Orientierungstauchen

Koordination, Kondition & Technik

Orientierungstauchen

Orientierungstauchen oder kurz “OT” ist eine komplexe Sportart, die dir sowohl technisches Verständnis als auch koordinative und konditionelle Fähigkeiten abverlangt. Ziel ist es, möglichst schnell und präzise Orientierungspunkte (Bojen) in einer vorher bestimmten Reihenfolge unter Wasser anzutauchen bzw. zu umrunden. Getaucht wird generell nur im Freigewässer in ca. zwei Metern Tiefe statt.

Deine Ausrüstung besteht aus dem OT- Gerät, das sich aus einer Pressluftflasche mit montiertem Kompass und Meterzähler zusammensetzt. Zur Verminderung des Wasserwiederstandes schiebst du es mit gestreckten Armen vor dem Körper her. Eine spezielle Maske erlaubt es unter Wasser klar und nach allen Seiten sehen zu können. Mit Hilfe einer Monoflosse, die durch delphinartigen Einsatz des Körpers bewegt wird, erfolgt dein Vortrieb.

Um die Position des Wettkämpfers sichtbar zu machen, zieht der Wettkämpfer eine Sicherheitsboje an der Oberfläche hinter sich her.

Beliebtes Zubehör

Der Wettkampfablauf

Bevor das eigentliche Orientierungstauchen beginnen kann, ist eine spezielle Vorbereitung nötig. Dazu muss zunächst der Wettkampfkurs, den der Veranstalter im Gewässer gesetzt hat, vermessen werden. (ähnlich der Straßenvermessung) Mit den dadurch ermittelten Daten wird eine maßstabsgetreue Zeichnung erstellt. Diese ermöglicht die Ermittlung der Abstände zwischen den Orientierungspunkten und das Ablesen der zu schwimmenden Gradzahlen mit Hilfe des Kompasses. Bevor der eigentliche Wettkampf beginnt, muss also jeder Wettkämpfer seinen Kurs „peilen“.

Gestartet wird nacheinander in festgelegten Intervallen. Diese variieren je nach Disziplin zwischen drei und zehn Minuten. Die Startreihenfolge wird vor dem Wettkampf ausgelost.
Nach dem akustischen Startsignal taucht der Wettkämpfer ab und beginnt seinen Kurs zu absolvieren. Durch das Bewegen der Orientierungspunkte signalisiert der Wettkämpfer das Erreichen eines solchen. Richtige Umrundungen von Wendebojen können anhand der Sicherheitsboje nachvollzogen werden.

Um die einzelnen Orientierungspunkte unter Wasser zu finden bzw. um das Ziel zu erreichen ist dem Wettkämpfer eine Limitzeit gesetzt. Schafft er es nicht innerhalb der Limitzeit alle Vorgaben zu erfüllen, werden nur die bisher erreichten Orientierungspunkte gewertet. Das gleiche gilt für falsches Umrunden der Wendebojen oder das zeigen von Körper- oder Ausrüstungsteilen an der Oberfläche.

Anhand einer speziellen Punkteverteilung für das Umrunden und Erreichen von Orientierungspunkten, sowie der erreichten Zeit und Abweichung im Ziel wird eine Gesamtpunktzahl ermittelt. Sieger ist der Wettkämpfer mit der höchsten Punktzahl.

Disziplinen

Im Orientierungstauchen gibt es insgesamt sechs verschiedene Disziplinen. Als Einzeldisziplinen werden der Fünf-Punkte-Kurs, der Stern-Kurs, der M-Kurs und der Parallel-Kurs absolviert. Die Mannschaftsdisziplinen sind die Mannschaftsorientierung nach Karte (Monk) und die Mannschaftstreffübung (MTÜ). Für MTÜ existieren zwei durchführbare Varianten.

Wettkampfergebnisse

Hier findest du die aktuellen Wettkampfergebnisse und die Ergebnisse der letzten drei Jahre.

Zuletzt hinzugefügt:

  • Deutsche Meisterschaften im Orientierungstauchen Teil 2 vom 29.-30.06.2019
  • Deutsche Meisterschaften im Orientierungstauchen Teil 1 und 41. Poseidonpokal vom 1.-02.06.2019
Ergebnisse 2019
Ergebnisse 2018

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