilm“ verwenden.
Kategorie „Movie“ – Platz 2 – Vizeweltmeister
Kategorie „60 seconds“ – Platz 5
(hierbei handelt es sich um einen Auszug aus dem Wettkampfregeln der CMAS)
Obwohl es sieben verfügbare Kategorien gibt, können Fotografen nur in fünf Kategorien Fotos einreichen.
Wenn ein Teilnehmer in fünf Kategorien antritt, muss mindestens eine dieser Kategorien Weitwinkel (oder Weitwinkel mit Modell) und eine Smart Device Kategorie sein.
Wenn ein Teilnehmer in weniger als fünf Kategorien antritt, muss mindestens eine dieser Kategorien eine Weitwinkelkategorie (oder eine Weitwinkelkategorie mit Modell) sein.
Alle digitalen Manipulationen „in der Kamera“, einschließlich Mehrfachbelichtungen, Doppelbelichtungen, aktive Beleuchtung, Schärfe, Sättigung, Farbbalance (was immer die Software des Geräts erlaubt), usw. sind vor und nach der Aufnahme erlaubt, wenn der Teilnehmer noch unter Wasser ist.
Das Beschneiden der Bilder ist in allen Kategorien außer in der Kreativ- und Smart Device-Kategorie nicht erlaubt.
Nur Fotos von Fischen. Details eines Fisches sind erlaubt, wenn es möglich ist, den Fisch auf seine Art/Namen und sein Biotop zu bestimmen. Fotos dieser Kategorie dürfen kein Modell zeigen, das auf dem Bild posiert. Wenn jedoch aufgrund der Bedingungen des Tauchplatzes und des verwendeten Objektivs andere Taucher im Bild zu sehen sind, ist dies kein Grund für eine Disqualifikation. Mehrfachbelichtungen oder Bildüberlagerungen sind in dieser Kategorie nicht erlaubt.
Thema als Hauptmotiv (Jede Meisterschaft hat ein Thema). Fotos in dieser Kategorie dürfen kein Modell zeigen, das auf dem Bild posiert. Wenn jedoch aufgrund der Bedingungen des Tauchplatzes und des verwendeten Objektivs andere Taucher im Bild zu sehen sind, ist dies kein Grund für eine Disqualifikation. Zuschneiden ist in dieser Kategorie nicht erlaubt.
Das Thema für die Kategorie „Foto mit Thema“ für diese Meisterschaft ist „Grouper“.
Fotos von allen Themen außer dem Thema der Meisterschaft als Hauptthema. Fotos dieser Kategorie dürfen kein Modell zeigen, das auf dem Bild posiert. Aber aufgrund der Bedingungen des Tauchplatzes und des verwendeten Objektivs ist es kein Grund für eine Disqualifikation, wenn andere Taucher im Bild zu sehen sind. Fotos mit Mehrfachbelichtung oder Bildüberlagerungen sind in dieser Kategorie nicht erlaubt, und Beschneiden ist in dieser Kategorie nicht erlaubt.
Ein Weitwinkelfoto ohne Taucher/Modell, das die Schönheit der natürlichen Unterwasserwelt einschließlich Fauna und Flora zeigt. Das Thema kann in dieser Kategorie nicht als Hauptmotiv verwendet werden. Fotos dieser Kategorie dürfen kein Modell enthalten, das im Bild posiert. Wenn andere Taucher im Bild zu sehen sind, ist das ein Grund für die Disqualifikation des Fotos. Mehrfachbelichtungen oder Bildüberlagerungen sind in dieser Kategorie nicht erlaubt. Zuschneiden ist in dieser Kategorie nicht erlaubt.
Ein Weitwinkelfoto mit einem Taucher als Assistenten. Das Thema kann in dieser Kategorie nicht als Hauptmotiv verwendet werden. Ein Freitaucher kann in dieser Kategorie nicht verwendet werden. Wenn aufgrund der Bedingungen des Tauchplatzes und des verwendeten Objektivs andere Taucher im Bild zu sehen sind (außer dem Assistenten, der posiert), ist dies kein Grund für eine Disqualifikation. Mehrfachbelichtungen oder Bildüberlagerungen sind in dieser Kategorie nicht erlaubt.
Diese Kategorie hat keine Grenzen, vorausgesetzt, der Fotograf verstößt nicht gegen die allgemeinen/spezifischen Regeln (z. B. Verwendung eines Freitauchers usw.). Von den Fotos wird erwartet, dass sie originell, kreativ und künstlerisch sind. Beschneidung, Bildüberlagerung und künstliche Objekte sind in dieser Kategorie erlaubt.
Diese Kategorie hat keine Grenzen, vorausgesetzt, der Fotograf verstößt nicht gegen allgemeine/spezifische Regeln (z. B. die Verwendung eines Freitauchers usw.). Die Fotos dürfen nur mit intelligenten Geräten (z. B. Handys, Tablets) aufgenommen werden. Zuschneiden und Überlagern von Bildern ist in dieser Kategorie erlaubt. Die Fotografen können die volle Leistung ihrer Geräte mit ihren Apps nutzen. Es wird jedoch erwartet, dass sie die Schönheit der Unterwasserwelt, das Verhalten der Tiere usw. darstellen. Dies ist nicht die „kreative Kategorie“.
Neu: Videoteams können ein mit einem Smart Device aufgenommenes Foto für die Kategorie Smart Device Photo einreichen.
Folgt unseren Teilnehmern bei Ihrer Vorbereitung und während des Wettbewerbs.
Bilder: Teilnehmer
Dienstag und Mittwoch
Dienstag, offizieller Trainingstag. Mit Start der aktuellen Woche, hatten sich die Wetterbedingungen noch etwas mehr verbessert. Dank abnehmendem Mond und Ebbe kehrte auch das Leben in die Riffe zurück, was unseren Foto- und Videografen die Suche nach ihren Motiven etwas erleichterte. Leider gab es auch den einen oder anderen Grund, nachdenklich zu werden, da am Ende des Trainingstag alle Teams nochmals eindringlich von Seiten der Organisatoren darauf hingewiesen wurden, noch bewusster auf ihre Tarierung zu achten.
Leider führte sich genau dieses Thema am heutigen ersten offiziellen Wettkampftag fort. Die Folge daraus war, dass zwei teilnehmende Teams für den ersten Tauchgang des Tages disqualifiziert wurden, es war keines der deutschen Teams betroffen. In Summe gingen all unsere Teilnehmer nach dem ersten Tag mit einem durchaus guten Gefühl in den wohlverdienten Feierabend. Ok, fast alle. Während die Fotografen bereits relativ entspannt ihre aktuellen Aufnahmen diskutierten, ging es für die Videografen in die zweite wichtige Phase, denn heute Abend ist von 20:00 bis 23:00 die erste der beiden Videoschnittphasen. Kurz gesagt, hier läuft gerade eben noch die Nachtschicht.
Donnerstag
Donnerstag, letzter Wettkampftag. Bei nahezu spiegelglatter See starteten heute alle Athleten in die letzte Runde. Noch zwei Tauchgänge Zeit, um weitere Aufnahmen zu machen oder das eine oder andere Motiv nochmals zu wiederholen. Bei solch positiven Grundvorraussetzungen, war auch die Stimmung unter allen Teilnehmern in Summe recht positiv, trotz des Drucks, der auf allen lastete.
Kurz vor dem letzten Tauchgang kam dann doch noch etwas Wind auf, der auch etwas Dünung mit sich brachte, nicht mehr ganz perfekte Konditionen aber auch noch weit entfernt von unmöglich.
Die Müdigkeit und Erschöpfung war allen nach dem zweiten Tauchgang des Tages durchaus anzumerken. Aber der Tag ist noch nicht vorbei. Zum einen konnte heute von allen Teilnehmern eine mobile Druckkammer auf dem Wettkampfgelände besichtigt werden. Die freundlicher Weise von der indonesischen Marine an Possi, den indonesischen Nationalverband, für die Dauer der Weltmeisterschaft ausgeliehen wurde, um die Sicherheit aller Sportler sicherzustellen. Zum Anderen stand und steht für die Foto-Teams noch die finale Auswahl und Abgabe ihrer jeweiligen Bildauswahl auf dem Programm, und die Videografen haben heute ihrer berüchtigte Nachtschicht, da alle Filme bis 24:00 Uhr eingereicht sein müssen.
Text: Klaus Nüßlein
Jetzt geht es los. Einschreibung, technisches Meeting und die offizielle Eröffnungsfeier schufen ein tolles Programm für einen Start der WM. Balinesischer Tanz mit traditioneller Musik, ergänzt mit einem kleinen Feuerwerk und kurzweiligen Eröffnungsreden liesen die Spiele beginnen. Das indonesische Fernsehen begleitet die WM in seinen Programm, wer etwas findet gerne melden. Alle sind bereit und freuen sich auf einen guten Wettbewerb.
Text: Frank
Am heutigen Übungstag waren alle gesundheitlich angeschlagenen Teammitglieder wieder mit an Bord. Somit konnten die zwei Fototeams und das Videoteam nochmals die Tauchplätze, die zum Wettkampf vorgesehen sind, testen. Als da wären Biorock, Biowreck, Napoleon-Reef und Prana-Reef. Auch heute mussten wir aber feststellen, dass die Bedingungen sehr variabel im Vergleich zu vorhergehenden Tauchgängen waren.
Spannend bleibt auch, ob trotz aller Bemühungen die Tauchbasis die Herausforderungen der Logistik an den Wettkampftagen stemmen kann. Denn 45 Minuten warten, um eine gefüllte Tauchflasche zu erhalten, strapaziert das gestresste Nervenkostüm erst recht.
Aber es ist alles noch „Probe“. Und so hoffen wir, dass alles gut wird.
Text: Doreen Reinhardt
Mein Tauchpartner und Fotograf Peter Borsch und ich haben uns im Hotel und auf der Tauchbasis bereits gut eingelebt. Wir pflegen einen freundschaftlichen und höflichen Kontakt zu den anderen Nationen, von denen man einige schon von vorherigen Wettbewerben kennt. Die Stimmung ist noch locker und spaßig, aber je näher der Wettbewerb rückt, desto mehr ist jedes Team mit sich selbst beschäftigt. Was absolut normal ist, denn alle wollen hier erfolgreich sein.
Die Tauchgänge vom Boot aus sind nicht mit den Tauchgängen vom Land aus zu vergleichen. Während an den Landtauchplätzen eine ziemlich zerstörte Korallenlandschaft zu sehen ist, ist das Unterwasserleben an den äußeren Rifftauchplätzen schon besser. Erwähnenswert ist, dass hier ein Projekt zur Aufzucht und Neuansiedlung von Weich- und Hartkorallen angelegt wurde.
Ich selbst bin hier in einer etwas ungewohnten Rolle. Als Fotograf bin ich jetzt mehr vor als hinter der Kamera gefordert. Als Spotter, Model und Assistent muss ich mit darauf achtet, dass der Plan von Peter Borsch und mir für unsere Fotos aufgeht, das ist schon eine Herausforderung. Die vielen Gespräche über Strategie und Umsetzung bescheren uns keine Langeweile und gehen bis spät in den Abend.
Wir gehen im Team gemeinsam in lokale Restaurants essen, was die Menschen freut und uns außerordentlich gut schmeckt.
Text: Peter Schultes
In den vergangenen Tagen haben auch wir uns ein Bild von den Tauchplätzen gemacht. Obwohl wir mit Motivplanungen für die einzelnen Kategorien angereist sind, müssen wir diese an die Gegebenheiten hier vor Ort anpassen. Der gleiche Tauchplatz hat morgens z.B. ganz andere Strömungverhältnisse oder Lichtstimmungen als am Nachmittag. Das heißt, unsere Ergebnisse werden auch davon beeinflusst, zu welcher Tageszeit uns welcher Tauchplatz zugelost wird. Ein bisschen Glück gehört eben auch dazu.
Leider sind seit der Nacht einige Teammitglieder ausser Gefecht gesetzt und müssen heute pausieren. Diejenigen, die fit sind, üben weiter an ihrer Perfektion.
Die Balinesen sind sehr hilfsbereit und an der Tauchbasis, wo täglich neue WM-Teilnehmer eintrudeln, nehmen die logistischen Herausforderungen zu.
Text: Olaf Reinhardt