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Über Uns

Unser Leitbild

Das VDST-Leitbild wurde in der Mitgliederversammlung am 17. November 2012 in Erfurt einstimmig verabschiedet und ist weiter unten komplett abgebildet.

Zudem gibt es das VDST-Leitbild auch  als Kurzversion in Form eines Flyers, der komprimiert hier zur Ansicht heruntergeladen oder von unseren Vereinen in der Bundesgeschäftsstelle bestellt werden kann.


VDST-Leitbild - Zukunftsfähiger VDST

Inhalt

Faszinierende Unterwasserwelten - Präambel
 1. Selbstverständnis
 2. Ethik
 3. Mitglieder
 4. Jugend
  5. Ehrenamt
  6. Sicherheit beim Tauchen - Sicheres Tauchen
  7. Ausbildung
  8. Breitensport
  9. Leistungssport
10. Verantwortung für Natur und Umwelt
11. Wissenschaft
12. Unterwasser-Foto- und Videografie
13. Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
14. Hauptamt und Leistungen
15. Finanzen
16. Nationale und internationale Zusammenarbeit
17. Begriffe und Abkürzungen
Weiterführende Dokumente im Internet

Faszinierende Unterwasserwelten - Präambel

Abtauchen in eine faszinierende, bunte und vielfältige Unterwasserwelt und dabei einen neuen Einblick in die zwei Drittel von Wasser bedeckten Flächen der Erde zu bekommen, ist für uns ein entscheidender Anstoß für das Sporttauchen. Viele genießen dabei einfach nur das Gefühl der Schwerelosigkeit und die Ruhe im weiten Blau des Meeres, wieder andere lassen sich von der einzigartigen Schönheit der Riffe oder der biologischen Vielfalt heimischer Gewässer faszinieren. Auch der sportliche Ehrgeiz treibt manche unter die Wasseroberfläche bis hin zum Wettkampf.
Es sind gerade auch das Privileg und die Freude, unter Wasser etwas Neues zu erleben und bisher unbekannte Zusammenhänge zu entdecken, dabei mit Freunden und Bekannten Spaß zu haben, die Sporttaucher gemeinsam abtauchen lassen. Und ein Quäntchen Abenteuer und Mystik sind ebenfalls immer dabei.

Die verschiedenen Unterwasserlebensräume sind äußerst sensible Ökosysteme und unterliegen derzeit einer enormen Dynamik: Arten verschwinden, neue Arten tauchen auf, bisher unbekannte Lebensräume werden entdeckt und die Klimaveränderungen gehen nicht spurlos an den farbenprächtigen Korallenriffen vorüber. Auch der Tauchsport selbst kann zu negativen Beeinträchtigungen der Unterwasserwelt führen. Es liegt daher im selbstverständlichen Interesse des Verbandes Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST), das Tauchen so umweltschonend wie möglich zu gestalten und diese Unterwasserlebenswelt zu schützen, damit auch in Zukunft die Grundlage für die Ausübung der Natursportart Tauchen gesichert wird.

Der VDST befindet sich in einem sich ständig ändernden Umfeld. Gerade die letzten Jahre machen deutlich, wie die großen gesellschaftlichen Probleme und Veränderungen den VDST betreffen. Der Wandel zeigt sich auch in einer vielfältigen und anspruchsvolleren Erwartungshaltung der Mitglieder. Der Markt an Anbietern in der Tauchsportausbildung wird immer größer und vielfältiger und für Nachfragende unübersichtlicher. Dieses neue gesellschaftliche Umfeld bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Position des VDST – es fordert ihn heraus!

Der VDST, in dem ehrenamtliches Engagement, Sportkameradschaft, Offenheit und Solidarität seiner Mitglieder nach wie vor eine entscheidende Rolle spielen, hat gute Gründe zu einer systematischen und ganzheitlichen Selbstreflektion und Positionsbestimmung. Er blickt dabei zurück auf eine über 50 jährige Tradition. Gleichzeitig geht es um die Sicherung der Zukunftsfähigkeit des weltgrößten ideellen Sporttauchverbandes.

Im Leitbild „Zukunftsfähiger VDST“ machen wir die umfassende Verantwortung für die Unterwasserwelt deutlich und geben den Rahmen für eine umweltgerechte und verantwortungsbewusste Ausübung des Sporttauchens vor. Der VDST leistet einerseits durch die Umsetzung dieses Leitbildes einen Beitrag für den Schutz und Erhalt der heimischen Gewässer ebenso wie für die faszinierenden Korallenriffe. Andererseits bildet das Leitbild die wichtige Basis für sicheres Tauchen und für eine zukunftsfähige Organisationsstruktur des VDST.

Das Leitbild des VDST ist die Handlungsgrundlage für den gesamten VDST und soll bei den Mitgliedern sowie in der Öffentlichkeit Beachtung finden und Wirkung erzielen.

Der Diskussionsprozess zum Leitbild, aber vor allem das Leitbild selbst, beweisen, dass der VDST über hervorragende Möglichkeiten verfügt, die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam zu meistern.
 
 

1. Selbstverständnis

Wir, der Verband Deutscher Sporttaucher e.V., gegründet am 17.10.1954, decken alle Facetten des Sporttauchens ab und ermöglichen über unsere Vereine ein flächendeckendes und bundesweites Angebot. Bei uns im VDST sind über 75.000 Mitglieder in 926 Vereinen und 17 Landesverbänden sowie als Einzelmitglieder aktiv und organisiert. Wir sind einer der weltweit größten ideellen Tauchsportverbände, der einzige Sportfachverband Tauchen im DOSB und der Vertreter Deutschlands im Welttauchsportverband CMAS, den wir 1959 mitbegründet haben.
Wir allein vergeben Ausbildungs- und Tauchlizenzen nach Vorgaben des DOSB und der CMAS. Wir besitzen hohe Kompetenzen in allen Bereichen des Tauchsports und können uns auf ein aktives ehrenamtliches Engagement in unseren Vereinen und Verbänden stützen.

Wir, der VDST,

  • bieten möglichst vielen Menschen einen Einblick in die faszinierende Unterwasserwelt und ermöglichen intensive Erlebnisse und Spaß am Tauchen. Dafür unterstützen wir unsere Mitglieder bei der sicheren Ausübung des Tauchsports. 
  • gewährleisten eine fundierte und qualitativ hochwertige Aus-, Fort- und Weiterbildung und entwickeln diese für eine sichere Ausübung des Tauchsports stetig weiter.
  • stellen die Rahmenbedingungen des Sporttauchens für unsere Mitglieder auf nationaler und internationaler Ebene sicher und verbessern diese.
  • schaffen ein stärkeres Bewusstsein für die aktuelle Situation der BioDIVERsität der Tauchgewässer.

 Wir, der VDST, stehen für

  • sicheres Tauchen.
  • Freude am Tauchen und Erleben der Unterwasserwelt.
  • Partizipation, Solidarität, Verantwortungsübernahme und Teamgeist unter unseren Mitgliedern. 
  • Fair-Play und einen sauberen Sport.
  • nationale und internationale Erfolge in den Sportarten Finswimming, Orientierungstauchen und Unterwasser-Rugby.
  • einen umfassenden Natur- und Gewässerschutz.

 

2. Ethik

Die Ethik des VDST ist die verbindliche Richtlinie für das Verhalten aller Mitglieder und wird in diesem Leitbild transparent dargestellt. Alle Mitglieder verpflichten sich zur Einhaltung dieser Normen.

Der respektvolle Umgang der Mitglieder unter- und miteinander sowie mit der Natur stellt eine elementare Grundlage für die Ausübung unseres Tauchsports dar. Die Ausbilder haben hierbei eine besondere Verantwortung, die im Leitbild für Ausbilder festgehalten und verankert ist und von den Ausbildern gelebt wird. Für alle Mitglieder des VDST sind die Leitlinien zum umweltgerechten Tauchen verbindlich.

Die Teilhabe möglichst Vieler an Entscheidungsprozessen, eine demokratische Meinungs- und Willensbildung sowie ein fairer, sauberer Sport gehören zu den Grundsätzen des Verbandes.

Der VDST stellt sich aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen, wie z.B. Good Governance, Inklusion sowie Prävention vor sexuellen Übergriffen, entwickelt Aktivitäten zum Umgang mit diesen Herausforderungen und setzt entsprechende Maßnahmen konsequent um.

Der verantwortungsvolle, transparente Umgang mit jeglichen Ressourcen ist für den VDST selbstverständlich.

3. Mitglieder

Der VDST besteht aus den Tauchsportvereinen, die wiederum in den Landesverbänden organisiert sind, und deren Mitgliedern. Daneben ermöglicht der VDST auch den Erwerb einer Einzel- oder Familienmitgliedschaft. Der VDST arbeitet national und international mit vertraglich an ihn gebundenen Tauchbasen zusammen (VDST-Tauchschulen und -Dive Center). Von den Mitgliedern wird erwartet, dass sie neben ihren ganz persönlichen und individuellen Bedürfnissen auch die in diesem Leitbild des VDST beschlossenen Interessen und Grundsätze vertreten.

Die Zahl der Mitglieder bestimmt in einem erheblichen Umfang den Einfluss und das Leistungsvermögen des VDST. Er achtet deshalb auf eine hohe Qualität der Mitgliederbetreuung und auf eine möglichst langjährige Bindung seiner Mitglieder. Dieses wird über eine hohe Identifikation mit den satzungsgemäßen Verbandszielen erreicht.

Neue Mitgliedschaften gewährleisten die Zukunftsfähigkeit des VDST. Bei der Gewinnung neuer Mitglieder wird auf die Vermittlung der Ziele und Werte sowie der ganzheitlichen Darstellung des VDST geachtet.

Der VDST legt auf die Chancengleichheit aller Mitglieder Wert. So widmet er sich auch Themen wie Inklusion und berücksichtigt die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen. Zudem unterstützt der VDST aktiv die Integration ausländischer Mitbürger im Tauchsport.

4. Jugend

Die VDST-Jugend bildet die Vertretung der Jugend im Gesamtverband. Sie initiiert und koordiniert speziell zugeschnittene Programme und Ausbildungen für jugendliche Taucher bis 21 Jahre, die sowohl die tauchsportliche, aber vor allem die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen unterstützen und fördern. Darüber hinaus wird eine aktive Teilhabe der Jugendlichen im Verband gewährleistet.

Die Organisationsstruktur des Gesamtverbandes spiegelt sich im Bereich Jugend wieder, auch hier sind die Mitglieder über die Vereine und Landesjugenden organisiert. Ein demokratisch gewählter und in Selbstverwaltung tätiger Jugendvorstand führt die Geschicke der Abteilung nach den Regeln der Jugendordnung.

Die VDST-Jugend hat es sich zum Ziel gesetzt, die Fachbereiche des VDST dabei zu unterstützen, junge Menschen an das Tauchen heranzuführen, ihnen altersgerecht die Inhalte und Facetten des Tauchens zu vermitteln, wobei Spaß und soziales Miteinander im Vordergrund stehen. Dazu werden auch internationale Jugendbegegnungen organisiert und der Leistungssport bei der Jugend gefördert.

Ein Schwerpunkt der VDST-Jugend ist die Aus- und Weiterbildung von Multiplikatoren und Jugendleitern, die auf Landes- und Vereinsebene die Jugendarbeit betreiben. Für spezielle Fragestellungen und die Durchführung von Seminaren stehen Ansprechpartner aller Fachbereiche des VDST zur Verfügung.

5. Ehrenamt

Das Ehrenamt und das freiwillige Engagement sind für den VDST von elementarer Bedeutung und die tragenden Säulen des Verbandes. Zur Erfüllung der Aufgaben auf allen Ebenen des Verbandes (Bundesverband, Landesverbände und Vereine) ist der VDST auf eine große Zahl aktiver Mitglieder angewiesen.

Für den VDST stellen daher die Gewinnung und Bindung von ehrenamtlich Engagierten auf der Vorstands- und Ausführungsebene, sowie für die freiwillige Übernahme von Tätigkeiten eine wichtige Aufgabe dar. Die Förderung, Unterstützung und Begleitung der ehrenamtlich Engagierten sowie die Vermittlung des Mehrwertes eines persönlichen Engagements stehen im Vordergrund. Hierzu wird eine angemessene und attraktive Form der Anerkennung gepflegt und weiterentwickelt. Das Ehrenamt wird bei der Erfüllung der Aufgaben durch die hauptamtlichen Mitarbeiter und/oder durch externe Spezialisten unterstützt.

In den Ehrenämtern wird ein paritätisches Verhältnis aller Mitgliedergruppen angestrebt.

6. Sicherheit beim Tauchen - Sicheres Tauchen

Für den VDST sind die Sicherheit beim Tauchen und die Akzeptanz der Grenzen für sicheres Tauchen die obersten Anliegen, dem sich alle anderen Ziele unterordnen. Dafür setzt der VDST Maßstäbe in der Ausbildung, der Ausübung des Tauchens und der Sicherung einer ausreichenden Tauchsport-Infrastruktur.

Die Qualifizierung der Trainer und Tauchlehrer erfolgt nach neusten und modernsten Erkenntnissen, an deren Weiterentwicklung der Verband sich beteiligt. Dadurch gewährleistet der VDST die sorgfältige Aus-, Fort- und Weiterbildung der im VDST organisierten Sporttaucher. So werden die notwendigen theoretischen und praktischen Kompetenzen und Fähigkeiten zum sicheren Tauchen vermittelt.

Zudem gibt der VDST für die Ausübung des Sporttauchens in all seinen Facetten verbindliche Standards vor (z.B. den Grundsatz „Tauche nie allein!“) die regelmäßig weiterentwickelt und den neuesten Erkenntnissen, insbesondere aus der Tauchmedizin und der Technik, angepasst werden.

7. Ausbildung

Die Ausbildung aller Sporttaucher und deren ehrenamtlich tätigen Ausbilder stellen eine zentrale Säule der Arbeit des gesamten VDST dar. Der VDST bildet nach den Richtlinien der CMAS und des DOSB aus.

Der VDST bietet eigene, mit CMAS und DOSB abgestimmte, Ausbildungs- und Bildungsangebote an und entwickelt dafür Konzepte und Standards. Diese werden gemeinsam mit den Landesverbänden, den Vereinen und den VDST-Tauchschulen und -Dive Centern umgesetzt. Dabei werden international und national anerkannte Konzepte und Strukturen für die Ausbildung von Tauchern, Trainern, Tauchlehrern, Jugendleitern und anderen Multiplikatoren fachbereichsübergreifend und koordiniert umgesetzt und weiterentwickelt. Die Arbeit der Vereine und der VDST-Tauchschulen und -Dive Center wird damit nachdrücklich unterstützt.

Regelmäßige, aktuelle Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote erlauben durch modularen Aufbau allen Bildungsteilnehmern eine größtmögliche Flexibilität und individuelle Ausdifferenzierung. Für die Bildungsangebote werden zeitgemäße Medien genutzt.

Zur Sicherung der Qualität der Ausbildung werden regelmäßige Kontrollmaßnahmen eingesetzt und weiterentwickelt, die die Einhaltung der Standards auf allen Umsetzungsebenen (VDST, Landesverbände, Vereine, VDST-Tauchschulen und -Dive Center) gewährleisten.

Ein Alleinstellungsmerkmal des VDST im Bereich seiner Ausbildung bildet die Qualifikation zum DOSB-Trainer oder Tauchlehrer mit DOSB-Trainer-Lizenz. Diese sind die Säulen der Ausbildung aller Taucher in den Vereinen.

8. Breitensport

Der VDST versteht als Breitensport jede Form des Sporttauchens, die nicht in erster Linie leistungsorientiert ist sondern bei der Spaß, Fitness und Gesundheit im Vordergrund stehen.

Sporttauchen als Breitensport kann in allen Altersgruppen in Schwimmbädern, heimischen Gewässern und Tauchgewässern am Urlaubsort betrieben werden. Hierbei bietet sich die Gelegenheit, den Spaß an der Bewegung und der Natur gemeinsam mit Partnern und Freunden, abwechslungsreich und mit gegenseitiger Unterstützung zu erleben. Interessante Elemente stellen hier auch der Umgang mit Tauchgeräten und das Erlernen neuer Tauchtechniken dar.

Der VDST unterstützt gemeinsam mit den Landesverbänden die Vereine, damit diese ihren Mitgliedern attraktive, breiten- und gesundheitssportorientierte Angebote bieten können. Eine besondere Verantwortung kommt hier den Trainern zu, die die Durchführung der Angebote übernehmen und gestalten. Der VDST bietet hierfür moderne Konzepte zur Weiterentwicklung der Angebote und zur individuellen Entwicklung der Taucher an, wie beispielsweise das breitensportliche, wöchentliche Training sowie das Leistungsabzeichen Flossenschwimmen und dessen Einbindung in das Deutsche Sportabzeichen. Bundesweite Aktionen, wie etwa der Tauchertag, sollen den Vereinen helfen, ihr Angebot der Öffentlichkeit vorzustellen und so für sich und den Tauchsport zu werben.

9. Leistungssport

Der Leistungssport in den Sportarten Finswimming, Orientierungstauchen und Unterwasser-Rugby hat im VDST eine lange und international sehr erfolgreiche Tradition. Nur der VDST vertritt diese Sparten im DOSB. Durch gezielte Trainings-, Förder- und Wettkampfmaßnahmen unterstützt der VDST vor allem die Nachwuchstalente, die Kadersportler und die Nationalmannschaften. Damit fördert er im Rahmen seiner Möglichkeiten den Leistungssport und legt  die Grundlagen für individuelle und mannschaftliche  Höchstleistungen. Sowohl im Training als auch in nationalen und internationalen Wettkämpfen sind dabei Fairness, gegenseitiger Respekt und die Beachtung der Anti-Doping-Richtlinien oberste Gebote.

Der VDST bietet darüber hinaus auch in anderen Bereichen die Möglichkeiten zum fairen Wettstreit unter Wasser, wie z.B. beim Unterwasser-Hockey sowie der Unterwasser-Foto- und Videografie.

Der VDST verurteilt zum Schutz der Unterwasserwelt jegliche Form der Unterwasserjagd als Sport.

10. Verantwortung für Natur und Umwelt

VDST-Taucher sind unter Wasser zu Gast!

Intakte Unterwasser- und Küstenlebensräume sowie Kulturdenkmäler sind besonders attraktiv für den Tauchsport. Es liegt daher im selbstverständlichen Interesse des VDST, diese Lebensräume zu schützen. Damit wird auch in Zukunft die Ausübung des Tauchsports sichergestellt.

VDST-Mitglieder sind sich dieser Verantwortung bewusst und verhalten sich entsprechend rücksichtsvoll. Richtschnur hierfür sind die VDST-Leitlinien für einen umweltverträglichen Tauchsport und eine fundierte, praktische Ausbildung, aber auch das Wissen um Zusammenhänge in Ökosystemen.

Der VDST betrachtet den Tauchsport auch unter dem Aspekt möglicher Beeinträchtigungen der Unterwasser-Kulturdenkmäler und -Lebensräume und stellt sich einer Abwägung mit den Belangen des Denkmal-, Natur- und Umweltschutzes. Auch der Klimaschutz ist für den VDST zu einem wichtigen Thema geworden. Hierzu entwickelt der VDST eine eigene, auf den Tauchsport fokussierte Klimaschutzstrategie und gibt seinen Mitgliedern Handlungsempfehlungen.

Durch die Schaffung entsprechender Strukturen auf Bundes- und Landesebene sowie die Gestaltung von Ausbildungskonzepten und besonderen Aktionen ermöglicht der VDST gemeinsam mit den Landesverbänden seinen Mitgliedern das Verständnis für die natürlichen Zusammenhänge und pflegt dadurch eine umfassende Umweltarbeit.

Der VDST engagiert sich in verbandsübergreifenden Projekten, wie z.B. NATURA 2000, und unterstützt damit den umfassenden Schutz von Lebensräumen sowie Tier- und Pflanzenarten. Er bietet seinen Mitgliedern vielfältige Möglichkeiten für ein aktives Engagement zum Schutz der Unterwasserwelt.

Über das Tauchseen-Portal (www.tauchseen-portal.de) stellt der VDST eine einmalige, umfassende und interaktive Informationsplattform zur Verfügung.

11. Wissenschaft

Der VDST ist zur Gewährleistung der Sicherheit der Taucher und zur Weiterentwicklung des Tauchsports sowie zur Beurteilung der aquatischen Lebensräume und der mit dem Tauchsport verbundenen Auswirkungen auf aktuelle Interpretationen vielfältiger Forschungsergebnisse angewiesen.

Dies erfolgt durch Wissenschaftler, vor allem auf den Gebieten der Biologie, Ökologie genauso wie auf den Feldern Geologie, Geographie, Archäologie, Medizin und Sportwissenschaft. Dazu initiiert der VDST Forschungs- und Monitoringprojekte ebenso wie Kooperationen mit externen wissenschaftlichen Institutionen.

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse werden in die Lehrinhalte der Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote des VDST integriert, womit eine optimale Verbreitung gewährleistet wird. Zudem wird großer Wert auf eine umfangreiche Dokumentation und zielgruppengerechte Berichterstattung gelegt.

Der VDST hat die Ausbildung zum wissenschaftlichen Tauchen (Scientific Diving) entwickelt und im Rahmen von Kooperationen zur Verfügung gestellt. Auch an deren Weiterentwicklung, vor allem in Deutschland, arbeitet der VDST aktiv mit.

12. Unterwasser-Foto- und Videografie

Der VDST fördert die Unterwasser-Foto- und Videografie, deren digitale Variante eine bisher nicht gekannte Darstellung der erlebnisreichen Unterwasserwelt ermöglicht.

Durch entsprechende Ausbildungsangebote und Wettbewerbe unterstützt der VDST damit die Möglichkeiten, die Natursportart Tauchen mit ihrer großen Faszinationskraft darzustellen. Unterwasserbilder und -filme bieten die Chance, andere an der Welt unter Wasser mit all ihren Schönheiten und Erlebnismöglichkeiten teilhaben zu lassen.

13. Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

Die vielfältigen Leistungen, Ziele und Werte des VDST sowie alle Informationen zur Ausübung des Tauchsports werden an Tauchsportler, Interessierte, die Öffentlichkeit, Medien sowie Organisationen aus Sport, Politik und Gesellschaft weitergetragen.

Der VDST informiert zeitnah, offen und transparent über die aktuellen Geschehnisse im Verband und im Tauchsport. Zudem ermöglicht der VDST einen regelmäßigen Austausch mit dem Ziel, Erwartungen, Wünsche und Bedürfnisse der verschiedenen Gruppen in Entscheidungsprozesse einzubeziehen.

Zur Kommunikation werden verschiedenste Wege genutzt: neben der persönlichen Kommunikation spielen das Verbandsmagazin „sporttaucher“, die Internetseite, der Austausch per E-Mail sowie soziale Netzwerke eine besondere Rolle.

Dabei werden die Vorgaben der Corporate Identity des VDST berücksichtigt.

14. Hauptamt und Leistungen

Der VDST bietet seinen Mitgliedern eine umfangreiche, fachliche Beratung und Unterstützung bei allen tauchsportrelevanten Fragestellungen.

Die Bundesgeschäftsstelle des VDST sowie die Geschäftsstellen der Landesverbände verstehen sich als Dienstleister für die Mitglieder und darüber hinaus als Ansprechpartner für weitere Interessensgruppen, wie z.B. Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Die konkreten Leistungen und Angebote richten sich nach den Zielen des VDST und nach den Bedürfnissen der Mitglieder, werden ständig optimiert und regelmäßig einer Überprüfung unterzogen. Die hohe Qualität der angebotenen Leistungen steht dabei im Vordergrund.

Eine wichtige Säule im Rahmen der Dienstleistungen stellt der umfangreiche Versicherungsschutz für alle tauchsportlichen Aktivitäten und eine juristische Beratung in vereins-, tauch- und versicherungsrechtlichen Fragestellungen dar. Für tauchmedizinische Notfälle steht den VDST-Mitgliedern eine weltweite Notfall-Hotline zur Verfügung.

Hauptamtliche Mitarbeiter sind wertgeschätzt und in hohem Maße eigenverantwortlich an der Arbeit des VDST beteiligt. Sie bringen ihre Erfahrungen und Ressourcen ein, sind offen für neue Entwicklungen und handeln qualitäts- und kostenbewusst.

15. Finanzen

Eine solide Finanzbasis ist Voraussetzung für die erfolgreiche, gemeinnützige und zukunftsfähige Verbandsarbeit. Der VDST wird grundsätzlich über die Beiträge seiner Mitglieder finanziert und versucht darüber hinaus weitere Quellen, wie zweckgebundene Zuschüsse externer Partner, Spenden und Sponsorengelder, zur Wahrnehmung seiner Aufgaben zu generieren.

Die Mittelverteilung erfolgt transparent. Auf der jährlichen Mitgliederversammlung werden die getätigten und geprüften sowie die geplanten Ausgaben dargestellt und von den Mitgliedern genehmigt.

Die Ausgabenplanung richtet sich nach den vom VDST festgelegten Prioritäten, in Übereinstimmung mit dem satzungsgemäßen Ziel, dem Zweck und den Aufgaben des VDST. Diese schließt insbesondere die Finanzierung innovativer Projekte ein.

16. Nationale und internationale Zusammenarbeit

Zur Verwirklichung seiner Ziele und zur Erfüllung seiner Aufgaben strebt der VDST nationale und internationale Zusammenarbeiten an.

Auf nationaler Ebene sind hier in erster Linie der DOSB, die wassersporttreibenden Verbände sowie die weiteren Verbände des organisierten Sports und Naturschutzorganisationen zu nennen. Zudem spielen die Kooperationen mit politischen Partnern auf kommunaler, Landes- und Bundesebene sowie die Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft eine zentrale Rolle. Hierbei unterstützt der VDST auch seine Landesverbände und Vereine.

Besondere Bedeutung misst der VDST auf internationaler Ebene der Mitarbeit im Welttauchsportverband CMAS sowie in der CMAS Europa bei.

Enge Kooperationen unterhält der VDST mit der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin e.V. (GTÜM), der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) und der National Association of Underwater Instructors (NAUI).

Begriffe und Abkürzungen

BioDIVERsität
BioDIVERsität ist die Vielfalt des Lebens, die sich auf drei Ebenen beschreiben lässt:
1.    Vielfalt der Ökosysteme (Lebensräume wie Wasser, Wald, Alpiner Raum)
2.    Vielfalt der Arten (Tiere, Pflanzen, Pilze, Mikroorganismen)
3.    Vielfalt der Gene (Rassen oder Sorten von wildlebenden und genutzten Arten)

CMAS
Abkürzung für Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques (World Underwater Federation; Welttauchsportverband); vertritt über 130 Föderationen von 5 Kontinenten; organisiert internationale (Unterwasser-) Sportwettkämpfe und optimiert und vereinheitlicht die Standards in Technik und Ausbildung für das Sporttauchen; engagiert sich für den Schutz der Unterwasserwelt. CMAS steht für eine besondere Qualität im Sporttauchen; wurde 1959 in Monaco gegründet; der VDST ist eines der 15 Gründungsmitglieder; erster Präsident war Jacques Yves Cousteau.
Nähere Informationen: www.cmas.org

Corporate Identity (CI)
CI ist die gesamtheitliche Identität eines Unternehmens oder Verbandes; darunter versteht man alle kennzeichnenden und von anderen Organisationen unterscheidenden Merkmale, z.B. optische Erkennung, Regeln des Handelns, etc. Zur Corporate Identity gehören neben dem Corporate Design (visuelles Auftreten mit Logo, Briefpapier, Visitenkarten, Kleidung, etc.) auch die gesamte Unternehmenskommunikation (Corporate Communication, CC) und das Unternehmensverhalten (Corporate Behaviour, CB).

DLRG
Abkürzung Deutsche Lebens-Rettungs-Gesell-schaft e.V., größte freiwillige und gemeinnützige Wasserrettungsorganisation der Welt, seit ihrer Gründung im Jahr 1913 hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren; Sitz in Bad Nenndorf. Die DLRG ist Nummer 1 in der Ausbildung im Schwimm- und Rettungsbereich in Deutschland.
Nähere Informationen: www.dlrg.de

DOSB
Abkürzung für Deutscher Olympischer Sportbund e.V.;  ist die regierungsunabhängige Dachorganisation des organisierten Sports in Deutschland mit Sitz in Frankfurt a. Main; am 20. Mai 2006 gegründet durch Zusammenschluss des Deutschen Sportbundes und des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland. Als „Verband der Verbände“ umfasst und vertritt er 97 Mitgliedsorganisationen mit ca. 91.000 Sportvereinen mit ca. 27,5 Mio. Mitgliedschaften. Der DOSB steht für Leistung, Gesundheit, Lebensfreude und Wertevermittlung. Schirmherr des DOSB ist der deutsche Bundespräsident.
Nähere Informationen: www.dosb.de

Finswimming (FS)
Das Schwimmen mit der Monoflosse ist die schnellste Fortbewegungsart des Menschen im Wasser und wird als leistungssportliche Sportart als Finswimming bezeichnet. Angelehnt an die Schwimmweise der Delphine schwimmt man mit einer einzigen Flosse (Monoflosse) für beide Füße. Finswimmer erreichen spektakuläre Geschwindigkeiten und können 50 Meter in weniger als 14 Sekunden zurücklegen (entspricht 3,6 m/s = 10,8 km/h). Man unterscheidet:
1. unter Wasser 50 m Strecke in Apnoe, 100 m, 400 m und 800 m Streckentauchen werden mit Druckluftflaschen, die vor dem Körper mit gestreckten Armen gehalten werden, absolviert; 2. an der Wasseroberfläche mit dem Mittelschnorchel über Wettkampfstrecken von 50 bis 1500 m im Schwimmbad; 3. im Freigewässer 3 bis 20 km.

Good Governance
Wird häufig als „gute Regierungsführung oder verantwortungsvolle Staatsführung“ übersetzt; es bezeichnet dabei das gesamte Steuerungs- und Regelungssystem einer politisch-gesellschaftlichen Einheit (Staat, Kommune, Verband) und beinhaltet und bewertet alle Entscheidungsprozesse ebenso wie die Formulierung von Inhalten und deren Umsetzung einschließlich auch einer guten Haushaltsführung.

GTÜM
Abkürzung für Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin e.V., der medizinischen Fachgesellschaft auf dem Gebiet der Tauch-, Überdruckmedizin und deren Grenzgebiete. In der GTÜM sind Fachärzte verschiedener Fachrichtungen organisiert. Sie bietet verschiedene, spezialisierende Ausbildungen zur Tauchmedizin an und gibt Standards für tauchmedizinischen Verfahren, wie z.B. die Leitlinie Tauchunfall und zur Tauchtauglichkeitsuntersuchung, vor.
Nähere Informationen: www.gtuem.org

NAUI
Abkürzung für National Association of Underwater Instructors, weltweit eine der großen  Organisationen von Tauchausbildern zur Ausbildung und Zertifizierung im Tauchen.
Nähere Informationen: www.naui.org

Orientierungstauchen (OT)
Wettkampfsportart des Sporttauchens, die ausschließlich im Freigewässer in ca. 2 m Tiefe ausgetragen wird. Ziel ist, auch bei geringen Sichtweiten, möglichst schnell und präzise Orientierungspunkte in einer vorher bestimmten Reihenfolge unter Wasser zu umrunden bzw. anzutauchen. OT ist eine komplexe Sportart des Leistungssports, die in der Wettkampfordnung verankert ist. Sie verlangt vom Taucher sowohl technisches Verständnis, als auch koordinative und konditionelle Fähigkeiten. Die Ausrüstung besteht aus dem OT-Gerät, das sich aus einer Pressluftflasche mit montiertem Kompass und Meterzähler zusammensetzt.
Insgesamt sechs verschiedene Disziplinen werden unterschieden: als Einzeldisziplinen der Fünf-Punkte-Kurs, der Stern-Kurs, der M-Kurs und der Parallel-Kurs; die Mannschaftsdisziplinen sind die Mannschaftsorientierung nach Karte (Monk) und die Mannschaftstreffübung (MTÜ).

Scientific Diving
„Wissenschaftliches Tauchen“ umfasst die Anwendung wissenschaftlicher Arbeitsmethoden zur Untersuchung und Dokumentation aquatischer Lebensräume mittels des Einsatzes von Tauchgeräten; die Aufgaben sind klar gegenüber den Taucherarbeiten von Berufstauchern, aber auch gegenüber dem Sporttauchen abgegrenzt.

Sporttauchen
Tauchen als Breiten-, Freizeit- Wettkampf- und Leistungssport, bei dem körperliche Betätigung, Spaß und das Erleben der Unterwasserwelt im Vordergrund stehen; umfasst alle Facetten des Tauchens, mit und ohne Drucklufttauchgerät, Tauchen mit unterschiedlichen Gasgemischen sowie das Tauchen in allen Alters- und Interessensgruppen.

Tauchseen-Portal
Interaktives Webportal des VDST mit umfassenden Informationen zu Infrastruktur, Ökologie und rechtlichen Regelungen der Tauchplätze in Deutschland; begann als ein Projekt des VDST in Zusammenarbeit mit dem Natur-Sport-Informationssystem des Bundesamts für Naturschutz (www.natursport.info) als Leitsystem für die Information und Organisation der umweltschonenden Nutzung von Gewässern.' www.tauchseen-portal.de

Tauchsport
s. Sporttauchen

Tauchsport-Infrastruktur
Jegliches Umfeld zur Ausübung des Tauchsports, einschließlich u.a. Schwimmbäder, Freigewässer, Ausbildungseinrichtungen und Angeboten von Tauchsportprodukten.

Unterwasser-Rugby (UWR)
Mannschaftsspiel des Sporttauchens, das im tiefen Teil des Schwimmbeckens ausgetragen wird und als Sportart des Leistungssports in der Wettkampfordnung verankert ist.
Die Einzigartigkeit dieser Mannschaftssportart zeichnet sich dadurch aus, dass sich sowohl der Ball als auch die Spieler in drei Dimensionen bewegen. UWR erfordert Schnelligkeit, Kraft, Spielwitz und Apnoefähigkeit. Zwei Mannschaften mit jeweils sechs Spielern im Wasser versuchen einen schweren und sinkenden Ball im gegnerischen Tor zu versenken. Sechs weitere Spieler können im fliegenden Wechsel als Auswechselspieler eingesetzt werden. Ziel ist es, den Salzwasser-gefüllten Ball in einer Spielzeit von zweimal 15 Minuten so häufig wie möglich in den auf dem Beckenboden stehenden gegnerischen Metallkorb zu platzieren.
Ursprünglich wurde UWR als ein abwechslungsreiches Wintertraining für Taucher in Deutschland erfunden. Inzwischen hat es sich international etabliert und es werden innerhalb der CMAS Welt- und Europa-Meisterschaften regelmäßig ausgerichtet.

VDST
Abkürzung für Verband Deutscher Sporttaucher e.V., Sitz in Offenbach am Main, mit über 75.000 Mitgliedern und 17 Landesverbänden einer der weltgrößten ideelen Tauchsportverbände und der einzige Sportfachverband Tauchen im DOSB und Vertreter Deutschlands in der CMAS.
Nähere Informationen: www.vdst.de

VDST-Tauchschulen und VDST-Dive Center
Inländische Tauchschulen und ausländische Dive Center, die den Tauchsport nach den Standards von VDST/CMAS ausbilden und ausüben; vertraglich mit der VDST Tauchsport-Service GmbH verbunden.
 
 

Weiterführende Dokumente im Internet


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